Kap. 3: Religiöse Mythen in der Antike.

ÜBERSICHT

1) Die verschiedenen Funktionen des religiösen Mythos.

2) Religiöser Mythos und Welterklärung.

3 ) Religiöser Mythos, Gottesdienst, Magie und Frömmigkeit.

4) Religiöser Mythos, Sitte und soziale Ordnung.

5) Religiöser Mythos und Entscheidungsfindung.

6) Religliöser Mythos und die praktische Ordnung des Alltags.

7) Literatur, Medien, Quellen.

1) Die verschiedenen Funktionen des religiösen Mythos.

Übung 3.

AUFGABEN

Bei den im folgenden wiedergegeben Tafeln handelt es sich um Auszüge aus einer heutigen wissenschaftlichen Rekonstruktion eines in Rom gültigen Kalenders aus verschiedenen antiken Quellen.

Versuchen Sie, mit Ihren sprachlichen und geschichtlichen Kenntnissen, so wie sie sind, folgendes zu ermitteln:

a) Handelt es sich schon um den sog. 'julianischen' Kalender? Welcher Zeit würden Sie die Ihnen vorliegende rekonstruierte Form zuordnen? Wer hat Ihres Erachtens die Einzelheiten des Kalenders festgelegt?

b) Was bedeuten Ihres Erachtens die Abkürzungen?

c) Welche Ihnen bekannteren und welche Ihnen weniger bekannten römischen Gottheiten können Sie ermitteln? Wie und warum werden sie im Kalender geehrt? Welche Kultvorgänge und Festlichkeiten lassen sich aus dem Kalender entnehmen?

d) Welche historischen Ereignisse und Persönlichkeiten werden Ihres Erachtens im Kalender erwähnt und warum ?

e) Wo liegen Gemeinsamkeiten mit und Unterschiede zu unserem heutigen Kalender?

Die Monate April, August und Dezember im römischen Kalender.

Auszüge aus der Textrekonstruktion nach dem 'Maffeianischen Kalender, der Kalenderhandschrift des Furius Dionysius Plilocalus, der 'Faste' des Ovid u. a. Quellen, zusammengestellt von Michael Hofmann, Caesars Kalender, München 1934 (Tafeln).

Unter 'religiösem Mythos' sind hier mythische Aussagen oder Aussagenkomplexe zu verstehen, die sich auf das Wesen und Wirken personal erscheinender Götter und Geistwesen (wie z. B. des 'Zeus' oder der 'Nymphen'), aber auch verschiedenartiger, in einer Personalität nicht faßbarer, aber dennoch in irgendeiner Weise zielbezogen-sinnhaft handelnd erscheinender übermenschlicher Mächte und Kräfte (wie z. B. des 'Fatum', der 'Moira', der 'Fortuna' oder der 'Tyche') beziehen. Wegen ihrer prinzipiellen Unbeweisbarkeit haben tendenziell alle Aussagen über Götter, Geistwesen und übermenschliche, sinnhaft agierende Mächte mythischen Charakter. Es ist aber, wie schon früher (Kap. 2, zu P. 1 a), zu betonen, daß - umgekehrt - mythische Aussagen oder Aussagesysteme nicht notwendigerweise religiösen Charakter haben, ja daß dies sogar - auch in der Antike - häufig nicht so ist.

Die Funktionen antiker religiöser Mythen in diesem Sinne faßt die folgende Übersicht zusammen:

Funktionen religiöser Mythen.

Religiöse Mythen dienen üblicherweise:

der Erklärung des Aufbaus und der Entwicklung des Kosmos und der Natur, historischer Ereignisse und menschlicher Schicksale in ihren letzten, sonst 'unverständlichen' Ursachen (Beipiel: die Erklärung des natürlichen und geschichtlichen Weltgeschehens in den Mythen 'heiliger Schriften'),

der Begründung aller Formen des Gottesdienstes, der frommen Gottesverehrung und der menschlichen Einflußnahme auf den Willen von Göttern, Geistwesen und übermenschlichen Mächten und Kräften (z. B. in Opferhandlungen, Festspielen und Prozessionen),

der Begründung des Sinnes traditioneller oder aus anderen Gründen in ihrer Rationalität nicht ohne weiteres verständlicher sozialer Ordnung und menschlicher Moral (z. B. in der familiären oder ethnischen Sitte im entsprechenden Mythen),

der Findung von Entscheidungen in rational auf andere Weise nicht klärbaren öffentlichen und individuellen Entscheidungssituationen (z. B. in den das Orakelwesen begrümdenden mythischen Ausgangsannahmen),

der Regelung praktischer Ordnungen und Verfahrensweisen des antiken Alltags (z. B. in den mythischen Ausgangsannahmen für das Kalenderwesen oder für Eides- oder für Losverfahren).

Die Bedeutung der nachfolgend präsentierten Quellen und Materialien im thematischen Zusammenhang dieses Kapitels ergibt aich im wesentlichen aus den Überschriften. Im übrigen sei auf die angegebene Lietartur verwiesen.

2) Religiöser Mythos und Welterklärung.

Die dem im antiken Delphi ausgeübten Orakelwesen, seiner räumlichen Umgebung und Anlage, seinen Verfahren und seiner großen kultischen Bedeutung - selbst für die wichtige politische Entscheidungen - zugrundeliegenden religiös-mythischen Annahmen sind vielfältig. Sie werden in der folgenden Zusammenstellung angesprochen.

Übersichtspläne des antiken Delphi. Apollon- Heiligtum und weitere Umgebung.

Abb. entnommen aus: Delphi. Orakel am Nabel der Welt. Katalog zur Ausstellung des Badischen Landesmuseums vom 24. Febr. bis 2. Juni 1996 im Schloß Karlsruhe, Hg. von Michael Maaß, Redaktion Beate Bommann, Sigmaringen 1996, S. 48 f.


Der 'Nabel der Welt'. Der Omphalos am Schatzhaus der Athener im Heiligtum von Delphi.

Abb. entnommen aus: Delphi. Orakel am Nabel der Welt. Katalog zur Ausstellung des Badischen Landesmuseums vom 24. Febr. bis 2. Juni 1996 im Schloß Karlsruhe, Hg. von Michael Maaß, Redaktion Beate Bommann, Sigmaringen 1996, S. 12.


a) Pausanias, Perhegesis, 10, 16, 3:

"Die Delphier behaupten von dem von ihnen so genannten, aus Marmor hergestellten 'Omphalos' selbst, er sei der Mittelpunkt der ganzen Welt, und in einer Ode hat auch Pindar entsprechendes gedichtet."

b) Auszug aus Pindar, Pythische Ode 11 für Thrasydaios, den thebanischen Knaben, nach seinem Siege im Wettlauf:

Ihr Kadmos-Töchter,

du, Semele, die du mit den Olympischen wandelst,

du, Ino Leukothea, die du wohnst bei Nereus Töchtern im Meeresgemach,

kommt, gemeinsam mit eurer herrlichen Mutter, die Herakles gebar,

zum heiligen Schatzhause der Melia [Gattin des Inachos, Mutter der Io; d. h. zu dem auch 'Ismenion' genannten Heiligtum und Apollon- Orakel in Theben], dem Hort der goldenen Dreifüße,

das Loxias [anderer Name für Apollon] vor den anderen besonders schätzt und 'Ismenion' und den Sitz trugloser Seherwahrheit nennt.

Ihr Kinder Harmonias , dorthin ruft er heute euch göttliche Frauen unserer Stadt [Theben],

daß ihr Pytho [d. h. Delphi, den zentralen Ort des Apollon-Orakels] besingt

und daß ihr preist den Nabel der Erde,

den allweisen Göttermund. ...

Deutsche Übersetzungen nach: a) Pausanias, Beschreibung Griechenlands. Übersetzt, kommentiert und herausgegeben von Ernst Meyer, (1954), München 1972, 2 Bde., Bd. 2, S. 500; b) und c) : Pindar, Oden. Ins Deutsche Übertragen und erläutert von Ludwig Wolde, München, 1958, S. 112 - 114.

Die antiken Formen der Astrologie gehen im wesentlichen auf die astralreligiösen Mythen des altmesopotamischen Raumes zurück, werden durch ägyptische Elemente ergänzt und entwickeln sich mit der Zeit im griechischen und im römischen Sprachraum zu einer alltagsreligiösen Bedeutung, die der des Orakelwesens mindestens ebenbürtig wird. Die Astrologie wird in ihren mythischen Grundannahmen in der Antike aber auch wissenschaftlich-theoretisch verteidigt, was an dem Werk des sonst durch seine geographischen und astronomischen Forschungen und Darstellungen berühmt gewordenen alexandrinischen Wissenschaftlers Ptolemaios(2. Jh. n. Chr.) erkennbar ist. Ihre Stellung 'am Rande der Wissenschaft', aber auch ihre religionspraktisch wichtigen Erklärungsfunktionen - gegenüber strikt mantik-feindlichen Religionssystemen wie dem Judentums, dem Christentums oder dem Islam dürften dazu geführt haben, daß sie auch in nachantiken Epochen in allen Wirkungsbereichen der Antike als deren religiös-mythisches Erbe aufgehoben blieb. Seit der Renaissance entwickelte sie in den sonst christlich geprägten Kulturbereichen neue religiöse Wirksamkeit, die - wenn auch gewöhnlich als 'abergläubisch' eingestuft - bis heute andauert.

Der Einfluß des Himmels auf das irdische Geschehen. Ptolemaios, Tetrabiblos 1, 2 - 9 (Auszüge).

Griechischer Text: Manetho. - Ptolemy, Tetrabiblos. Cambrdige, Mass, 1956. - Ptolemy, Tetrabiblos, edited and translated into English by F. E. Robbins, aus den S. 5 - 49. - Deutsche Übersetzung nach der Edition Robbins: Christian Gizewski.
Der Tierkreis in der Astrologie des Astronomen Ptolemäus.

Darstellung des antiken Tierkreises in einer byzantinischen Handschrift der 'Tetrabiblos' des Ptolemaios aus dem 8. Jht. n. Chr. mit leicht christianisierter Modifikation der vorchristlichen Vorstellung vom 'Schicksal'. Abb. entnommen aus:Warren Kenton, Astrologie. Eine Bilddokumentation. Aus dem Englischen übersetzt von Karin Schreiner, Farnkfurt M. 1976, Abb. Nr. 15 hinter S. 32.

Astrologischer Synkretismus der Antike in nachantiker Rezeption.

Darstellung des antiken Tierkreises in Symbolen aus A.. Kircher, Oedipus Aigyptiacus, 1653. Abb. entnommen aus:Warren Kenton, Astrologie. Eine Bilddokumentation. Aus dem Englischen übersetzt von Karin Schreiner, Farnkfurt M. 1976, Abb. Nr. 14 hinter S. 32.

Ein Brief des Kaisers Julian diene als Beispiel für die religiös-mythische Erklärung eines Menschenschicksals (Krankheit eines Verleugners religiöser Tradition als Strafe der Gottheit). Die Befürchtung, der Verstoß eines Einzelnen gegen ein göttliches Gebit lönne den Zorn der Gottheoit auf das gesamte Gemeinwesen ziehen, ist ein vielfach beachtbares Motiv antiker Religionspolitik; es dürfte auch im Hintergrund der hier vorliegenden Feststellung stehen.

Die Erklärung einer Krankheit durch göttlichen Zorn. Julian, Brief an Photinos, Nr. 30 ed. Weis.

Lat. und deutscher Text aus: Julian, Briefe. Griechisch - deutsch. Hg. von Bertold K. Weis, München 1973. S. 86 - 89.

3 ) Religiöser Mythos, Gottesdienst, Magie und Frömmigkeit.

Die nachfolgenden, von Plutarch stammenden Beispiele für kultische Bräuche Griechenlands und Roms berugen auf religionsmythischen Annahmen, die eine lange Tradition zu haben pflegen und manchmal ihrer genauern Bedeutung nach selbst einem interessierten Gelehrten wie Plutarch nicht mehr richtig erklärbar sind. Er faßt seine Erklärungsversuche dann in Frageform. Dennoch bestimmen solche Überlieferungen offenbar weithin das Kultverhalten im griechischen und römischen Bereich.

Mythische Begründung kultischer Bräuche. Plutarch, Über römische Bräuche (58 und 65). Über griechische Bräuche (9).

Deutsche Übersetzung nach: Plutarch, Allerlei Weltweisheit. Vermischte Schriften. Nach der Übersetzung Kaltwasser herausgegeben von Johann Friedrich Salomo, München, Leipzig 1911, S. 352 ff. (385 f., 388 f.) und S. 413 ff. (415).

Des christliche Glaubensbekenntnisses enthält eine sorgsame Zusammenfasssung zentraler Aussagen über göttlich geoffenbarte und theologisch gedeutetete 'Glaubens-Wahrheiten', die für Gottesdienst und Glaubensleben der Christen zentrale Bedeutung haben. Ihrem Wesen nach sind diese Aussagen - trotz ihrer religiös üblichen Bezeichnung als 'Wahrheit' ((griech. 'aletheia', lat. 'veritas') ausschließlich religiös-mythischen Charakters. Die Qualität einer göttlichen Offenbarung und inspirierten kirchlichen Deutung schließt eine wie immer geartetete, im Rahmen einer intersubjektiv verbindlich übermitteilbaren, immanent-verstandesmäßigen Prüfung bleibende 'kritische Überprüfung' dieser Glaubens-Wahrheiten nicht nur nicht aus, sondern sanktioniert sie vielmehr als einen ersten Schritt zur Gotteslästerung insoweit, als dafür das Aussprechen skeptischer Zweifel und alternativer Thesen' nötig wäre. - Zum christlichen Glaubensbekanntnis: siehe auch: Kap. 6, Abschniit 1 (Übung 6).

Mythos und Glaubensbekenntnis: das 'Symbolum Nicaeno-Constantinopolitanum' als Mythos vom Wesen und Wirken des einen Gottes, des von ihm uranfänglich gezeugten, menschgewordenen Gottessohns und des Heiligen Geistes.

Lat. und griech. Text entnommen aus: Conciliorum oecumenicorum decreta. Edidit Centro di Documentazione, Istituto per le scienze Religiose, Bologna, curantibus Josepho Alberigo, Perikle-P. Joannou, Claudio Leonardi, Paulo Prodi, consultante Huberto Jedin, Basel u. a. O. 1962, S. 20.

In amüsanter, aber dennoch für magische Praktiken alltäglicher 'Zauberei' bezeichnender Weise schildert Theokrit einen Liebeszauber. Dei religiös-mythsichen Grundannahmen für derartige magische Prakiken bleiben oftmals selbst den sie Anwedenden unklar, entfalten aber dafür um so mehr ihre suggestive Kraft.

Liebeszauber: Theokrit, Die Zauberin (Bucoloci Graeci, ed. ASF Gow / Bibliotheca Oxonienisis Nr. 2).

Deutsche Übersetzung: Eduard Mörike, Griechische Lyrik, Frankfurt M. 1960, S. 89 - 93.

Die Bedeutung religiöser Legenden, d. h. mythischer Erzählungen von Leben und Taten der Propheten , der Heiligen und Märtyrer oder sonst Gottgesandten - im weiteren, nicht nur den christlichen Bereich einschließenden Sinne - für die Einstellungen und Handlungen des allgemeinen Glaubenslebens und der individuellen Frömmigkeit sei an der Legende vom Heiligen Georg illustriert.

Die Legende vom Heiligen Georg und ihre Wirkungsgeschichte. Von Hiltgart L. Keller.

Zusammenstellung in: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Legende und Darstellung in der bildenden Kunst, Stuttgart 1979 4, S. 216 - 219.

4) Religiöser Mythos, Sitte und soziale Ordnung.

In den beiden im folgenden präsentierten Textquellenbeispielen wird jeweils deutlich, daß und wie Gott im mythischer Weise als Garant einer 'guten' menschlichen Sozialordnung und Geistesverfassung gedacht wird.

Zeus, Dike und Erinyen als Hüter der Gerechtigkeit unter den Menschen. Hesiod, Tage und Werke 1 - 36 und 213 - 297.

Deutsche Übersetzung nach: Hesiod, Sämtliche Werke. Deutsch von Thassilo von Scheffer. Mit einer Übersetzung der Bruchstücke aus den Frauenkatalogen herausgegeben von Ernst Günther Schmidt, Leipzig, Basel 1984, S. 101 f. und 110 - 114.


Gott als Urgrund der Lebensweisheit. Das Buch Jesus Sirach (Ecclesiasticus), Kap. 1, 1 - 10 und Kap. 3, 1 - 29.

Deutsche Übersetzung nach: Die Heilige Schrift des Alten und Neuen Testaments mit Einleitungen zu jedem der biblischen Bücher und erklärenden Anmerkungen zu den Texten. In ungekürzter Fassung herausgegeben von T. Schwegler und A. Herzog (Große Familien-Bibel), Zürich 1974, S.1308 f. und 1310 - 1312.

5) Religiöser Mythos und Entscheidungsfindung.

Die folgenden Textbeispiele verdeutlichen, wie aktuell anstehende politische oder persönliche Entscheidungen unter Zugrundelegung fest etablierter religiös-mythsicher Grundannahmen aus Orakeln abgeleitet werden. Es wird dabei auch eine bachtliche Deutungsunsicherheit auf der Seite der Orakel-Empfänger und ebenso eine im Laufe der Jahrhunderte eintretende Veränderung mythischer Grundannahmen über die Gepflogenheiten des Orakelwesens deutlich. Zu Orajkel von Delphi siehe oben, Abschnitt 2.

Das Orakel von Delphi zu einer politisch-militärischen Entscheidungslage. Herodot, Historien 7, 138 - 144.

Deutsche Übersetzung nach: Herodot, Historien. Deutsche Gesamtausgabe. Übersetzt von A. Horneffer. Neu herausgegeben und erläutert von H. W. Haussig. Mit einer Einleitung von W. F. Otto, Stuttgart 1971 4, S. 484 - 488.

Das delphische Orakel im Laufe der Zeiten. Plutarch, Über die Antwort der Pythia 21, 404 b - 25, 407 d.

Deutsche Übersetzung nach: Plutarch. Über Gott und vorsehung, Dämonen und Weissagung. Religionsphilosophische Schriften. Eingeleitet und neu herausfgegeben von Konrat Ziegler, Zürich, Stuttgart 1952, S. 93 - 100.

6) Religliöser Mythos und die praktische Ordnung des Alltags.

Der römische Kalender ist - wie alle antiken Kalenderformen - ein Beispiel für die alltagspraktische Bedeutung der traditionellen Religion und ihrer mythischen Grundannahmen. - Zum römischen Kaldender siehe auch oben Abschnitt 1 (Übung 3).

Der römische Kalender

PDF-Dokument. Textrekonstruktion nach dem 'Maffeianischen Kalender, der Kalenderhandschrift des Furius Dionysius Plilocalus, der 'Fasti' des Ovid u. a. Quellen, zusammengestellt von Michael Hofmann, Caesars Kalender, München 1934 (Tafeln).

Eingehendere Beschreibung und religionsgeschichtliche Erklärung des römischen Kalenders bei: Kurt Latte, Römische Religionsgeschichte, HdAW 5. Abt., 4. Teil, München 1960, S. 1 ff. und 431 ff.

7) Literatur, Medien, Quellen.

L.

Mircea Eliade, Geschichte der religiösen Ideen. Aus dem Französischen übersetzt von Elisabeth Darlap, (1976) Budapest 2002.

M. P. Nilsson, Geschichte der griechischen Religion, 2 Bde., (Vom Beginn des 2. Jts. v. Chr. bis in die römische Zeit), München 1955.

K. Latte. Römische Religionsgeschichte, München 1960.

G. Radke, Die Götter Altitaliens, Münster l979 2 .

C. Schneider, Geistesgeschichte der christlichen Antike, 2 Bde., München 1954

A. (v.) Harnack, Dogmengeschichte, Leipzig 1898.

Hiltgart L. Keller, Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Legende und Darstellung in der bildenden Kunst, Stuttgart 1979 4, dort etwa S. 216 - 219 (Die Legende vom Heiligen Georg und ihre Wirkungsgeschichte).

Hans Biedermann, Lexikon der magischen Künste (von der Spätantike bis zum 19. Jahrhundert). Alchemie. Sterndeutung. Hexenglaube. Geheimlehren. Mantik. Zauberkunst, 3. Auflage, Wiesbaden um 1990.

M.

Delphi. Orakel am Nabel der Welt. Katalog zur Ausstellung des Badischen Landesmuseums vom 24. Febr. bis 2. Juni 1996 im Schloß Karlsruhe, Hg. von Michael Maaß, Redaktion Beate Bommann, Sigmaringen 1996 (Übersichtspläne des antiken Delphi, heutiges Photo).

Warren Kenton, Astrologie. Eine Bilddokumentation. Aus dem Englischen übersetzt von Karin Schreiner, Farnkfurt M. 1976 (Abb. des Tierkreises).

Q.

Pausanias, Perhegesis, 10, 16, 3. Deutsche Übersetzungen nach: Pausanias, Beschreibung Griechenlands. Übersetzt, kommentiert und herausgegeben von Ernst Meyer, (1954), München 1972, 2 Bde., Bd. 2, S. 500.

Pindar, Pythische Ode 11 für Thrasydaios, den thebanischen Knaben, nach seinem Siege im Wettlauf. Dt. Übersetzung: Pindar, Oden. Ins Deutsche Übertragen und erläutert von Ludwig Wolde, München, 1958, S. 112 - 114.

Auszüge aus der Textrekonstruktion nach dem 'Maffeianischen Kalender, der Kalenderhandschrift des Furius Dionysius Plilocalus, der 'Faste' des Ovid u. a. Quellen, zusammengestellt von Michael Hofmann, Caesars Kalender, München 1934 (Tafeln).

Ptolemaios, Tetrabiblos 1, 2 - 9 (Auszüge).Griechischer Text: Manteho. - Ptolemy, Tetrabiblos. Cambrdige, Mass, 1956. - Ptolemy, Tetrabiblos, edited and translated into English by F. E. Robbins, aus den S. 5 - 49. - Deutsche Übersetzung nach der Edition Robbins: Christian Gizewski.

Plutarch, Über römische Bräuche (58 und 65). Über griechische Bräuche (9). Deutsche Übersetzung nach: Plutarch, Allerlei Weltweisheit. Vermischte Schriften. Nach der Übersetzung Kaltwasser herausgegeben von Johann Friedrich Salomo, München, Leipzig 1911, S. 352 ff. (385 f., 388 f.) und S. 413 ff. (415).

Julian, Brief an Photinos, Nr. 30 ed. Weis.Lat. und deutscher Text aus: Julian, Briefe. Griechisch - deutsch. Hg. von Bertold K. Weis, München 1973. S. 86 - 89.

'Symbolum Nicaeno-Constantinopolitanum'. Lat. und griech. Text entnommen aus: Conciliorum oecumenicorum decreta. Edidit Centro di Documentazione, Istituto per le scienze Religiose, Bologna, curantibus Josepho Alberigo, Perikle-P. Joannou, Claudio Leonardi, Paulo Prodi, consultante Huberto Jedin, Basel u. a. O. 1962, S. 20.

Liebeszauber: Theokrit, Die Zauberin (Bucoloci Graeci, ed. ASF Gow / Bibliotheca Oxonienisis Nr. 2). Deutsche Übersetzung: Eduard Mörike, Griechische Lyrik, Frankfurt M. 1960, S.89 - 93.

Hesiod, Tage und Werke 1 - 36 und 213 - 297. Deutsche Übersetzung nach: Hesiod, Sämtliche Werke. Deutsch von Thassilo von Scheffer. Mit einer Übersetzung der Bruchstücke aus den Frauenkatalogen herausgegeben von Ernst Günther Schmidt, Leipzig, Basel 1984, S. 101 f. und 110 - 114.

Das Buch Jesus Sirach (Ecclesiasticus), Kap. 1, 1 - 10 und Kap. 3, 1 - 29. Deutsche Übersetzung nach: Die Heilige Schrift des Alten und Neuen Testaments mit Einleitungen zu jedem der biblischen Bücher und erklärenden Anmerkungen zu den Texten. In ungekürzter Fassung herausgegeben von T. Schwegler und A. Herzog (Große Familien-Bibel), Zürich 1974, S.1308 f. und 1310 - 1312.

Herodot, Historien 7, 138 - 144. Deutsche Übersetzung nach: Herodot, Historien. Deutsche Gesamtausgabe. Übersetzt von A. Horneffer. Neu herausgegeben und erläutert von H. W. Haussig. Mit einer Einleitung von W. F. Otto, Stuttgart 1971 4, S. 484 - 488.

Plutarch, Über die Antwort der Pythia 21, 404 b - 25, 407 d. Deutsche Übersetzung nach: Plutarch. Über Gott und vorsehung, Dämonen und Weissagung. Religionsphilosophische Schriften. Eingeleitet und neu herausfgegeben von Konrat Ziegler, Zürich, Stuttgart 1952, S. 93 - 100.

Der römische Kalender. PDF-Dokument. Textrekonstruktion nach dem 'Maffeianischen Kalender, der Kalenderhandschrift des Furius Dionysius Plilocalus, der 'Fasti' des Ovid u. a. Quellen, zusammengestellt von Michael Hofmann, Caesars Kalender, München 1934 (Tafeln). - Eingehendere Beschreibung und religionsgeschichtliche Erklärung des römischen Kalenders bei: Kurt Latte, Römische Religionsgeschichte, HdAW 5. Abt., 4. Teil, München 1960, S. 1 ff. und 431 ff.


LV Gizewski WS 2002/2003

Autor: Christian Gizewski, EP: Christian.Gizewski@tu-berlin.de