Kap. 6: Gottes altes und neues Wort: Abgrenzung, Verbreitung, Verbindung und Neubildung religiöser Glaubensformen in der Antike und später. 

  INHALT

1. Typologische Überlegungen: Abgrenzung, Verbreitung, Verbindung und Neubildung von Religionen und ihre Gründe im Altertum.

2. Die Entwicklung der Religionsformen der biblischen Überlieferung und ihr Austausch mit dem religiösen Umfeld.

3. Die Entwicklung anderer Religionsformen im Alten Orient, in Grechenland und Rom.

4. Die Traditionsstränge aus antiken Formen der Religion in der nachantiken Geschichte und ihre Bedeutung für heutige Formen des Geistes.

5. Literatur, Medien, Quellen.

 

1. Typologische Überlegungen: Abgrenzung, Verbreitung, Verbindung und Neubildung von Religionen und ihre Gründe im Altertum. 

Übung.

 Abgrenzung wahrer von falscher Religion.

Untersuchen Sie die beiden folgenden Texte - Flavius Iosephus, Contra Apionem 2 , 16 - 23 und Paulus, Hebräerbrief, Kap. 8 - 10, unter folgenden Aspekten:

1. Wie stellen beide Autoren die Einzigartigkeit der von ihnen vertretenen religiösen Wahrheit dar und wie grenzen sie sie gegen die geistige Umwelt ab?

2. In welcher Weise zeigt sich die Entwicklung der christlichen aus der jüdischen Religion?

Texte siehe: Uebung_E.

Zur Lösung der Übungsaufgaben: Loesung_E.

 

Die hier zusammengefaßten Vorüberlegungen theoretischer Art beziehen sich auf soziologisch-systemtheoretische, auf ethnologische und auf allgemein-religionswissenschaftliche Diskussionszusammenhänge, die hier nicht ausführlich dargestellt werden können. Es sei dazu auf die unten zu 5. angegebenen Titel hingewiesen.

Religionen lassen sich nicht nur als geistige, sondern auch als soziale Systeme begreifen, d. h. als personenübergreifende Strukturen sozialen Lebens, die das Verhalten der ihnen zugehörigen Menschen nach bestimmten im Vordergrund ihres Wesens und Selbstverständnisses stehenden Sinnbezügen, Zwecken, Interessen zusammenfassen und in bestimmten Traditionen, Verfahrensweisen und Sprachformen organisieren oder sonst regulativ beeinflussen. Auf die Ausführungen zu einer historisch erklärenden Betrachtungsweise von Religionen in Kap_1, Abschnitt 1 zu b) sei insoweit verwiesen. Soziale Systeme setzen zu ihrer Herausbildung generell notwendig Abgrenzungsprozesse voraus, bei denen die erwähnten systemkonstituierenden Momente entweder aus einer Anzahl an sich gegebener Möglichkeiten 'ausgewählt' werden oder sich ohne Auswahlmöglichkeit als nächstliegende Ursachen in einer menschlichen Population auswirken. In beiden Fällen werden Abgrenzungen gegen andersartige Systembildungen des sozialen Lebens objektiv mitgesetzt. Sie treten spätestens dann in Erscheinung, wenn unterschiedliche Systeme miteinander in Kontakt treten oder in Konflikt geraten. Praktisch bedeutet 'Abgrenzung', daß Menschen sich in ihrer Zugehörigkeit zu einem sozialen System von anderen nicht nur objektiv, sondern auch bewußt unterscheiden und abgrenzen. Grenzbildungen dieser Art werden in Konflikten zwischen den Zugehörigen verschiedener sozialer Systeme besonders deutlich. Was die Religionen betrifft, so pflegen sich diese als 'soziale Systeme' über gemeinsamen Gottesvorstellungen und daraus folgenden Formen des Kultus und der Frömmigkeit zu bilden und abzugrenzen. Sie können allerdings auch in enger Beziehung zu Bedürfnissen von Politik- und Herrschaftssystemen, zu ethnischen Traditionen und Selbstbehauptungsinteressen oder zu ständischen und i. w. S. sozialen Traditionen und Ansprüchen stehen und dann in gewissem Umfang auch 'Syb- oder Konnexsysteme' solcher Zusammenhänge mit ihren Abgrenzungen werden. Religiöse Bildungen und ihre Abgrenzungen können also sowohl von eher internen als auch von eher externen Momenten beeinflußt werden.

Für die Erklärung religionsgeschichtlicherVorgänge haben solche Erwägungen zwar nur eine abstrakte, modellhaft darstellende Bedeutung. Aber sie machen gerade deshalb eine wichtige - und angesichts des üblichen, den zeitlosen Charakter ihrer religiösen Wahrheit unterstreichenden Selbstverständnisses von Religionen wie z. B. des Judentums oder des Christentums keineswegs selbstverständliche - generelle Feststellung für die Religionsgeschichte der Antike plausibel: Die Komplexität, die größere Zahl und die historische Variabilität der Momente, die zur 'Bildung 'von Religionen als Sozialsystemen führen, führt auch in der Antike in allen Fällen prinzipiell zu ihrer ständigen 'Umbildung'. Geht man davon aus, daß religiöse Denk- und Vorstellungsweisen - wie das Sprechen, die Phantasie, das Abbilden oder die Traditionsbindung - zu einem Komplex dem Menschen als Gattungswesen dispositionell innewohnender, aber formbarer Grundmuster geistigen Verhaltens gehört, so ist es bei einer historischen Betrachtung ebenso möglich wie nötig, neben den länger währenden Prägungen und Traditionen religiösen Verhaltens seine - in historischer Perspektive gesehen - ständigen Veränderungen und ihre Momente gleichgewichtig zu berücksichtigen.

Zu den auch allgemeinhistorisch auffälligeren und wichtigeren Veränderungen religiösen Lebens gehören die Ausbreitung von Religionen (wie z. B. des Christentums, des Buddhismus oder des Islam), die Verbindung religiöser Vorstellungen verschiedenen Ursprungs in einem religiösen System (wie z. B. hellenistischer, römischer und iranischer Religionselemente mit jüdischen im Christentum oder christlicher, jüdischer und arabischer Elemente im Islam) und die Neubildung religiöser Systeme, díe sich zumeist mit einem bewußt vollzogenen Ausscheiden aus älteren religiösen Systemzusammenhängen verbindet (wie z. B. bei der zoroatrischen Form der iranischen Religion, bei dem Aton-Kult im 'Neuen Reich' Ägyptens unter Echnaton oder beim Christentum). Veränderungen dieser Art pflegen in direktem oder indirektem Wirkungszusammenhang mit größeren politischen und allgemeinkulturellen Veränderungen zu stehen (wie z. B. die Verbreitung des Christetums im römischen Reich mit seiner spätantiken Etablierung als römischer Staatsreligion oder die Verbreitung des Isalm mit der Etablierung islamischer Herrschaftssysteme, die das byzantinische Reich territorial erheblich reduzieren). Die relativ wenigen prominenten Beispiele solcher Veränderungen sollten aber nicht vergessen machen, daß andere minder bekannte dieser Art in den religionsgeschichtlichen Quellen vielfältig hervortreten. Ferner setzen größere und merkliche Veränderungen in der Regel kleinere voraus, die sich weniger merklich, aber doch wahrnehmbar und öfters allgemeinhistorisch ebenfalls bedeutsam, etwa in religionsinternen Schwerpunktänderungen und Parteibildungen abzeichnen, bevor es zu dem bekannteren Phänomenen der Religionsentwicklung kommt (wie z. B. bei den Parteibildungen des Judentums in hellenistischer Zeit vor Ausbildung des Christentums oder in der ganz allmählichen Abtrennung des Christentums von Judentum, die erst am Ende des 1. Jhts. n. Chr. vollzogen ist).

2. Die Entwicklung der Religionsformen der biblischen Überlieferung und ihr Austausch mit dem religiösen Umfeld.

Im folgenden können nur einige thesenartige Bemerkungen zu den angesprochenen, wissenschaftlich im einzelnen schwierig zu entscheidenden Fragen einer religiösen Entwicklung und Dynamik der biblisch basierten Religionsformen gemacht werden.

Es gab eine Zeit, in der es die biblisch bekunderten Formen der Jahwe-Religion noch nicht gab. Die biblische Überlieferung ihrerseits läßt die anzunehmenden frühen Formen der Jahwe-Religion, die in der zweiten Hälfte des 2. Jahrtausends vor Christus ihren Anfang gehabt haben dürften, nur in undeutlichen Formen erscheinen. Annahmen über sie sind hypothetisch und stützen sich vor allem auch auf die archäologischen Befunde über Heiligtümer im vorisraelitischen Palästina sowie auf die allgemeine und die religiöse Geschichte des 'Neuen Ägyptischen Reiches', zu dessen Einflußsphäre der Bereich Palästinas zu seiner Zeit zumeist gehörte. Hat man, worauf die Überlieferung des Exodus-Buches der Bibel hinweist, in dieser Zeit die Entstehung eines Bundes-Kults mehrerer nomadischer oder halbnomadischer Stämme anzunehmen, aus denen sich das spätere Volk Israel entwickelte, so ist auch anzunehmen, daß sich in ihm religiöse Anschauungen (etwa über Himmelsgottheiten wie den kannaanitischen Gott El) und kultisches Brauchtum (z. B. über lokale Heiligtümer) kanaanäisch-altsemitischer Herkunft mit Elementen ägyptischer Theologie (etwa des Re-Kultes) und ägyptischer Riten (z. B. der Beschneidung) zusammenfanden und zugleich notwendigerweise eine Abgrenzung zu den Herkunftsbereichen dieser religiösen Elemente stattfand. Eine solche Abgrenzung könnte sich u. a. auch darin vollzogen haben, daß Heiligtümer, die zumindest in der Zeit vor einer israelitischen Bundesbildung auch von kanaanitischen Völkern genutzt wurden - wie z. B. die von Sichem (12, 6 f.), Bethel (Gen. 12, 8; 28, 10 ff.) oder Beerseba (Gen. 21, 22 ff.) - vielleicht alsbald nach einer israelitischen Landeseroberung, vielleicht aber auch erst im Zusammenhang mit einem in der 'Richterzeit' stattfindenden stärkeren Zusammenwachsen der israelitischen Stämme ausschließlich für einen sich schärfer ausprägenden Jahwe-Kult in Anspruch genommen wurden; auch entstehen für den Bereich des israeltischen Bundes kultische Vororte wie zunächst Gilgal und später Silo.

Eine zweite größere Veränderung der Jahwe-Religion tritt mit der Begründung des jüdisch-irsraelitischen Gesamtkönigreichs durch Saul, David und Salomo und später durch dessen Zerfall in ein Königreich Juda und ein Königreich Israel ein. Die Heiligtümer der Vororte dieser Königreiche erhalten damit eine besondere Bedeutung vor den anderen, und nach der Reichstrennung beginnen auch die Kultformen des Jahwekults im Nord- und im Südreich sich auseinanderzuentwickeln. Während der Jerusalemer Tempelkult im Südreich maßbgeblich und dort noch vorhandenen anderen Jahwe-Heiligtümer (wie Hebron und Tekoah) in ihrer Bedeutung verdrängt, halten sich im Nordreich bis zu dessen Ende im Jahre 722 v. Chr. neben dem zentralen Heiligtum von Sichem andere Heiligtümer (Bethel, Silo, Ophra, Dan); aus der Sicht des Jerusalemer Tempelkults erscheinen diese Kultformen des Nordens darüberhinaus, wie die 'Chronik'-Bücher der Bibel besonders deutlich machen, oft als unzulässige Vermengung des Jahwe-Kults mit den religiösen Gewohnheiten der Nachbarvölker. In dieser religionsgeschichtlichen Epoche gibt es auch ein Nebeneinander loyal-staatskultischer, 'nationalreligiöser' und priesterlich- oder prophetisch-'herrschaftskritischer' Tendenzen der Jahwe-Religion. Das Letzte zeigt etwa sich etwa an der Bedeutung , die die weithin 'herrschafts- und gesellschaftskritischen' Bücher der 'Propheten' in der Bibel erhalten haben. Auch ein historisches Ereignis wie die aus Priesterkreisen hervorgehende Religionsreform des Königs Josia i. J. 622 c. Chr. macht das deutlich.

Mit der seit dem 8. Jht. intensivierten Einflußnahme der großen Nachbarmächte - Assyriens, später Babyloniens, gelelegentlich Ägyptens und schließlich des Achämenidenreichs - auf den Bereich Palästinas ändern sich erneut auch die Rahmenbedingungen für die Religionsentwicklung dort. Assyrische und babylonische Gefangenschaft führen zu einem Aufhören spezifisch staatskultischer Elemente der Jahwe-Religion im Gebiet des vormaligen Nord- bzw. Südreichs. Die Bereitschaft der dort verbliebenen, fremder Herrschaft unterstellten Bevölkerung und erst recht der in fremde Gegenden abgeführten Bevölkerungsteile zum Synkretismus soll zwar nach der biblischen Überlieferung im ganzen gering sein, doch finden sich in einigen biblischen Büchern deutlich verschiedene Elemente der im mesopotamischen Bereich üblichen gemeinreligiösen Traditionen wie (z. B. die 'Sintflut-Legende' des Gilgamesch-Epos im 1. Buch Mose) wieder und lassen darauf schließen, daß auch in Kerbereichen der Jahwe-Religion eine gewissen Anpassung erfolgt. Besonders gilt das für die den Juden prinzipiell wohlgesonnene achämenidische Herrschaft und ihre Religion, auf die sich etwa die eschatologischen Komponenten innerhalb des Spektrums jüdischer Frömmigkeit nach dem babylonischen Exil zurückführen lassen.

Parallel zu einem gewissen Synkretismus prägen sich in diesre Epoche allerdings auch herrschafts- und generell 'welt'-ferne Rechtgläubigkeitstendenzen innerhalb der pharisäischen jüdischen Religiosistät aus, die sich deitlich von politisch-prakitschen Anpassungstendenzen herrschaftsnaher Priesterkreise oder volkstümlich-synkretistischen Religionsgewohnheiten (etwa im Bereich Samarias) abgrenzen. Die dadurch begründeten Frontstellungen werden in den Makkabäer-Kriegen des 2. Jhts. v. Chr. aktualisiert und dauern über die hellenmistische Epoche bis in die Zeit der römischen Vor- und Reichsherrschaft an. Die zur Zeit der Entstehung des Christentums im Spektrum israelitisch-jüdischer Religionstradion stehenden religiösen Tendenzen - die sadduzäisch-traditionelle, die pharisäische, die 'nationalreligiös'- zelotische und die samaritanische - lassen darüber hinaus erkennen, daß die innere Differenzierung dort- mit entsprechenden Konflikt- und Verselbständigungstendenzen - sehr weit geht. Die Entstehung des Christentums - als einer populären, von jüdischen, aber auch iranischen und hellenistischen Religionstraditionen geprägten Religionsform - im Bereich Judäas und seine Verbreitung zunächst im Rahmen der jüdischen Auslandsgemeinden macht darüber hinaus eine gewissen objektive Offenheit der Entwicklung jüdisch-israelitischer Religionstraditionen zu dieser Zeit deutlich.

Nach der Niederschlagung des jüdischen Aufstands der Jahre 66 - 68 (71) n. Chr. verliert der Jerusalemer Tempelkult und damit der Sadduzäismus ebenso seine Bedeutung wie ein nationalreligiöser Zelotismus; diese Entwicklung wird nach dem niedergeworfenen Bar-Kochba-Austand d. J. 132 - 135 n. Chr. bekräftigt. Aus dem Spektrum der israelitisch-jüdisch- religiösen Tradition bleiben die samaritanische, die pharisäische und solche übrig, die man - wie das Christentum - als in gewissem Umfang synkretistisch begreifen kann. Diese Richtungen entwickeln sich - unter Berufung auf die biblische Überlieferung - seit dem Ende des Jahrhunderts religiös-organisatorisch selbständig voneinander weiter und bilden dabei jeweils ihren eigenen Kanon heiliger Schriften und eigene theologische Denkformen aus.

Für das Christentum und - in geringerem Maße - für das rabbinische Judentum sind in den folgenden Jahrhunderten weitere tiefreichende Tendenz- und Parteibildungen bekannt geworden. Bei dem bis in die Spätantike lebendig bleibenden Samaritanismus darf ähnliches vermutet werden; doch ist wenig darüber bekannt. In den vielfältigen theologisch-dogmatischen Auseinandersetzungen innerhalb des neuentstandenen Christentums zwischen verschiedenen, sich auf Christus berufenden Richtungen wirkt sich sein 'neuer Charakter', d. h. seine Verankerung auch in den allgemeinen, nicht-spezifisch jüdischen religiösen und philosophischen Denkformen seiner Entstehungszeit aus. Die Abgrenzung kirchlich geprüften und beschlossenen rechten Glaubens nicht nur vom Judentum, sondern auch von von 'Häresien' - z. B. von von 'gnostischen', 'manichäischen' oder 'doketischen' - macht diese gemeinsamen - und auch nach einer Ausscheidung teilweise verbleibendenen - Grundlagen zumeist erst im Nachhinein richtig deutlich, im Falle der genannten Beispiele etwa mit einer Logos-Philosophie und einer Myterienpraxis hellenistischer Tradition , einem kosmisch-dualistischen und eschatologischem Denken iranischer Herkunft oder einer ägyptischen Traditon eines 'vielgestaltigen Henotheismus'.

3. Die Entwicklung anderer Religionsformen im Alten Orient, in Griechenland und Rom.

Insgesamt zeigen die wenigen Ausführungen des vorigen Abschnitts, welches Ausmaß einer historischen Dynamik in der Entstehung, Umbildung, Differenzierung, Beendigung und Neuformierung schon allein die auf einer 'biblischen Überlieferung' beruhenden - sich in ihrer Botschaft und Wahrheit als unbedingt, d. h. als nicht historisch bedingt verstehendenen - antiken Religionsformen aufweisen:

Prinzipiell nichts anderes gilt für andere Religionsformen im Alten Orient, im antiken Griechenland, in den Rechsbildungen der hellenistischen Epochen oder im Stadtstaat Rom und dem von ihm im Laufe der Jahrhunderte gebildeten Römischen Reich. Nirgendwo bleiben sich die religiösen Formen über die Jahrhunderte oder gar Jahrtausende gleich, auch wenn sich die Veränderungen in der Regel langsam vollziehen und auch wenn es gerade im Bereich der Religion zumeist einen ausgeprägten Konservatismus gibt, der auch und gerade auf die Wahrung vieler den Andersgläubigen unwichtig erscheinender Überlieferungen bedacht zu sein pflegt. Die Veränderungen können jedoch unter Umständen einschneidend sein und manchmal nach historischen Maßstäbenauch schnell vor sich gehen. Während die Entwicklungen der biblisch bekundeten und/oder fundierten Religionsformen der Antike uns wegen ihrer bis heute reichenden Wirkungsgeschichte im allgemeinen gut zugänglich und bekannt sind, gilt das nicht in demselben Maße für wichtige andere Bereiche der antiken Religionsgeschichte.Dennoch sind auch deren größere Änderungenzumeist wenigstens in wesentlichen Zügen bekannt oder erschließbar.

Es läßt sich an dieser Stelle zwar nur mit wenigen, aber dennoch ausreichend erhellenden Beispielendas Ausmaß der religiösen Veränderungen in den verschiedenen Regionen und Epochen der Alten Geschichte außerhalb der 'biblischen Welt' verdeutlichen. Im übrigen muß auf die unten zu P.5 angegebene weiterführende Literatur verwiesen werden.

In der Religionstradition Mesopotamiens etwa wird die dort kulturell so bestimmende Anfangsform der sumerischen Götterwelt im Zusammenhang mit der Entstehung des Reiches von Akkade (um 2300 v . Chr.) überlagert von einer Schicht neuer Himmelsgötter (Schamasch, Sin, Ischtar), die der semitischen Erobererdynastie zuzurechnen sind. - Der in Kap. 1 und Kap. 4 dieses Skripts und erörterte 'Codex Hammurabi' macht in seinem Einleitungsteil hinreichend deutlich, welches Ausmaß kultischer Veränderungen mit der Ausweitung der Herrschaft Hammurabis im gesamten mesopotamischen Bereich vollziehen: so etwa in der Hervorhebung der Rolle Babylons als neuen Kultzentrums dieses Bereichs und Sitz des neuen oberen Gottes und Reichsgottes Marduk.

In der ägyptischen Religionsgeschichte gibt es vom Alten Reich des 3. Jahrtausends v. Chr. bis zum Neuen Reich der zweiten Hälfte des 2. Jahrtausends v. Chr. einen mehrfachen Wechsel der reichskultischen Vororte (Memphis, Theben, Echet Aten / Tell el Amarna), die sich mit Veränderungen der dominierenden Reichsgöttergruppen und -vorstellungen verbinden. - Die theologischen Kontroversen und Veränderungen selbst innerhalb der jeweils begründeten staatskultischen Rahmenbedingungen sind erheblich und oft gut bekundet.- Die Einführung des monotheistischen Aton-Kultes unter Bruch mit der bis dahin geltenden Religionsordnung durch den Pharao Amenophis IV. / Echnaton (1370 - 3152 v. Chr.) und seine Abschaffung unter seinen Nachfolgern ist ein bekanntes Beispiel einerseits für das Nebeneinander und die Verschiedenartigkeit tiefrreichender Strömungen religiösen Denkens,andrerseits für die Möglichkeit schnell eintretender religiöser Veränderungen, insbesondere bei herrschaftlicher Förderung. - In der Zeit der Fremdherrschaft über Ägypten nach dem Ende des 'Neuen Reiches', insbesondereder assyrischen, der persischen und schließlich der hellenistischen (ptolemäischen) kommt es zu verschiedenartigen synkretistischen Neuerungen religiösen Denkens in Ägypten: ein Beispiel dafür ist die Verbindung der griechisch-religiösen Vorstellungen von Zeus, Dionysos und Aesculap mit den tarditionell-altägyptischen des Osiris und des Apis in der durch die Ptolemaios I. (304 - 284 v. Chr.) eingeführten Gestalt des oberen Reichsgottes 'Serapis', der in einem Heiligtum in der neugegründeten Hauptstadt des Ptolemäer-Reiches Alexandria, dem Serapeum, verehrt wurde, das gleichzeitig ein Bildungszentrum mit großer Bibliothek wurde. 

Büste des Serapis, entsanden in ptolemäischer Zeit, Fundort Alexandria, Standort: Griechisch-römisches Nuseum, Alexandria. Photo entnommen aus: Manfred Lurker, The Gods and Symbols of Ancient Agypt. An Illustrated Dictionary, New York 180, ND 1992, S. 107.

Im iranischen Bereich der Alten Geschichte etwa vollzieht sich zu einem nicht genau datierbaren Zeitpunkt, der zwischen dem 10. und dem 6. Jht. v. Chr. anzunehmen ist, eine dem Religionsstifter Zarathustra zugeschrieben Reform des traditionellen Glaubens der dortigen iranischen Völkerschaften indogermanischer Herkunft. - Neben der prinzipiell monotheistischen, aber von einer dualistischen Gut-Böse-Kosmologie geprägten, streng ethischen und eschatologischen Zarathustra-Religion bestehen die traditionellen Glaubensformen aber weiter und sind auch Grundlage mancher späterer Sonderentwicklungen wie etwa des 'Mithras'-Kultes oder synkretischtischer Religionsphänomene wie des 'Manichäismus'.

Für die Religionswelt des antiken Griechenland läßt sich in der Gruppe der klassischen 12 olympischen Götter eine Verbindung ursprünglich nicht zusammengehöriger Gottesvorstellungen unterschiedlicher Tradition rekonstruieren. 'Athene' etwa dürfte der mediterranen Tradition vor den indogermanischen Einwanderungen des 2. Jts. zuzurechnen, 'Zeus' dagegen indogermanischen Ursprungs sein. Eine Komposition der 12er-Gruppe dürfte erst im 1. Jahrtausend v. Chr. zu der bei Homer bekundeten Gestalt geführt haben. - In archaischer Zeit kommt es zu weiteren wichtigen Neuerungen wie z. B. der Einführung gemeinsamer Heilgtümer und Spiele (Olympia, Delphi) griechischer Stämme oder der Einführung des Dionysos-Kults in Athen (6. Jht. v. Chr.). - Für die spätere Entwicklung markieren die Übernahme orientalisch-astrologischer Vorstellungen in griechisches Religionsdenken (Pythagoras) und die Entwicklung antimythologisch konzipierter Formen der Religionsphilosophie (Aristoteles) wichtigere Veränderungen. - Seit dem 4. Jht. v. Chr. und insbesondere zur Zeit der hellenistischen Reichsbildungen sind es die in Griechenland bis dahin völlig traditionswidrigen, seit Alexander im wesentlichen wohl ägyptisch geprägten Formen des religiösen Herrscherkults, die eine wesentliche Veränderung religiösen Denkens indizieren.

Über die Religionsgeschichte der Stadt Rom und ihres späteren Reiches läßt sich für die archaische Zeit in groben Umrissen eine Komposition ursprünglich nicht zusammengehöriger indogermanischer und etruskischer (altmediterraner) Religionsvorstellungen rekonstruieren, bei der etwa von der zur etruskischen Königszeit eingeführten kapitolinischen Trias Iuppiter der indogermanischen, Iuno, Minerva und die Trias-Konzeption selbst der etruskischen Tradition zuzurechnen sind; Mars und Ops - nicht-etrsukischen Ursprungs und ursprünglich mit Jupiter gemeinsam verehrt - treten nach der Reform der Königszeit in ihrer staatskultisch-religiösen Bedeutung gegenüber der neuen Trias zurück. - In späterer Zeit werden aus dem griechsichen Bereich die dortigen Göttervorstellungen teils in verschiedenen ausdrücklichen Übernahmeakten nach Rom übernommen ('di adventicii'; schon im 6. Jht. z. B. Demeter, Dionysos, Kastor und Pollux), teils durch religiöse Interpretation mit eingeführten Göttern (di indigetes) gleichgesetzt; auch viele kultische Gewohnheiten aus dem griechsichen Bereich (religiöse Spiele in Form der Tragödie und Komödie) werden nach Rom übernommen.- Eine ausdrückliche Übernahme fremder Götter erfolgt in der republikanischen Zeit Roms mehrfach auf Beschluß des Senats, so etwa auch die Einführung der in manchen Kultelementen der römischen Tradition ganz wiedersprechenden Kybele-Attis-Kults i. J. 204 v. Chr. - zur Zeit des die römische Existenz bedrohenden 2. punischen Krieges, in der in Rom zur Besänftigung des vermuteten Zorns unbekannter Götter manche weitere ungewöhnliche religiöse Maßnahme ergriffen und Neuerung eingeführt wird. - In der römischen Kaiserzeit sind es die hellenistisch geprägten Formen der Diviniserung des Kaisertums (zumindest was die verstorbenen Kaiser betrifft), die wie in Griechenland ursprünglich traditionswidrig sind, welche die Struktur des religiösen Denkens auch tieferreichend verändern. - Ein besonders eindrucksvolles Beispiel einer historisch relativ schnell ablaufenden Veränderung vorherrschender Religionsformen ist die nach den Toleranzedikten d. J. 311 un d131 einsetzende Christianisierung des römischen Staates, die schließlich zu der herrschaftlich-gesetzlichen Festlegung des rechtgläubigen Christentums als Staatsreligion i. J. 380 n. Chr. führt.

4. Die Traditionsstränge aus antiken Formen der Religion in der nachantiken Geschichte und ihre Bedeutung für heutige Formen des Geistes.

Von den antiken Religionen sind die meisten nicht mehr lebendig, auch wenn sich viele von ihnen in wichtigen Zügen historisch rekonstruieren lassen. Als größere Sinneinheiten und Strukturen religiösen Lebens haben sich aus der Antike bis in heutige Zeit die christlichen und die jüdischen Religionstraditionen erhalten. Ihnen kann man mit einer gewissen Berechtigung noch den Islam als eine synkretistische Religionsbildung im Übergang von der Antike zum Mittelalter hinzurechnen, in der jüdische, christliche und altarabische Religionsvorstellungen, wie sie zur Zeit des Religionsgründers Mohammed im 7. Jht. nach Chr. in Arabien nebeneinander bestanden, eine enge Verbindung eingegangen sind. Auch die heute nur noch in minoritärer Form in Indien existierende Religion der 'Parsen', welche während der Verbreitung des Islam im Iran seit dem 7. Jht. die alte zorostrische Religionstradition des Iran wahrte, läßt sich zu dem religiös noch lebendigen Erbe der Antike zählen.

Die verschiedenen christlichen Kirchen ebenso wie die verschiedenen Richtungen des Islam auf der heutigen Welt beruhen auf unterschiedlichen historischen Entwicklungsrichtungen innerhalb eines - jeweils zusammengenommen - weltweiten Verbreitungsgebietes bei Wahrung gewisser grundlegender Gemeinsamkeiten. Auch das Judentum hat eine weltweite Verbreitung erfahren und seit der Antike eine gewisse innere Einheit gewahrt. Christentum und Islam sind in vielen Populationen, in denen sie auftreten, majoritäre Religionsformen. Anderes gilt für die Formen jüdischer Religionstradition, die bis auf den heutigen Staat Israel überall in einer minoritären Stellung sind. Der Parsismus ist eine regionale Religionsform geblieben. An all diesen Traditionssträngen ist - auch wenn man von ihrer Verbreitung und Frequenz in Populationen absieht, ihre lange Dauer und die relative Konstanz eines Kerns ihrer Inhalte beachtlich, welche nicht nur eine Neigung menschlichen Denkens zum Traditionalismus, sondern vor allem die grundsätzliche Bedeutung dieser Formen des religiösen Denkens des Altertums für die religiösen Orientierung späterer Epochen bis heute erweist, und zwar auch in den von ihnen abgeleiteten verschiedenen transformierten Formen neuzeitlich-'säkularer' Ideologien und Glaubensrichtungen. Gleichzeitig zeigt sich auch hier, daß die nachantike religiöse Welt in ständiger Bewegung gewesen ist, schon was ihre Manifestation in öffentlich praktitierten und anerkannten Religionsformen in verschiedenartigen Nachfolggesellschaften der Antike betrifft.

Sogar was insgesamt erschloschene Formen antiker Religion betrifft, laßt sich an durchaus wichtigen Stellen der Religions- und Geistesgeschichte dennoch ein partielles dynamisches Fortwirken nachweisen. Das gilt nicht nur für solche Phänomene wie die Fortwirkung der alten mesopotamischen Religionstradition in der Astrologie, sondern auch für die religionsgeschichtlich immer mitzubeachtenden Formen religionsnaher, ja sogar religionskritischer Philosophie, wie sie im griechischen Bereich entwickelt wurden und späterhin in der europäischen Neuzeit so bewußtseinsbestimmend wurden (dazu Kap. 1 dieses Skripts und Kap.Kap. 4 des Skripts 'Moderne politische Ideenwelt und antike Tradition').

5. Literatur, Medien, Quellen.

 Hinweis auch auf die Angaben des Allgemeinen Verzeichnisses: LitQVerz.htm .

Literatur:

(Generell zur Dynamik der Religionsgeschichte)

Mircea Eliade, Geschichte der religiösen Ideen, Freiburg 1997 3.

Gustav Mensching, Die Religion. Erscheinungsformen, Strukturtypen und Lebensgesetze, Stuttgart 1959.

Max Weber, Religionssoziologie (Typen religiöser Vergeimeinschaftung), in: ders., Wirtschaft und Gesellschaft. Grundriss der verstehenden Soziologie. Studienausgabe, 5., revidierte Auflage, besorgt von Johannes Winkelmann, Tübingen 1972, S. 245 - 381.

Niklas Luhmann, Funktion der Religion, Frankfurt M. 1997.

 

(Zur Dynamik der Religionsentwicklung in Bereich der biblischen Religionen)

R. de Vaux, Das Alte Testament und seine Lebensordnungen, 2 Bde., Freiburg 1960 2 .

H. Stegemann, Die Essener, Qumran, Johannes der Täufer und Jesus, Freiburg 1994.

G. Stemberger. Das klassische Judentum. Kultur und Geschichte der rabbinischen Zeit, München 1979.

J Becker, C. Colpe u. a., Die Anfänge des Christentums. Alte Welt und neue Hoffnung, Stuttgart 1987.

R. Bultmann, Das Urchristentum im Rahmen der antiken Religionen, Düsseldorf 1998 6 .

C. Schneider, Geistesgeschichte der christlichen Antike, 2 Bde., München 1954.

A. (v.) Harnack, Dogmengeschichte, Leipzig 1898.

(Zur Dynamik der Religionsentwicklung außerhalb der israelitisch-jüdischen und der christlichen Religion in der Antike)

H. Kees, Der Götterglaube im alten Ägypten, Berlin 1956 2 .

M. Lurker, The Gods and Symbols of Ancient Egypt, London 1980.

Jan Assmann, Ägypten. Theologie und Frömmigkeit einer frühen Hochkultur, Berlin, Köln 1991 2 .

E. Otto, O. Eisfeldt, H. Otten, M. Moyce, Religionsgeschichte des Alten Orients, in: Handbuch der Orientalistik (Naher und Mittlerer Osten), 8. Bd.: Religion, 1. Abschnitt . in mehreren Teilbänden (Religionsgeschichte Ägyptens. Kanaan- Ugarits. Kleinasiens und Irans, Leiden 1964, 1975 und 1982.

L. Leipoldt. G. Wildengren u. a., Religionsgeschichte des Orients in der Zeit der Weltreligionen, in: Handbuch der Orientalistik, 8. Bd., 2. Abschnitt (Beiträge zum Mithras- Attis-Kybele- und Isis-Osiris-Kult, zum Mandäismus, Manichäismus, zentral-asiatischen Buddhismus, frühen Islam sowie zu den verschiedenen Fntwicklungen des Christentums außerhalb der Orthodoxie'), Leiden 1961. Religionen dieser Zeit), Leiden 1961.

M. P. Nilsson, Geschichte der griechischen Religion, 2 Bde., (Vom Beginn des 2. Jts. v. Chr. bis in die römische Zeit), München 1955.

G. Radke, Die Götter Altitaliens, Münster l979 2 .

K. Latte. Römische Religionsgeschichte, München 1960.

Robert M. Ogilvie, Das frühe Rom und die Etrsuker, übers. ins Deutsch von I.Götz, mitbearbeitet von K. Brodersen,, (1976) München 1983 3.

M. J. Vermaseren, Die orientalischen Religionen im Römerreich, Leiden 1981.

(Zur nachantiken Religionsentwicklung des Christentums, des Judentums, der nicht-christlich-antiken Glaubensformen und des Islam)

John McManners (Hg.), Geschichte des Christentums, übersetzt von Wolfdietrich Müller, (1990), Frankurt M., Köln 1998 (Sonderausgabe).

K. Baus. Handbuch der Kirchengeschichte, 7 Bde. , Freiburg 1962 - 1979, Bd. l (Jedin).

G. Alberigo (Hg.), Geschichte der Konzilien. Vom Nicaenum bis zum Vaticanum II, Übersetzung ins Deutsche von A. Berz u. a., Düsseldorf 1993.

R. Newald, Nachleben des antiken Geistes im Abendland bis zum Beginn des Humanismus, Tübingen 1960.

Siegried Morenz, Die Begegnung Europas mit Ägypten. Mit einem Beitrag von Martin Kaiser über Herodots Begegnung mit Ägypten, Zürich, Stuttgart 1969.

J. Maier, Das Judentum. Von der biblischen Zeit bis zur Moderne, Bindlach 1988.

Franz Täschner, Geschichte der arabischen Welt, Stuttgart 1964.

Hamilton A. R. Gibb, Jacob M. Landau, Arabische Literaturgeschichte, Zürich, Stuttgart 1968.

Bassam Tibi, Der wahre Imam. Der Islam von Mohammed bis zur Gegenwart, München, Zürich 1996.

Medien:

Yohanan Aharoni, Michel Avi-Yonah, Der Bibel-Atlas. Die Geschichte des Heiligen Landes von 3000 v. Chr. bis 200 n. Chr. 264 Karten mit kommentiernden Texten, ins Deutsche übersetzt von W. Hertenstein, Hamburg 1990.

Franklin H. Littell, Atlas zur Geschichte des Christentums. Deutsche Bearbeitung: Erich Geldbach, (1976), 1989.

Francis Robinson, Der Islam. Geschichte, Kunst Lebensformen, übersetzt von D. Ahrens-Thiele, G. Wilhelm und M. Würmli, München 1990 4.

H. E. Stier u. a. (Hg.), Großer Atlas zur Weltgeschichte, Westermann-Schulbuch-Verlag Braunschweig 1990 (Sonderausgabe des Orbis-Verlags; eine Neuauflage ist 1998 erschienen).

Manfred Lurker, The Gods and Symbols of Ancient Agypt. An Illustrated Dictionary, New York 180, ND 1992, S. 107. 

Quellen:

( Speziell in diesem Kapitel erörterte Quellen)

Paulus, Hebräerbrief, Kap. 8 - 10. Deutsche Übersetzung aus: Die Heilige Schrift des Alten und NeuenTestaments [Grosse Familien-Bibel; mit Einleitungen zu allen Büchern und erklärenden Anmerkungen], hg. von P. Thoedor Schwerk und F. A. Herzog, Zürich 1974 4, S. 1721 - 1724

Flavius Iosephus, Contra Apionem 2 , 16 - 23. Deutsche Übersetzung entnommen aus: Des FlaviusJosephus kleinere Schriften (Selbtsbiographie - Gegen Apion - Über die Makkabäer), übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Heinrich Clementz, Halle um 1901, S. 171 - 178.

(Allgemein für dieses Kapitel wichtige Quellen)

Johannes Weiß u. v. a, Die Schriften des Neuen Testaments [wissenschaftliche, kommentierte Übersetzung mit kritischem Apparat], 2 Bde., Göttigen 1906.

K. Berger, C. Colpe (Hg.), Religionsgeschichtliches Textbuch zum Neuen Testament, Göttingen 1987.


 

Vl/Ue Gizewski WS 1998/99

Autor: Christian Gizewski (EP: gizeoebg@linux.zrz.tu-berlin.de)