Christian Gizewski,

Zur antiken Kriegsgeschichte.

Teil II: Antike Kriege als historische Weichenstellungen.

Skript zur gleichnamigen Lehrveranstaltung im WS 2005/2006. *)

Der hier wiedergegebene Plan stellt die Schlacht bei Chaironeia d. J. 338 v. Chr. dar, in welcher der Makedonenkönig Philipp von Makedonien und sein Sohn, der spätere König Alexander, die in ihrer Gegnerschaft gegen eine makedonische Hegemonie vereinigten Griechenstaaten besiegten und den Grund legten für eine 200-jährige makedonische Vorherrschaft in Griechenland. Abbildung entnommen aus: Peter Green, Alexander der Große. Mensch oder Mythos? Dt. Übersetzung von Ernst von Podlesnigg, Würzbug 1974, S. 50.

ZUR LEHRVERANSTALTUNG:

Inhalt und Ablauf der Lehrveranstaltung des Sommersemesters 2005 und des Wintersemesters 2005/2006.

Portal des ersten Teils der Lehrveranstaltung im Sommersemester 2005.

Detaillierte Themenübersicht.

INHALT DES SKRIPTS.

Vorwort.

Kap. 1: Begriffsklärungen und Übersichten zur antiken Kriegsgeschichte.

Kap. 2: Zu den Quellen antiker Kriegsgeschichte.

Kap. 3: Die Perserkriege als Folge imperialer Expansionskriege einerseits und bundesgenössisch geführter Freiheitskriege andererseits. Politische und kulturelle Folgen für Griechenland und den östlichen Mittelmeerraum.

Kap. 4: Der Peloponnesische Krieg als innergriechischer Hegemonialkrieg. Seine Folgen für innergriechische Machtverteilungen und Konfliktstrukturen im 4. Jh. v. Chr.

Kap. 5: Die Kriege Philipps und Alexanders als innergiechische Hegemonialkriege und imperiale Eroberungskriege. Politische und kulturelle Folgen für Griechenland, den Nahen und Mittleren Osten ('Hellenismus', Überlagerung der Polis-Ordnungen durch monarchisch verfaßte Reichsbildungen).

Kap. 6: Roms kriegerische Machtkonkurrenz mit Karthago. Die Bedeutung der Kriege für die Entwicklung des Imperium Romanum.

Kap. 7: Marius' Krieg gegen wandernde Germanenstämme und Caesars offensiver Grenzsicherungs - und Unterwerfungskrieg in Gallien, Britannien und Germanien. Die Bedeutung der römischen Kriege mit Kelten und Germanen für die römisch geprägte Kolonisierung und Urbanisierung dieser Völker.

Kap. 8: Der Bundesgenossenkrieg der Italiker gegen Rom i. J. 91 - 88 v. Chr. als innerer Krieg innerhalb eines Bündnissystems. Die systematische römische Bürgerrechts-Ausweitung als Folge des Bundesgenossenkrieges.

Kap. 9: Römische 'Ordnungs'-Kriege gegen Sklaven und Seeräuber im 2./1. Jh. v. Chr. Ihre Bedeutung für eine Rechtsordnung römischer Sklavenhaltung und eine römisch-völkerrechtliche Verkehrsordnung.

Kap. 10: Die äußeren und inneren kriegsgeschichtlichen Voraussetzungen der 'augusteischen Friedenordnung' des Imperium Romanum.

Kap. 11: Die römischen Kriege gegen aufständische Juden im 1. und 2. Jh. n. Chr. Ihre Bedeutung für die staatliche Existenz und religiöse Kultur der Juden.

Kap. 12: Die Entstehung des römischen 'Militär'- und des 'Dominats'-Kaisertums sowie der spätantiken 'Reichtsteilung' in den Kriegen des 3. und 4. Jhs. n. Chr.

Kap. 13: Die Bedeutung der Bürgerkriege des 4. Jhs. n. Chr. für die Entwicklung der christlichen Kirche.

Kap. 14: Die Folgen der 'Völkerwanderungs'-Kriege des 5. Jhs. n. Chr. für die Entwicklung der frühmittelalterlichen Völker- und Staatenwelt.


*) Stand des Vorlesungsskripts vom März 2006. Die oben in kursiver Schrift angegebenen Kapitel wurden im Sommersemester 2005 unter den Aspekten des Teils I der Vorlesung ('Typische Ursachen und Verläufe antiker Kriege') erörtert. Der Teil II der Vorlesung im Wintersemester 2005/2006 griff die Kapitel des ersten Teils unter seinen Aspekten ('Antike Kriege als historische Weichenstellungen'), erneut auf, ging aber in weiteren Kapiteln (12 - 14) über das Themen-Programm des SS 2005 hinaus.


LV Gizewski WS 2005/2006

Autor: Christian Gizewski, EP: Christian.Gizewski@tu-berlin.de