Zu Inhalt und Ablauf der Lehrveranstaltung 'Antike Geschichte im Spiegel antiker Romane'.

1) Lehrveranstaltungsankündigung für das WS 2004/2005.

G i z e w s k i; Vorlesung/Uebung

0132L012

'Antike Geschichte im Spiegel antiker Romane'.

Fr 12 - 14 ; Beginn: 29. Okt. 2004; Ende: 19. Febr. 2005.

Ort: FR (Franklinstr. 28, 10587 Berlin), Raum 0512 C

Inhalt:

In den zumeist volkstümlich-literarischen Gattungen der antiker Erzählliteratur (die der nachantiken Gattung des 'Romans' entwicklungsgeschichtlich vorhergehen) mischen sich Elemente der Dramatik, der Poetik, der Rhetorik, der Mythologie und nicht zuletzt auch der Geschichtsschreibung miteinander. Die auch aus diesem Grunde von einem lesenden antiken Publikum als besonders fesselnd empfundenen romanartigen Historien-, Liebes-, Verwandlungs- oder Satire-Erzählungen aus dem griechisch- und dem römischsprachigen Bereich antiker Literatur sollen zum Gegenstand einer Vorlesung werden, die einmal nach der Mentalität des angesprochenen Publikums und zum anderen nach den allgemeingeschichtlich interessanten Bezügen dieser stark ins Phantastische und Gefühlvolle gehenden Literatur fragt.

In Übungen zu den einzelnen Kapiteln des Vortrags werden Ausschnitte aus der behandelten Romanliteratur eingehender erörtert. Die Vorlesung wird von einem WWW-Skript unterstützt.

Literatur:

Niklas Holzberg, Der antike Roman. Eine Einführung, Düsseldorf, Zürich 2001; WWW-Skript unter: http://www.tu-berlin.de/fb1/AGiW/Auditorium/AGiAntRo/Portal.htm

2) 15 Termine:

29. Okt., 5., 12., 19., 26. Nov., 3. , 10., 17. Dez. 2004.

Weihnachtsferien: 20. Dez. 2004 - 1. Jan. 2005.

7., 14., 21., 28. Jan., 4., 11., 18. Febr.

3) ÜBERSICHT ÜBER DIE VORGESEHENEN THEMEN.

Kap. 1: Die Spiegelung menschlicher Lebensbedingungen und geschichtlicher Momente in griechischer und lateinischer Erzählkunst: Gegenstand, Zweck und Methoden historischer Analyse populärer Erzählstoffe der Antike.

Kap. 2: Zum geschichtlichen Rahmen romanartiger erzählender Literatur der Antike.

II. Teil: Mentalitätsgeschichtliche Aussagen antiker Erzählliteratur.

Kap. 3: Zu den verschiedenen Motivtypen einer Schicksalsdramatik.

Kap. 4: Zu den Motivtypen einer Diskrepanz-Dramatik ('Lächerlichkeit, Unvollkommenheit, Bösartigkeit' des Menschen).

Kap. 5: Zu den Motivtypen 'Liebe und Leidenschaft'.

Kap. 6: Zu den Motivtypen 'Konstanz und Entwicklung des menschlichen Wesens'.

Kap. 7: Zu den Motivtypen der 'Grenzüberschreitung' ('Abenteuer', 'fremde Völker', 'ferne Zeiten', 'Wunderbares und Ungeheuerliches').

III. Teil: Allgemeingeschichtlich interessante Bezüge antiker Erzählliteratur.

Kap. 8: Schwerpunkte antik-romanhafter Bezugnahmen auf die antike Allgemeingeschichte.

IV. Teil: Zur Überlieferungs- und Wirkungsgeschichte antiker Erzählkunst.

Kap. 9: Zu Nachwirkungen und Kulturvermittlungsfunktionen antiker 'Roman'-Literatur in der europäischen Kunst- und Kulturgeschichte.

    Eine detaillierte Themenübersicht findet sich im elektronischen LV-Skript unter:

http://www.tu-berlin.de/fb1/AGiW/Auditorium/AGiAntRo/ThemPlan.htm .

4) Hinweise zu Literatur, Hilfsmitteln und Quellen.

Ein zusammenfassendes Verzeichnis der in der Lehrveranstaltung und im Skript verwendeten und zur Lektüre empfohlenen Literatur, Medien und Quellen findet sich im elektronischen Skript unter

http://www.tu-berlin.de/fb1/AGiW/Auditorium/AGiAntRo/LektEmpf.htm .

5) Das Projekt 'Alte Geschichte im WWW' und das dortige Skript zu dieser Lehrveranstaltung.

Zu dieser Lehrveranstaltung gibt es im Internet ein elektronisches Skript unter der URL-Adresse
http://www.tu-berlin.de/fb1/AGiW/Auditorium/AGiAntRo/Portal.htm .
Es ist Teil des elektronischen Gesamtprojektes 'AGiW' ('Alte Geschichte im WWWW'), über dessen Inhalte die Seiten
http://www.tu-berlin.de/fb1/AGiW/
und
http://www.tu-berlin.de/fb1/AGiW/Register.htm
informieren.

6) Übungsarbeiten im Rahmen der Lehrveranstaltung.

Im Rahmen dieser Lehrveranstaltung, die schwerpunktmäßig eine Vorlesung ist, können von interessierten Teilnehmern bei Bedarf ausnahmsweise auch Übungsarbeiten angefertigt werden, um einen Schein für die im Rahmen des Studienplans vorgesehene Teilnahme an einer Textquelleninterpretationsübung zu erhalten.

Zu den Einzelheiten einer solchen Arbeit siehe:

http://www.tu-berlin.de/fb1/AGiW/Auditorium/AGiAntRo/Portal.htm/UebgArb.htm .


LV Gizewski WS 2004/2005.

Autor: Christian Gizewski. EP: Christian.Gizewski@tu-berlin.de .