Jesus vor Pilatus: Matthäus 27, 11 - 30.

Parallelestellen: Johannes 18, 13 - 19, 16 [19, 3: 'ecce homo']; Markus 15, 1 - 19; Lukas 23, 1 - 25.


11 Jesus wurde nun vor den Landpfleger gestellt. Der Landpfleger fragte ihn: "Bist du der König der Juden?" Jesus antwortete: "Du sagst es." 12 Auf die Anklagen der Hohenpriester und Ältesten antwortete er nichts. 13 Da sagte Pilatus zu ihm: ""Hörst du nicht, was sie alles gegen dich vorbringen?" 14 Doch er antwortete ihm nicht ein einziges Wort, so daß der Landpfleger sich sehr wunderte.

15 Bei jedem Feste pflegte der Landpfleger dem Volke einen Gefangenen freizugeben, den es wollte. 16 Man hatte damals einen berüchtigten Gefangenen namens Barabbas. 17 Pilatus sagte nun zu der versammelten Menge: Wen soll ich euch freigeben, Barabbas oder Jesus, den man Messias nennt ? 18Wusste er doch, daß sie ihn aus Neid ausgeliefert hatten. 19 Während er nun auf dem Richterstuhis saß, schickte seine Frau zu ihm und liess sagen: "Mache dir nichts mit diesem Gerechten schaffen; denn ich habe heute im Traume viel um seinetwillen ausgestanden.

20 Allein die Hohenpriester und Ältesten beredeten das Volk, Barabbas zu fordern, Jesus dagegen zu töten. 21 Der Landpfleger fragte sie nun: "Wen von den beiden soll ich euch freigeben?" Sie antworteten: "Barabbas." 22 Pilatus fragte weiter: "Was soll ich denn mit Jesus anfangen, der Messias genannt wird?" 23 Alle riefen: "Er soll gekreuzigt werden." Der Landpfleger entgegnete: "Was hat er denn Böses getan?" Sie schrieen nur noch lauter: "Er soll gekreuzigt werden."

24 Als nun Pilatus sah, daß er nichts erreichte, sondern daß der Lärm immer noch größer wurde, ließ er sich Wasser reichen und wusch sich vor dem Volke die Hände mit den Worten: "Ich bin unschuldig am Blute dieses Gerechten. Seht ihr zu." 25 Da rief das ganze Volk: "Sein Blut komme über uns und unsere Kinder."

26 Da gab er ihnen Barabbas frei. Jesus aber ließ er geißeln und übergab ihn zur Kreuzigung. 27 Da führten die Soldaten des Landpflegers Jesus in das Gerichtsgebäude und versammelten die ganze Abteilung um ihn. 211 Sie entkleideten ihn und legten ihm einen Purpurmantel an. 29 Dann fochten sie eine Dornenkrone, setzten sie ihm aufs Haupt und gaben ihm ein Rohr in seine rechte Hand. Nun beugten sie das Knie vor ihm und verspotteten ihn mit den Worten: 30 "Sei gegrüßt, König der Juden!" Sie spieen ihn an, nahmen das Rohr und schlugen ihn damit aufs Haupt.


LV Gizewski SS 2006 und WS 2006/2007

Autor: Christian Gizewski, EP: Christian.Gizewski@tu-berlin.de