Über Sentenzen und über witzigen Scharfsinn in der Redekunst: Aristoteles, Rhetorik, Buch 2, Kap. 21 und Buch 3, Kap. 10.

Deutsche Übersetzung nach: Aristoteles, Rhetorik. Übersetzung, Bibliographie, Erläuterungen und Nachwort von Franz G. Sieveke, München 1989 3, S. 136 - 140 und 189 - 193.

2. Buch, 21. Kapitel [Über Sentenzen]

1. Was ... die Fähigkeit betrifft, S e n t e n z e n zu formulieren, so wird nach der Definition dessen, was eine Sentenz ist, am ehesten klar, über welche Gegenstände, an welchem Ort und wem gegenüber es schicklich ist, Sentenzen in den Reden anzuwenden. 2. Es ist aber die Sentenz eine Erklärung, jedoch nicht über das, was den Einzelnen betrifft, z. B. was Iphikrates für ein Mann ist, sondern über etwas das Allgemeine betreffend, jedoch auch nicht alles betreffend, wie z. B. daß das Gerade dem Krummen entgegengesetzt sei, sondern nur darüber, was die menschlichen Handlungen betrifft: was beim Handeln zu wählen oder zu meiden ist. Folglich da die Enthymeme nahezu Schlüsse (Syllogismen) darüber darstellen, so sind die Schlußfolgerungen der Enthymeme und ihre Obersätze, wenn man die Form des Syllogismus wegläßt, Sentenzen, wie z. B.:

"Nie muß ein Vater, der die Art der Menschen kennt,
Gar zu besorgt ausbilden seiner Kinder Geist!"

Dies also ist eine Sentenz. Fügt man aber die Ursache und das warum hinzu, so ist das Ganze ein Enthymem: wie z. B.

"Denn abgeseh'n vom Vorwurf eitlen Müßiggangs
Erregen sie der schadenfrohen Nächsten Neid."

Ebenso der Satz:

"Es lebt kein Mensch, der allewege glücklich ist."

sowie der Satz:

"So ist kein Mensch auf dieser Erde frei!"

ist eine Sentenz; jedoch im Zusammenhang mit dem folgenden Vers ein Enthymem:

"Man dient dem Gelde, ist der Knecht des Glücks."

3. Ist nun aber die Sentenz das, als was sie definiert wurde, so muß es vier Arten der Sentenz geben: denn entweder steht sie in Verbindung mit einem Nachsatz oder ohne einen solchen. 4. Eines Beweises bedürfen jedoch alle solche, die etwas Paradoxes oder etwas Strittiges aussagen. Die jedoch, die nichts Paradoxes enthalten, bleiben ohne Nachsatz. 5. Von diesen bedürfen die einen notwendigerweise keines Nachsatzes, weil sie bereits anerkannt sind: wie z. B.

"Ist Gesund-Sein doch nach meinem Sinn des Menschen höchstes Gut."

- denn den meisten Menschen erscheint es so -, die anderen aber werden schon, während man sie ausspricht, auf den ersten Blick einleuchtend sein: wie z. B.

"Wer je entbrannt war, löscht nicht wieder aus."

6. Von denen aber, die in Verbindung mit einem Nachsatz stehen, bilden die einen einen Teil eines Enthymems: wie

"Nie muß ein Vater, der die Art der Menschen kennt" ;

die anderen jedoch sind nach Art eines Enthymems aber nicht Teil eines Enthymems, und gerade diese finden in besonderem Maße Beifall. Das sind aber die, in denen der Grund für ihren Ausspruch sichtbar wird, wie z. B. in dem Ausspruch:

"Nicht ewig zürnen darfst du, da du sterblich bist";

denn die Aussage nicht zürnen zu dürfen ist eine Sentenz, der Zusatz aber sterblich zu sein gibt den Grund an. Ähnlich verhält es sich auch mit folgendem:

"Sterblich denken soll, wer sterblich nicht den Unsterblichen gleich."

7. Aus dem Erörterten ist nun klar, wie viele Arten von Sentenzen es gibt und wofür jede schicklich ist: In bezug auf strittige und paradoxe Äußerungen nämlich nicht ohne Nachsatz, sondern beim Vorausschicken des Nachsatzes muß die Sentenz als Schlußfolgerung gebraucht werden, wie wenn z. B. jemand sagt:

"Da man sich weder beneiden lassen, noch untätig sein soll, so behaupte ich, daß es nicht Recht ist, sich nur bilden zu lassen".

Oder man muß, wenn man diese Behauptung zuerst ausspricht, die Begründung hinzufügen. Bei den Aussprüchen aber, die nicht paradox sind, sondern nur nicht so klar, muß man die Begründung möglichst bündig hinzufügen. 8. In solchen Fällen aber schicken sich die lakonischen Sprichwörter (Apophtegmata) sowie die rätselhaften Sprüche (änigmatische Sprüche), wie wenn jemand z.B so spräche, wie Stesichoros in Lokri redete :

Man müsse nicht ein Spötter sein, auf daß nicht die Zikaden am Boden singen.

9. In Sentenzen zu sprechen aber schickt sich dem Alter nach für die älteren Menschen, und zwar in bezug auf die Dinge, über die man Erfahrung besitzt. Folglich ist für den, der sich noch nicht in einem solchen Alter befindet, das Reden in Sentenzen unschicklich, wie auch das Erzählen a 11 e g o r i s c h e r F a b e l n. Ist er aber über die zur Debatte stehenden Dinge unerfahren, dann ist es sogar albern und ungebildet. Das aber ist ein hinlänglicher Beweis dafür: Die ungehobelten Menschen sind in besonderem Maße dazu angetan, Sentenzen zu schmieden und ohne große Mühe von sich zu geben.

10. Etwas, obwohl es keine Allgemeingültigkeit besitzt, als allgemeingültig aussprechen, paßt am ehesten in den Reden, die Unwillen ausdrücken, und beim Übertreiben und bei solchen Gelegenheiten entweder am Anfang oder am Ende der Rede. 11. Auch die abgedroschenen und allgemeinen Sentenzen muß man gebrauchen, wenn sie von Nutzen sind; denn weil sie allgemein sind, scheinen sie gleichsam unter Zustimmung aller ihre Richtigkeit zu haben, wenn man z. B. dazu antreibt, den Kampf zu wagen ohne vorangegangenes Opfer:

"Ein Wahrzeichen nur gilt: das Vaterland zu retten" [Ilias XII 243],

und als Zuruf für die zahlenmäßig Unterlegenen:

"Gleich ist Ares gesinnt" [Ilias XVIII 309],

ferner die Aufforderung, die Kinder der Feinde zu töten, obwohl sie uns keinen Schaden zufügen:

"Ein Tor ist der, der den Vater umbrachte und die Söhne am Leben ließ".

12. Auch einige Sprichwörter sind Sentenzen, wie z. B. das Sprichtwort:

"Ein attischer Nachbar".

13. Man muß auch Sentenzen anwenden gegen die Gemeinplätze - unter Gemeinplätzen verstehe ich solche, wie diese:

"Erkenne dich selbst"

und

"Nichts all zu sehr [= "Alles mit Maß"]" ,

wenn dadurch entweder die Persönlichkeit des Redners in ein besseres Licht zu geraten scheint oder wenn dadurch ein leidenschaftlicher Ausdruck zustande kommt. Leidenschaftlicher Ausdruck ist z. B., wenn jemand im Zorn sagt, es sei unwahr, daß man sich selbst erkennen müsse. Wenn dieser jedenfalls sich selbst erkannt hätte, so würde er sich niemals für würdig gehalten haben, Feldherr zu sein. Die Persönlichkeit des Redners aber erscheint in einem besseren Licht, wenn er etwa sagte,

man müsse nicht, wie man gewöhnlich behauptet, so lieben, als müsse man später hassen, sondern eher so hassen, als müsse man später lieben,

14. Dabei muß aber schon durch die Art des sprachlichen Ausdrucks der Redner seine Absicht verdeutlichen, wenn dies nicht der Fall ist, muß er die Begründung hinzufügen, z. B. wenn er gesagt hat:

"Man muß nicht so lieben, wie es gewöhnlich heißt, sondern als würde man immer lieben",

so fügt man hinzu:

"denn das andere Verhalten verrät Arglist",

oder folgendermaßen:

"Mir gefällt der bekannte Ausspruch nicht; denn der wahre Freund muß so lieben, als würde er immer lieben".

Ferner:

"Auch der Gemeinplatz 'Nichts all zu sehr' gefällt mir nicht; denn die Übeltäter muß man gar sehr hassen".

Für die Rede stellen die Sentenzen eine große Hilfe dar wegen der äußerst ungebildeten Art der Zuhörer. Sie freuen sich nämlich, wenn jemand durch den Ausspruch eines allgemeinen Satzes zufällig die Ansichten trifft, die jene im speziellen Fall haben. Was ich meine, wird auf folgende Weise klar, zugleich aber auch, wie man sie gewinnen muß; denn die Sentenz ist - wie schon ausgeführt wurde - ein Ausspruch, der auf das Allgemeine zielt, und die Zuhörer freuen sich, wenn das als allgemeingültig ausgesprochen wird, was zufällig in einem speziellen Fall schon vorher ihre Meinung war; wenn z. B. jemand zufällig böse Nachbarn oder mißratene Kinder hat, so wird er es gut heißen, wenn der Redner sagt:

"Nichts ist beschwerlicher als Nachbarschaft"

oder

"Nichts ist törichter, als Kinder zu zeugen".

Folglich muß man danach trachten, welche vorgefaßte Meinung die Zuhörer zufällig haben und dann darüber allgemeingültig reden. 16. Dies ist der eine Vorteil, den das Sprechen in Sentenzen besitzt, der andere aber ist weitaus bedeutender. Sie macht nämlich die Rede zu einer ethischen Rede. Charakter (griech. 'eethos') besitzen nämlich die Reden, in denen die Gesinnung des Redners offenkundig wird. Dies aber bewirken alle Sentenzen, well derjenige, der eine bestimmte Sentenz ausspricht, in allgemeingültiger Weise dar tut, wonach zu streben sei. Sind folglich die Sentenzen sittlich gut, so bewirken sie, daß auch der, der sie ausspricht, als ein Mann von gutem Charakter erscheint. Soviel sei also über die Sentenz aausgeführt und darüber, was sie ist, wieviele arten es von ihr gibt, wie sie anzuwenden sei und welchen Nutzen sie verbreitet.

3. Buch , Kapitel 10 [Über witzigen Scharfsinn]

1. ... Nun sei erörtert, woher man den Esprit [griech. 'ta asteia', lat. 'urbanitas'] und das, was den Beifall der Zuhörer findet, nimmt. Dies der Rede zu verleihen, ist Sache der natürlichen Begabung [griech 'euryees', lat. 'ingenium') oder des Geübtseins [griech. 'gymnasma', lat. 'exercitatio'], die Darlegung des Verfahrens [griech. 'methodos, lat. 'doctrina'] aber Sache einer methodischen Untersuchung wie dieser. So wollen wir es nun behandeln und in vollständiger Aufzählung darstellen, und dies sei für uns der Ausgangspunkt. 2. Auf leichte Weise nämlich zu Wissen zu gelangen, ist für alle von Natur aus angenehm; es sind aber die Worte, die etwas bezeichnen. Folglich sind die Worte, die uns Wissen verschaffen, am angenehmsten. Die fremdartigen Worte nun sind uns unbekannt, während wir die gängigen kennen. Die Metapher aber versetzt uns am ehesten in diesen Zustand [scil. einer angenehmen Empfindung]; denn sofern man

das Alter eine Stoppel

nannte [Odyss. XIV 214], vermittelte man Lernen und Kenntnis mit Hilfe des Gattungsbegriffs; denn beide fallen unter die Gattung des Verblühtseins. 3. Das gleiche bewirken nun ebenfalls die Bilder der Dichter; denn wenn sie gut gewählt sind, scheint es, Esprit zu verraten. Es ist nämlich das Bild, wie schon früher dargelegt wurde, eine Metapher, die sich nur durch die Art der Aufstellung davon unterscheidet. Daher ist es auch weniger angenehm, well es weitläufiger formuliert ist, und es bringt nicht zum Ausdruck, daß dieses jenes ist. Folglich sucht auch die Seele [scil. des Hörers] nicht danach. 4. Die Redewendung und die Enthymeme werden nun notwendig Esprit aufwenden, die uns eine schnelle Unterweisung vermitteln. Daher finden weder die oberflächlichen Enthymeme Beifall - oberflächlich nenne ich nämlich die, die jedem klar sind und die kein Nachforschen veranlassen -, noch solche, die nach ihrem Aussprechen unverstanden bleiben, sondern nur die, die entweder während des Aussprechens verstanden werden - selbst wenn vorher kein Verständnis vorhanden war - oder deren Sinn kurz hinterher aufgeht; denn so ergibt sich eine gewisse Art von Lernen, auf jene andere Weise aber nicht.

5. Hinsichtlich der gedanklichen Absicht des Gesagten nun finden Enthymeme solcher Art Beifall, hinsichtlich des sprachlichen Ausdrucks aber durch die figurale Darstellungsweise, wenn a n t i t h e t i s c h gesprochen wird, wie z. B.:

"Und während sie den Frieden, der den anderen gemeinsam ist, als krieg gegen ihre privaten Interessen ansehen";

denn der Krieg steht in Antithese zum Frieden. 6. Ferner durch einzelne Wörter, wenn sie eine M e t a p h e r beinhalten und diese weder weit hergeholt - sie soll nämlich leicht verständlich sein -, noch oberflächlich ist - dies hinterläßt nämlich keinen Eindruck. Schließlich durch das V o r - A u g e n F ü h r e n : man muß die Dinge nämlich eher als aktuell Geschehenes denn als Künftiges sehen. Diese drei Aspekte hat man also zu berücksichtigen: metaphorischer, antithetischer und lebendiger Ausdruck.

7. Von den vier Arten der M e t a p h e r n finden die n a c h d e r A n a 1 o g i e gebildeten den meisten Beifall, wie beispielsweise Perikles formuliert:

die im Krieg gefallene Jugend sei aus der Stadt so verschwunden, wie wenn jemand den Frühling aus dem Jahr wegnähme.

Ferner Leptines in bezug auf die Lakedämonier:

er wolle nicht zulassen, daß man darüber hinwegsehe, daß Hellas eines Auges beraubt werde.

Ferner der entrüstete Ausspruch des Kephisodotos über Chares, als dieser seinen ganzen Eifer aufbrachte, Rechenschaft abzulegen über die mit dem olynthischen Krieg in Zusammenhang stehenden Ereignisse: jetzt, wo er das Volk im Würgegriff habe, unternehme er den Versuch, Rechenschaft abzulegen. Ebenso sagte er, als er die Athener, die zur Nahrungsbeschaffung auf dem Weg nach Euböa waren, einst anfeuerte:

der Volksbeschluß des Miltiades müsse ins Feld ziehen.

Ebenso sagte Iphikrates in seiner Entrüstung, als die Athener mit Epidauros und dem Küstenland einen Waffenstillstand schlossen:

sie hatten sich selbst die Unterhaltsmittel für den Krieg weggenommen.

Ebenso bezeichnete Peitholaos

die Paralos als Prügel des Volkes und Sestos die Kornkammer des Piräus.

Ebenso befahl Perikles:

Ägina, die Augenbutter des Piräus, zu vernichten.

Ebenso sagte Mörokles:

er sei nicht schlechter als ein gewisser, von ihm genannter, tugendhafter Mensch; jener nämlich verhalte sich schurkenhaft zu einem Zinssatz von 33 Prozent, er dagegen zu 10 Prozent.

Dem entspricht auch der Jambus des Anaxandrides auf seine Töchter, deren Verehelichung in Verzug geriet:

Die Mädchen haben mir zur Ehe den Termin versäumt

Ferner der Witz des Polyeuktos auf einen gewissen Speusippos,der vom Schlag getroffen war:

er könne sich nicht ruhig verhalten, obgleich er vom Schicksal in den Bock gespannt sei.

Und Kephisodotos nannte

die Kriegsschiffe bunte Mühlsteine

und der Hund [scil. der Kyniker Diogenes]

die Weinschenken die attischen Phiditien.

Äsion aber sagt,

daß sie die Stadt nach Sizilien entleert hätten;

dieses ist nämlich eine Metapher und macht das Gesagte augenfällig. Ferner:

so daß Griechenland aufgeschrieen habe;

auch diese Wendung ist eine gewisse Art von Metapher und Veranschaulichung. Ebenso ermahnte Kephisodotos in trefflicher Formulierung:

sie sollten ihre vielen feindlichen Zusammenstößen nicht zu Volksversammlungen umfunktionieren.

Ebenso der Ausspruch des Isokrates zu denen, die in den Festversammlungen zusammenlaufen, und so heißt es in der Grabrede:

es hätte sich geziemt, daß am Grab der bei Salamis Gefallenen Griechenland sein Haupt geschoren hätte, da mit ihrer Tugend auch die Freiheit begraben worden sei.

Wenn der Redner nun gesagt hätte, daß es sich geziemt hätte, über die zu Grabe getragene Tapferkeit Tränen zu vergießen, so wäre auch dies eine Metapher und ein Vor-Augen-Führen. Die Formulierung aber mit der Tapferkeit auch die Freiheit beinhaltet noch eine gewisse Antithese. Und wie Iphikrates sagte:

"denn der Weg meiner Worte verläuft mitten durch die Taten des Chares";

das ist eine Metapher gemäß der Analogie, und das "mitten hindurch" führt das Gesagte vor Augen. Ebenso hat der Ausspruch

"gegen Gefahren Gefahren zu Hilfe rufen"

veranschaulichende Wirkung undund ist eine Metapher. Entsprechend war das, was Lykoleon über Chabrias sagte:

"Nicht einmal vor seiner Fürsprecherin, dem ehernen Standbild, empfindet ihr Scham",

eine Metapher im vorliegenden Fall - jedoch nicht für immer, sondern solange man die Sache vor Augen hat; denn solange er in Gefahr ist, fungiert das Bild als Fürsprecher, das Leblose als Belebtes, die Erinnerung an die für die Stadt vollbrachten Taten. Ferner:

"auf jede Weise sich um die Niedrigkeit der Gesinnung bemühend";

denn die Formulierung sich bemühend bedeutet ein Anwachsen. Ferner:

Gott habe den Verstand als ein Licht in der Seele angezündet;

denn beides dient dazu, etwas sichtbar zu machen. [Ferner]

"denn wir beenden die Kriege nicht, sondern wir schieben sie hinaus";

beides bezeichnet nämlich etwas Zukünftiges sowohl das Hinausschieben als ein solcher Friede. Ferner:

Friedensverträge zu diktieren sei ein bei weitem schöneres Siegeszeichen als die in den Kriegen erlangten;

denn diese gelten kleinen und einmaligen Glücksfällen, jene aber dem gesamten Kriege. In beiden Fällen haben wir es nämlich mit Zeichen des Sieges zu tun. Ferner:

die Staaten müssen durch den Tadel der Menschen umfangreiche Rechenschaft ablegen;

die Rechenschaft ist nämlich eine gewisse gerechte Strafe. Hiermit ist also dargelegt, daß der Esprit auf den analogisch gebildeten Metaphern und dem Vor-Augen-Führen basiert.

Bearbeitung für das Internet: Christian Gizewski (EP: gizeoebg@linux.zrz.tu-berlin.de)

LV Gizewski SS 2003.