Kap. 7: Kaiserliche Souveräne und Friedensfürsten.

ÜBERSICHT:

1. Die 'Größe' des Inhabers 'legitimer politischer Souveränität', des 'Garanten inneren und äußeren Friedens' und des berufenen Verwirklichers höchster menschlicher Tugenden und Fähigkeiten in seinem Regierungsamte.

2. Die 'Größe' des Kaisers Augustus.

3. Die 'Größe' des Kaisers Konstantin.

4. Die Größe des Kaisers Julian.

5. Literatur, Medien, Quellen.

1. Die 'Größe' des Inhabers 'legitimer politischer Souveränität', des Garanten inneren und äußeren Friedens' und des berufenen Verwirklichers höchster menschlicher Tugenden und Fähigkeiten in seinem kaserlichen Regierungsamte.

Von älteren und den hellenistischen Formen antiker Monarchie einerseits und den republikanischen Formen antiker Staatsorganisation andererseits unterscheidet sich das das römische Kaisertum charakteristisch

durch seine ökumenisch angelegte, stabile, institutionelle Verbindung republikanischer Traditionen und Strukuren mit einem antiken Typus monarchisch organisierter politischer Souveränität,

durch seine auch faktische Konzentration aller militärischen Gewalt in einer Hand und

durch seine öffentlich-argumentativ kaum angreifbare religiöse und rechtliche Legitimation.

Demgegenüber sind die älteren Formen antiker Monarchie, wie Platon in der 'Politeia' und Aristoteles ind der 'Politik' deutliich gemacht haben, grundsätzlich entweder verfassungslos-('vorpolitische' oder verfassungsmäßig durch gewisse Gegengewalten kontrollierte, wenn auch unbefristete Spitzenbeamtenstellungen in Stadtstaaten. In dem einen Falle fehlt es an Legitimität, in dem anderen an Souveränität.

Die antike 'Tyrannis' - soweit der Terminus nicht lediglich ein Stadtkönigtum oder eine Stadtherrschaft meint - ist eine verfassungslose oder gesetzwirdrige, in jedem Falle aber wegen ihrer Traditionslosigkeit labile Herrschaftsform .

Die auf die Reichsbildung Alexanders den Großen zurückgehenden hellenistischen Monarchien beruhen in ihrer Legitimation jahrhundertelang prinzipiell nur auf dem Recht des militärischen Eroberers. Sie kennen - von einigen Ausnahmen für die griechische Oberschicht und Stadtbevölkerungen abgesehen - nicht Bürger, sondern nur Untertanen und sind als Fremdherrschaften weithin nur oberflächlich mit deren religiösen und rechtlichen Traditionen verbunden.

Die hohen Beamten der römischen Republik schließlich sind Gewaltträger im Rahmen eines antik-gewaltenteiligen Regierungssystems. Dessen Charakter als aristokratisch im Rahmen einer traditionsreichen Verfassung bestimmter Republik bedeutet in der letzten Phase seiner historischen Entwicklung auch die Unmöglichkeit, bei der Verwaltung und militärischen Sicherung des groß gewordenen römischen Reiches in schwierigen Entscheidungsfragen die Konzentration der Staatsgewalt auf einer zuverlässig funktionierenden Ebene der Letztentscheidung zu sichern.

Dem kaiserlichen Amt kommt insoweit seit dem 1. Jh. bis hin zur Spätantike (und darüber hinaus im byzantinischen Mittelalter) eine in Entscheidungssituationen immer wieder einmal hervortretende historische Alternativlosigkeit zu. Ferner ist es- trotz gewisser Begrenzungen faktischer Art, die auch ihm eigen sind - von einzigartig 'absoluter' und 'ökumenisch' umfassender Machtfülle. Diese versieht von vorherein jeden Inhaber des Kaiseramtes mit einer besonderen historischen Wichtigkeit: sie ordnet ihm - weitgehend unabhängig von seinen persönlichen Fähigkeiten und Leistungen, sofern er nur legitimer Amtsinhaber ist - einen besonderen Typus der 'Größe', nämlich die des legitimen Ober-Inhabers aller politischen Gewalt in einem 'ökumenisch' ausgedehnten Reiche, zu.

Die Vorstellung von dieser typischen kaiserlichen 'Größe' enthält in starkem Maße politisch-zeremoniell und religiös-kultisch standardisierte kollektive Projektionen eines überpersönlichen Bildes vom göttlich berufenen, weisen, tugendhaften, immer siegreichen, wegen seiner Begabungen, Leistungen imd Verdienste hervorragenden Herrschers. Dieses Bild findet besonders deutlich erkennbar in der Kaisertitulatur der Spätantike seinen Ausdruck. Der Sache nach findet es sich aber auch schon zu Beginn des Prinzipats. Unter Ausgustus entwickelt es sich aus einer Verbindung traditionell-römischer Vorstellungen von aristokratischer Größe und hellenistischen Vorstellungen über die Göttlichkeit von Monarchen.

Mit ihm befaßt sich die folgende Übung 7 a.

Ubung 7a.

AUFGABEN:

1) Worum geht es in dem unten wiedergegebenen spätantiken Gesetzestext Ihres Erachtens? Nutzen Sie für Ihre Erkenntnis alle vorhandenen lateinischen Sprachkenntnisse und sonstigen Kombinationsmöglichkeiten.

2) Wie stellt , soweit Sie es feststellen können, der Kaiser sich und sein Tun dar? Was bedeuten dabei Ihres Erachtens insbesondere die einzelnen Elemente der Präambel? Auf welche Leistungen weist der Kaiser, soweit Sie es erkennen können, in den anderen Teilen des Textes hin?

3) Wenn Sie die Ihnen verständlichen formelhaften Elemente der kaiserlichen Selbstdarstellung zusammenstellen, welchen historischen Epochen läßt sich ihre Entstehung Ihrer Vermutung nach im einzelnen wohl zuordnen?


Die Constitutio 'Imperatoriam Maiestatem' des Kaisers Justinian.

Lat. Text aus: Corpus Iuris Civilis, editio stereotypa, vol. I, Institutiones. Recognovit Paulus Krueger. Digesta. Recognovit Theodorus Mommsen, Berolini MDCCCXCV, vor dem Text der 'Institutionen'.

In die Vorstellungen von kaiserlicher 'Größe' gehen jedoch auch persönliche Momente ein, d. h. Leistungen, Verdienste und Tugenden, die einem Kaiser tatsächlich zugerechnet werden können. Auch kann das abstrakte Bild von der 'Größe' eines Kaisers durch persönliche Fehlleistungen und Untugenden eines Amtsinhabers - bzw. das, was ihnen insoweit nachgesagt wird, ins Wanken gebracht und im schlimmsten Falle im Wege einer vom römischen Senat ausgesprochenen 'damnatio memoriae' sogar als nicht zutreffend festgestellt werden, wie etwa im Falle Neros (i. J. 68 n. Chr.) , Didius Julianus (i. J. 193 n. Chr.) und Maximinus Thrax (i. J. 238 n. Chr.).

Es lassen sich drei typische Varianten der persönlichen Anteile kaiserlicher 'Größe' unterscheiden.

Einmal gibt es die 'Größe' des 'Dynastiegründers', der sich in teilweise langwierigen internen politischen und zumeist bürgerkriegsartigen Konflikten mit anderen Herrschaftsprätendenten als legitimer Kaiser für das ganze Reich durchsetzt und zugleich sowohl bei dessen Grenzverteidigung und Expansion als auch bei der inneren Verwaltung und nötigen Reformen politische Weitsicht und Energie beweist. Diesem Untertypus sind etwa Augustus und Konstantin zuzuordnen.

Fernerhin gibt es - zumeist aus der Sicht der Nachwelt - die 'Größe' des 'Geschichtsveränderers', dessen Regierungshandeln historrische Prozesse von grßer Bedeutung in Gang setzt. Auch für diesen Untertypus können Augustus und Konstantin als Beispiel benannt werden, der eine wegen seiner Bedeutung für die Begründung des römischen Kaisertums, der andere wegen seines Beitrags zur Entwicklung des spätantiken und nachantiken christlich-orthodoxen Staatskirchentums.

Eine dritte Variante ist die eher geistige 'Größe' des Kaisers, der seiner Regierung im Rahmen der Möglichkeiten eine bewußt zivile, rechtssaatliche, gebildete, kurz 'humane' Richtung verleiht, des 'Philosophen auf dem Kaiserthron', oder des 'frommen Kaisers', der - in christlich-staatskirchlicher Zeit - durch politisch-demonstrative Kirchennähe, theologische Interessen und exemplarisch ausgeübte Frömmigkeit hervortritt. Als Beispiele lassen sich einerseits die 'humanitären' Kaiser des 2. Jhs. n. Chr. oder der spätantike Kaiser Julian Apostata, andererseits wiederum Konstantin, aber auch etwa Gratian, Theodosius oder Justinian benennen.

2. Die 'Größe' des Kaisers Augustus.

Augustus ist bekanntermaßen der Begründer des römischen Kaisertums. Er beruft sich zwar, was sein politisches Handeln betrifft, einerseits in starkem Maße auf seinen Adoptivvater Caesar und meint andererseits vermutlich tatsächlich selbst, er habe die alte aristokratische römische Republik lediglich wiederhergestellt , äußerstenfalls, er habe sie unter Beseitiung gravierender Mängel neu errichtet. Dennoch stellt er durch sein jahrzehntelanges Wirken die Schritt für Schritt fortschreitende und sich stabilisierende Konzentration aller staatlichen Gewalt in der Hand nicht nur seiner Person, sondern einer neuartigen staatlichen Institution mit ungewohnten Zügen (kaiserliche Allmacht, zeitliche Unbegrenztheit und dynastischer Charakter der Kaiserherrschaft), der des römischen Kaisers, sicher. Er ist ferner Schöpfer einer nunmehr eng mit dem römischen Staatsdenken verbundenen religiösen und politischen Form der Kaiserideologie und des Personenkults, welche sich unter seinen Nachfolgern ausweitet, formalisiert und zeremonialisiert. Seine 'Größe' ist vom oben erwähnten Untertyp des 'Dynastiegründers' und vom dem des 'Geschichtsveränderers'.

Der eingehenderen Untersuchung seiner eigenen politischen Selbstdarstellung am Ende seines Lebens in seinem 'Tatenbericht' dient die nachfolgende Übung 7 b. Doch sind auch viele seiner Zeitgenossen, obschon ihnen die reine, ungöttliche Menschennatur - und dabei insbesondere die 'dunklen Seiten' der Angangsphase der politisch-militärischen Laufbahn des Augustus - durchaus bewußt sind oder sein dürften, wie die Biographie Suetons zeigt , der von Augustus selbst propagierten Meinung, er sei - wie dasWort 'augustus' sagt, eine erhabene, der Sphäre der Götter nahe, von jeher für die Einleitung eines neuen Zeitalters berufene Persönlichkeit. Der Verdeutlichung dieses ideologischen 'Geistes der augusteischen Epoche' dienen die weiteren, diesem Abschnitt beigegebenen Abbildungen und Inschriften.

Die 'Größe' des Augustus ist eine exemplarische Herausforderung für den Historiker, der einerseits anerkennen wird, was an diesem Kaiser - im Rahmen seiner nüchtern-kalkulierenden und manchmal energisch-skrupellosen Art - politisch-machtakkumulierende (weniger militärische) Leistung und historische Wirkung ist, die sich aber eine Bemerkung Ronald Symes vergegenwärtigen sollte. Er schreibt in seinem 1939 erstmals erschienen Werk 'Die römische Revolution' zu diesem Punkt eindrucksvoll prägnant : "Vieles, was über Augustus ... geschrieben wurde, sei es einfallsreich oder erbaulich, ist schlichtweg panegyrisch. Es ist jedoch nicht nötig, politischen Erfolg zu preisen oder die Männer zu idealisieren, die durch einen Bürgerkrieg zu Reichtum und Ehre gelangen." (Vorwort).

Ubung 7 b.

AUFGABEN:

1) Vergleichen Sie die folgenden Text- und Bildquellen über den Kaiser Augustus daraufhin, was sie über seinen politischen Werdegang, über seine Verdienste, über seine dunklen Seiten und über die Entstehung und Form seines kaiserlichen Prestiges aussagen.

2) Welche Elemente seiner öffentlichen Geltung machen Ihres Erachtens Augustus zu einem 'Kaiser' - im Unterschied zu einem prominenten Beamten oder militärischen Befehlshaber?

3) Was ist am kaiserlichen Prestige Herrschaftsausübung im Geistigen, was eher ungeplant-mythologischen Charakters?

Die einmaligen Taten des Kaisers Augustus in seiner eigenen Darstellung: Die 'Res gestae divi Augusti'.

Dt. und lat. Text aus: Res gestae. Tatenbericht (Monumentum Ancyranum). Lateinisch, griechisch und deutsch. Übersetzt, kommentiert und herausgegeben von Marion Giebel, Stutgart 1980.


Der Aufstieg des Augustus, Sueton, Vita Caesarum, Augustus (7 - 29).

Deutsche Übersetzung aus: Sueton, Leben der Caesaren.übersetzt und herausgegeben von André Lambrecht, (1955) München 1972. S. 57 - 73.


Ehreninschrift für Augustus.

"Senatus populusque Romanus Imp[eratori] Caesari Divi f[ilio] Augusto co[n]s[uli] VIII dedit clupeum virtutis, clementiae, iustitiae, pietatis erga deos patriam."

Edition: AE 1952, 165 (Arles). Entnommen aus: Römische Inschriften. Lateinisch - deutsch. Herausgegeben von Leonhard Schumacher, Stuttgart 1988, S. 183.


Zwei Porträtbüsten des Augustus.

Entstehung: Augustus-Zeit. Heutiger Standort: Rom, Museo Nazionale und Museo Capitolino. Abb. entnommen aus: German Hafner, Bildlexikon antiker Personen, (1981), S. 65 ff.


Der divinisierte Augustus auf der 'Gemma Augustea'.

Entstehung: Augustus-Zeit, ursprünglich vermutlich Besitz des Augustus. Heutiger Standort: Wien. Abb. entnommen aus: Heinz Kähler, Rom und sein Imperium, Reihe Kunst der Welt. Ihre geschichtlichen, soziologischen und religiösen Grundlagen, Baden-Baden 1979 3, S. 63.

3. Die 'Größe' des Kaisers Konstantin.

Die 'Größe' des Kaisers Konstantin ist einerseits die eines 'Dynastiegründers', zum anderen die eines 'frommen Kaisers' im oben dargelegten Sinne. Der zweite Aspekt wird durch den Textauszug aus der 'Kirchengeschichte' des Eusebios von Caesarea beleuchtet, der als Vertreter eines besonders staatsverbundenen - und insoweit etwa mit der Lehre des Augustinus über eine grundlegende Differenz zwischen 'civitas Dei' und 'civitas terrena' nicht übereinstimmenden -, romstreuen Christentums gelten kann. In seiner 'Kitchengeschichte' und in seinem - hier nicht wiedergegeben Panegyrikus auf Konstantin sieht er in ihm einen Berufenen Gottes. Der erste Aspekt soll in der hier beigegebenen Abbildung des ganz konventionell an die Schlacht an der Milvischen Brücke (d. J. 312 n. Chr.), d. h. den Sieg über den 'Usurpator' Maxentius erinnernden, keinerlei christliche Gedanken und Symbole enthatenden Triumphbogens für Konstantin in Rom zum Ausdruck kommen, wie auch in einer uneingeschränkt herrschafts- und selbstbewußten, wenn auch fragmentierten Kolassalstatue dieses Kaisers, die ursprünglich ebenfalls in Rom aufgereichtet wurde. Konstantins 'Größe' ist die des machtbewußten und den kriegerischen Konflikt nicht scheuenden 'Dynastiegründers' weit mehr als die eines 'frommen Kaisers', als welchen ihn die christlich-kirchliche Überlieferung - teilweise legendenhaft - zeichnet.

Die gottgewollte Größe des Kaisers Konstantin aus Sicht des christlichen Bischofs Eusebios von Caesarea, Kirchengeschichte, 10, 5 - 9.

Deutsche Übersetzung aus: Eusebius von Caesarea, Kirchengeschichte. Herausgegeben und eingekeitet von Heinrich Kraft. Übersetzung von Philipp Häuser, durchgesehen von Hans Armin Gärtner, Darmstadt 1967, S. 430 - 441.


Der Konstantinsbogen in Rom.

Abb. aus : Heinz Kähler, Rom und sein Imperium, Reihe Kunst der Welt. Ihre geschichtlichen, soziologischen und religiösen Grundlagen, Baden-Baden 1979 3, S. 192.


Inschriften auf dem Konstantinsbogen.

Imp[eratori] Caes[ari] Fl[avio] Constantino maximo p[io] f[elici] Augusto s[enatus] p[opulus]q[ue] R[omanus] quod unstinctu divinitatis mentis magnitudine cum exercitu suo tam de tyranno quam de omni eius factione uno tempore iustis rempublicam ultus est armis, arcum triumphis insignem dicavit.

[Intra fornicem] Liberatori urbis - Fundatori quiteis. [In lateribus] Votis X [solutis], votis XX [nuncupatis] - Sic X [solutis], sic XX nuncupatis)

Inschrift CIL VI 1139 = ILS 694 (Rom). Entnommen aus: Römische Inschriften. Lateinisch - deutsch. Herausgegeben von Leonhard Schumacher, Stuttgart 1988, S. 194.


Fragmente einer Kolossalstatue des Kaisers Konstantin.

Heutiger Standort: Rom, Konservatorenpalast. Abb. entnommen aus: Heinz Kähler, Rom und sein Imperium, Reihe Kunst der Welt. Ihre geschichtlichen, soziologischen und religiösen Grundlagen, Baden-Baden 1979 3, S. 192.

4. Die 'Größe' des Kaisers Julian.

Am Beispiel der Darstellung des Kaisers Julian Apostata (reg. 361 - 363 n. Chr. durch Amminaus Marcellinus (ca. 330 - später als 392 n. Chr. ) soll die typische 'Größe' eines 'Philosophen auf dem Kaiserthron' veranschaulicht werden. Die Perspektive Ammians ist die eines in christlichen Glaubensfragen indifferenten, jedoch sehr traditionsbewußten Römers, dem die anti-christlichen Überzeugungen und Handlungen des Kaisers Julian - trotz ihrer gelegentlichen Härte - eher als Ausdruck besonderer Weisheit und Gerchtigkeit denn als sündhaft und unverantwortlich vorkommen. Im Hinblick darauf hebt er die klassischen Tugenden des Staatsmannes, die nichts weiter als die Kardinal-Tugenden der philosophisch-ethischen Tradition seit Platon sind (prudentia, iustitia, moderatio, fortidudo), an demnur kurze Zeit wirkenden und jung verstorbenen Kaiser hervor.

An der Münzabbildung ist der 'Bart' des Kaisers als vermutlich bewußt gesetzte symbolische Anknüpfung an die Traditionen des 'humanitären Kaisertums' früherer Epochen hervorzuheben (nicht Soldaten-, sondern Philosophenbart); andere Kaiser dieser Zeit erscheinen seit Diokletian in Münzabbildungen zumeist bartlos.

Die Kaiserspiegeltugenden des Kaisers Julian aus der Sicht eines Zeitzeugen: Ammianus Marcellinus, Res gestae, Buch 25, Kap. 4.

Lateinischer Text und deutsche Übersetzung aus: Ammianus Marcellinus, Römische Geschichte. Lateinisch-deutsch. Mit einem Kommentar versehen und übersetzt von Wolfgang Seyfarth, 4 Teile, Berlin 1968, 3. Teil (Buch 22 - 25), S. 167 - 173.


Münzabbildung des Kaisers Julian.

Solidus mit Vorder- und Rückseite. Abb. entnomen aus: Max Miller, Münzen des Altertums, Braunschweig 1963, S. 181, Nr. 342 zu Tafel XXX Nr. 342.

5. Literatur, Medien, Quellen.

L.

Werner Eck, Augustus und seine Zeit, München 1998.

Ronald Syme, Die römische Revolution. Deutsche Übersetzung von Friedrich Wilhelm Eschweiler, Hans Georg Degen und Tilo Wedemeyer der 1939 erstmals erschienen englischen Ausgabe 'The Roman Revolution' in überarbeiteter und erweiterter Neuausgabe hg. von Werner Dahlheim, München 1992.

Joseph Vogt, Constantin der Große und sein Jahrhundert, (1949) München 1960 2.

Joseph Bidez, Kaiser Julian. Der Untergang der heidnischen Welt, München 1956.

Marion Giebel, Kaiser Julian Apostata. Die Wiederkehr der alten Götter, Düsseldorf 2002.

Michael Grant, Die römischen Kaiser. Von Augustus bis zum Ende des Imperiums. Eine Chronik, Bergisch-Gladbach 1989.

Manfred Clauss (Hg.), Die römischen Kaiser. 55 historische Porträts von Caesar bis Justinian, München 20012.

M.

German Hafner, Bildlexikon antiker Personen, (1981) Zürich 1993, S. 65 ff. (Augustus).

Heinz Kähler, Rom und sein Imperium, Reihe Kunst der Welt. Ihre geschichtlichen, soziologischen und religiösen Grundlagen, Baden-Baden 1979 3, S. 63 (Gemma Augustea), 179 (Konstantinsbogen) und 192 (Kontstantinsstatue).

Max Miller, Münzen des Altertums, Braunschweig 1963, S. 181, Nr. 342 zu Tafel XXX Nr. 342.

Q.

Res gestae divi Augusti. Tatenbericht des Kaisers Augustus. Lateinisch, griechisch und deutsch. Übersetzt, kommentiert und herausgegeben von Marion Giebel, Stutgart 1980.

C. Suetonius Tranquillus, Vitae Caesarum. - Augustus. Deutsche Übersetzung: Sueton, Leben der Caesaren.übersetzt und herausgegeben von André Lambrecht, (1955) München 1972. Augustus; S. 55 - 120 (Ausschnitt :S. 57 - 73).

Eusebius von Caesarea, Vita Constantini (Das Leben Konstantins), deutsche Übersetzung von A. Biglmairr und J. M. Pätsch, Bibliothek der Kichenväter (2) 9, 1913.

Eusebius von Caesarea, Kirchengeschichte. Herausgegeben und eingeleitet von Heinrich Kraft. Deutsche Übersetzung von Philipp Haeuser und Hans Armin Gärtner.

Ammianus Marcellinus, Res gestae, Buch 25, Kap. 4. Lateinischer Text und deutsche Übersetzung aus: Ammianus Marcellinus, Römische Geschichte. Lateinisch-deutsch. Mit einem Kommentar versehen und übersetzt von Wolfgang Seyfarth, 4 Teile, Berlin 1968, 3. Teil (Buch 22 - 25), S. 167 - 173.

Inschrift CIL VI 1139 = ILS 694 (Rom - Konstantinsbogen) und Inschrift AE 1952, 165 (Arles - Ehreninschrift für Augustus). Entnommen aus: Römische Inschriften. Lateinisch - deutsch. Herausgegeben von Leonhard Schumacher, Stuttgart 1988, S. 183 und 194.

Die Constitutio 'Imperatoriam Maiestatem' des Kaisers Justinian. Lat. Text aus: Corpus Iuris Civilis, editio stereotypa, vol. I, Institutiones. Recognovit Paulus Krueger. Digesta. Recognovit Theodorus Mommsen, Berolini MDCCCXCV, vor dem Text der 'Institutionen'.

Zwei Porträtbüsten des Augustus. Entstehung: Augustus-Zeit. Heutiger Standort: Rom, Museo Nazionale und Museo Capitolino. Abb. entnommen aus: German Hafner, Bildlexikon antiker Personen, (1981), S. 65 ff.

Der divinisierte Augustus auf der 'Gemma Augustea'. Entstehung: Augustus-Zeit, ursprünglich vermutlich Besitz des Augustus. Heutiger Standort: Wien. Abb. entnommen aus: Heinz Kähler, Rom und sein Imperium, Reihe Kunst der Welt. Ihre geschichtlichen, soziologischen und religiösen Grundlagen, Baden-Baden 1979 3, S. 63.

Der Konstantinsbogen in Rom. Abb. aus : Heinz Kähler, Rom und sein Imperium, Reihe Kunst der Welt. Ihre geschichtlichen, soziologischen und religiösen Grundlagen, Baden-Baden 1979 3, S. 192.

Fragmente einer Kolossalstatue des Kaisers Konstantin. Heutiger Standort: Rom, Konservatorenpalast. Abb. entnommen aus: Heinz Kähler, Rom und sein Imperium, Reihe Kunst der Welt. Ihre geschichtlichen, soziologischen und religiösen Grundlagen, Baden-Baden 1979 3, S. 192.

Münzabbildung des Kaisers Julian. Solidus mit Vorder- und Rückseite. Abb. entnomen aus: Max Miller, Münzen des Altertums, Braunschweig 1963, S. 181, Nr. 342 zu Tafel XXX Nr. 342.


LV Gizewski SS 2002.

Autor: Christian Gizewski (EP: gizeoebg@linux.zrz.tu-berlin.de)