Aristokratischer Reichtum im Vergleich: Plutarch, Kimon 9 - 11, Lucullus 37 - 41 und Vergleich Kimon - Lucullus 1 f.

Deutsche Übersetzung nach: Plutarch, Lebensbeschreibungen, Gesamtausgabe, mit der Übersetzung von Johann Friedrich Kaltwasser (1799 - 1806) in der Bearbeitung von Hans Flörke (1913) in der Revision von Ludwig Kröner, München um 1960, Bd. 3, S. 244 - 247 und: S. 308 - 317.

[Zu Kimon]

9. Der Dichter Ion erzählt, er habe in seiner Jugend, als er von Chios nach Athen gekommen war, mit Kimon bei Laomedon speist, und Kimon habe nach dem Trankopfer auf Bitten seiner Freunde nicht schlecht gesungen, wofür ihn alle Anwesenden gelobt hätten, daß er begabter und höflicher sei als Themistokles, der gesagt habe, er verstünde zwar weder zu singen noch die Zither zu spielen, wisse aber einen Staat groß und mächtig zu machen. Beim Trunke kam dann, wie leicht zu denken, das Gespräch auf Kimons Taten, und als die wichtigsten erwähnt wurden, erzählte er selbst einen seiner Streiche, den er für den einfallsreichsten und besten hielt.

Die Bundesgenossen, welche in Byzanz und Sestos viele Barbaren zu Gefangenen gemacht hatten, trugen Kimon auf, die Beute zu teilen, und dieser stellte nun die Gefangenen auf die eine und den ihnen abgenommenen Schmuck auf die andere Seite. Da die Bundesgenossen sich beschwerten, daß die Teilung sehr ungleich wäre, schlug er ihnen vor, sie sollten sich den einen von beiden Teilen wählen; die Athener würden sich mit dem anderen, den sie übrigließen, begnügen. Auf den Rat des Samiers Herophytos, daß sie lieber die Reichtümer der Perser als die Perser selbst wählen sollten, nahmen sie für sich den Schmuck und ließen den Athenern die Gefangenen. Für den Augenblick mußte sich Kimon wegen dieser seltsamen Teilung auslachen lassen, da die Bundesgenossen goldene Armbänder, Spangen, Ketten, purpurne und andere prächtige Kleider davontrugen, den Athenern hingegen nackte Sklaven, die zur Arbeit wenig taugten, zuteil wurden. Aber bald darauf kamen die Freunde und Verwandten der Gefangenen aus Phrygien und Lydien an die Küste und lösten alle mit großen Summen Geldes aus, so daß Kimon von dem Lösegeld seine Flotte vier Monate lang unterhalten konnte und für Athen noch eine ansehnliche Menge Gold übrigblieb.

10. Kimon war jetzt zu einem großen Vermögen gekommen, aber die Güter, die er den Feinden im Krieg auf eine rühmliche Art abgenommen hatte, verwendete er auf eine noch rühmlichere für seine Mitbürger. Er ließ von seinen Landgütern alle Zäune wegnehmen, damit sowohl Fremde als auch bedürftige Bürger ungehindert Früchte daraus holen könnten. In seinem Hause wurde täglich eine zwar frugale, aber doch für viele ausreichende Tafel bereitet, zu der jeder Arme Zutritt hatte und ohne alle Arbeit seinen Unterhalt fand, so daß er seine Zeit ganz den öffentlichen Geschäften widmen konnte. Wie aber Aristoteles sagt, hielt er nicht für alle Athener ohne Unterschied, sondern nur für die Lakiaden, die zu seinem Gau gehörten, offene Tafel. Überall begleiteten ihn zwei oder drei gutgekleidete Jünglinge, welche, wenn dem Kimon alte Bürger in dürftiger Kleidung begegneten, mit diesen ihre Mäntel tauschen mußten, ein Verhalten, das für sehr edel und anständig gehalten wurde. Ebendiese Jünglinge trugen Beutel voll Geld, traten auf dem Markte zu armen, ehrbaren Bürgern und drükten ihnen stillschweigend Geld in die Hand. Darauf scheint auch der Komödiendiehter Kratinos anzuspielen, wenn er in seinem Schauspiel 'Archilochos' sagt:

"Und ich, Metrobios der Schreiber, wünschte mir,
mit einem so gastfreien wackern Manne,
wie Kimon war, dem Besten aller Griechen,
mein Leben froh in Lust und Freude
bis in das spätste Alter hinzubringen;
allein er starb zu früh mir Armen."

Auch sagt Gorgias, der Leontiner, Kimon habe die Reichtümer nur erworben, um sie zu brauchen, und sie nur gebraucht, um Ehre zu erwerben. Und Kritias, einer der dreißig Tyrrannen, wünscht sich in seinen Elegien

"alles Geld der Skopaden, die edle Gesinnung des Kimon und die Siege, die sich Agesilaos erwarb."

Der Spartaner Lichas ist, so viel wir wissen, durch nichts anderes unter den Griechen so berühmt geworden, als dadurch, daß er an dem Fest Gymnopaidiai alle Fremden bewirtete; aber Kimons Freigebigkeit übertraf selbst noch die Gastfreiheit und Menschenliebe der alten Athener. Denn diese verteilten, worauf die Stadt jetzt noch mit Recht stolz ist, den ersten Samen der Feldfrüchte unter die Griechen und zeigten allen [Fremden], die dessen bedurften, wo man Quellwasser finden und Feuer anzünden könne. Kimon hingegen machte sein Haus zu einem allgemeinen Speisesaal für seine Mitbürger, er gestattete den Fremden, auf seinen Gütern die Erstlinge der Früchte und alles, was die Jahreszeiten Gutes und Schönes hervorbringen, für sich zu holen und führte sozusagen die in der Mythologie so sehr gepriesene Gemeinschaft der Zeiten des Kronos in das menschliche Leben zurück.

Es fehlte freilich nicht an Leuten, die dies als Schmeicheleien und Kunstgriffe auslegten, die Gunst der Menge zu gewinnen; aber diese wurden durch die übrigen Grundsätze des Mannes, die ganz aristokratisch und lakedaimonisch ausgerichtet waren, hinlänglich widerlegt. Denn er trat mit Aristeides dem Themistokles energisch entgegen, als dieser die Gewalt des Volkes über Gebühr erweitern wollte, und geriet auch nachher mit Ephialtes in einen hitzigen Streit, weil dieser dem Volk zu Gefallen den areopagitischen Senat einschränkte.

Obwohl er sah, daß alle, Aristeides und Ephialtes ausgenommen, Unterschleife machten und sich an den öffentlichen Geldern bereicherten, hielt er sich doch in seinen Amtern von aller Bestechung und Veruntreuung rein und bewies sich bis an sein Ende bei allem, was er tat oder sagte, höchst uneigennützig, wovon man unter anderem folgendes Beispiel anführt: Ein gewisser Perser, namens Rhoisakes, der von seinem König abgefallen war, kam mit vielen Reichtümern nach Athen, nahm, da er sich von falschen Ratgebern verfolgt sah, seine Zußucht zu Kimon und setzte vor dessen Haustüre zwei Schalen, wovon die eine mit silbernen, die andere mit goldenen Dareiken angefüllt war. Kimon lächelte, als er dies sah und fragte den Mann, ob er lieber einen Diener oder einen Freund haben wolle, und als dieser antwortete, lieber einen Freund, erwiderte er: "Dann nimm alles wieder mit; denn da ich dein Freund bin, werde ich davon Gebrauch machen, sobald ich es nötig habe."

11. Die Bundesgenossen leisteten zwar ihre Geldbeiträge immer pünktlich, stellten aber nicht mehr die ihnen vorgeschriebenen Mannschaften und Schiffe, sondern wünschten, des Krieges, den sie für unnötig hielten, überdrüssig, endlich in Ruhe zu leben und ihre Felder zu bebauen, da die Barbaren sich zurückgezogen hatten und sie nicht weiter bedrohten; daher wollten sie weder weiterhin Schiffe ausrüsten noch Truppen abschicken. Die anderen athenischen Feldherren zwangen sie nun mit Gewalt dazu und verhängten über die Säumigen gerichtliche Untersuchungen und Strafen, wodurch sie die Herrschaft der Athener ihnen lästig und verhaßt machten. Kimon hingegen schlug bei seinem Kommando einen andern Weg ein. Er brauchte gegen keinen Griechen Gewalt, ließ sich aber von denen, die nicht selbst Kriegsdienste leisten wollten, Geld und leere Schiffe geben und gestattete den Bundesgenossen gern, daß sie durch Ruhe verführt ihren häuslichen Geschäften oblagen und aus Bequemlichkeit und Unverstand aus tapferen Kriegern feige Ackersleute oder Krämer wurden. Dagegen ließ er die Athener abwechselnd in großer Menge die Schiffe besteigen, härtete sie zum Kriegsdienste ab und machte sie in kurzer Zeit durch die von den Bundesgenossen erhobenen Gelder zu Gebietern derjenigen, die diese Gelder gaben. Denn da die Athener nun ständig auf See waren, die Waffen immer in der Hand hatten und durch den Widerwillen der Bundesgenossen gegen den Kriegsdienst unterhalten und geübt wurden, gewöhnten sich diese nach und nach, sie zu fürchten und ihnen zu schmeicheln und wurden dann, ehe sie sich's versahen, aus Bundesgenossen tributpflichtige Sklaven.


[Zu Lucullus]

37. Bei seiner Rückkehr nach Rom fand Lucullus, daß sein Bruder Marcus eben von Gaius Memmius wegen gewisser Dinge, die er als Quaestor auf Befehl des Sulla getan hatte, angeklagt war. Er wurde zwar freigesprochen, aber Memmius wandte sich nun gegen Lucullus selbst, hetzte das Volk gegen ihn auf und suchte es zu bereden, ihm wegen großer Unterschlagungen und der absichtlichen Verlängerung des Krieges den Triumph zu verweigern. In dieser mißlichen Lage des Lucullus schalteten sich nun die ersten und angesehensten Männer bei den Wahlkörperschaften [hier: Tribus; griech 'phylai'] ein und brachten endlich das Volk durch dringendes und anhaltendes Bitten dahin, daß es ihm den Triumph zugestand.

Dieser Triumph erregte freilich nicht, wie manche andere, viel Aufsehen und Bewunderung durch die Länge des Zugs und die vielen zur Schau getragenen Kostbarkeiten, aber er schmückte doch den Circus Flamininus mit vielen feindlichen Waffen und königlichen Kriegsrüstungen, und der Aufzug war schon eine große Sache. Im Zuge einige gepanzerte Reiter, zehn Sichelwagen und sechzig Räte und Generale der Könige, hundertundzehn lange mit ehernen Schnäbeln versehene Schiffe, eine sechs Fuß hohe goldene Statue des Mithridates selbst und sein mit Edelsteinen besetzter Schild, zwanzig Tragbahren mit silbernen Gefäßen, und zweiunddreißig mit goldenen Bechern, Waffen und Münzen. Alles dies wurde von Menschen getragen; außerdem trugen acht Maultiere goldene Betten, sechsundfünfzig andere waren mit Silberbarren und hundertundsieben mit Silbergeld beladen, welches beinahe zwei Millionen und siebenhunderttausend Drachmen betrug. Zuletzt sah man einige Tafeln mit dem Verzeichnis der Summen, die teils dem Pompeius zu dem Krieg mit den Seeräubern ausgezahlt, teils in die öffentliche Schatzkammer eingeliefert worden waren. Dazu hatte noch jeder Soldat 950 Drachmen bekommen. Zum Schluß gab Lucullus der ganzen Stadt und den umliegenden Dörfern, welche 'vici' genannt werden, ein herrliches Gastmahl.

38. Von der Clodia schied er sich wegen ihres schändlichen und ausschweifenden Lebenswandels und heiratete die Servilia, eine Schwester des Cato, mit der er aber auch keine glückliche Ehe führte. Denn von allen Lastern der Clodia fehlte ihr nur ein einziges: der sträfliche Umgang mit ihren Brüdern; im übrigen war sie ebenso schamlos und ausschweifend wie Clodia. Eine Zeitlang mußte er dies aus Rücksicht gegen Cato mit ansehen, endlich aber verstieß er sie ebenfalls.

Obwohl er beim Senat immer große Hoffnungen erregt hatte, an ihm einen Mann zu bekommen, der sich der Herrschsucht des Pompeius entgegenstellen ließe und die Rechte des Adels mutig verteidigen könnte, weil er in so großem Ruhm und Ansehen stand, so zog er sich doch nun von den öffentlichen Geschäften zurück, sei es nun, daß er die Gebrechen des Staats für unheilbar hielt, sei es, wie einige glauben, daß er von Ruhm gesättigt, nach so vielen Kämpfen und Mühseligkeiten, die eben nicht den glücklichsten Ausgang gehabt hatten, sich einer ruhigen imd gemächlichen Lebensart ergeben wollte. Einige loben ihn wegen dieser großen und außerordentlichen Veränderung, daß er nicht in den Fehler des Marius verfiel, welcher nach den cimbrischen Siegen, nach jenen großen und ruhmvollen Taten, sich nicht mit der Ehre und Bewunderung seiner Mitbürger begnügen und zur Ruhe begeben wollte, sondern noch im Alter mit jungen Männern sich in politische Streitigkeiten einließ und so schreckliche Dinge verübte und noch weit schrecklichere leiden mußte. Auch Cicero und Scipio, sagen sie, würden ein glücklicheres und ruhigeres Alter genossen haben, wenn jener nach der Unterdrückung des Catilina sich zurückgezogen hätte und dieser nach der Bezwingung von Karthago und Numantia abgetreten wäre. Denn auch die politische Laufbahn hat ihr bestimmtes Ziel, und bei Staatskämpfen wird ebensowohl als bei den Kämpfen der Athleten der Mangel an jugendlicher Kraft und Stärke nur gar zu bald fühlbar. Crassus und Pompeius hingegen machten sich über Lucullus tustig, daß er sich dem Vergnügen und der Üppigkeit ergab, als ob es für Männer von diesem Alter weniger schicklich wäre, die Freuden des Lebens zu genießen, als Staats- und Knegsämter zu bekleiden.

39. Das Leben des Lucullus läßt sich daher mit Recht einer alten Komödie vergleichen, worin zuerst Staats- und Kriegsbegebenheiten, hinterher aber Trinkgelage und Schmausereien und gar noch lustige Gelage, Fackelfeste und alle Arten von Spielereien vorkommen. Denn unter die Spielereien rechne ich wenigstens die prachtvollen Bauten, die Anlegung von Galerien und Bädern, und noch mehr die Gemälde und Bildsäulen und andere derartige Kunstwerke, welche Lucullus mit großem Eifer und ungeheurem Aufwand sammelte und worauf er die großen in den Feldzügen erworbenen Reichtümer verschwendete. Selbst jetzt noch, wo doch der Luxus so überhandgenommen hat, werden die lucullischen Gärten zu den prächtigsten unter den kaiserlichen Gärten gezählt. Von eben der Art waren seine Werke an der Seeküste bei Neapolis, wo er Berge über Gewölben aufwarf, Kanäle aus dem Meere zu Fischbehältern um die Wohngebäude herumleitete, und Lusthäuser ins Meer hinaus baute, weswegen der Stoiker Tubero, als er diese Anlagen besah, den Lucullus einen 'Xerzes in der Toga' nannte. Überdies hatte er bei Tusculum angenehme Landhäuser, die mit den schönsten Aussichtsplätzen, mit offenen Sälen und Galerien versehen waren. Pompeius, der einst den Lucullus dort besuchte, tadelte ihn, daß er das Landhaus zwar für den Sommer aufs beste eingerichtet, für den Winter aber unbewohnbar gemacht hätte, worauf ihm Lucullus erwiderte: "Glaubst du denn, daß ich weniger Verstand habe als die Kraniche und Störche, so daß ich meine Wohnung nicht nach den Jahreszeiten verändere?"

Einst bat ihn ein Praetor, der dem Volke prächtige Schauspiele geben wollte, daß er ihm zur Ausschmückung eines gewissen Chors einige Purpurmäntel leihe. Lucullus antwortete, er wolle nachsehen, und, wenn er dergleichen hätte, sie ihm gern geben. Am folgenden Tage fragte ihn Lucullus, wie viele er nötig hätte, und als der Praetor sagte, hundert würden schon hinreichend sein, ließ er ihm zweimal so viele geben. Dabei macht der Dichter Flaccus die Bemerkung: er halte das eben noch für keinen Reichtum, wo des Übersehenen und Vergessenen nicht mehr wäre, als dessen, was vor Augen liegt.

40. Übrigens herrschte an der Tafel des Lucullus, wie es bei schnell erworbenem Reichtum gewöhnlich der Fall ist, alle Tage eine außerordentliche Pracht und Verschwendung, nicht nur an purpurnen Lagerdecken, an goldenen mit Edelsteinen besetzten Trinkgefäßen, an Schauspielen und Konzerten, sondern auch an den mancherlei, auf die kunstvollste Art zubereiteten Gerichten und Leckerbissen, wodurch er sich bei der breiten Masse Bewunderung verschaffte. Daher wurde es dem Pompeius sehr gut ausgelegt, daß er, als ihm der Arzt in einer Krankheit einen Krammetsvogcl verordnete, und seine Bedienten versicherten, solche Vögel wären jetzt im Sommer nirgends aufzutreiben als bei Lucullus, der sie füttern ließe, durchaus keinen von dort zu holen erlaubte, sondern zum Arzte sagte: "Also, wenn Lucullus nicht schwelgte, könnte Pompeius nicht leben?" und ihm befahl, etwas anderes zu bereiten, das leichter zu beschaffen wäre.

Cato war zwar ein Freund und Verwandter des Lucullus, aber er mißbilligte dessen schwelgerische Lebensart so sehr, daß er einst im Senate, als ein junger Mann zur Unzeit eine langweilige Rede über Frugalität und Mäßigkeit hielt, aufstand und sagte."O höre endlich einmal auf! Du bist so reich wie Crassus, lebst wie Lucullus und sprichst wie Cato." Naeh einigen soll dies nicht von Cato, sondern von einem anderen gesagt worden sein.

41. Daß indessen Lucullus an dieser Lebensart nicht nur Vergnügen fand, sondern auch noch damit prahlte, sieht man aus versehiedenen Anekdoten, die von ihm erzählt werden. Man erzählt nämlich, er habe einige Griechen, die nach Rom gekommen waren, viele Tage nacheinander bewirtet. Diese, Leute von echter griechischer Gesinnung, schämten sich endlich und schlugen eine weitere Einladung aus, da sie meinten, daß um ihretwillen täglich so großer Aufwand gemacht würde. Aber Lucullus sagte lächelnd zu ihnen:"Etwas davon geschieht wohl um euretwillen, ihr guten Griechen, das meiste jedoch um des Lucullus willen." Als er einmal allein speiste und für ihn nur ein Gedeck und eine spärliche Mahlzeit aufgetischt war, wurde er zornig, ließ den Sklaven rufen, der die Aufsicht führte, und machte ihm Vorwürfe. Als dieser sieh damit entschuldigte, er habe geglaubt, daß Lucullus heute keine so üppige Mahlzeit verlange, da niemand eingeladen sei, rief er: "Was? Wußtest du nicht, daß Lucullus heute bei Lucullus speist?"

Bald nach diesem Vorfall, von dem natürlich in der Stadt viel gesprochen wurde, kamen Cicero und Pompeius auf dem Markt, wo er müßig herumging, auf ihn zu. Cicero war einer seiner besten und vertrautesten Freunde, und obgleich Pompejus mit ihm wegen des Feldzuges in Asien manche Auseinandersetzung gehabt hatte, lebten doch beide jetzt in ziemlich gutem Einvernehmen und sprachen oft miteinander. Cicero begrüßte ihn und fragte, ob es ihm wohl recht wäre, wenn sie ihn besuchten? Als er antwortete, es wäre ihm sehr recht, und sie zugleich höflichst einlud, versetzte Cicero: "Nun gut, wir wollen heute bei dir speisen, aber so, wie die Mahlzeit für dich bereitet ist." Als Lucullus Schwierigkeiten machte und den folgenden Tag vorschlagen wollte, erklärten sie sich damit nicht einverstanden und ließen ihn auch nicht mit einem seiner Diener spechen, damt er nicht mehr als die für ihn bestimmten Gerichte bestellen könne. Nur so viel erlaubten sie ihm auf seine Bitten hin, einem der Bedienten in ihrer Gegenwart zu sagen, daß er heute im 'Apollo' speisen wolle. Diesen Namen führte eines der kostbarsten Zimmer, und eben dadurch hinterging er die Männer, ohne daß sie es merkten. Denn für jedes Speisezimmer war der Wert der Mahlzeit festgesetzt, und jedes hatte sein besonderes Geschirr und seine besondere Ausstattung, so daß die Bedienten, wenn sie nur hörten, wo er speisen wolle, gleich wußten, wie hoch sich der Aufwand belaufen und mit welchen Anstalten und Anordnungen die Mahlzeit gegeben werden solle. Im 'Apollo' aber pflegte er immer mit einem Aufwand von fünfzigtausend Sesterzen zu speisen. Diese Summe wurde auch diesmal ausgegeben, und Cicero und Pompeius setzten neben dem ungeheueren Aufwand noch die Schnelligkeit der Zubereitung in Erstaunen. Hierin machte nun freilich Lucullus von seinem Reichtum, der im Grunde weiter nichts als eine den Barbaren abgenommene Kriegsbeute war, einen ziemlich übermütigen Gebrauch.

42. Dagegen verdient sein Aufwand für Bücher immer Lob und Beifall. Denn er kaufte viele schön geschriebene Bücher zusammen, und der Gebrauch, den er davon machte, war für ihn noch rühmlicher als der Besitz, da seine Bibliothek jedermann offenstand, und in den dabei befindlichen Galerien und Studierzimmern die Griechen freien Zutritt hatten, welche sich auch gern von anderen Geschäften losrissen, um dort, wie in einem Musensitze, zusammenzukommen und den Tag miteinander hinzubringen. Er selbst fand sich oft in den Galerien ein und unterhielt sich entweder mit den Gelehrten oder unterstützte Staatsmänner in ihren Angelegenheiten, wenn sie ihn darum baten. Überhaupt war sein Haus für alle, die nach Rom kamen, ein Zufluchtsort und eine Art von griechischem Prytaneion. Er war im allgemeinen ein großer Freund der Philosophie und im Grunde keiner der verschiedenen Schulen abgeneigt. Eine besonders große Liebe und Neigung aber hatte er gleich von Anfang für die 'Akademie', nicht für die sogenannte 'neue', obgleich sie damaIs von Philo über Karneades Schriften sehr verbreitet worden war, sondern für die 'alte', welche in jenen Zeiten an Antiochos von Askalon einen geschickten und beredten Vorsteher hatte. Um die Freundschaft dieses Antiochos bewarb sich Lucullus mit großem Eifer, er machte ihn zu seinem ständigen Gesellschafter und stellte ihn den Schülern des Philo entgegen. Zu ihnen gehörte auch Cicero, welcher für diese Schule ein sehr gelehrtes Buch schrieb, worin er den Lucullus die Lehre der alten Akademie verteidigen läßt, er selbst aber deren Widerlegung übernimmt. Diese Schrift führt den Titel 'Lucullus'. Beide waren übrigens gute Freunde und hatten dieselben politischen Ansichten.

Lucullus hatte sich nämlich noch nicht ganz von der Politik zurückgezogen, sondern nur vorläufig den Ehrgeiz und den Kampf um das größte Ansehen und den bedeutendsten Einfluß im Staat dem Crassus und Cato überlassen, weil er wohl einsah, daß damit manche Gefahr und Kränkung verbunden war. Diese beiden Männer wählte die Partei, welche die Macht des Pompeius fürchtete, zu Beschützern und Verteidigern des Senats, da Lucullus auf diesen Vorzug Verzicht leistete. Er ging aber noch auf den Markt, um seinen Freunden beizustehen, und erschien auch oft im Senat, wenn eine Machenschaft oder eine ehrgeizige Absicht des Pompeius hintertrieben werden sollte. So hob er die Verordnungen, welche jener nach Besiegung der Könige in Asien erlassen hatte, wieder auf, und verhinderte es mit Hilfe Catos, daß sein Vorschlag, gewisse Ländereien unter seine Soldaten zu verteilen, durchging. Daher nahm nun Pompeius seüie Zuflucht zu der Freundschaft mit Crassus und Caesar, oder vielmehr zu einer Verschwörung mit ihnen, füllte die Stadt mit bewaffneten Soldaten und erzwang die Bestätigung seiner Verordnungen, nachdem er Cato und Lucullus vom Markte weggejagt hatte.

Da die redlichsten Männer über diese Vorfälle sehr ungehalten waren, führten die Pompejaner einen gewissen Vettius vor, mit der Behauptung, sie hätten ihn bei einem Mordanschlage gegen Pompeius ergriffen. Bei dem Verhör klagte dieser Mensch im Senat mehrere Männer an, vor dem Volk aber nannte er Lucullus, als wenn er von ihm angestellt worden wäre, Pompeius zu ermorden. Niemand achtete aber auf diese Aussage, und man durchschaute es gleich, daß der Mensch zur Verleumdung des Lucullus von den Anhängern dcs Pompeius gedungen worden war. Wenige Tage danach hellte sich die Sache noch mehr auf, als man den Leichnam des Vettius vor dem Gefängnis liegen fand. Man gab zwar vor, daß er sich selbst umgebracht habe, aber die Merkmale von Erdrosselung und Schlägen, die er an sich hatte, verrieten, daß er gerade von denen, die ihn angestellt hatten, getötet worden war.

43. Dieser Vorfall bestärkte Luenllns noch in seinem Vorhaben, am politischen Leben nicht mehr teilzunehmen, und als Cicero aus der Stadt verbannt und Cato nach Cypern abgeschoben wurde, zog er sich ganz aus dem öffentlichen Leben zurück. Cornelius Nepos berichtet, Lucullus sei nicht an Altersschwäche noch an irgendeiner Krankheit gestorben, sondern an Gift, das ihm einer seiner Freigelassenen namens Kallisthenes eingegeben habe; dieser habe ihm in der Absicht, sich seiner Liebe mehr zu versichern, einen Trank gereicht, dem man dergleichen Wirkung zuschrieb, der aber Lucullus seines Verstandes so sehr beraubte, daß noch zu seinen Lebzeiten sein Bruder das Vermögen verwalten mußte. Seinen Tod betrauerte das Volk nicht weniger, als wenn er auf dem Gipfel seiner Macht als Feldherr und Staatsmann gestorben wäre. Es lief zusammen und wollte den Leichnam, der von den edelsten Jünglingen auf den Markt getragen worden war, mit aller Gewalt auf dem Marsfelde beerdigen, wo auch Sulla begraben lag. Da aber niemand daran gedacht hatte und die Vorbereitungen dafür nicht so schnell verwirklicht werden konnten, erreichte sein Bruder durch Bitten und Vorstellungen endlich die Erlaubnis des Volkes, ihn auf seinem Landgut in Tusculum, wo schon die nötigen Anstalten getroffen waren, zu beerdigen. Doch auch dieser Bruder, der ihm zeitlebens seine große Bruderliebe erwiesen hatte, überlebte ihn nicht lange und war wie an Alter und Ruhm auch in der Zeit des Todes ihm nahe.


[Vergleich des Kimon mit Lucullus]

1. Am meisten verdient wohl Lucullus wegen seines Endes glücklich gepriesen zu werden, da er noch vor jenen Staatsunruhen starb, welche das Verhängnis jetzt schon durch Bürgerkriege vorbereitete, und in einem zwar mit vielen Gebrechen behafteten, aber doch noch immer freien Vaterlande sein Leben beschloß. Dies ist das vornehmste, was er mit Kimon gemein hat. Auch dieser starb vor dem Ausbruch der Zerrüttung Griechenlands, als dieses noch in voller Blüte stand, und zwar als Feldherr und im Lager, bei vollen Kräften, ohne sich dem Müßiggange zu ergeben oder Schmausereien und Gelage zur Belohnung seiner Kriegsdienste, Feldzüge und Siegeszeichen zu veranstalten, so wie Platon sich über Orpheus lustig macht, welcher behauptet, für die, welche gut gelebt haben, sei in der Unterwelt ein ewiger Rausch zum Lohne bestimmt. Wahr ist es, Muße, stille Ruhe und Beschäftigung mit den Wissenschaften, die sowohl Vergnügen als Bildung spendet, ist für einen alten Mann, der seine Kriegs- und Staatsämter niedergelegt hat, immer die anständigste Erholung; aber die Sinneslust zum letzten Zweck seiner rühmlichen Taten machen und nach so vielen Feldzügen und Kriegstaten das restliche Leben nur den Leben den Festen der Liebesgöttin, dem Schwelgerei und Üppigkeit zu widmen, dies schickt sich wahrlich nicht für die so gerühmte Akademie und verrät einen Mann, der nicht den Xenokrates zum Vorbild nimmt, sondern sich zu den Grundsätzen Epikurs bekennt. Das seltsamste dabei ist, daß auf die entgegengesetzte Weise der eine in seiner Jugend liederlich und ausschweifend, der andere aber sittsam und tugendhaft gelebt hat. Derjenige hat also den Vorzug, der vom schlechteren zum besseren übergeht, weil der immer den besseren Charakter hat, bei dem das Böse alt und schwach wird, das Gute aber zu Kräften kommt.

Beide waren auf gleiche Weise reich, machten aber von ihren Reichtümern nicht gleichen Gebrauch. Denn mit der Nordmauer der Akropolis, die mit dem von Kimon eingebrachten Geld gebaut wurde, darf man doch wohl nicht die Prachtzimmer und mit Wasser umgebenen Lusthäuser bei Neapolis, welche Lucullus von der den Barbaren abgenommenen Beute erbauen ließ, vergleichen, und ebensowenig neben die Tafel Kinions die des Lucullus stellen, neben die gastfreie und menschenfreundliche die verschwenderische eines Satrapen. Denn jene reichte täglich mit geringen Kosten vielen den Unterhalt, diese wurde für wenige Schlemmer mit ungeheurem Aufwande bereitet. Doch vielleicht macht hierin die Zeit einigen Unterschied. Denn es ist immer ungewiß, ob nicht auch Kimon, wenn er nach seinen Taten und Feldzügen zu einem von Kriegs- und Staatsgeschäften freien Alter gekommen wäre, eine noch weit üppigere und im Vergnügen ausgelassenere Lebensart gewählt haben würde, da er ohnehin, wie oben erzählt wurde, als Liebhaber des Trunkes und wegen seines Hanges zum weiblichen Geschlechte eben nicht im besten Rufe stand. Die Erfolge im Krieg und in der Politik gewährten [ihm aber] eine andere Art von Freude. Sie machen [ja], daß ehrgeizige, zu großen Dingen bestimmte Seelen die niedrigen Begierden ganz vergessen, weil sie zu deren Befriedigung keine Zeit haben. Wäre daher Lucullus als Feldherr auf der Höhe seines Ruhmes gestorben, so würde selbst der strengste und tadelsüchtigste Kritiker nichts an ihm auszusetzen finden. So viel von der Lebensart der beiden Männer.

2. Was die Kriegstaten betrifft, so gibt es keinen Zweifel, daß beide sich zu Wasser wie zu Lande als tapfere Helden bewiesen haben. So wie man diejenigen Fechter, welche an einem Tage im Ringen und Pankration zugleich den Siegeskranz davontragen, nach einer alten Gewohnheit außerordentliche Sieger nennt, so hat auch Kimon Griechenland an einem Tage zugleich mit der Trophäe einer Land- und Seeschlacht bekränzt und verdient insofern immer einen gewissen Vorrang unter den Feldherren. Lucullus erhielt den Oberbefehl von seinem Vaterlande, Kimon aber verschaffte ihn dem Vaterlande. Jener fügte zu der Herrschaft Roms über die Bundesgenossen noch die Länder der Feinde hinzu; dieser fand Athen von andern abhängig und bewirkte, daß es nun nicht nur die Bundesgenossen anführte, sondern auch die Feinde überwand, indem er die Perser durch seine Siege zwang, sich vom Meer zu entfernen, und die Lakedaimonier durch seine Überredungskunst dazu brachte, auf den Oberbefehl zur See zu verzichten.

Wenn es ferner die vornehmste Aufgabe eines Feldherrn ist, sich durch Liebe und Achtung Gehorsam zu verschaffen, so muß man sagen, Lucullus wurde von seinen Soldaten verachtet, Kimon aber selbst von den Bundesgenossen verehrt. Von jenem fielen seine eigenen Truppen ab, zu diesem gingen sogar fremde über. Lucullus mußte, von denjenigen verlassen, an deren Spitze er ausgezogen war, zurückkehren; Kimon lief als wirklicher Oberbefehlshaber derjenigen, mit welchen er ausgeschickt worden, um die Befehle anderer zu befolgen, wieder in den Hafen ein, so daß er für sein Vaterland auf einmal drei der schwierigsten Dinge zustande brachte: den Frieden mit den Feinden, den Oberbefehl über die Bundesgenossen und die Eintracht mit den Lakedaimoniern.

Beide wollten große Reiche zerstören und ganz Asien bezwingen, aber beide verfehlten ihren Zweck. Bei dem einen war daran einzig und allein das Schicksal schuld; denn er starb als Feldherr mitten im Laufe seiner Siege. Den andern kann man nicht ganz von eigenem Verschulden freisprechen, es sei nun, daß er die Beschwerden und die Unzufriedenheit der Truppen, woraus ein solcher Haß und Widerwillen gegen ihn entsprang, nicht gekannt oder nichts dagegen unternommen hat. Oder sollte er vielleicht auch darin mit Kimon etwas gemein haben? Denn auch diesen zogen seine Mitbürger vor Gericht und wiesen ihn schließlich sogar aus der Stadt, um, wie Platon sagt, zehn Jahre lang kein Wort von ihm zu hören. Denn Männer mit aristokratischer Gesinnung sind der Menge unsympathisch und ernten selten ihren Dank. Sie brauchen oft gegen sie Gewalt, um sie von ihren Verirrungen auf den rechten Weg zu bringen, und bereiten ihr dadurch Schmerzen, wie die Arzte mit einem Verband, obwohl sie doch dadurch die verrenkten Glieder wieder in die natürliche Lage bringen. Von dieser Schuld sind also beide wohl freizusprechen.

3. Hinsichtlich des Krieges aber hatte Lucullus gar vieles voraus, da er zuerst mit einem römischen Heere über den Tauros ging, über den Tigris setzte, die Königsstädte in Asien, Tigranokerta, Kabera, Sinope und Nisibis, vor den Augen der Könige selbst eroberte und in Asche legte und den Römern alle Länder gegen Norden bis an den Phasis, gegen Osten bis nach Medien und gegen Süden mit Hilfe der arabischen Könige bis an das Rote Meer unterwarf. Er vernichtete die Streitmacht der Könige, und es blieb ihm weiter nichts mehr, als sie selbst gefangenzunehmen, was ihm auch gelungen wäre, wenn sie sich nicht durch die Flucht in Wüsteneien und unzugänglich Wälder gerettet hätten.

Ein sicherer Beweis dafür ist dieses: Die Perser traten sofort wieder gegen die Griechen an, als wenn sie von Kimon wenig oder nichts gelitten hätten und vernichteten deren große Macht in Agypten völlig. Tigranes und Mithridates hingegen machten den Römern nach Lucullus kaum mehr zu schaffen. Der eine war durch die vorhergehenden Kämpfe so geschwächt und von Kräften gekommen, daß er es nicht ein einziges Mal wagte, mit seiner Macht dem Pompeius außerhalb der Verschanzungen unter die Augen zu treten, sondern nach dem Bosporus entfloh und dort starb. Tigranes aber gab sich selbst nackt und unbewaffnet dem Pompeius gefangen, nahm sein Diadem vom Haupte und legte es zu dessen Füßen, indem er mit etwas, was ihm nicht mehr gehörte, sondern schon von Lucullus im Triumphe aufgeführt war, dem Pompeius schmeichelte. Er war wenigstens sehr froh, daß er die Zeichen der königlichen Würde wieder bekam, zum Beweise, daß er sie vorher verloren hatte. Ein größerer Feldherr ist aber doch wohl derjenige, der wie ein Athlet seinen Gegner seinem Nachfolger schwächer in die Hände liefert.

Hierzu kommt noch, daß Kimon die Macht des Königs schon von Themistokles, Pausanias und Leotychidas durch schwere Niederlagen und unaufhörliche Rückzüge geschwächt und den Stolz der Perser sehr gedemütigt fand; daß er also bloß den Überwundenen auf den Nacken trat und die Körper solcher Feinde, deren Seelen schon bezwungen waren, vollends zu Boden streckte. Lucullus hingegen hatte mit Tigranes zu kämpfen, einem Fürsten, der in so vielen Schlachten immer unbesiegt geblieben war und eben deswegen einen stolzen Mut besaß. Auch bezüglich der Menge können die Feinde, die sich Lucullus entgegenstellten, auf keine Weise mit denen, die von Kimon besiegt wurden, verglichen werden. Nimmt man nun alles zusammen, so ist es immer schwer zu entscheiden, welchem von den beiden Männern der Vorzug gebühren mag. Denn auch die Götter scheinen beiden gnädig gewesen zu sein, da sie dem einen, was er ausführen, dem andern, wovor er sich hüten sollte, anzeigten. Folglich haben beide auch die Stimme der Götter für sich, daß sie tugeudliafte, große und außergewöhnliche Mäuner gewesen sind.


Bearbeitung für das Internet: Christian Gizewski (EP: gizeoebg@linux.zrz.tu-berlin.de)

LV Gizewski SS 2002