Die geistliche Vision des künftigen Untergangs einer verhaßten Macht (Babylon-Rom): Johannes-Apokalypse 18, 1 - 8.

Deutsche Übersetzung nach: Die Heilige Schrift des Alten und Neuen Testaments mit Einleitungen zu jedem der biblischen Bücher und erklärenden Anmerkungen zu den Texten. In ungekürzter Fassung herausgegeben von T. Schwegler und A. Herzog (Große Familien-Bibel), Zürich 1974, S.1775.


1 Dann sah ich einen andern Engel aus dem Himmel herabkommen. Er hatte große Macht. Die Erde wurde von seinem Glanze erleuchtet. 2 Er rief mit starker Stimme: "Gefallen, gefallen ist das große Babylon. Es ist eine Wohnung der Dämonen, ein Schlupfwinkel aller unreinen Geister, ein Schlupfwinkel aller unreinen und verhaßten Vögel geworden. 3 Denn alle Völker haben vom Glutweine ihrer Buhlerei getrunken. Die Könige der Erde haben mit ihr gebuhlt, und die Kaufleute der Erde sind vom gewaltigen Aufwand ihrer Üppigkeit reich geworden." 4 Ich hörte noch eine andere Stimme aus dem Himmel rufen: "Zieht aus von ihr, mein Volk, damit ihr nicht an ihren Sünden teilhabt und von ihren Plagen mitbetroffen werdet. 5 Denn ihre Sünden türmten sich bis zum Himmel. Gott hat ihrer Freveltaten gedacht. 6 Vergeltet ihr, wie sie [scil. euch] drangsaliert hat, und zahlt ihr doppelt nach ihren Werken heim. Mit dem Becher, mit dem sie ausschenkte, schenkt ihr doppelt aus. 7 So üppig sie lebte und prunkte, ebensoviel Qual und Kummer fügt ihr zu. Weil sie in ihrem Herzen denkt: "Ich throne hier als Königin, bin keine Witwe und kenne keine Trauer", 8 darum sollen an einem Tage ihre Plagen kommen: Tod, Trauer und Hungersnot, und im Feuer soll sie verbrannt werden. Denn stark ist Gott der Herr, der sie gerichtet hat.


LV Gizewski WS 2002/2003

Bearbeitung für das Internet: Christian Gizewski (EP: gizeoebg@linux.zrz.tu-berlin.de)