Schriftliche Übungsarbeit in der LV Gizewski 'Zur Fortwirkung der Antike in der Sprache der Moderne' (SS 2009).


Aufgaben:

Der nachfolgende, eigens zu Übungszwecken zusammengestellte, also fiktive Text enthält eine Anzahl von Worten und Namen, die dem Altertum (vorderorientalisches und antik-mediterranes Altertum) entstammen und in der heutigen deutschen Sprache weiterhin Bedeutung haben. Außerdem enthält er einige Worte und Namen germanisch-, keltisch- und slawisch-sprachigen Ursprungs

1) Identifizieren Sie auf ca. 8 Seiten Schreibmaschinentext normaler Größe alle unterstrichenen Wörter und Namen vollständig, was ihre Herkunft betrifft.

2) Geben Sie jeweils eine kurze Deutung des Herkunftsnamens oder -wortes, soweit möglich..

3) Stellen Sie in Kürze zusammen, was Sie sonst noch historisch Interessantes über die / einige Wörter in Erfahrung brringen können.


Empfohlene Literatur:

Kluge, Etymologisches Lexikon der deutschen Sprache, bearbeitet von Elmar Seebold, 24. durchgesehene und erweiterte Auflage, Berlin/New York 2002 (oder jünger).

Rudolf E. Keller, Die deutsche Sprache und ihre historische Entwicklung. Bearbeitet und übertragen aus dem Englischen, mit einem Begleitwort sowie einem Glossar versehen von Karl-Heinz Mulagk, 2. Aufl. Hamburg 1995 (oder jünger).

Friedheln Debus, Reclams Namenbuch. Deutsche und fremde Vornamen nach Herkunft und Bedeutung, Stuttgart 2006 (oder jünger).

Konrad Kunze, dtv-Atlas Namenkunde. Vor und Familiennamen im deutschen Sprachgtebiet. Mit 105 Abbildungsseiten in Farbe (Graphiker H. J. Paul), München 1998 (oder jünger).


Übungsxtext:

Die Studenten Sophie Strobl und August Hanfstengl nahmen kaum Notiz voneinander, als sie vor dem Forum der Bibliothek des Zentral-Instituts für Kommunikation und Mediale Technik an der Universität Köln fast kollidierten, weil sie - mental absent, wie die Kommilitonen der trivialen oder gar vulgären Praxis gegenüber manchmal sind - nur darauf konzentriert waren, eine Münze im Karten-Automaten am Service-Point für die Tickets zu plazieren. In dieser Konfrontation wegen einer simultanen Intention brachte ein Gallert auf dem Pflaster vor der Pforte August vor Sophie zu Fall. Diese, keine femme fatale - oder doch? - reagierte subtil auf die Situation, attrahierte und stabilisierte ihn, und seither sind sie ein Paar. Der Amt-Mann Adam Zenke aus der Registratur des Instituts und die Amts-Ärztin Dr. Eva-Maria Preisedanz vom benachbarten Dreifaltigkeits-Hospital sind Zeugen.


Zur LV Gizewski im WS 2008/2009 und SS 2009.

Autor: Christian Gizewski, EP: Christian.Gizewski@tu-berlin.de