Kap. 2: Einleitung II - Aufbau und historische Deutung mythischer Systeme der Antike (Übersicht und Erläuterung an Beispielen).

ÜBERSICHT

1) Übersicht über verschiedenartige Mythensysteme der Antike.

2) Materialien zur Skizzierung ausgewählter antiker Mythensysteme.

a) Zur altägyptischen und ägyptisch-hellenistischen Mythologie.

b) Zur sumerischen, assyrischen, babylonischen und mesopotamisch-hellenistischen Mythologie.

c) Zur altisraelitischen, jüdischen und christlichen Mythologie.

d) Zur griechischen Mythologie.

e) Zur römischen Mythologie.

3) Literatur, Medien, Quellen.

1) Übersicht über verschiedenartige Mythensysteme der Antike.

Übung 2.

AUFGABE :

Vergleichen Sie die unten wiedergegebenen Kurzcharakterisierungen einiger antiker Mythensysteme daraufhin, was an ihnen ähnlich und was an ihnen wesentlich unterschiedlich ist.

a) Ausdehnung und religiöser Kern antiker Mythensysteme.

Unter Antike wird hier die Gesamtheit entwicklungsgeschichtlich zusammengehöriger Hochkulturformationen des mediterranen und nahöstlichen Bereichs einschließlich der von ihnen beeinflußten nicht-hochkulturellen Bereiche in ihren frühen (altertumsgeschichtlichen) Entwicklungsepochen verstanden. Weitere Abgrenzungsfragen brauchen in diesem Zusammenhang nicht erörtert zu werden.

Anknüpfend an die Begriffsklärung des 1. Kapitels ist auch für Mythensysteme der Antike prinzipiell hervorzuheben, daß sie nicht nur religiöse, sondern auch eine Vielzahl anderer Themen betreffen, über die landläufige, zwar nicht immer und jeder Hinsicht unwahre, aber doch oft unrichtige, verzerrte, vorurteilshafte, ja ausgesprochen phantastische Auffassungen bestehen. Zu den Gegenständen mythischer Aussagen gehört - anders gesagt - prinzipiell alles, was eine eingehende Wahrheitsprüfung nicht erfahren hat oder sich einer solchen gegenüber in seiner öffentlichen Geltung dennoch als reisistent erweist. Zu den wichtigeren Themen eines antiken Mythensystems gehören ungefähr die folgenden:

Themenbereiche antiker Mythensysteme.

Mythen über die Entstehung, das Wirken und das Schicksal von Göttern, Geistern und Gottmenschen,

Mythen über das Werden des Kosmos,

Mythen über die göttliche Schaffung und Bestimmung des Menschen in seiner rein menschlichen Form,

Weisheitslehren und volkstümliche Sprichworte, die die menschliche Natur, das menschliche Lebens und die Institutionen und Regeln menschlicher Gemeinschaft betreffen,

Personenlegenden und -anekdoten, insbesondere solche über 'berühmte', 'berufene', 'begabte' oder 'heilige' Menschen,

Legendäre Genealogien und andere Geschichtslegenden aller Art,

Ideologien aller Art zur Rechtfertigung schwer begründbarer Herrschafts-, Wirtschafts- und Machtinteressen,

Länder- und Völkerbilder, besonders deutlich solche von weit entfernten oder weitgehend unbekannten Ländern und Völkern,

die Vorstellungen über das, was als Tradition und Brauch gilt,

die als kosmisch bedeutungsvoll geltende Symbolik der Zahlen, geometrischen Formen, Farben, Stoffe ('Elemente'), Gestirne, Tiere und Pflanzen,

die archetypisch vorgeprägten Strukturen in Erzählungen und Abbildungen, etwa die Muster des Idealen, Schönen, 'Großen', Schrecklichen, Fremdartigen, Dramatischen oder Verhängnisvollen,

die in der 'Vorzeichenhaftigkeit' gegenwärtiger Erscheinungen für zukünftige Geschehnisse vorausgesetzten landläufigen Annahmen,

die in der 'Einmaligkeit' von Orten, Gestalten und Zeitpunkten im Rahmen schicksalshafter Vorherbestimmung vorausgesetzten allgemein akzeptierten Annahmen.

Man sieht, daß darin maches enthalten ist, was in unserer Zeit zumeist mit anderen Begriffen als dem des 'Mythos' erfaßt zu werden pflegt: Legenden, Gemeinplätze des Alltagsdenkens, Traditionen, synthetische Vorurteile, stereotype Vorurteile, Archetypen, Ideologien, Symbole, 'Vorzeichen', Vorstellungen über 'Begabungen' oder 'Bestimmungen'. All das ist nicht notwendigerweise direkt mit einem religiösen Denken, mit Vorstellungen von Göttern, Geistern und gottberufenen Heroen, von gottbewirkter Weltentstehung oder göttlich bewirktem oder selbst gottartigen Weltschicksal verbunden.

Würde man für unsere Zeit alles zusammenstellen, was man in diesem Sinne als 'lebendigen Mythos' begreifen kann, so würde sich wohl sogar ein Mythensystem erkennen lassen, in dem die religiösen Mythen keinen dominanten Platz einnähmen, obschon es neben einem 'säkularisiert-aufgeklärten' Bewußtsein in 'modernen' Gesellschaften dort auch stark wirksame Momente traditioneller christlicher Religiosität oder eines religiösen Schicksalsglaubens oder anderer Religionstraditionen und -neubildungen gibt.

In allen bekannten Hochkulturen der Antike steht religiöses Denken im Mittelpunkt der verschiedenen, unterscheidbaren, den einzelnen Kulturen zurechenbaren Mythensysteme, und zwar in dem Sinne, daß aus ihm vielfältige direkte Begründungen für die einzelnen allgemeinkulturellen Mythenteilbereiche - von der politischen Mythenbildung bis zu den Vorstellungen von menschlicher Größe, von der Zahlensymbolik bis zur Alchimie, von der Moraltradition und Weisheitslehre bis zur Vorzeichendeutung - hervorgehen. Alles mythische Denken scheint dort folglich in primären religiösen Prämissen verankert und kann jedenfalls zumeist direkt oder indirekt auf sie zurückgeführt werden.

Aus diesem Grunde ist es für die Antike angemessen, bei einer Charakterisierung ihrer verchiedenartigen Mythensysteme von religiösen Kernbereichen auszugehen und diese in ihren in Kultus und Literartur hervortretenden Themenschwerpunkten in den Mittelpunkt einer vergleichenden Darstellung zu rücken. Dabei bleiben zwar die o. e. anderen Komponenten antiker Mythensysteme weitgehend unberücksichtigt. Es ist aber erkennbar, an welchen Stellen und wie stark diese Systeme mit dem religiösen Kernbereich verbunden sind; so ist, um nur einige Beispiele zu nennen, eine altägyptische Moraltradition eng mit den Göttesvorstellungen für die Unterwelt und der 'Totenbuch'-Literatur verbunden, der politische Dominanzanspruch Babylons eng mit der herrschenden Stellung Marduks in der babylonischen Götter-Gemeinschaft, das Geschichtsdenken des Judentums und des Christentums eng mit ihrer religiösen Eschatologie, die Auffassung von einem tragischen Menschenschicksal eng mit einer Multipolarität und hintergründigen Schicksalsbestimmtheit der griechischen Götterwelt und ´die römische Vorstellung von 'großen Politikern und Kaisern' eng mit einem auf Rom zentrierten religiösen Determinationsglauben.

b) Wandel und Differenzierung antiker Mythensysteme.

Verschiedene Gesellschaften, abgrenzbar durch bestimmte historisch geprägte zentrale Institutionen, soziale Lebensformen, Denk- und Sprechweisen, haben ihre Kulturen. Das sind große Systemzusammenhänge sinnvollen, überindividuell wirksamen menschlichen Denkens, Sprechens und Handelns. Sie schließen Religion, Herrschaft und Politik, Wirtschaft, Recht, Bildung und Wissen ein und sind allesamt grundlegend von der Bildung und dem Austausch von Meinungen abhängig. An dieser Stelle liegt die funktionelle Bedeutung des Mythos als Verstängigungsmittels, und insoweit ist er spezifisch kulturbezogen. Unter diesen Prämissen ist es selbstverständlich, daß Mythenysteme einerseits einem Wandel unterliegen, der einnerseits spätere Formen mit früheren entwicklungsgeschichtlich verbindet, andererseits aber auch zu Differenzierungen zu führen pflegt. Ferner gibt es stets auch einen systemgrenzüberschreitenden kulturellen Austausch, der dazu führt, daß Mythensysteme über ihre originäre Gesellschaft hinaus eine Verbreitung erfahren.

Das gilt auch für antike Mythensysteme. Wenn im folgenden fünf derartige Systeme in kurzer Form charakteisiert werden, so sind auch ihre manchmal jahrtausendelangen Entwicklungen und Differenzierungen mitbedacht, wie zum Beispiel die Entwicklung von einem Mythensystem des 'Alten Reiches' in Ägypten bis einem solchen der griechisch-römischen Zeit, von einem sumerischen Mythensystem zu einem solchen des neubabylonischen Reiches, von einem altisraelitischen noch des 2. Jt. v. Chr. bis zu einem jüdischen oder gar christlichen der römischen Zeit. Auch kulturelle Diffisionen und Überlagerungen, zum Beispiel die Übertragung griechischer Religionsmythen nach Rom, oder des religiösen Synkretismus, der zum Beispiel auch in der Herausbildung des Christentums eine Rolle spielt, sind mitbedacht.

Im folgenden werden nur einige, wenn auch hstorisch besonders hervorgetretene Mythensysteme der Antike skizziert. Viele sind nicht behandelt. Nicht angesprochen sind zum Beispeil diejenigen des Iran, Arabiens, Phöniziens, der vorderasiatischen Kulturbereiche und auch diejenigen in den vorhochkulturellen 'barbarischen' Gesellschaften in den Vorfeldern der antiken Hochkulturen.

c) Typen antiker Mythensysteme.

Um einen Vergleich verschiedener Mythensysteme miteinander vorzunehmen, muß man bestimmte für ihren Bestand wichtige Kriterien formulieren und dann auf deren Grundlage Ähnlichkeiten und Unterschiede feststellen. Die ganze Fülle dessen, was Inhalt mythischen Denkens ist, wird man auf diese Weise nicht erfassen. Doch lassen sich so immerhin typische und zugleich systemwesentliche Merkmalskonstellationen ermitteln.

So kann man beispielsweise folgende Kriterien einzeln oder miteinander für die Typisierung von Mythensystemen heranziehen, weil die Antworten, die auf ihre Fragestellungen gegeben werden, in besonderem Maße die Erklärungsmöglichkeiten eines komplexen Mythen-Systems für den Gesamtbereich seiner Kultur festlegt, d. h. in seinen Prämissen vorformt und begrenzt:

Kriterien für die Typisierung antiker Mythensysteme.

I. Das göttliche Wesen, die Götterzahl und -erscheinung.

II. Das Wesen des Schicksals, der Geschichte und der letzten Dinge.

III. Das Wesen, die Entwicklung und der Aufbau der Welt (des Kosmos).

IV. Das Wesen und die Entwicklung der Menschen und ihrer Kultur.

V. Die Entwicklung und die Rangordnung der Völker und Staaten.

VI.Das Wesen und die Erscheinung der Heroen, Heiligen und anderer großer Menschen.

VII. Die Arten der Ermittlung des künftigen Schicksals und des göttlichen Willens.

VIII. Die Formen der 'Weisheitslehren' (der Begründung allgemeingültigen Wissens und richtiger Moral).

IX. Die Formen politischer Mythen.

Mittels solcher Kriterien läßt sich auch für die im folgenden erörterten fünf antiken Mythensysteme eine gewisse Typisierung vornehmen. Auf diese Weise können wichtige Unterschiede wie die

zwischen eher monotheistischen, henotheistischen und polytheistischen,

zwischen eher schicksalslosen und eher schicksalsbestimmten,

zwischen eher dynamisch- und eher statisch-kosmologischen,

zwischen eher ethnozentrischen und eher völkerübergreifenden

sowie zwischen auf verschiedene Weise herrschafts- und politikbezogenen Mythensystemen

deutlich werden.

d) Zur Auswahl einiger antiker Mythensysteme für einen typologischen Vergleich.

Die im folgenden exemplarisch erörterten antiken Mythensysteme werden deshalb für einen typologischen Vergleich ausgewählt, weil es sich um relativ bekannte und wirkungsgeschichtlich bis heute auf unterschiedliche Weise besonders wichtig gebliebene Erscheinungen der antiken Geisteswelt handelt. Das gilt nicht nur im Hinblick auf das Erbe der griechischen, römischen und altistraelitisch-jüdischen bzw. jüdisch mitbestimmten christlichen Mythologie in der Religions- und Bildungswelt des späteren Europa, sondern auch für die großen Kulturräume Ägyptens und Mespopotamiens, die mit ihren geistigen Traditionen die Geisteswelt Alt-Iraels, Judas und damit auch des Christentums, aber auch Griechenlands und Roms vielfältig prägten.

e) Kulturgeschichtliche Epochen und räumliche Schwerpunkte der hier erörterten antiken Mythensysteme.

Für die hier vergleichsweise zu erörternden und zu illustrierenden Mythensysteme lassen sich folgende kulturgeschichtlichen Epochen angeben. Ihre Bildung erfolgt aufgrund kulturgeschichtlicher Überlegungen, die nicht direkt den bekannten und üblichen politischen Epochenbildungen folgen, aber mit ihnen zusammenhängen. Wichtig für die Entstehung spezifischer, historisch relativ dauerhafter Mythensysteme sind vielmehr großräumige kulturelle Rahmenbedingungen aller Art,, insbesondere auch Religion, Alltagszivilisation, Geisteskultur, ethnische und sprachliche Prägemomente; die politischen Strukturen stellen nur einen Teilbereich von ihnen dar.

Kulturgeschichtliche Epochen einiger antiker Mythensysteme.

I. Kulturgeschichtliche Epochen eines altägyptischen und hellenistisch-ägyptischen Mythensystems:

A. Zeit von der ersten Reichseinigung um das Rgeierungs- und Kultzentrum Memphis ('Altes Reich') bis zur 'Ersten Zwischenzeit' (ca. 3000 - 2140 v. Chr.).

B. Dekonstruktion der vormaligen religiösen und politischen Ordnung in der 'Ersten Zwischenzeit', Neuformierung der ägyptischen Kultur um das Kult- und Regierungszentrum Theben ('Mittleres Reich', 'Zweite Zwischenzeit' (Hykosherrschaft in Unterägypten), Zeit des im Nahen Osten dominierenden 'Neuen Reiches' (ca. 2140 - 1070 v. Chr.).

C. Zeit der temporären dezentralen einheimischen Reichsorganisation und der dauernden Intervention fremder Mächte in Ägypten (1070 - 343 bzw. 332 bzw. 31 v. Chr. bzw. bis zum Ende der Antike).

II. Kulturgeschichtliche Epochen eines altmesopotamischen und hellenistisch-mesopotamischen Mythensystems.

A. Die Zeit sumerischer und nordostsemitischer (akkadischer) Stadtreichskultur in Südmesopotamien (ca. 3100 - 2000 v. Chr.)

B. Die Zeit der größeren, den mesopotamischen Raum übergreifenden und überschreitenden mesopotamischen Reichsbildungen (Babylon, Assur, Churriterreich) und ihrer erfolgreichen Ausenandersetzung mit benachbarten mächtigen Reichsbildungen der Hethiter, Mitanni, Ägypter, Elamiter und Meder Nachbarschaft (ca. 2000 - 550 v. Chr.).

C. Das Aufgehen des mesopotamischen Raums in den größeren Reichsbildungen des Achämenidenreichs, des Alexander- und des Seleukidenreichs, des parthischen und des sassanidischen , partiell und temporär auch des römischen Reichs (550 v. Chr. bis zum Ende der Antike).

III. Kulturgeschichtliche Epochen eines altisraelitischen, jüdischen und christlichen Mythensystems.

A. Die Zeit des altisraelitischen Stammesbundes und des gesamtisraelitischen Königtums bis zur Reichsteilung (13. Jh. v. Chr. und früher - 10. Jh. v. Chr).

B. Die Zeit konkurrierender Reichsbildungen in Israel, die Herausbildung eines jerusalem-zentrierten Judentums im 'Südstaat', seine Fortentwicklung in der babylonischen Gefangenschaft und danach unter toleranter persischer Vorherrschaft im Gebiet Juda (10. - 4. Jh. v. Chr.).

C. Das Arrangement und die Auseinandersetzung des Judentums mit den hellenistischen und römischen Herrschaftsverhältnissen und seine Verbreitung in einer 'Diaspora'.

D. Die Entwicklung des Christentums als hellenistisch und jüdisch geprägter synkretitischer Religionsform. (1. Jh. n. Chr. bis Ende der Antike).

IV. Kulturgeschichtliche Epochen eines altgriechischen und hellenistischen Mythensystems.

A. Die Herausbildung des frühen Griechentums auf altmediterraner (minoischer) und indogermanisch-ethnischer Gundlage (ionische und dorische Einwanderungen) in der mykenischen und der nachmykenisch-archaischen Kultur (ca. 1600 - 900 v. Chr.).

B. Die Zeit der Herausbildung und Interaktion der selbständigen griechischen Polisstaaten und politisch-religiösen Gemeinschaften im ägäischen Raum und der nachfolgenden stadtbildenden Kolonisation des weiteren Mittelmeer- und Schwarzmeerraums (ca. 900 - 350 v. Chr.).

C. Zeit der hellenistischen Reichsbildungen im ägäischen Raum und im ostmediterran-nahöstlichen Bereich Kleinasiens, Ägyptens, der Levante, Mesopotamiens, Irans und Nordwestindiens (ca. 350 - 31 v. Chr.).

D. Die griechische Kultur unter römischer und späterhin auch christlicher Dominanz ( 2. Jh. v. Chr. bis zum Ende der Antike).

V. Kulturgeschichtliche Epochen eines römischen Mythensystems.

A. Latinisch-italische Vorgeschichte und etruskisch geprägte Frühgeschichte der römischen Stadtstaatsgründung (ca. 1000 - 500 v. Chr.).

B. Die Herausbildung der römischen Hegemonie über Italien und die damit verbundene multilaterale Kulturbeeinflussung (5. - 3. Jh. v. Chr. .

C. Epoche der auf den gesamten mediterranen Raum ausgreifenden imperialen römischen Republik und die 'Internationalisierung' (insbesondere Hellenisierung) der bisher stadtrömischen Kultur (3. - 1. Jh. v. Chr.)

D. Epoche der Integration unterschiedlicher kultureller Tardionen des mediterran-nahöstlichen Raumes in das kaiserzeitliche Imperium Romanum (1. Jh. v. Chr bis zum Ende der Antike).

E. Christianisierung des Imperium Romanum (4. Jh. n. Chr. bis zum Ende der Antike).

 Antike Hochkulturen in schematischer Datenübersicht.

Schema nur bis zum 3. Jh. v. Chr. reichend. - Entnommen aus: Der Große Plötz. Auszug aus der Geschichte. Hg. vom Plötz-Verlag unter Mitarbeit von 69 Fachwissenschaftlern, Freiburg, Würzburg 1988 30 , S. 62 f. 

Kartenbilder:

1) Der räumliche Schwerpunkt altägyptischer Kultur.

2) Der räumliche Schwerpunkt altmesopotamischer Kultur.

3) Die räumlichen Schwerpunkte der altisraelitisch-jüdischen und der christlich-antiken Kultur.

4) Der Raum der frühen altgriechischen Kultur a) nach der Aussbreitung im ägäischen Raum, b) nach der Koloniebildung im Mittelmeerraum und c) nach der hellenistischen Expansion.

5) Der räumliche Schwerpunkt a) der stadtrömischen und b) der römisch-imperialen Kultur.

Kartenbilder entnommen aus: Der große Atlas Weltgeschichte, hg. von E. Stier u. a., Westermann-Verlag, Braunschweig 1997; S. 6, 8, 11, 31, 44. und Großer historischer Weltatlas, bearb. von H. Bengtson u. a., 3 Bde, Bayerischer Schulbuchverlag, München 1972 (Bd. 1: Vorgeschichte und Altertum), S. 29.

2) Materialien zur Skizzierung ausgewählter antiker Mythensysteme.

In diesem Abschnitt wird versucht, jeweils in einer möglichst knapp gehaltenen Zusammenstellung von mythologischer Übersicht und Materialien, die bestimmte exemplarisch hervorgehobene mythologische Aspekte illustrieren sollen, einen Zugang zu den Mythensystemen der zuvor (Abschnitt1 e) benannten antken Hochkulturen zu eröffnen. Dieses Verfahren kann und soll nicht mehr und nicht weniger bewirken als eine einführende, grobe Charakterisierung und Illustration dieser sehr komplexen ideengeschichtlichen Gesamtphänomene an dieser, der Gesamtorientierung dienenden Stelle des Skripts. Auf eine eingehende Erläuterung des hier präsentierten Materials muß daher verzichtet werden. Statt dessen sei auf die zu 7) angegebene Literatur verwiesen.

a) Zur altägyptischen und ägyptisch-hellenistischen Mythologie.

Einige altägyptische Götter in ihrer typischen Gestalt.

Abb. entnommen aus: Irmgard Wonderling, Die Kunst der Pharaonen. Reihe 'Kunst der Welt. Ihre geschichtlichen, soziologischen und religiösen Grundlagen, Baden-Baden 1979 3, S. 204 - 207.

Eine Übersicht über die wichtigsten ägyptischen Göttergruppen.

Zusammenstellung entnommen aus: Irmgard Wonderling, Die Kunst der Pharaonen. Reihe 'Kunst der Welt. Ihre geschichtlichen, soziologischen und religiösen Grundlagen, Baden-Baden 1979 3, S. 204 - 207.

Der altägyptische Mythos von der Rechtfertigung der Seele vor dem Totengericht.

Deutsche Übersetzung. Nach der wissenschaftlichen Textedition von E. Nashville, Das Aegyptische Todtenbuch der XVIII. bis XX Dynastie, 3 Bde., Berlin 1886, ausgewählt und übersetzt von Boyo Ockinga, in: Texte aus der Umwelt des alten Testaments, hg. von R. Borger u. v. a., Bd. 1, Gütersloh 1985, S. 510 ff.: hier auszugsweise wiedergegeben (Einleitungsteil).

Der Mythos von dem unzugänglichen einen Gott und seinen vielfältigen Erscheinungsformen. Aus einem altägyptischen Papyrus der Ramessidenzeit.

Textgrundlage: pLeiden J 350, IV, 12 - 24 = Jan Assmann, Ägyptische Hymnen und Gebete, Zürich 1975, Nr. 138. Deutsche Übersetzung nach: Jan Assmann, Ägypten. Theologie und Frömmigkeit einer frühen Hochkultur, Stuttgart u. a. O. 1991 2, S. 275. Erklärende Einschübe für das Internet-Zitat: Christian Gizewski.

Der Mythos vom All-Wissen des Pharao.

Textgrundlage: Jan Assmann, Sonnenhymnen in thebanischen Gräbern, Theben 1, 1983, Nr. 54. Deutsche Übersetzung: Jan Assmann, Ägypten. Theologie und Frömmigkeit einer frühen Hochkultur, Stuttgart u. a. O. 1991 2, S. 81.
Ein altägypitsches Kultzentrum (Theben).

Kartenbilder entnommen aus: Der große Atlas Weltgeschichte, hg. von E. Stier u. a., Westermann-Verlag, Braunschweig 1997; S. 7.

b) Zur sumerischen, assyrischen babylonischen und mesopotamisch-hellenistischen Mythologie.

Themenschwerpunkte altmesopotamischer und hellenistisch-mesopotamischer Mythologie.

Zusammengestellt in Anlehnung an die Themengliederung in: Pierre Grimal (Hg.), Mythen der Völker. Mit Beiträgen der Fachgelehrten P. Grimal, A. Varagnac, B. van de Valle, M. Vieyra, A. Caquot, J. de Menasce, J. Herbert, E. D. Saunders, M. Soymie (Mythologies, Paris 1963). Ins Deutsche übersetzt von H. Stiehl, E. Ehm, L. Voelker und E. Serelmann-Küchler, 2 Bde., Bd. 1: Der Mensch und der Mythos. Das Problem der vorgeschichtlichen Religionen. Die Mythologie der Ägypter. Die Mythologie der Sumerer, Babylonier und Hethiter. Die Mythologie der Westsemiten. Die Mythologie der Griechen. Die Mythologie der Römer, Frankfurt M. 1977. C. G.

Einige der traditionelle altmesopotanische Götter im Bild.

Kassitischer Grenzstein aus Susa. entstanden um 1200 v. Chr..Heutiger Standort: Louvre, Paris.Abb. entnommen aus: Carel J. Du Ry, Völker des Alten Orients, deutsche Übersetzung, München um 1970. S. 92.

Der Kampf Marduks mit Tiamat und die Neuschaffung der Welt.

Textgrundlage: Das in verschiedenen babylonischen und assyrischee Fragmenten der Zeit zwischen 900 und 100 v. Chr. erhaltene Schöpfungsgedicht ' Enuma elisch'. 4. Tafel (Schlußteil). Zusammenstellung, Kommentierung und deutsche Übersetzung: M. Vieyra, Die Mythologie der Sumerer, Babylonier und Assyrer, in: Mythen der Völker.Mit Beiträgen der Fachgelehrten P. Grimal, A. Varagnac, B. van de Valle, M. Vieyra, A. Caquot, J. de Menasce, J. Herbert, E. D. Saunders, M. Soymie (Mythologies, Paris 1963). Ins Deutsche übersetzt von H. Stiehl, E. Ehm, L. Voelker und E. Serelmann-Küchler, 2 Bde., Bd. 1: Der Mensch und der Mythos. Das Problem der vorgeschichtlichen Religionen. Die Mythologie der Ägypter. Die Mythologie der Sumerer, Babylonier und Hethiter. Die Mythologie der Westsemiten. Die Mythologie der Griechen. Die Mythologie der Römer, Frankfurt M. 1977, S. 100 ff. (104 - 106).

Der Mythos von der Sintflut und vom vergöttlichten Urmenschen Utnapischtim. Gilgamesch-Epos, Elfte Tafel, Zeilen 1 - 205.

Textgrundlage: Die in der Tontafelbibliothek des Assyrerkönigs Assurbanipal (reg. 669 - 627 v. Chr.) in Ninive und an anderen Orten Mesopotamiens aufgefundenen, vor allem von R. C. Thompson, The Epic of Gilgamesch, Oxford 1939 edierten Bruchstücke des Gilgamensch-Epos in seiner späten, assyrisch-babylonischen Entwicklungsform. Deutsche Übersetzung nach: Das Gilgamesch-Epos. Übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Albert Schott. Neu herausgegeben von Wolfram von Soden, Stuttgart 1986, S. 93 - 101. Verdorbene Stellen der Vorlagetexte wurden vom Übersetzer mit Punkten markiert. Die dem Übersetzer dem Sinne nach unklaren Stellen der Vorlagetexte wurden mit eckigen Klammern und einem Fragezeichen] markiert. Einige Texterklärungen wurden bei der Bearbeitung für das Internet in eckigen Klammern in den Text eingeschoben. Auch einige sprachliche Verdeutlichungen wurden dabei an dem von A. Schott poetisch übersetzten Text vorgenommen. C. G.

Altmesopotamischer Ursprung und spätere Fortwicklung astrologisch-astronomischer Traditionen an Bildbeispielen.

1) Ein babylonischer Grenzstein mit Sternbildern, entstanden um 1100 v. Chr. - 2) Griechische Darstellung des Tierkreises, aus hellenistischer Zeit. - 3) Ein Tierkreiszeichendarstellung in der jüdischen Synagoge von Beth-Aplpa, aus dem 6. Jh. n. Chr.. - 4) Ein Modell der Panetenumlaufbahnen um die Erde mit Tierkreiszeichen, aus dem 17. Jh. (Stich von A. Cellarius, 1668).

Aus dem Skript 'Religion und Geschichte in der Bibel und in anderen antiken Quellen'. Abbildungen (in der Reihenfolge von oben nach unten) entnommen aus: Bild 1, 2 und 4: W. Kenton, Astrologie. Eine Bilddokumentation. Übersetzt aus dem Englischen von K. Schneider, Frankfurt M. 1976, Abb. 5, 6 und 16 hinter S. 32; Bild 3: G. Cornfeld und G. J. Botterbeck, Die Bibel und ihre Welt, Eine Enzyklopädie zur Heiligen Schrift in zwei Bänden, Herrsching 1991, Bd. 1, S. 158.

Die altmesopotamischen Kultzentren Ur, Assur und Babylon.

Kartenbilder entnommen aus: Der große Atlas Weltgeschichte, hg. von E. Stier u. a., Westermann-Verlag, Braunschweig 1997; S. 7.

c) Zur altisraelitischen, jüdischen und christlichen Mythologie der Bibel.

Ein biblischer Schöpfungsmythos: Genesis, 1 und 2, 1 - 4.

Deutsche Übersetzung aus: Die Heilige Schrift des Alten und Neuen Testaments mit Einleitungen zu jedem der biblischen Bücher und erklärenden Anmerkungen zu den Texten. In ungekürzter Fassung herausgegeben von T. Schwegler und A. Herzog (Große Familien-Bibel), Zürich 1974, S. 35 f.

Ein Mythos von der Zukunft des Volkes Israel: Sacharja, Kap. 9.

Deutsche Übersetzung aus: Die Heilige Schrift des Alten und Neuen Testaments mit Einleitungen zu jedem der biblischen Bücher und erklärenden Anmerkungen zu den Texten. In ungekürzter Fassung herausgegeben von T. Schwegler und A. Herzog (Große Familien-Bibel), Zürich 1974, S. 1005 f.

Eine jüdische symbolisch-bildliche Darstellung Jahves.

Bildausschnitt aus einer Wandmalerei an der Westwand der jüdischen Synagoge von Dura-Europos, entstanden um 250 n. Chr. Abb. entnommen aus: A. Nachama, G. Sievernich (Hg.), Jüdische Lebenswelten, Ktalog zur Ausstellung 'Jüdische Lebenswelten' im Martin-Gropius-Bau Berlin 1991, Bd. 1, Berlin 1991, S. 52.

Das 'Symbolum Nicaeno-Constantinopolitanum' als Mythos vom Wesen und Wirken des einen Gottes, des von ihm uranfänglich gezeugten, menschgewordenen Gottessohns und des Heiligen Geistes.

Lat. und griech. Text entnommen aus: Conciliorum oecumenicorum decreta. Edidit Centro di Documentazione, Istituto per le scienze Religiose, Bologna, curantibus Josepho Alberigo, Perikle-P. Joannou, Claudio Leonardi, Paulo Prodi, consultante Huberto Jedin, Basel u. a. O. 1962, S. 20.

Eine frühchristliche Darstellung des Jesus Christus als Anfangs und Ende der Welt.

Abbildung auf einem Wandgemälde in der Katakombe S. Commodilla, südlich von Rom, aus dem 4. Jh. n. Chr., in: John Mc Manners (Hg.), Geschichte des Christentums, deutsche Übersetzung von Wolfdietrich Müller, Frankfurt, New York 1993, S. 45.

Das jüdische Kultzentrum (Tempel in Jerusalem) und zwei christliche Kultzentren (Peterskirche in Rom und Hagia Sophia in Konstantinopel).

Kartenbilder entnommen aus: Der große Atlas Weltgeschichte, hg. von E. Stier u. a., Westermann-Verlag, Braunschweig 1997; S. 35 und 45.

5) Zur griechischen Mythologie.

Themenschwerpunkte altgriechischer und hellenistischer Mythologie.

Zusammengestellt in Anlehnung an die Themengliederung in: John Pinsent. Griechische Mythologie. Mit 26 farbigen und 100 einfarbigen Abbildungen. Ins Deutsche übetrtragen von Julia Schlechte, München 1969. C. G.

Die zwölf olymischen Götter in ihrer typischen bildlichen Darstellung.

Fries mit der Darstellung der 12 olympischen Götter, Entstehung wohl in Tarent im 5. Jh. v. Chr. Heute unter Verwaltung der Sopraintendenza alle Antichità della Calabria. Abb. entnommen aus: John Pinsent. Griechische Mythologie. Mit 26 farbigen und 100 einfarbigen Abbildungen. Ins Deutsche übetrtragen von Julia Schlechte, München 1969; S. 30 f.

Ein griechischer Schöpfungsmythos: Hesiod (Theogonie, 117 - 239).

Deutsche Übersetzung nach: Hesiod, Sämtliche Werke. Deutsch von Thassilo von Scheffer. Mit einer Übersetzung der Bruchstücke aus den 'Frauenkatalogen' herausgegeben von Ernst Günther Schmidt, (1955) Bremen 1984, S. 58 - 63.

Der Mythos von dem tragischen Leben und der Bewährung des Herakles.

Text entnommen aus: Herbert Hunger, Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Mit Hinweisen auf das Fortwirken antiker Stoffe und Motive in der bildenden Kunst, Litertur und Musik des Abendlandes bis zur Gegenwart, Hamburg 1974, S. 163 - 167.

Die Kulzzentren Olympia, Delphi und Delos.

Kartenbilder entnommen aus: Der große Atlas Weltgeschichte, hg. von E. Stier u. a., Westermann-Verlag, Braunschweig 1997; S. 14 und 17.

6) Zur römischen Mythologie.

Themenschwerpunkte römischer Mythologie.

Zusammenstellung: Christian Gizewski.

Alte, teilweise apersonale Gottheiten Roms und seiner italischen Nachbarvölker am Beispiel der Mater Matuta, der Ceres und des Verminus.

Abb. entnommen aus: Kurt Latte, Römische Religionsgeschichte, München 1960, Tafelanhang, Tafeln Nr. 2 - 4. Bildnachweis und Angaben zur wissenschaftlichen Deutung: Abbildungsverzeichnis.

Die Aeneas-Legende bei Livius, Ab urbe condita 1, 1.

Lat- Text und deutsche Übersetzung aus: Titus Livius, Ab urbe condita, Liber I - Römische Geschichte, 1. Buch. Lateinisch - deutsch. Übersetzt und herausgegeben von Robert Feger, Stuttgart 1985, S. 10 - 13.

Die Romulus-Remus-Legende im Bild.

Vermutlich Sarkophag, römisch, 2. Jh. n. Chr. C. G. Abb. entnommen aus: D. M. Field, Die Mythologie der Griechen und Römer, dt. Übersetzuzng, Zollikon (Schweiz) 1977, S. 172.

Roms Bestimmung im Mythos. Vergil, Aeneis, 6. Gesang, 823 - 854.

Dt. Übersetzung aus: Vergil, Aeneis, verdeutscht von Thassilo von Scheffer, Wiesbaden, um 1950, S. 186 f.- Lat. Text : P. Vergilii Maronis Aeneis, in usum scholarum recognovit Otto Ribbeck, Leipzig 1978, S. 214.

Rom als Kultzentrum.

Kartenbilder entnommen aus: Der große Atlas Weltgeschichte, hg. von E. Stier u. a., Westermann-Verlag, Braunschweig 1997; S. 33.

3) Literatur, Medien, Quellen.

L.

Pierre Grimal (Hg.), Mythen der Völker. Mit Beiträgen der Fachgelehrten P. Grimal, A. Varagnac, B. van de Valle, M. Vieyra, A. Caquot, J. de Menasce, J. Herbert, E. D. Saunders, M. Soymie (Mythologies, Paris 1963). Ins Deutsche übersetzt von H. Stiehl, E. Ehm, L. Voelker und E. Serelmann-Küchler, 2 Bde., Bd. 1: Der Mensch und der Mythos. Das Problem der vorgeschichtlichen Religionen. Die Mythologie der Ägypter. Die Mythologie der Sumerer, Babylonier und Hethiter. Die Mythologie der Westsemiten. Die Mythologie der Griechen. Die Mythologie der Römer, Bd. 2: Die Mythologie der Perser. Die Mythologie der Inder. Die Mythologie der Japaner. Die Mythologie der Chinesen, Frankfurt M. 1977.

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Zu den einzelnen erörtereten Kulturbereichen siehe auch die Sammelliste im Allgemeinen Literatur, Meidien- und Quellenverzeichnis.

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Der Mythos von dem unzugänglichen einen Gott und seinen vielfältigen Erscheinungsformen. Aus einem altägyptischen Papyrus der Ramessidenzeit. Textgrundlage: pLeiden J 350, IV, 12 - 24 = Jan Assmann, Ägyptische Hymnen und Gebete, Zürich 1975, Nr. 138. Deutsche Übersetzung nach: Jan Assmann, Ägypten. Theologie und Frömmigkeit einer frühen Hochkultur, Stuttgart u. a. O. 1991 2, S. 275.

Der Mythos vom All-Wissen des Pharao. Textgrundlage: Jan Assmann, Sonnenhymnen in thebanischen Gräbern, Theben 1, 1983, Nr. 54. Deutsche Übersetzung: Jan Assmann, Ägypten. Theologie und Frömmigkeit einer frühen Hochkultur, Stuttgart u. a. O. 1991 2, S. 81.

Einige der traditionelle altmesopotanische Götter im Bild. Kassitischer Grenzstein aus Susa. entstanden um 1200 v. Chr..Heutiger Standort: Louvre, Paris.Abb. entnommen aus: Carel J. Du Ry, Völker des Alten Orients, deutsche Übersetzung, München um 1970. S. 92.

Der Kampf Marduks mit Tiamat und die Neuschaffung der Welt. Textgrundlage: Das in verschiedenen babylonischen und assyrischee Fragmenten der Zeit zwischen 900 und 100 v. Chr. erhaltene Schöpfungsgedicht ' Enuma elisch'. 4. Tafel (Schlußteil). Zusammenstellung, Kommentierung und deutsche Übersetzung: M. Vieyra, Die Mythologie der Sumerer, Babylonier und Assyrer, in: Mythen der Völker.Mit Beiträgen der Fachgelehrten P. Grimal, A. Varagnac, B. van de Valle, M. Vieyra, A. Caquot, J. de Menasce, J. Herbert, E. D. Saunders, M. Soymie (Mythologies, Paris 1963). Ins Deutsche übersetzt von H. Stiehl, E. Ehm, L. Voelker und E. Serelmann-Küchler, 2 Bde., Bd. 1: Der Mensch und der Mythos. Das Problem der vorgeschichtlichen Religionen. Die Mythologie der Ägypter. Die Mythologie der Sumerer, Babylonier und Hethiter. Die Mythologie der Westsemiten. Die Mythologie der Griechen. Die Mythologie der Römer, Frankfurt M. 1977, S. 100 ff. (104 - 106).

Der Mythos von der Sintflut und vom vergöttlichten Urmenschen Utnapischtim. Gilgamesch-Epos, Elfte Tafel, Zeilen 1 - 205. Textgrundlage: Die in der Tontafelbibliothek des Assyrerkönigs Assurbanipal (reg. 669 - 627 v. Chr.) in Ninive und an anderen Orten Mesopotamiens aufgefundenen, vor allem von R. C. Thompson, The Epic of Gilgamesch, Oxford 1939 edierten Bruchstücke des Gilgamensch-Epos in seiner späten, assyrisch-babylonischen Entwicklungsform. Deutsche Übersetzung nach: Das Gilgamesch-Epos. Übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Albert Schott. Neu herausgegeben von Wolfram von Soden, Stuttgart 1986, S. 93 - 101.

Mehrere astrologiebezogene Objekte: 1) Ein babylonischer Grenzstein mit Sternbildern, entstanden um 1100 v. Chr. - 2) Griechische Darstellung des Tierkreises, aus hellenistischer Zeit. - 3) Ein Tierkreiszeichendarstellung in der jüdischen Synagoge von Beth-Aplpa, aus dem 6. Jh. n. Chr.. - 4) Ein Modell der Panetenumlaufbahnen um die Erde mit Tierkreiszeichen, aus dem 17. Jh. (Stich von A. Cellarius, 1668). Bild zu 1, 2) und 4) aus: W. Kenton, Astrologie. Eine Bilddokumentation. Übersetzt aus dem Englischen von K. Schneider, Frankfurt M. 1976, Abb. 5, 6 und 16 hinter S. 32; Bild zu 3) aus : G. Cornfeld und G. J. Botterbeck, Die Bibel und ihre Welt, Eine Enzyklopädie zur Heiligen Schrift in zwei Bänden, Herrsching 1991, Bd. 1, S. 158.

Genesis, 1 und 2, 1 - 4. Deutsche Übersetzung aus: Die Heilige Schrift des Alten und Neuen Testaments mit Einleitungen zu jedem der biblischen Bücher und erklärenden Anmerkungen zu den Texten. In ungekürzter Fassung herausgegeben von T. Schwegler und A. Herzog (Große Familien-Bibel), Zürich 1974, S. 35 f.

Sacharja, Kap. 9. Deutsche Übersetzung aus: Die Heilige Schrift des Alten und Neuen Testaments mit Einleitungen zu jedem der biblischen Bücher und erklärenden Anmerkungen zu den Texten. In ungekürzter Fassung herausgegeben von T. Schwegler und A. Herzog (Große Familien-Bibel), Zürich 1974, S. 1005 f.

Symbolische Darstellung Jahves. Bildausschnitt aus einer Wandmalerei an der Westwand der jüdischen Synagoge von Dura-Europos, entstanden um 250 n. Chr. Abb. entnommen aus: A. Nachama, G. Sievernich (Hg.), Jüdische Lebenswelten, Ktalog zur Ausstellung 'Jüdische Lebenswelten' im Martin-Gropius-Bau Berlin 1991, Bd. 1, Berlin 1991, S. 52.

Das 'Symbolum Nicaeno-Constantinopolitanum'. Lat. und griech. Text entnommen aus: Conciliorum oecumenicorum decreta. Edidit Centro di Documentazione, Istituto per le scienze Religiose, Bologna, curantibus Josepho Alberigo, Perikle-P. Joannou, Claudio Leonardi, Paulo Prodi, consultante Huberto Jedin, Basel u. a. O. 1962, S. 20.

Eine frühchristliche Christus-Darstellung. Abbildung auf einem Wandgemälde in der Katakombe S. Commodilla, südlich von Rom, aus dem 4. Jh. n. Chr., in: John Mc Manners (Hg.), Geschichte des Christentums, deutsche Übersetzung von Wolfdietrich Müller, Frankfurt, New York 1993, S. 45.

Fries mit der Darstellung der 12 olympischen Götter, Entstehung wohl in Tarent im 5. Jh. v. Chr. Heute unter Verwaltung der Sopraintendenza alle Antichità della Calabria. Abb. entnommen aus: John Pinsent. Griechische Mythologie. Mit 26 farbigen und 100 einfarbigen Abbildungen. Ins Deutsche übetrtragen von Julia Schlechte, München 1969; S. 30 f.

Hesiod, Theogonie, 117 - 239. Deutsche Übersetzung nach: Hesiod, Sämtliche Werke. Deutsch von Thassilo von Scheffer. Mit einer Übersetzung der Bruchstücke aus den 'Frauenkatalogen' herausgegeben von Ernst Günther Schmidt, (1955) Bremen 1984, S. 58 - 63.

Statuen der Mater Matuta und der der Ceres, Altar des Verminus. Abb. entnommen aus: Kurt Latte, Römische Religionsgeschichte, München 1960, Tafelanhang, Tafeln Nr. 2 - 4. Bildnachweis und Angaben zur wissenschaftlichen Deutung: Abbildungsverzeichnis.

Livius, Ab urbe condita 1, 1. Lat- Text und deutsche Übersetzung aus: Titus Livius, Ab urbe condita, Liber I - Römische Geschichte, 1. Buch. Lateinisch - deutsch. Übersetzt und herausgegeben von Robert Feger, Stuttgart 1985, S. 10 - 13.

Vermutlich Sarkophag, römisch, 2. Jh. n. Chr, mit Darstellung von Motiven aus der Romulus-Legende. Abb. entnommen aus: D. M. Field, Die Mythologie der Griechen und Römer, dt. Übersetzuzng, Zollikon (Schweiz) 1977, S. 172.

Vergil, Aeneis, 6. Gesang, 823 - 854. Dt. Übersetzung aus: Vergil, Aeneis, verdeutscht von Thassilo von Scheffer, Wiesbaden, um 1950, S. 186 f.- Lat. Text : P. Vergilii Maronis Aeneis, in usum scholarum recognovit Otto Ribbeck, Leipzig 1978, S. 214.


LV Gizewski WS 2002/2003

Autor: Christian Gizewski, EP: Christian.Gizewski@tu-berlin.de