Einige Beispiele für die formale und inhaltliche Rezeption der Antike in der neueren deutschsprachigen Literatur (mit verschiedenartigen Bezügen zur Religion, Mythologie, Geschichte und Literatur der Antike).

Titel und Einzelhinweise entnommen aus: Hauptwerke der deutschen Literatur. Einzeldarstellungen und Interpretationen. Hg. von Manfred Kluge und Rudolf Radler, München 1974; Volker Riedel, Antikenrezeption in der deutschen Literatur vom Renaissance-Humanismus bis zur Gegenwart, Stuttgart, Weimar 2000.

Abkürzungen:

A = Renaissance - Humanismus (15. / 16. Jht.)

B = Barock (17. Jht.)

C = Aufklärung - Sturm und Drang (18. Jht.)

D = Klassik - Romantik (18. / 19. Jht.)

E = Realismus - Naturalismus (19. Jht.

F = Strömungen 'moderner Kunst' (Ende 19. / 20 Jht.: Impressionismus, Expressionismus, Symbolismus, Mystizismus, 'Mythizismus', historischer und zeitbezogener Realismus, künstlerische politische Agitation, massengebrauchsorientierte Trivialliteratur.


D - Achim von Arnim, Die Päpstin Johanna.

A B - Jakob Bidermann, Cenodoxus.

A - Jakob Böhme, Aurora das ist der Morgenröthe Aufgang.

F - Bertold Brecht, Die Geschäfte des Herrn Julius Caesar.

F - Hermann Broch, Der Tod des Vergil.

D - Joseph Fr. v. Eichendorff, Das Marmorbild.

A - Nicodemus Frischlin, Julius redivivus.

D - Salomon Gessner, Idyllen.

D - Johann Wolfgang von Goethe, Iphigenie auf Tauris. Prometheus. Römische Elegien.

D - Johann Christoph Gottsched, Versuche einer critischen Dichtkunst.

D E - Franz Grillparzer, Sappho.

B - Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen, Der abenteuerliche Simplicissimus.

D - Johann Georg Hamann, Sokratische Denkwürdigkeiten.

F - Gerhard Hauptmann, Die Atriden-Tetralogie.

E - Friedrich Hebbel, Gyges und sein Ring. Herodes und Mariamne. Judith. Maria Magdalena.

D - Johann Gottfried Herder, Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit.

F - Georg Heym, Der Feldzug nach Syrakus. Spartacus (dramat. Fragment). Umbra Vitae.

D - Johann Christian Friedrich Hölderlin, Hyperion. Tod des Empedokles.

E - Ernst Theodor Amadeus Hoffmann, Kater Murr.

F - Hugo von Hoffmannsthal, Elektra.

F - Arno Holz, Phantasus.

D - Wilhelm von Humboldt, Über das Studium des Altertums.

D - Karl Leberecht Immermann, Der neue Pygmalion.

D Jean Paul, Titan. Vorschule der Ästhetik.

F - Ernst Jünger, Gärten und Straßen.

F - Hermann Kasack, Die Stadt hinter dem Strom.

D - Heinrich von Kleist, Amphitryon. Penthesilea.

D - Friedrich Gottlieb Kloppstock, Der Messias.

vor A - Pfaffe Lamprecht, Alexanderlied.

D - Gotthold Ephraim Lessing, Hamburgische Dramaturgie. Laokoon. Nathan der Weise.

B - Daniel Caspar von Lohenstein, Großmütiger Feldherr Arminius. Sophonisbe.

A - Martin Luther, Ein Sendbrief vom Dolmetschen. Von der Freiheit eines Christenmenschen.

A - Georgius Macropedius, Hecastus.

F - Thomas Mann, Joseph und seine Brüder.

D - Novalis, Die Christenheit oder Europa.

B - Martin Opitz, Buch von der deutschen Poeterei.

A - Johannes Reuchlin, Dunkelmännerbriefe (Epitulae virorum obscurorum).

F - Rainer Maria Rilke, Sonette an Orpheus.

D - Friedrich von Schiller, Über Anmut und Würde. Über die ästhetische Erziehung. Über die tragische Kunst. Über naive und sentimentalische Dichtung. Was heißt und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte?

D - August Wilhelm von Schlegel, Geschichte der deutschen Sprache und Poesie. Über dramatische Kunst und Literatur.

C, D - Christoph Martin Wieland, Die Geschichte des Agathon. Musarion.

D - Johann Joachim Winckelmann, Gedanken über die Nachahmung der griechischen Werke.


LV Gizewski SS 2006 und WS 2006/2007

Autor: Christian Gizewski, EP: Christian.Gizewski@tu-berlin.de