Die Worte des Anchises über die Bestimmung Roms, in der 'Aeneis' des Publius Vergilius Maro, 6. Gesang, Verse 846 bis 853.


Lat. Text (P. Vergili Maromis Aeneis. In usum scholarum recognovit Otto Ribbeck. Lipsiae in aedibus B. G. Teubneri. MCCCCLXXVIII, S. 214 ):

excudent alii spirantia mollius aera

- cedo equidem - , vivos ducent de marmore voltus

orabunt causas melius, caelique meatus

describent radio et surgentia sidera dicent.

tu regere imperio populos, Romane, memento

- haec tibi erunt artes - pacique impnere morem,

parcere subiectis et debellare superbos.

Deutsche Übersetzung (Vergil, Aeneis, verdeutscht von Thassilo von Scheffer, Dieterichsche Verlagsbuchhandlung Wiesbaden, Berlin 1943, S. 186 f.)

Andre mögen Gebilde aus Erz wohl weicher gestalten,

dünkt mich, und lebensvoller dem Marmor die Züge entringen,

besser die Rechte verfechten und mit dem Zirkel des Himmels

Bahnen berechnen und richtig den Aufgang der Sterne verkünden:

Du aber, Römer, gedenke die Völker der Welt zu beherrschen,

darin liegt deine Kunst, und schaffe Gesittung und Frieden,

schone die Unterworfnen und ringe die Trotzigen nieder.


(Bearbeitungsstand: 7. Jan. 2013).

Autor dieses WWW-Skripts: Christian Gizewski, apl. Prof. Dr., TU Berlin, Fakultät I, Alte Geschichte, FG Geschichte, Privatadresse: Tietzenweg 98, 12203 Berlin, Tel.:030-8337810, EP:christian.gizewski@.tu-berlin.de

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