Aus dem Koran:

38. Sure (Sad), 81. Sure (Das Zusammenfalten), 111. Sure (Verderben / Abu Lahab), 112. Sure (Die Reinigung), 113. Sure (Das Morgengrauen), 114. Sure (Die Menschen).

Übersetzung auf der Grundlage von: Der Koran, aus dem Arabischen übersetzt von Max Henning. Einleitung und Anmerkungen von Annemarie Schimmel, (reclam Nr. 4206) Stuttgart 1991 3 , S. 435 - 441, 580 f., 604 f. An Stellen, die dem Autor dieser exemplarischen Zusammenstellung von Suren für Zwecke des historischen Verständnisses unklar erschienen, zog er auch die Übersetzung von Adel Theodor Khoury und Muhammad Salim Abdullah, Der Koran, Gütersloh 1992 2, S. 345 - 349, 462 f., 483 - 485 heran. Durch eckige Klammern markiert, wurde dann eine aufgrund der Übersetzungsvorlagen als wissenschaftsangemessen anzusehende Übersetzung ausgewählt, wenn möglich, kurz erklär und an heutige deutsche Sprachgewohnheiten angepaßt. Die eckigen Klammern enthalten also teilweise sprachlich-syntaktisch oder logischfür den heutigen deutschen Leser nötige Ergänzungen, teilweise Ersatzübersetzungen, teilweise auch (in Kursivschrift) Kommentierungen; alles sollte aber im Interesse eines flüsigen Textverständnisses mitgelesen werden. Der Übersetzungstext der Suren bliebe nach Auffassung des Hg. ohne solche Eingriffe in den vorgegebenen Üvbersetzungstext für einen nicht religiös und sprachlich vorgebildeten Leserkreis an sehr vielen Stellen inhaltlichvöllig dunkel unddazu sprachlich abstoßend. - Ferner wurden zwecks Erleichterung der Aufnahme diakritische Zeichen zur Verdeutlichung der Aussprache arabischer Worte oder Namen fortgelassen. - Der Leser wird zur Klärung verbleibender Unklarheuten gebeten, ggf. eine kommentierte Koran-Ausgabe heranzuziehen (siehe Allgemeines Literatur, Medien- und Quellenverzeichnis, zu Kap. 6, Quellenangaben).


Sure 38 (Sad).

Im .Namen Allahs des Erbarmers, des Barmherzigen!

1(1) S. [die Bedeutung des Buchstabens Sad an dieser Stelle ist unklar] Bei dem Koran, [der] voll [ist] von Ermahnung!

2 Doch die Ungläubigen [beharren] in Stolz und Feindseligkeit.

3 (2) Wie viele Geschlechter vertilgten Wir vor ihnen! Und sie riefen [zu mir], doch war es zum Entrinnen zu spät.

4 (3) Und [auch heute] verwundern sich die Ungläubigen, daß zu ihnen ein Warner [aus ihrer Mitte] kommt, und sie sprechen: "Das ist ein Zauberer, ein Lügner.

5 (4) Will er etwa die [unsere vielen] Götter zu einem [einzigen] Gott machen? Dies ist [in der Tat recht seltsam]".

6 (5) [Nun,] ihre [Anführer] gingen [schon immer einfach weg und sagten]: "Geht und haltet fest an euren Göttern; beachtet nur das; nur darauf kommt es an.

7 (6) Wir haben noch nie etwas davon [von derartigen Neuigkeiten] gehört ; [beachtet also: diese neue Botschaft] das ist nichts als eine Erdichtung.

8 (7) Wurde etwa [ausgerechnet ] auf ihn [, einen Beliebigen aus unserer Mitte,] die [göttliche Botschaft einer an alle Welt gerichteten] Ermahnung herabgesandt?"

So ziehen sie Meine [Gottes] Ermahnung in Zweifel; [Meine Strafe dafür haben sie allerdings noch nicht zu spüren bekommen].

9 (8) Besitzen sie etwa die [meine] Schätze der Barmherzigkeit, [die Schätze Gottes,] deines Herrn, des Mächtigen, des Gebers?

10 (9) Oder gehört ihnen das Reich der Himmel und der Erde und was zwischen beiden ist? Dann sollen sie [doch einmal], wenn sie können, [an den Stricken zum Himmel] emporklimmen [andere Übersetzung: in den Gängen emporsteigen].

11(10) Alle Heere der 'Verbündeten' [Ungläubigen ] sollen [aber nun ] in die Flucht geschlagen werden.

12 (11)[Den Vorwurf der Lüge erhob [gegen Gottes Gesandte] vor ihnen das Volk Noahs und Ads und Pharaos, des Herrn der Pfähle [unklar ; anderere Übersetzung möglich].

13 (12) [Denn] Tamud und das Volk Lots und die 'Waldbewohner', sie waren 'Verbündete' [im Unglauben; andere Übersetzujng: die Partein der Andergläubigen].

14 (13) Alle taten nichts [anderes], als daß sie die Gesandten der Lüge ziehen; drum war Meine Strafe [für sie immer] gerecht.

15 (14) Und [sie haben nichts weiter zu erwarten als einen einzigen Posaunen-Stoß des jüngsten Gerichts; andere Übersetzung : einen Schrei ], für den es keinen Aufschub gibt.

16 (15) Aber sie sprechen [ironisch]: Unser Herr, beschleunige das gegen uns ergangene Urteil [, strafe uns schon ] vor dem Tag der Abrechnung.

17(16) Ertrage [es, Mohammed, wenn sie so sprechen,] und gedenke Unseres Dieners David, [des mächtigen Herrschers]; beachte] er war bußfertig.

18 (17) [Erinnere dich:] Wir zwangen die Berge, mit ihm [David ] den Lobpreis [auf Mich, Gott ] anzustimmen am Abend und Morgen;

19 (18) Und die Vögel versammelten sich [dabei und jeder Vogel wandte sich ihm zu].

20 (19) Und Wir festigten sein Reich und gaben ihm Weisheit und [Entscheidungskraft].

21(20) [Wohlan, kennst du nicht die Geschichte von den streitenden Engeln, als sie den großen, aber auch nur menschlichen David in seinem Gemach aufsuchten]?

22 (21) Als sie bei David einstiegen und er sich entsetzte, sprachen sie: "Fürchte dich nicht, wir sind zwei Streitende, von denen der eine sich gegen den andern vergangen hat. Richte du zwischen uns [nach vollkommen gerechtem Maßstab]; sei nicht ungerecht [und bringe uns auf den richtigen Weg].

23 (22) Siehe, dieser mein Bruder hat neunundneunzig Mutterschafe und ich ein einziges, und er sprach: 'Übergib es meiner Hut'; und er überrredete mich dazu [,es ihm grundlos zu übergeben].

24 (23) [David] sprach [darauf]: "In der Tat, er war ungerecht gegen dich, als er dich um dein einziges Mutterschaf bat [,um es der Herde seiner vielen Mutterschafen hinzuzufügen]. Es ist ja so: viele, die sich miteinander in Geschäfte einlassen, vergehen sich gegeneinander, [mit Ausnahme allerdings derer, die an Gott glauben glauben und das Rechte tun]. Diese sind [andererseits immer nur] wenige." Aber dann merkte David [, daß sie eigentlich sein eigenes sündiges Verhalten gegenüber dem Ehemann der Bathseba zur Sprache bringen wollten]. Er bat seinen Herrn um Verzeihung, er sturzte nieder, beugte sich und bereute.

25 (24) Und so vergaben Wir ihm [diese seine Sünde], [und er fand wirklich Unsere Nähe und eine wahrhaft herrliche Einkehr zu Uns].

26(25) O David, Wir machten dich zu einem [unserer] Stellvertreter auf Erden; [daher, so sagten Wir zu ihm,] richte zwischen den Menschen [nach wahrhaft gerechtem Maßstab] und irre nicht ab [folge nicht Deinen unerlaubten Wünschen]; denn das führt dich fort von Allahs Weg. [Schau auf diejenigen, welche von Allahs Weg abirren: sie erwartet eine strenge Strafe, weil sie nicht an den Tag der Abrechnung dachten.]

27(26) [Aber, so werde Ich, Gott, zitiert: "Nicht umsonst erschufen Wir den Himmel und die Erde, und was zwischen ihnen ist". Daß dieses, mein Wort auch den Sünder umfasse,] das glauben nur die Ungläubigen. Darum wehe den Ungläubigen [; sie erwartet das Feuer]!

28(27) Sollen wir etwa diejenigen, welche glauben und das Rechte tun, behandlen wie [diejenigen, die auf Erden verderblich Böses anrichten,] oder sollen Wir etwa die Gottesfürchtigen behandeln wie die Frevler?

29 (28) Ein gesegnetes Buch sandten Wir auf dich [Mohammed ] herab, damit [alle Menschen] seine Verse [lesen können] und damit die Verständigen sich ermahnen lassen.

30 (29) [Und noch eine lehrreiche Geschichte: ] Wir gaben David mit Salomo einen trefflichen [Nachfolger]; [denn auch dieser] war bußfertig.

31 (30) [Aber als einmal] zur Abendzeit die stampfenden Rosse vorgeführt wurden,

32 (31) Sprach er [in wahnsinniger Selbstüberschätzung: "Siehe, ich habe heute Lust an der der Welt gehabt , in Erinnerung an meinen Herrn; andere Übersetzung: ohne Erinnerung an meinen Herrn], bis sich [die Sonne heute abend] hinter dem Schleier verbarg;

33 (32) Bringt [nun die Sonne] zurück zu mir. Und er begann die Schenkel und Hälse [der Pferde] zu zerhauen [andere Übersetzung: zu streichen]."

34 (33) Gewiß, Wir versuchten Salomo [bei dieser Gelegenheit] und setzten [zu ihm ] auf seinen Thron eine [Dschin-] Gestalt. [Er aber hat später Buße getan].

35 (34) Er sprach [außerdem, als er versucht wurde]: Mein Herr, [sei mir gewogen] und gib mir ein Reich [, dessen keiner nach mir mehr würdig ist]; denn Du bist der Geber.

36(35) Und so machten Wir ihm den Wind dienstbar, damit er sanft eile nach seinem Geheiß, wohin [Salomo] wollte,

37 (36) Und [unterstellten ihm] die Satane, alle die 'Erbauer' und 'Taucher',

38 (37) Und andre, die in Fesseln gebunden waren

39 (38) "Dies [so sprachen Wir, indem Wir ihn versuchten,] ist Unsre Gabe; darum sei [einsichtig und[enthalte dich des Bösen aus freiem Antrieb]".

40 (39) Und tatsächlich, so fand er Unsere Nähe und eine [wunderbare] Einkehr zu Uns.

41(40) [Erinnere Dich ferner Unseres Dieners Hiob], als er zu seinem Herrn rief: "[Hilf mir aus meinem Unglück]; Satan hat mich berührt mit Plage und Pein."

42 (41) "Stampfe [so sprachen Wir] mit deinem Fuß. [Dann wird Dir ein kühler Badeort und ein heilender Trank zuteil]."

43 (42) Und Wir gaben ihm [auch] seine Familie [wieder] und vermehrten sie obendrein auf das Doppelte [zum Zeichen Unserer] Barmherzigkeit und als eine Ermahnung für die Verständigen.

44 (43) Und [Wir sprachen, um ihn zu versuchen :] "Nimm in deine Hand ein Bündel [Ruten] und schlage damit [dein Weib; andere Übersetzung: schlage zu ] und [halte dich an Dein Not -Gelübde Uns gegenüber ]' Und[doch]: Wir fanden ihn tatsächlich standhaft.

(44) Ein trefflicher Diener [war er]; [auch] er war bußfertig.

45 (45) [Erinnere Dich auch an Unsere Diener Abraham und Isaak und Jakob, Menschen mit Macht und zugleich Einsicht.]

46 (46) Siehe, Wir [verliehen Ihnen schließlich göttliche Reinheit], weil sie [immer an die] Wohnung [des Paradieses] dachten.

47 (47) Und in der Tat, sie gehörten für Uns zu den Auserwählten und Besten.

48 (48) Erinnere dich auch an lsmael und Elisa und Du l-Kifl; denn [sie] alle gehörten zu den Besten.

49 (49) Dies ist eine mahnender Hinweis; denn auf die Gottesfürchtigen wartet wirklich die herrliche Einkehr [zu Gott],

50 (50) nämlich in Edens Gärten; geöffnet stehen ihnen die Tore.

51 (51) Zurückgelehnt darinnen, rufen sie nach Früchten in Menge und nach Trank;

52 (52) Und bei ihnen sind züchtig blickende Jungfrauen, Altersgenossinnen.

53 (53) Dies ist es, was euch verheißen wurde für den Tag der Rechenschaft.

54 (54) Schau: dies ist wirklich [das, was Wir für für die Bewährten vorgesehen haben; Unsere Sorge für sie] nimmt kein Ende.

55 (55) Ja, so ist es. Aber für die Ungerechten gibt es wirklich eine böse Einkehr:

56 (56) [nämlich Dschahannam, wo] sie brennen werden; und schlimm ist [dieser stinkende Pfuhl].

57(57) So ist es. So mögen sie denn zu schmecken bekommen siedendes Wasser und Jauche

58 (58) Und dazu anderes dieser Art.

59 (59) [Und zu ihren Verführern wird gesprochen werden:] "Diese Schar soll mit euch zusammen kopfüber hineingesturzt werden." Keinen Willkommen ihnen! Siehe, brennen sollen sie im Feuer.

60 (60) [Die Verführten werden zu den Verführern sprechen:] "Ihr, [kein gutes Wort zu euch! Ihr habt das alles über uns genracht], und schlimm ist [diese] Stätte."

61(61) [Und zu Mir werden sie sprechen] : "Unser Herr, mehre dem, der dies über uns gebracht, die Strafe im Feuer [auf das Doppelte]."

62 (62) Und sie werden [immer noch unverständig ] sprechen: "Wie kommt es, daß wir nicht die Männer sehen, die wir [zu unseren Lebzeiten] zu den bösen [Scharlatanen] zählten,

63 (63) Die wir zum Gespött hielten? [Oder haben wir sie hier etwa übersehen?]"

64 (64) Ja, so wird wirklich der Streit der Leute im Feuer sein.

65(65) Sprich [, Mohammed, zu den Menschen ]: "Ich bin nur ein Warner, und es gibt keinen Gott außer Allah, dem Einigen, dem Allmächtige,

66 (66) Dem Herrn der Himmel und der Erde und dem, was zwischen beiden ist, dem Mächtigen, dem Vergebenden."

67 (67) Sprich: ["Was ich zu verkünden habe, ist eine gewaltige Botschaft,]

68 (68) Von der ihr euch [aber] abwendet.

69 (69) [Dies Wissen wurde mir nicht etwa von bösen Engeln mitgeteilt, als sie miteinander stritten.]

70(70) Vielmehr wurde es mir nur deshalb geoffenbart, weil ich ein [unerschrockener, konsequenter] Warner bin."

71(71) Dein Herr sprach zu seinen Engeln: "Seht, Ich schaffe den Menschen aus Ton.

72 (72) Darum, wenn Ich ihn geformt und in ihn etwas von Meinem Geiste geblasen habe, so fallet anbetend vor ihm nieder.

73 (73) Und alle die Engel warfen sich nieder

74 (74) Außer Iblis. Der war hoffärtig und einer der Ungläubigen".

75(75) [Dein Herr] sprach: "O Iblis, was hinderte dich [daran], dich niederzuwerfen vor dem, was Ich mit Meinen Händen erschuf?

(76) Bist du etwa hoffärtig oder einer der Hochmütigen?"

76 (77) [Iblis] sprach: "Ich bin besser als er [der Mensch]; denn mich erschufest Duaus Feuer, und ihn hast du aus Ton erschaffen".

77 (78) [Dein Herr] sprach: "[Wegen dieses Hochmuts] gehe hinaus aus [dem Paradies; Steine sollen Dich vertreiben]

78 (79) Und auf dir liegt fortan Mein Fluch bis zum Tag des Gerichts."

79 (80) [Iblis] sprach: "Mein Herr, [stelle Deine Entscheidung über mich zurück] bis zum Tag der Erweckung.

80 (81) [Dein Herr] sprach: ["Die Entscheidung über dich wird zurückgestellt"]

81(82) Bis zum Tag der [zum letzten Gericht ] bestimmten Zeit.

82 (83) [Iblis] sprach: "Darum, bei Deiner Macht [verspreche ich meinerseits], verführen will ich sie [zwar] insgesamt,

83 (84) [aber nicht] Deine lauteren Dienern unter ihnen."

84(85) [Dein Herr wiederum] sprach: "Darum ist es völlig richtig und wird wirklich so sein,

85 Daß Ich Dschahannam mit dir und mit all denen erfüllen werde, die dir folgen."

86 (86) Sprich [, Du, Mohammed, zu den Menschen]: "Ich verlange dafür keinen Lohn von euch, und ich lade mir nicht zu viel auf.

87 (87) [Der Koran] ist nichts als eine Mahnung für alle Welt.

88 (88) Und ihr werdet [die Richtigkeit seiner Botschaft bald erkennen, wenn die Zeit gekommensein wird]."

Sure 81 (Das Zusammenfalten; andere Übersetzung: Das Umwinden).

Geoffenbart zu Mekka.

Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen!

1 Wenn die Sonne zusammengefaltet wird [andere Übersetzung: von einer Hülle umwunden wird]

2 Und wenn die Sterne herabfallen,

3 Und wenn die Berge sich rühren,

4 Und wenn man die [wertvollen ] hochschwangeren Kamelstuten vernachlässigen wird,

5 Und wenn die wilden Tiere sich versammeln,

6 Und wenn die Meere anschwellen,

7 Und wenn die Seelen [wieder verbunden] werden [mit ihren Leibern],

8 Und wenn das lebendig begrabene [Mädchen] gefragt wtrd,

9 welcher Sünde wegen es getötet wurde,

10 Und wenn die Seiten [einer Buchführung über Gut und Böse ] aufgerollt werden,

11 Und wenn der Himmel weggezogen wird,

12 Und wenn der Höllenpfuhl entflammt wird,

13 Und wenn das Paradies [den Guten nahegerückt sein] wird,

14 Dann wird jede Seele wissen, was sie getan hat.

15 Und ich schwöre bei den rücklaufenden Sternen,

16 [Und bei] den eilenden und sich verbergenden [Sternen],

17 Und bei der Nacht, wenn sie dunkelt,

18 Und dem Morgen, wenn er aufatmet,

19 Seht, dies ist wahrlich das Wort eines edlen Gesandten [gemeint ist hier der Erzengel Gabriel],

20 Der begabt ist mit Macht bei dem Herrn des Thrones und [der bei diesem] in Ansehen steht,

21 Dem [man gehorcht] und der getreu ist.

22 Euer Gefährte [Mohammed] ist nicht besessen.

23 Wahrlich, er sah ihn [diesen Erzengel] klar am Horizont

24 [und hält das ihm Offenbarte nicht eigensüchtig zurück].

25 [Dies] Wort ist auch nicht das eines gesteinigten Satans.

26 Also, [warum] geht iht [weg]?

27 Seht, es geht [doch] um eine [von Gott kommende] Ermahnung für die ganze Welt,

28 [bedeutsam ] für jeden von euch, der den geraden Weg nehmen will.

29 Doch werdet ihr [wohl] nicht wollen, es sei denn Allah will es, der Herr der Welten.

SURE 111 (VERDERBEN! / ABU LAHAB).

Geoffenbart zu Mekka.

Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen!

1 Verderben über die Hände Abu Lahabs und Verderben über ihn!

2 Nicht soll ihm nützen sein Gut und sein Gewinn.

3 Brennen wird er im Feuer, dem lohenden,

4 Während sein Weib [als Sklavin] das Holz trägt,

5 Mit einem Strick von Palmenfasern um ihren Hals.

SURE 112 (DIE REINIGUNG).

Geoffenbart zu Mekka.

Im Namen Allahs, des Erharmers, des Barmherzigen!

1 Sprich: Er ist der eine Gott,

2 Der ewige Gott.

3 Er zeugt nicht und wird nicht gezeugt,

4 Und keiner ist Ihm gleich.

SURE 113 (DAS MORGENGRAUEN).

Geoffenbart zu Mekka [nach andern zu Medina].

Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen!

1 Sprich: Ich nehme meine Zuversicht zum Herrn des Morgengrauens,

2 Vor dem Übel [andere Übersetzung: Unheil ] in dem, was Er erschaffen hat,

3 Und vor dem Übel der Nacht [andere Übersetzung: der Finsternis ], wenn sie naht,

4 Und vor dem Übel der Knotenanbläserinnen [Zauberinnen]

5 Und vor dem Übel des Neiders [Satans ], wenn er neidet.

SURE 114 (DIE MENSCHEN).

Im Namen Allahs, des Erharmers, des Barmherzigen!

1 Sprich: Ich nehme meine Zuflucht zu dem Herrn der Menschen,

2 Dem König der Menschen,

3 Dem Gott der Menschen,

4 Vor dem Ubel des Einflüsterers, des Entweichers [andere Übersetzung: des Heimtückischen],

5 Der da einflüstert in die Brust der Menschen,

6 Vor den Dschinn und den Menschen [andere Übersetzung: in Gestalt sei es eines Dschin, sei es eines Menschen].


Auswahl und Bearbeitung für das Internet: Christian Gizewski


 

LV Gizewski WS 1999/2000 und SS 2000