Das Ende des byzantinischen Reichs und die Herrschaftsnachfolge des türkischen Sultans. Aus dem Geschichtswerk des Kritobulos von Imbros.

Übersetzung entnommen aus: Mehmet II. erobert Konstantinopel. Die ersten Regierungsjahre des Sultans Mehmet Fatih, des Erobereres von Konstantinopel 1453. Das Geschichtswerk des Kritobulos von Imbros, Reihe 'Byzantinische Geschichtsschreiber', Bd. XVII, hg. von J. Koder, übersetzt, eingeleitet und erklärt von Dieter Roderich Reinsch, Graz, Wien, Köln 1986 , Kap. 69 - 75, S. 130 - 138.


69. (1) ... [Konstantionopel] war Residenz des Kaisers, herrschte über viele Völkerschaften in Asien und Europa und über nicht wenige Inseln, genoß Ansehen, Reichtum, Ruhm und Pracht, war Führerin und Vorbild in allem Schönen, war Heimstatt geistiger Kultur und jedweder Bildung. Weisheit und Vollkommenheit und all dessen zugleich, was zum Schönen gehört.

(2) Jetzt aber ist es wirklich aus und vorbei mit ihr, und all das Schöne mit einem Male dahin. Sie hat alles verloren: Reichtum, Ruhm, Herrschaft, Ansehen, Ehre, Glanz ihres Geschlechtes, Tüchtigkeit, Bildung, Weisheit, priesterliche Würde und Kaisertum, kurz alles. Und so hoch sie zum Gipfel von Wohlstand und Glück emporgestiegen war, so tief ist sie in den Abgrund von Unglück und Elend hinabgestürzt. Und vorher von vielen glücklich gepriesen, wird sie nun von allen unglücklich und schwer vom Schicksal getroffen genannt. Und sie, deren Ruhm bis ans Ende der bewohnten Erde vorgedrungen war, hat jetzt alles Land und alles Meer zugleich mit ihrem Leid erfüllt und getränkt mit ihrer Schmach, da sie ihre Bewohner überallhin sandte als Zeugen ihres Unglücks, Männer ebenso wie Frauen und Kinder, schmählich auseinandergerissen zu Kriegsgefangenschaft, Knechtschaft und Mißhandlung. Und sie, die früher über viele Völker herrschte mit Ehre, Ruhm, Reichtum und strahlendem Stolz, wird jetzt von anderen beherrscht in Armut, Schande, Verachtung und schändlichster Knechtschaft. Und sie, die ein Vorbild in allem Schönen war und ein Bild strahlender Glückseligkeit, ist jetzt ein Bild des Unglücks, ein Mahnmal schlimmster Leiden, eine Gedenksäule der Ungunst des Schicksals und eine Lehre für das Leben.

(3) So ist nichts von den menschlichen Dingen zuverlässig, nichts fest, sondern alles wird nach Art des Euripos nach oben und unten gewirbelt und herumgewälzt durch die plötzlichen Wechselfälle des Lebens, abwechselnd Subjekt und Objekt dieses Spiels. Und niemals wird es innehalten in diesem regellosen und stürmischen Lauf und Treiben, in dem launischen Hin- und Herströmen und Wechsel, solange das, was ist, existieren wird.

(4) Ich aber wundere mich vor allem auch über die Übereinstimmung der Namen und den Gegensatz der Verhältnisse, die sich nach einem so langen Zeitabschnitt von nahezu 1200 Jahren ergeben haben. Denn Konstantin, der vom Glück begünstigte Kaiser, Helenas Sohn, hat diese Stadt aufgebaut und zu höchstem Wohlstand und Glück erhoben, und wiederum unter der Regierung eines Konstantin, des unglücklichen Kaisers, der Helena Sohn, wurde sie erobert und in schlimmste Knechtschaft und Elend gestürzt. Soviel nun hierüber.

70. (1) Die dreißig Trieren aber, die der Erzpriester von Rom der Polis und Kaiser Konstantin zu Hilfe gesandt hatte, waren in Chios gelandet. und da sie dort auf widrige Winde trafen, blieben sie an Ort und Stelle und warteten auf günstiges Wetter. Als sie aber kurz darauf von der Eroberung der Polis erfuhren, segelten sie, da sie zu spät gekommen waren, um noch helfen zu können, wieder nach Hause zurück, ohne den Zweck ihrer Reise erfüllt zu haben.

(2) Es war also durchaus so bestimmt, daß diese unglückliche Stadt erobert wurde und schlimmes Leid erfahren mußte, und deshalb war sie von jeder Hilfe, die sich von allen Seiten zeigte und sie hätte unterstützen können, völlig abgeschnitten, ja es waren alle Umstände zusammengekommen, um diesen Zweck zu erreichen, da die Gottheit es so geschehen ließ.

71. Sie wurde also erobert unter Kaiser Konstantin, dem siebenten Paläologen, in der letzten Dekade des Mai, am 29. Tag, als nach rhomäischer Zeitrechnung das 6961.Jahr seit Beginn der Welt zu Ende ging, und im 1124. Jahr seit Gründung und Besiedlung der Stadt.

72. (1) Es starb aber auch Kaiser Konstantin selbst, wie ich schon sagte, im Kampf, ein besonnener und maßvoller Mann in seinem Privatleben, um Einsicht und Vortrefflichkeit immer in höchstem Maße bemüht, klug und unter die hochgebildeten Männer zu rechnen, und auch in den öffentlichen Angelegenheiten und in der Führung seiner Regierungsgeschäfte keinem der vor ihm amtierenden Kaiser unterlegen, rascher als jeder andere im Erfassen dessen, was erforderlich ist, rascher noch im Entscheiden, ein guter Redner und ein guter Planer, doch besser noch im praktischen Handeln, ein unfehlbarer Beurteiler des Gegenwärtigen, wie jemand einmal von Perikles gesagt hat, für das Zukünftige aber in fast allen Dingen der beste Berechner des Wahrscheinlichen. Für seine Vaterstadt und seine Untertanen war er bereit, alles zu tun und zu erleiden, wie er ja auch, obwohl er die drohende Gefahr für die Polis klar vor Augen sah und sich selbst hätte retten können und obwohl es viele Leute gab, die ihn dazu aufforderten, dies nicht wollte, sondern es vorzog, zusammen mit der Vaterstadt und seinen Untertanen zu sterben, vielmehr als Vorkämpfer für sie zu sterben, um nicht mitanzusehen, wie die Stadt erobert würde und ihre Bewohner teis grausam hingemetzelt, teils als Kriegsgefangene schimpflich verschleppt würden.

(2) Denn als er sah, daß die Feinde ihn zurückdrängten und durch die Mauerbresche glorreich in die Stadt hereinströmten, soll er mit lauter Stimme diese letzten Worte gesprochen haben: "Die Stadt wird erobert, und ich lebe noch?" Und damit habe er sich mitten unter die Feinde gestürzt und sei niedergehauen worden. Ein so vortrefflicher Mann war er und ein solcher Schirmherr seines Gemeinwesens, unglücklich freilich während seines ganzen Lebens, und in seinem Ende am unglücklichsten.

(3) Mit der großen Stadt des Konstantin, die sich zu ihrer Zeit zu großem Ruhm, Macht und Reichtum erhob und alle Städte vor ihr, welche wegen ihres Ruhms, Reichtums, ihrer Herrschaft, Macht, Größe und aller übrigen Dinge wegen bewundert wurden, bei weitem und mit ungeheurem Abstand übertraf, hat es ein solches Ende genommen.

73. (1) Sultan Mehmet aber kehrte, nachdem er die Stadt und alles, was in ihr war, genau betrachtet hatte, ins Lager zurück und regelte die Verteilung der Beute. Und zunächst nahm er sich den ihm nach dem Herkommen zustehenden Anteil am Raubgut, dann wählte er sich von allen Ehrengeschenke aus: blühende Jungfrauen aus edlem Geschlecht und schöne Knaben; einiges davon kaufte er auch von den Soldaten.

(2) Er wählte sich aber auch aus den angesehenen Männern diejenigen aus, von denen er erfahren hatte. daß sie an vornehmer Abkunft, an Geisteskraft und Tüchtigkeit den anderen überlegen waren, darunter eben auch Notaras, einen einflußreichen und wegen seiner Klugheit, seines Reichtums, seiner Vortrefflichkeit und seines politischen Einflusses hochangesehenen Mann, und er ehrte diesen mit einer Audienz und wechselte freundliche Worte mit ihm und gab nicht nur ihm, sondern auch den anderen, die mit ihm waren, berechtigten Grund, wieder Hoffnung zu schöpfen. Denn es hatte ihn Mitleid überkommen mit den Männern und ihrem Unglück, da er bedachte, aus welch großem Glück in welch tiefes Elend sie gestürzt waren. Und er hatte Gutes mit ihnen vor, wenn auch der Neid dies nur wenig später vereite]te.

(3) Nachdem er nun dieses und alles, was den Soldaten zustand, gerecht und nach seinem Willen geregelt und die einen mit Ämtern und Ehrenstellungen, die anderen mit Geld und wieder andere mit Lebensmittelzuteilungen und mannigfachen anderen Geschenken geehrt hatte, und nachdem er diejenigen, von denen er wußte, daß sie tapfer gekämpft hatten, belohnt und durch eine Audienz geehrt und dazu noch eine Rede gehalten und vieles zu ihrem Lob und Dank gesagt hatte, entließ er das Heer.

(4) Er selbst aber ging mit den höchsten Beamten und seinem persönlichen Hofstaat in die Stadt und machte zunächst einen Plan, wie er sie wieder besiedeln könnte, nicht nur in dem früheren Ausmaß, sondern, wenn möglich, zur Gänze, so daß sie mit ihrer günstigen Lage auf dem Festland und am Meer seine Residenz würde. Dann schenkte er allen seinen höchsten Beamten und Vertrauten prächtige Häuser, die den Vornehmen gehört hatten, sowie Parkanlagen, Felder und Weingärten innerhalb der Stadt, einigen auch wunderschöne Kirchen, damit sie darin wohnen sollten.

(5) Er selbst aber wählte den zentralen und schönsten Platz der Stadt zum Bau seiner Residenz. Danach aber siedelte er alle Kriegsgefangenen, die er als Beuteanteil erhalten hatte, zusammen mit ihren Frauen und Kindern längs der Küste am Hafen der Stadt als Seeleute an, welche man früher Steniten nannte, und gab ihnen Häuser und Steuerfreiheit für eine bestimmte Anzahl von Jahren.

(6) Und er bot eben dieses auch allen anderen an, die sich in der Polis ansiedeln wollten, nachdem sie ihren Herren ihren Kaufpreis entrichtet oder mit diesen vereinbart hatten, ihn innerhalb einer bestimmten Frist zu entrichten, und gewährte auch diesen Steuerfreiheit und Häuser aus ihrem eigenen oder aus fremdem Besitz.

(7) Er wollte aber auch diejenigen, die er sich aus der führenden Schicht ausgewählt hatte, dort ansiedeln zusammen mit ihren Frauen und Kindern, indem er ihnen Häuser und Besitz gewährte und für ihren Lebensunterhalt sorgte, und wollte sich in jeder Weise um sie kümmern. Dies war seine Absicht und lag ihm am Herzen, wie man sagte.

(8) Notaras gedachte er als Gouverneur der Stadt und als Aufseher über ihre Neubesiedlung einzusetzen, nachdem er ihn zuvor in dieser Angelegenheit zu Rate gezogen hatte. Aber es kamen ihnen die Giftpfeile des Neides zuvor, die tödlich trafen, und sie wurden zu Unrecht zum Tode verurteilt.

(9) Einige sehr einflußreiche Leute nämlich überredeten den Herrscher, ich weiß nicht, was sie dazu brachte, jedenfalls geschah es aus Neid und Haß gegen die Männer, diese aus dem Weg räumen zu lassen, indem sie argumentierten, es dürfe nicht nur nicht sein, daß Rhomäer und noch dazu angesehene Männer in dieser Stadt wohnten und irgendeiner Fürsorge für wert erachtet würden, sondern, so sagten sie: "Sie dürfen überhaupt nicht leben und frei herumlaufen in Deinem Gebiet. Denn wenn sie erst etwas Spielraum gewinnen und von ihrer Knechtschaft befreit werden, dann werden sie sich nicht mehr ruhig verhalten, sondern nach ihren eigenen Gütern und dem, was sie vorher hatten, trachten, vor allem auch nach der Freiheit, und daher alles gegen die Stadt unternehmen, ob sie nun zu unseren Feinden überlaufen oder hier in der Stadt bleiben."

(10) Dadurch überzeugt oder besser listig beredet, befahl der Sultan, die Männer hinrichten zu lassen. Sie aber wurden hingerichtet und mit ihnen auch der Megas Dux mit seinen beiden Söhnen.

(11) Dieser soll, als sie an den Ort der Hinrichtung geführt worden waren, den Scharfrichter gebeten haben, zunächst seine Söhne vor seinen Augen zu töten, damit sie nicht aus Furcht vor dem Tod ihrem Glauben abschwörten, und dann ihn selbst nach seinen Söhnen zu töten. Er habe sich also hingestellt und unverwandt mit festem Blick und unerschrockener Haltung mitangesehen, wie seine Söhne hingemetzelt wurden, und dann habe er, nachdem er gebetet und Gott dafür gedankt habe, daß er seine Kinder und ihn selbst heimhole, seinen Nacken unter das Schwert gelegt. So edel und mit festem Mut und tapferem Herzen starb er.

(12) Er war nämlich ein sehr gottesfürchtiger Mann und von hervorragender Klugheit, dazu an Hochherzigkeit, raschem Verstand und innerer Freiheit allen überlegen.Er zeigte in jeder Situation die Kraft seiner Natur und war ein vortrefflicher Mann. Dadurch erlangte er auch die Fähigkeit zum Staatsmann, erwarb sich seinen politischen Einfluß und stieg zu großem Ruhm und Reichtum auf. Er nahm die erste Stelle ein nicht nur bei den Rhomäern, sondern auch bei vielen auswärtigen Völkern. Auch alle, die mit ihm waren, starben unerschrocken und mit fester und tapferer Haltung, neun an der Zahl.

(13) Später freilich entdeckte der Sultan die List und Heimtücke derer, die ihn überredet hatten, die Männer zu töten, und aus Abscheu vor ihrer Heimtücke entfernte er sie aus seinem Gesichtskreis, indem er die einen mit dem Tode bestrafte, die anderen aus Amt und Würden entließ. Und nicht lange danach büßten sie diese Strafe für ihr Verbrechen gegen die Männer ab. Das also geschah kurze Zeit später.

(14) Damals aber setzte er als Präfekten der Polis und ihrer Umgebung einen sehr klugen und tüchtigen, aber auch charakterlich anständigen Mann ein, Süleyman mit Namen, dem er unter anderem auch auftrug, sich die Besiedlung der Stadt besonders angelegen sein zu lassen.

74. (1) Danach kehrte er im Sommer in die Stadt des Hadrian zurück und empfing dort Gesandtschaften der Triballer, Illyrer und Peloponnesier, außerdem der Mitylenäer, der Chier und vieler anderer, die er alle huldvoll behandelte, indem er mit den einen einen Vertrag schloß und eidliche Verpflichtungen gab und empfing, den anderen gewährte, was sie forderten, einigen sogar Steuern erließ, anderen wieder irgendeine andere Wohltat erwies und mit allen friedfertig verhandelte.

(2) Ebenso kamen zu ihm Gesandtschaften auch vom persischen König und vom Sultan Ägyptens, aber auch von Karamanos, dem Herrscher von Kilikien, die ihn zu seinem Sieg beglückwünschten und ihn zugleich wegen seiner Tapferkeit, seiner Tüchtigkeit und seines Einsatzes für sein Volk priesen. Er empfing sie freundlich und ehrte sie unter vielen anderen großzügigen Gaben auch mit Geschenken aus dem Raubgute und entließ sie mit großem Glanz.

(3) Danach aber wählte er sich aus den edlen Knaben, die er erhalten hatte, die nach Herkunft und Anlagen besten aus und setzte die einen als seine Leibwächter in seiner unmittelbaren Umgebung, die anderen zu sonstigen persönlichen Dienstleistungen ein, wobei er über ihre Klugheit, ihre sonstigen Vorzüge und ihre Bildung staunte. Denn sie stachen hervor durch die Schönheit des Körpers und den Adel und die Wohlgestalt ihrer Seele, und sie zeichneten sich besonders aus durch die Beschaffenheit ihres Charakters und ihrer Gesinnung, da sie aus berühmtem und glänzendem Geschlecht stammten, von der Natur mit den besten Anlagen versehen waren und im Kaiserpalast eine gute Erziehung genossen hatten. Ebenso aber staunte er auch über die Züchtigkeit, Artigkeit und Schönheit der Jungfrauen und daß sie mit allen Vorzügen ihres Geschlechts im Übermaß begabt waren.

75. (1) Just in jenen Tagen kam auch von den Inseln eine Gesandtschaft zum Sultan, die Kritobulos von Imbros, der auch diesen Bericht verfaßt hat, geschickt hatte, die ihm die Inseln im Ägäischen Meer, Imbros, Lemnos und Thasos, übergab, welche zuvor dem Kaiser Konstantin untertan waren. Denn kaum hatten die von diesem vorher auf ihnen eingesetzten Beamten von der Eroberung der Stadt und vom Tod des Kaisers erfahren, da verzweifelten sie völlig und machten sich sogleich auf die Flucht. Die einen, die auf Lemnos, flohen mit den italienischen Trieren, die auf ihrer Flucht aus der Polis und auf ihrem Heimweg an einem Vorgebirge von Lemnos vor Anker gegangen waren. Die auf lmbros aber flohen mit den Lastschiffen. die ihrerseits an dem ,"Kephalos" genannten Vorgebirge von lmbros vor Anker gegangen waren.

(2) Die Inselbewohner aber, da sie die Flucht der kaiserlichen Beamten sahen und den Angriff der Flotte des Sultans befürchteten, nämlich daß diese etwa gegen sie segeln könnte (denn sie hatten schon erfahren, daß sie auf dem Rückweg nach Kalliupolis war), sannen auf Flucht. Und es machten sich auch wirklich von den Lemniern etwa 200 Männer mit ihren Frauen und Kindern auf und davon; die einen brachen nach Kreta, die anderen nach Chios und ein Teil auch nach Euboia auf.

(3) Als aber Kritobulos davon erfuhr, hielt er sie in ihrem Drang zur Flucht auf indem er ihnen durch wohlbegründete Hoffnungen Mut machte. Und er schickte heimlich einen Mann seines Vertrauens zu Hamza, dem Satrapen von Kalliupolis und Befehlshaber der gesamten Flotte, und schloß mit ihm ein Abkommen, die Inseln nicht anzugreifen und auch keinerlei Unrecht gegen sie überhaupt nur zu planen oder ihnen anzutun, indem er ihn mit vielen Geschenken dazu brachte. Und über ihn schickte er auch Gesandte zum Sultan und mit ihnen den Priester der Insel, der mit ihm zusammen den Bewohnern vorstand. Diese brachten Geschenke, übergaben ihm die Inseln und baten ihn zugleich, er möge zulassen, daß sie die frühere Art der Verwaltung beibehielten, ihm die festgesetzten Abgaben jährlich entrichteten und einen Regenten nach seiner Wahl hätten.

(4) Der Sultan aber empfing sie huldvoll, gewährte ihnen das Erbetene und übergab die Inseln genauso, wie sie auch zur Zeit des Kaisers aufgeteilt waren. ...


Auswahl und Bearbeitung für das Internet: Christian Gizewski


 

LV Gizewski WS 1999/2000 und SS 2000