Kap. 8: Berühmte Vertreter musischer Künste.

ÜBERSICHT:

1. Die 'Größe' der Musenkunst und ihrer berühmten Vertreter.

2. Bildende Kunst im öffentlichen Raum Athens und ihre berühmten Künstler.

3. Antike 'kanonische' Listen berühmter griechischer und römischer Dichter, Rhetoren und Literaten.

4. Die 'Größe' Homers und Vergils.

5. Literatur, Medien, Quellen.

1. Die 'Größe' der Musenkunst und ihrer berühmten Vertreter .

Verschiedene Bereiche des geistigen Lebens stehen in der Antike aus verschiedenartigen Gründen in hohem Ansehen, und diejenigen, die sich in ihnen auskennen, werden deshalb gelegentlich mit dem Prädikat der 'Größe' geehrt. Es handelt sich dabei um einen Typus der 'Größe', der zu den in den vorhergehenden Kapiteln 4, 5, 6 und 7 erörterten Typen politiknaher 'Größe' stark unterschiedlich ist. Es geht hier um 'geistige Größe', also um etwas, das seinem Wesen nach nichts mit Herrschaftsfülle, politischer Leistung oder militärischem Erfolg zu tun hat.

Allerdings kann derartige Geistestätigkeit in den Schatten der Politik und Herrschaft geraten oder willentlich in deren Dienste treten, ja sogar im wesentlichen nur dadurch 'groß' werden oder den Schein der 'Größe' erlangen. D. h.: ihre Autoren können mit ihren Werken - und wegen deren Tendenzen - von Politik oder Herrschafts wegen als 'groß' propagiert und gefördert werden und im wesentlichen nur deswegen 'als Große' der Nachwelt bekannt bleiben.oder im Wege der Rezeption neu bekannt werden. Obschon nicht immer, so doch häufiger, als es auf den ersten Blick erscheint, muß man dies zumindest historisch in Rechnung stellen. Die Prominenz eines Phidias, des Freundes des Perikles, oder eines Vergil, des Freundes des Augustus, dürfte zwar nicht allein auf einer 'ideellen Affinität' zur Politik ihrer mächtigen Freunde und auf deren Protektion beruhen, aber einen wesentlichen Anteil an ihrer Prominenz unter Zeitgenossen und an ihrem bis heute andauernden Nachruhm hat dies letztlich schon.

Das Wesen der 'geistiger Größe' besteht jedoch auch nach antikem Verständnins nicht darin, sondern in der Fähigkeit derjenigen, denen sie zukommt, zu einer Sphäre Kontakt aufzunehmen, die vielen Menschen verschlossen ist, nämlich der des 'göttlichen Geistes', der 'Ideen' oder der von materiellen Hemmnissen unbeschwerten 'freien' Bewegung des Geistes. Diese Sphäre, die mannigfache religiös-spekulative, philososophische und aristokratisch-bildungsideologische Deutungen - etwa als 'logos', 'pneuma', 'ideai', musike, oder 'egkyklios paideia' - erfährt, bringt nach antikem Verständis Wissenschaft und Kunst als Einheit hervor, und zwar in einem Sinne , der sie wegen ihrer 'Gottnähe' deutlich von anderen menschlichen Tätigkeiten unterscheidet. Mythologisch anschaulich wird diese Einheit des 'höheren Geistes' in den einzelnen Figuren und in der Gesamtheit der 'Musen', wie sie unten ins Bild gefaßt sind. Musen sind nach der griechsich-mythologischen Speukulation Töchter des Zeus - des Allherschers - und der Mnemosyne - der göttlichen Kraft der Erinnerung.

Die Musen stehen mit ihrer mythischen 'Zuständigkeit' nicht für alle Bereiche 'höheren Geistes'. Musik, Malerei und Formgebung in Architektur und bildender Kunst gehören ebenfalls prinzipiell der Späre des 'höheren Geistes' an. Dies zeigt sich an anderen mytholischen Figuren wie z. B. der des 'Orpehus' oder an religiös-philosophischen Spekulationen wie der pythagoreische über den kosmischen Zusammenhang von Musik und Mathematik oder der platonischne Ideenlehre, welche auch die 'übersinnliche' Bilder- und Formenwelt betrifft.

Zwischen menschlichen Tätigkeiten, die einer Sphäre 'höheren Geistes' gewidmet sind, und anderen - insbesondere denen, die der materiellen Existenzsicherung, der in großem Maßstabe gelderwerbenden Geschäftigkeit oder der Befriedigung - wie wiederum deutend angenommen wird - 'geistlosen' Bedürfnisse der Menschen dienen, gibt es nach antiken Vorstelungen eine nicht ganzbklar gezogene, aber dennoch deutlich vorhandene Grenze.

Jenseits dieser Grenze liegt auch eine 'Unterhaltungsgkunst', d. h. die zwar professionelle, aber subaltern oder nur erwerbshalber, dazu oft auch unter Verletzung dem höheren Geist verpflichteter ästhetischer Regeln und Traditionen ausgebübte Bedienung reiner Unterhaltungsbedürfnisse anderer Menschen. Sie wird zumindest oft als zweifelhaft in ihrem geistigen Wert und dazu noch als sozial verrufen empfunden; das gilt für Musik, Schauspiel und andere Wortkunst, Malerei, Plastik usw. gleichermaßen. Auf die trotzdem auch hier entstehenden typischen Formen einer Prominenz wird im Hinblick auf diese antike Abgrenzung, die ein Verständnis der antiken Kultur berücksichtigen muß, gesondert in Kap.14 eingegangen.

Der heutige Begriff einer 'höheren Geisteskultur' steht mit dem antiken Verständnis 'höheren Geistes' in engem wirkungsgeschichtlichem Zusammenhang. Er führt in seiner Anlage nach wie vor auch zu ähnlichen Abgrenzungen, selbst wenn diese philosophisch oder kunsttheoretisch aus verschiedenen Gründen in Frage gestellt werden.

Die neun Musen.

Abbildung auf einem römischen Sarkophag. Entstehung: schätzungsweise 2./3. Jht. n. Chr. Photo-Herkunft: The Mansell Collection, London. Abb. entnommen aus: D.M. Field, Die Mythologie der Griechen und Römer, deutsche Übersetzung und Ausgabe, Zollikon /Schweiz 1977, S. 40. Bilderklärung: C. Gizewski.

2. Bildende Kunst im öffentlichen Raum Athens und ihre berühmten Künstler.

Die Akropolis Athens mit ihrem städtebaulichen Umfeld ist das politisch-religiös-kultische Zentrum der antiken Stadt und in dieser Eigenschaft mit einer Vielzahl bedeutender Kunstwerke der Baukunst, der Skulptur und der Malerei ausgestattet. Diese Kunstwerke stehen durchweg in einem engen gedanklichen Zusammenhang mit der Athen und Griechenland betreffenden Mythologie, mit der athenischen und griechischen Geschichte und auch mit zu Zeiten ganz aktuellen politischen Zwecken und Ideen. Die 'Größe' der Künstler, die auf der Akropolis wirken, ist auch von diesem Charakter ihrer Werke abhängig, auch wenn sie darüber hinaus durch anderweitige Kunstfertigkeit bekannt geworden sind.

Die nachfolgende Übung 8 a befaßt sich mit den prominenten Kunstwerken und den Künstlern auf und im Umfeld der Akropolis, wie sie in der Antike selbst von einem Autor wie Pausanias beschrieben werden. Im weiteren werden zwei bildliche Beispiele gegeben: eine Rekonstruktion der von dem prominenten Phidias gefertigter Standbilder der Athene (des Parthenon) und des Zeus (in Olympia) , und eine Abbildung der Korenhalle des von Pausanias erwähnten, an Zeus Besitzergreifung von Attika erinnernden, von cm prominenten Kallimachos erichteten Erchtheieon. Der Plan der Bauwerke auf der Akropolis läßt genauer erkennen, in welcher räumlichen Beziehung die Pausanias beschriebenen Bauwerke miteinander stehen und welches Gewicht sie in der Gesamtkonzeption haben.

Ubung 8 a.

AUFGABEN:

1) In welcher Zeit ist die unten (zu 1.) wiedergegebene Beschreibung der Akropolis durch Pausanias Ihres Erachtens entstanden?

2) Welche Ihnen bekannten prominenten Künstler sind dort erwähnt?

3) Charakterisieren sie in Kürze Art und Inhalt der wiedergegebenen Kunstwerke.

4) Welche Maßstäbe lassen sich bei Pausanias in der Beurteilung der Bedeutung von Kunstwerken und Künstlern erkennen?


Deutsche Übersetzung aus: Pausanias, Beschreibung Griechenlands. Übersetzt und herausgegeben von Ernst Meyer.. 2 Bde, München 1972, Bd. 1, S. 74 - 81.

Die Korenhalle des von Kallimachos mitgestalteten Erechtheion (um 420 v. Chr.) auf der Akropolis Athens (im heutigen Zustand).

Abb. entnomen aus: Karl Schefold, Klassisches Griechenland, in der Reihe 'Kunst der Welt. Ihre geschichtlichen, soziologischen und religiösen Grundlagen, Baden-Baden 1980 2, S. 149.


Rekonstruktion des Athenastandbildes (Parthenon derAkropolis Athens) und des Zeusstandbildes (Zeustempel in Olympia) des Phidias.

Abb. entnommen aus: Karl Schefold, Klassiches Griechenland, in der Reihe 'Kunst der Welt. Ihre geschichtlichen, soziologischen und religiösen Grundlagen, Baden-Baden 1980 2, S. 120 und 126.


Plan der Akropolis Athens in klassischer Zeit.

Abb. entnommen aus: Der große Atlas Weltgeschichte, hg. von E. Stier u. a., Westermann-Verlag, Braunschweig 1997, S. 12.

3. Antike 'kanonische' Listen berühmter griechischer und römischer Dichter, Rhetoren und Literaten.

Die Kunst des Wortes gilt dann als 'höherer Geist', wenn in ihr nicht Alltägliches, Trivilales, Bedarfsbezogenes ungeformt und stillos, sondern 'Ideen' und sonst religiös, historisch, philosophisch Bedeutendes 'literarisch', in Poesie und Prosa. zum Ausdruck kommt. Die verschiedenen Bereiche der Literatur i. S. 'höheren Geistes' werden vor allem, wenn auch nicht vollständig, 'von den Musen repräsentiert', so etwa Epos, Lyrik, Tragödie, Komödie, Historie und sonstige 'aufgeschriebene Wissenschaft'. Im Laufe der antiken geistesgeschichtlichen Entwicklung differenzieren sich die literarischen Gattungen weiter. Über ihre Systematik als einer höheren geistesbildung informiert die Zusammenstellung Quintilians. Er gibt dabeieinige der 'großen', beispielhaften Vertreter literarischer Kunst in der griechischen und der römischen Sprache an und läßt an der Charakterisierung ihrer Vorzüge und Schwächen detailliert erkennen, worin die Geistesgröße auf literarischem Gebiet betseht.Es ist erkennbar daß er dabei recht kritisch, manchmal aber auch idealisierend und einmal offenkundig politisch-panegyrisch, also unwahr, die die Größe einzelner Autoren beschreibt. Damt befaßt sich die Übung 8 b.

Ubung 8 b.

AUFGABEN:

1) Welcher Kulturepoche der Antike ordnen Sie den unten wiedergegeben Text Quintilians zu und warum?

2) Welche Gründe führen den Autor ihres Erachtens dazu, Dichter und andere literarische Autoren in eine Art kanonischer Liste großer Künstler der Sprache aufzunehmen?


Ein Kanon maßstabsetzender Vertreter der höheren Literatur: Quintilian. Institutio oratoria 10, 1, 37 - 10, 2, 1.

Dt. Übersetzung aus: Quintilian, Über Pädagogik und Rhetorik. Eine Auswahl aus der 'Institutio oratoria. Übertragen, eingeleitet und erläutert von Marion Giebel, München 1974, S. 122 - 145.

4. Die Größe Homers und Vergils.

Die folgende Passage aus Thukydides 'Peloponnesischem Krieg' läßt erkennen, wie die in der Antike immer wieder hervorgehobene geistige Bedeutung Homers nicht nur auf seiner mutmaßlilicher Wertschätzung als 'Sänger' bei Festsspielen in der archaischen griechischen Zeit - wie dem erwähnten auf der Insel Delos -, sondern auch auf deren kultischer Erneuerung in späterer Zeit, etwa - wie hier erwähnt - unter der Herrschaft des Attischen Seebundes, beruht. Homer kommt innerhalb derartiger kultischer Traditionen offenbar schon früh die Rolle eines 'musischen Heros', also einer legendären Figur mit Beispielswirkung, zu. Erst viel später erfährt diese kultisch-mythische Wertschätzung dann eine philologische Begründung im Rahmen der alexandrinisch-philologischen Wissenschaft.

Zur antiken Verehrung Homers: Thukydides, Peloponnesischer Krieg 3, 104.

Deutsche Übersetzung aus: Thukydides, Geschichte des Peloponnesischen Krieges. Herausgegeben und übersetzt von Georg Peter Landmann, München 1973, 2. Bde., Bd. 1, S. 266 f.

Bldliche Darstellungen Homers sind seit dem 5. Jh. v. Cht. überliefert . Sie können deshalb nicht realistisch sein, sondern nehmen auf die in der damaligen Überlieferung über Homer bekannten Einzelheiten, z. B. seine Blindheit und seine Prominenz als Sänger (Srirnbinde) Bezug und stellen ihn im übrigen so vor, wie ein 'großer Dichter' seines Charakters typischerweise ausgesehen haben kann: ernst, würdig, ehrfurchtgebietend.

Büste Homers.

Wohl Kopie eines griechischen Orgiginals aus dem 5. Jh. v. Chr. Heutiger Standort: Museo Estense, Modena. Abb. entnommen aus: German Hafner, Bildlexikon antiker Personen, (1981) Zürich 1993, S. 139.

Die von Aelius Donatus wohl in gekürzter Form wiedergegebene Vergil-Biographie läßt erkennen, wie sich bei Vergil Neigung und Begabung für seine Art der feierlichen, natur- und geschichtsbewußten, vielschichtig bedeutungsvollen und speachlich durchgestalteten Dichtung eng mit seiner Loyalität zu Augustus, mit seiner repräsentativen Einbindung in den 'Geist der augusteischen Epoche' und auch mit seiner persönlichen Förderung durch den Kaiser zusammenhängt.

Ein Dichterfürst aus dem Freundeskreise des Augustus: Aelius Donatus, Vita Vergiliana Suetonii.

Lateinischer und deutscher Text aus: Vergil, Landleben: Bucolica, Georgica, Catalepton, hg. von Johannes und Maria Götte. Vergil-Viten, hg. von Karl Bayer. Lateinisch -deutsch. Neuausgabe Würzbug 1970, S. 214 - 241.

Abbildungen des schon zu seiner Zeit prominenten, in späteren Jahrhunderten dann legendär berühmt gewordenen Vergil dürften, soweit sie zu Lebzeiten oder bald danach entstanden sind, nach römischer Art einen realistischen Charakter haben. Sofern die hier wiedergegebene Büste Vergil zeigt, was - etwa unter Hinweis auf die 'altrömische' Art der Frisur - vermutet wird, dürfte sie ihn daher so zeigen, wie er wirklich aussah.

Büste Vergils.

Entstehung vermutlich 1. Jh. n. Chr. Heutiger Standort: Venedig. Abb. entnommen aus:German Hafner, Bildlexikon antiker Personen, (1981) Zürich 1993, S. 275.

5. Literatur, Medien, Quellen.

L.

Hans-Günther Nesselrath (Hg.) unter Mitwirkung zahlreicher Wissenschaftler, Einleitung in die griechische Philologie, Stuttgart, Leipzig 1997.

Fritz Graf (Hg.) unter Mitwirkung zahlreicher Wissenschaftler, Einleitung in die lateinische Philologie, Stuttgart, Leipzig 1997.

Rudolf Pfeiffer, Geschichte der klassischen Philologie. Von den Anfängen bis zum Ende des Hellenismus, Hamburg 1970.

Karl Schefold, Klassiches Griechenland, in der Reihe 'Kunst der Welt. Ihre geschichtlichen, soziologischen und religiösen Grundlagen, Baden-Baden 1980 2.

T. B. L. Webster, Hellenismus, in der Reihe 'Kunst der Welt. Ihre geschichtlichen, soziologischen und religiösen Grundlagen, (1966) ND Baden-Baden 1979.

Ranuccio Bianchi Bandinelli, Die römische Kunst. Von den Anfängen bis zum Ende der Antike, München 1975.

J. Latacz, Homer, der erste Dichter des Abendlands , 1997 3.

Friedrich Klingner, Römische Geisteswelt, München 1965 5. S. 239 - 326 (Virgil, Wiederentdeckung eines Dichters; Die Einheit des Virgilschen Lebenswerkes. Virgil und die geschichtliche Welt. Das erste Hirtengedicht Virgils).

M.

Der große Atlas Weltgeschichte, hg. von E. Stier u. a., Westermann-Verlag, Braunschweig 1997.

German Hafner, Bildlexikon antiker Personen, (1981) Zürich 1993, S. 139 (Homer) und 275 (Vergil).

Q.

Quintilian. Institutio oratoria 10, 1, 37 - 10, 2, 1. Dt. Übersetzung aus: Quintilian, Über Pädagogik und Rhetorik. Eine Auswahl aus der 'Institutio oratoria. Übertragen, eingeleitet und erläutert von Marion Giebel, München 1974, S. 122 - 145.

Thukydides, Peloponnesischer Krieg 3, 104.Deutsche Übersetzung aus: Thukydides, Geschichte des Peloponnesischen Krieges. Herausgegeben und übersetzt von Georg Peter Landmann, München 1973, 2. Bde., Bd. 1, S. 266 f

Aelius Donatus, Vita Vergiliana Suetonii. Lateinischer und deutscher Text aus: Vergil, Landleben: Bucolica, Georgica, Catalepton, hg. von Johannes und Maria Götte. Vergil-Viten, hg. von Karl Bayer. Lateinisch - deutsch. Neuausgabe Würzbug 1970, S. 214 - 241.

Büste Homers. Wohl Kopie eines griechischen Orgiginals aus dem 5. Jh. v. Chr. Heutiger Standort: Museo Estense, Modena. Abb. entnommen aus: German Hafner, Bildlexikon antiker Personen, (1981) Zürich 1993, S. 139.

Büste Vergils. Entstehung vermutlich 1. Jh. n. Chr. Heutiger Standort: Venedig. Abb. entnommen aus:German Hafner, Bildlexikon antiker Personen, (1981) Zürich 1993, S. 275.


LV Gizewski SS 2002.

Autor: Christian Gizewski (EP: gizeoebg@linux.zrz.tu-berlin.de)