Literatur, Medien und Quellen

zur LV und WWW-Seite im SS 2016

Gizewski, Formen und Ursachen der Grenzbildung und -überschreitung seit der Antike.

[Ursprünglich angekündigt unter dem Titel 'Nächstenliebe, Menschenpflicht, Sozialismus und Sozialverfassung'.]

[IM AUFBAU]

Bearbeitungsstand: 1. April 2016


I. Allgemeine Hinweise zur Orientierung über Inhalt, Zweck und Aufbau der Lehrveranstaltung.

Das WWW-Skript entspricht in seinem Aufbau dem der Lehrveranstaltung. - Die Ausarbeitung der einzelnen Kapitel erfolgt schrittweise. Sie werden im Internet veröffentlicht, solbald dies - auch bei noch privisorischem Ausarbeitungsstand sinnvoll erscheint. Dasselbe gilt für das Literatur-, Medien- und Quellen-Verzeichnis.- Das WWW-Skript wird auch nach Abschluß der LV weiterbearbeitet.- Der Autor ist ggf. für Fehlerhinweise und sonstige Vorschläge zur Textverbesserung stets dankbar.


II. Allgemeine nützliche Hilfs- und Orientierungsmittel für gegenwärtige politisch-historische Allgemeinbildung.

Reinhard, Klaus Rosen, Geschichte der politischen Ideen. Von der Antike bis zur Gegenwart, Fischer Taschenbuch Verlag 2008.

Wolfgang Stegmüller, Hauptströmungn der Gegenwarts-Philosophie, 3 Bände, Kröner-Verlag Stuttgart 1996.

Hans Maier, Heinz Rausch, Horst Denzer, Klassiker des politischen Denkens, 2 Bde., München 19875.

Karl Mannheim, Ideologie und Utopie [1929], Frankfurt M. 19664,

Karl Mannheim, Wissenssoziologie. Auswahl aus dem Werk. Eingeleitet und herausgegeben von Kurt H. Wolff., Neuwied, Berlin 19702.

Jan Rohls, Geschichte der Ethik, Tübingen 1991..

Haarmann, Harald, Weltgeschichte der Sprachen. Von der Frühzeit des Menschen bis zur Gegenwart. 2., durchgesehene Auflage Beck Verlag München 2010.

Giacomo Devoto, Geschichte der Sprache Roms. Aus dem Italienischen übersetzt von Ilona Oppelt, Carl Winter Universitätsverlag Heidelberg 1968.

Claus Jürgen Hutterer, Die germanischen Sprachen. Ihre Geschichte in Grundzügen. Budapest, Wiesbaden 1975.

Rudolf E. Keller, Sie deutsche Sprache und ihre historische Entwicklung. Bearbeitet und übertragen aus dem Englischen und mit einem Begleitwort sowie einem Glossar versehen von Karl-Heinz Mulagk, Helmut Buske Verlag Hamburg 1995.

Rolf Walter, Einführung in die Wirtschafts- und Sozialgeschichte. 2. Auflage. UTB. Böhlau, Weimar 2008

Max Weber, Wirtschaft und Gesellschaft, [Postume erste Edition 1921], 5. rev. Aufl., besorgt von Johannes Winckelmann, Tübingen 1972.

Moses Finley: The ancient economy, Berkeley 1973.

Francesco de Martino, Wirtschaftsgeschichte des alten Rom (Storia economica di Roma antica), übersetzt von Brigitte Galsterer, Beck-Verlag, München 1991.

Wolfgang Zorn: Einführung in die Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Mittelalters und der Neuzeit. Probleme und Methoden. 2. Auflage. München 1974.

J. A. Schumpeter, Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie, Bern 1946.

Karl Marx, Friedrich Engels, Das Kapital, Marx-Engels-Werke (MEW), Band 23–25, Berlin/DDR: Dietz Verlag, 1962/1963/1983. Buch I nach der 4. Auflage 1890, Buch II nach der 2. Auflage 1893, Buch III nach der 1. Auflage 1894; auch als seitengleiche Separatausgabe, Buch I-III.

Reinhard Rürup, Der lange Schatten des Nationalsozialismus. Geschichte, Geschichtspolitik und Erinnerungskultur. Wallstein Verlag Göttingen 2014.

Heinrich August Winkler, Geschichte des Westens. 4 Bände. Beck, München 2009–2015;
Band 1: Von den Anfängen in der Antike bis zum 20. Jahrhundert. 2009, ISBN 978-3-406-59235-5;
Band 2: Die Zeit der Weltkriege. 1914–1945. 2011, ISBN 978-3-406-59236-2;
Band 3: Vom Kalten Krieg zum Mauerfall. 2014, ISBN 978-3-406-66984-2;
Band 4: Die Zeit der Gegenwart. 2015, ISBN 978-3-406-66986-6.

Heinrich August Winkler, Organisierter Kapitalismus. Voraussetzungen und Anfänge (= Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft. Bd. 9). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1974, ISBN 3-525-35960-8.Jens Berger, Wem gehört Deutschland? Die wahren Machthaber und das Märchen vom Volksvermögen, Westend Verlag Frankfurt M. 2014.

Heinrich Mitteis, Heinz Lieberich, :Deutsche Rechtsgeschichte, München 199219.

Reinhold Zippelius, Thomas Würtemberger. Deutsches Staatsrecht. 32. Aufl. des von Theodor Maunz begründeten Werkes, Verlag C.H. Beck, München 2008.

Kluge. Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. Bearbeitet von Elmar Seebold, Walter de Gruyter-Verlag, Berlin York 2002 [abgekürzt zitiert 'Kluge, Etymologisches WBDS 2002'].

Dr. Walter Leisenring (Hg.) Historischer Weltatlas, 102. Auflage des traditionsreichen, im Cornelsen-Verlag erschienen 'Putzger'-Atlasses, Marix-Verlag, Wiesbaden 2011 [abgekürzt zitiert 'Putzger-Atlas 2011'].

Der große Atlas Weltgeschichte. Von der Altsteinzeit bis zur Gegenwart. Sonderausgabe. Mit über 500 farbigen Karten und 20000 Hinweisen in einem Registerteil. Hg. und bearbeitet von Prof. Dr. Hans-Erich Stier, Dr. Erich Kirsten, Prof. Dr. Heinz Quirin, Prof. Dr. Trillmich und Dr. Gerhard Czybulka unter Mitwirkung mindestens zehn weiterer Wissenschaftlerkollegen, Westermann Schulbuch Verlag Braunschweig 1990. [abgekürzt zitiert 'Großer Atlas Weltgeschichte 1990']

Großer historischer Weltatlas, Hg. vom Bayerischen Schulbuch-Verlag München. 3 Teile (Altertum, Mittelalter und Neuzeit)), Redaktion (alle Bände): Josef Engel, München 19673.

Atlas zur Geschichte, 2 Bde., hg. vom Zentralinstitut für Geschichte der Akademie der Wissenschaften der DDR, VEB Hermann Haack, Gotha, Leipzig 1976.

Westermann Schroedel Diesterweg Schöningh Wincklers GmbH, www.westermann.de. Hergestellt in der Westermann Kartographie, Redaktion: Thomas Michael, Irene Munz, Sebastian Lemke, Björn Richter, Reinhold Schlimm, Dr. Erik Braune, Michael Albrecht, Jennifer Kirchhof, Gerd Gücker, 1. Aufl. 2010, Druck A4 Jahr 2013. [abgekürzt zitiert 'Diercke Weltatlas 2010']

Hermann Kinder, Werner Hilgenmann, dtv-Arlas Weltgeschichte, Bd. 1: Von den Anfängen bis zur Französischen Revolution, und Bd. 2: Von der Französischen Revolution bis zur Gegenwart, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1999 33.


III. Literatur- und Quellenhinweise zum Vorlesungsthema und seinen einzelnen Kapiteln.

Kapitel 1: Grenzbildungen innerhalb der Menschheit, ihre Arten, Ursachen und Veränderungen.

Text- und Bildquellen.

Karte Erdbild des Eratosthenes: Der große Atlas der Weltgeschichte, S. 34.

Karte Verteilung der Hautfarben auf der Welt: Knußmann, Vergleichende Biologie, Knußmann, Vergleichende Biologie des Menschen, S. 335.

Abbildungen menschlicher Phänotypen: Knußmann, Vergleichende Biologie des Menschen, S. 348 ff.

Darstellung 'Der Rhein als Heiratsgrenze zwischen Mainz und Bingen (1956)', Knußmann, Vergleichende Biologie, S. 236.

Karte 'Römisch-germanische Grenze und die beiderseitigen Populationen. Der Große Atlas Weltgeschichte, Bd, 1, S. 41.

Karten 'Das Herrschaftsgebiet des Römischen Reiches im 2. und 1. Jht, v. Chr.

Karten zu Sprachen und Religionen Europas: Diercke-Weltatlas, S. 255.

Literatur.

Rainer Knußmann, Vergleichende Biologie des Menschen. Lehrbuch der Anthropologie und Humangenetik. Mit 301 Abbildungen und 39 Tabellen, Gustav Fischer Verlag Stuttgart, New York 1980.

Kapitel 2: Traditionen humaner und religiöser, rechtlicher und politischer Verständigung.

Text- und Bildquellen.

Karten zur Veranschaulichung von theoretischer Erklärungsmodellen für kulturelle Expansion und Separation der Menschheit. Quellen über https://de.wikipedia.org/wiki/Ausbreitung_des_Menschen zugänglich.

Tabellen zu Größe und Verteilung der Sprachen auf der Welt: Harald Haarmann, Weltgeschichte der Sprachen. Von der Frühzeit des Menschen bis zur Gegenwart. Verlag C. H. Beck München 2010. S. 325 ff.

Karte zu den Wirtschaft und Verkehr im ´Römischen Reich: Historischer Weltatlas, S. 25.

Karte zum globalisierten Handelsverherhalten der Gegenwart: Diercke-Atlas, S. 248f..

Im Jahre 1648 gedruckte Bild-Nachricht vom Westfälischen Frieden.

Einleitende Verse aus der 'Odyssee' in deutscher Übersetzung. Die Odyssee ist neben der Ilias eine dem altgriechischen Dichter Homer zugeschriebene Versdichtung, seit etwa 700 v. Chr. schriftlich überliefert. Odysseus, König von Ithaka, ist ihr tragischer Held. Seine und seiner Gefährten tragische Irrfahrt, von der nur Odysseus heimkehrt, ist ihr Inhalt..

Das 'Vaterunser' des Neuen Testaments in deutscher Übersetzung (nach Lukas 11, Matthäus 6)

Textauszug aus J. W. Goethe, Hermann und Dorothea. Epos in neun Gesängen, 1797.

Die Lehr-Geschichte ('Gleichnis') vom barmherzigen Samariter aus dem Neuen Testament, in deutscher Übersetzung.(Lukas 10, 25 - 37).

Auszug aus der Bergpredigt nach Matthäus 5, 1 - 2, 29) in deutscher Übersetzung.

Auszug aus der US-amerikanischen Unabhängigkeitserklärung d. J. 1776, englisch. Die 'Declaration of Independence' war das Dokument, in dem die 13 britischen Kolonien in Nordamerika als Vereinigte Staaten von Amerika ihre Unabhängigkeit von Großbritannien erklärten. Sie wurde am 4. Juli 1776 vom Kontinentalkongress verabschiedet. Zu Geschichte und Text: Angela Adams, Willi Paul Adams (Hg.): Die Amerikanische Revolution und die Verfassung 1754–1791. Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1987 (dtv 2956 dtv-Dokumente).

Sprichwörtlich gewordenes Zitat aus: Juvenal, Sat. 5, 15, 131 - 133, lateinisch mit deutscher Übersetzung.

Resumierendes Zitat zum Gegenstand und Verfahren der 'Hermeneutik' aus Hans-Georg Gadamer, Wahrheit und Methode, Tübingen 1993, S. 140.

Zu den Arten des Verstehens und ihrer Zusammenfassung im Begriff der 'Hermeneutik':Wolfgang Stegmüller, Hauptströmungn der Gegenwarts-Philosophie, 3 Bänden, Kröner-Verlag Stuttgart 1996, Bd, 2, S. 138 f.

Literatur.

Hans-Georg Gadamer, Wahrheit und Methode, Tübingen 1993.

Zu den Arten des Verstehens und ihrer Zusammenfassung im Begriff der 'Hermeneutik':Wolfgang Stegmüller, Hauptströmungn der Gegenwarts-Philosophie, 3 Bänden, Kröner-Verlag Stuttgart 1996,

Jan Rohls, Geschichte de Ethik, J.. C. B Mohr Verlag (Paul Siebeck), Tübingen 1991.

Die seit der Antike zahlreichen Quellen zur Philosophie ind Antropologie der Moral (Ethik), mit denen sich J, Rohls in übersichtlicher Zusammenfassung beschäftigt, stehen seit Sokrates Zweifeln an der Existenz der Götter alle in einer außerreligiösen und außerspekulativ-begriffsrationalen Tradition, welche bei Rohls dazu führt, daß er diese Begründungszusammenhänge für moralisches Handeln im außereuropäischen Bereich sehr knapp hält (S. 20 . 23) und nur für das Christentum ausführlicher darstellt (S. 90 - 199). Zu den frühestens neuzeitlichen Schriften rationalistischer Ethik gehören Immanuel Kants 'Grundlegung einer Metaphysiik der Sitten' und 'Metaphysik der Sitten'. Für die Antike hebt er die konstituierende Bedeutung von Sokrates, Platon (Politeiea) und Aristoteles (u. a. 'Nikomachische Ethik' und 'Politik') hervor.

Kapitel 3: Die Begründung äußerer Herrschaftsverhältnisse und ihre Kritik.

Text- und Bildquellen.

Dr. Walter Leisenring (Hg.) Historischer Weltatlas, Marix-Verlag, Wiesbaden 2011 ['Putzger-Atlas 2011'], S. 23.(Ausdehung des Römischen Reichs in den vorchristlichen Jahrhunderten), S. 15 (Der Kolonialsbesitz europäischer Mächte und der USA im pazifische Raum) und S. 115 Kriegerische Ausdehnung und Reduktion des Japanischen Kaiserreichs in den 1930er und 1940er Jahren.

Zum Befehl Gottes, das Land Kanaan zu erobern: 4. Buch Mose (Numeri), Kap. 34, 1 -12, hebräisch und deutsch, in: Das Alte Testament hebräisch und deitsch, Biblia hebraica mit deutscher Übersetzung. Württembergische Bibelanstalt Stuttgart. Herausgegeben von Rudolf Kittel in Zusammenarbeit mit zahlreichen weiteren Gelehrten. 16. Auflage 1971. S. 254 f.

Der 'Römische Frieden' als Weissagung des Stammvaters Anchises in der dichterisch-höfischen Darstellung der 'Aeneis' des Vergil, 6. Gesang, 847 - 854.

Zitat aus einer Asterix-Obelix-Geschichte von Uderzo und Goscinny: Fundstelle noch nicht genau bekannt.( > http://www.comedix.de/lexikon/db/pax_romana.php)

Kapitel 4: Die Begründung innerer Herrschaftsverhältnisse und ihre Kritik.

Text- und Bildquellen.

Griechisch-deutscher Text aus dem 13. Kapitel des Römer-Briefs des Paulus, zitiert aus: Novum Tetamentum Graece et Germanice. Curavit Eberhard Nestle - Das Neue Testament griechisch und deutsch, .herausgegeben von Eberhard Nestle, 11. verbesserte Auflage, Privilegierte Württembergische Bibelanstalt Stuttgart 1921. S. 417 - 418.

Titulatur des spätantik-byzantinischen Kaisers ('Dominus') zitiert aus: Corpus Iuris Civilis. Editio stereotypa sexta, Volumen secundum. Codex Iustinianus. Recognovot Paulus Krueger. Berolinii apud Weidmannos MCCCCXCV, S. Einleitungstexte.

Augustus, Res gestae 34 zitiert aus: Augustus Tatenbericht. Mit Einführung. Reclam-Verlag Stuttgart 1975, Quellen-Textabschnitt Nr. 34.

Politische Embleme und Symbole aus mehreren thematisch einschlägigen Wikipedia-Erläuterungen zeitgeschichtlicher politischer Idiographie und Propaganda.

Die in der Bildzusammemstellung aufgeführten Prominenten der Antike (in Klammern heutige Standorte).

1/1 Naevius 1/2 Mithradates VI. 1/3 Cicero

(Florenz)

1/4 Atistoteles

(Rom)

1/5 Sokrates

(London)

2/1 Aspasua 2/2 Theophrast 2/3Claudia Octavia

(Olympia)

2/4Arsinoe II.

und Ptolemaios II.

2/5 zu Sokrates

(London)

3/1 Augustus

(Rom)

3/2 Augustus

(Rom)

3/3 Hannibal

(Madrid)

3/4 Alexander

(Istambul)

Caesar

(aus Tusculum, heute Turin)

Julia Domna

(München)

Julia Maesa Julia Mammaea

(Rom)

Julia Paula

(Rom)

Julia Solaemias

(Trier)

Zu 1|1 Der als Inbegriff eigenständiger römischer (lateinischer) - also nicht-griechischer - Geschichtsliteratur und Aristokratie-Kritiker geltende Cnaeus Naevius {265 - 201 v. Chr.}, der am ersten Punischen Kriege teilnahm, wird mit einem trotzige Meinungsfreiheit ausdrückenden Gesicht dargestellt.

Zu 1/2 Der letzte hellenistische Herrscher Mithridates VI. von Pontos (119 - ca. 60 v. Chr.) baute ein großes Reich am Schwarzen Meer auf, war verantwortlich für eine Massenverfolgung von Italikern in seinem Machtbereich, wurde deswegen in einem langjährigen Krieg seit 89 v. Chr.von mehreren römischen Expeditionsheeren - zunächst ergebnislos - bekämpft, unterlag dann aber schließlich i. J. 63 v. Chr. Pompeius und wurde azs seinem Haupth errschaftsgebiet in Kleinasien verdrängt, das seither römische Provinz war. - Er ist mit dem 'nemeischen Löwenfell' des Herakles dargestellt.

Zu 1/3. Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.) trat im öffentlichen Leben der letzten Jahrzehnte der Römischen Republik als prominenter Anwalt und Politiker auf und hinterließ eine Vielzahl bedeutender schriftlicher Abhandlungen und Briefe über politische, rechtliche und philosophische (zumeist ethische) Fragen. Er war Gegner Caesars und wurde nach dessen Beseitigung unter dem Verdacht der Mittäterschaft von 'Caesars Nachfolger' Octavian proskribiert und in der Folge umgebracht. - In der Abbildung wird ein energisches, geistreiches, lebenserfahrenes und selbstbewußt-vornehmes Wesen hervorgehoben.

Zu 1/4 Aristoteles aus Stageira (384 - 322 v. Chr.) aus der dialektisch-ensyklopädischen Schule des Platon hervorgegangen, widmete seine Philosophie der Systematisierung und Fortentwicklung großer Erkenntnis- und Wissensgebiete seiner Zeit wie Logik, Ethik, Politische Theorie, Po(i)etik, aber auch Biologie oder Physik und trat für eine entsprechend weite wissenschaftlich-philosophische Grundorientierung allen Wissens ('enkyklios paideia' im sokratisch-platonischen Sinne) ein. - Mit dem Philioophenbarte gekennzeichnet, trägt seine Abbildung ein zurückhaltend-freundliches und zugleich kritisch-prüfendes Wesen zur Schau.

Zu 1/5 und 2/5 Die Abbildung des sophistisch-dialektischen Wissens-Kritikers Sokrates (469 - 399 v. Chr.), der wegen seiner öffentlich, nur mündlich, aber provokativ und prinzipiell geäußerten atheistischen Lehre in Athen zum Tode verurteilt wurde, zeigt einen unbekümmert ärmlich, also bewußt auch anstands- und modewidrig gekleideten, kritisch-konfrontativ dreinblickenden Mann mit Philosophenbart.

Zu 2!1 Aspasia (etwa 470 - 410 v. Chr.. Im ('gehobenen') gesellschaftlichen Milieu Athens wegen ihres geistreichen Charmes bewunderte und beliebte, auch mit Sokrates befreundete Frau von Welt.

Zu 2!2 Theophrast (372 - 287 v. Chr.). Philosophischer Nachfolger des Aristoteles in der Fühung der peripatetischen Schulrichtung mit vorwiegend naturwissenschaftlichen Schwerpunktinteressen (Botanik, Zoologie, Physik, Astronomie, Mineralogie).

Zu 2!3 Claidia Octavia (42 - 62 n. Chr.), Tochter des Kaisers Claudius, beim Stadtvolk Roms beliebt, mit Nero verlobt, von diesem auf Anstiften der späteren Nero-Frau Poppaea verbannt und ermordet. Ihre öffentlichen Bilder wurden dabei umgestoßen und entehrt (durch Einschlagen des Gesichts).

Zu 2!4 Arsinoe II. und Ptolemaios II. (4. und 3. Jht v. Chr.) Ein in 'Zeus-Hera-Geschwister-Ehe' lebendes Ehepaar des intriganten Palast-Milieus der frühen Ptolemäer-Dynastie.

Zu 2/5 und 3/5 Caesar (100 - 44 v. Chr.)

Zu 3!1 'Augustus'/Octavian (1) (63 v. . 14 n. Chr.) in götternaher, priesterlicher Mimik

Zu 3!2 'Augustus'/Octavian (2).in dezent siegesbewußter und zugleich verantwortungsdemonstrierender 'edler Einfalt und stiller Größe' (Johann J. Winckelmann).

Zu 3!3 Hannibal (246 - 183 v. Chr.), karthagischer Feldherr des 2. punischen Krieges und überzeugter Feind Roms.

Zu 3!4 Alexander III. (356 - 323 v. Chr.), Begründer des hellenistischen Großreiches, 'der Große'.

Zu 4!1 Julia Domna, zweite Frau des römischen Kaisers Septimius Severus (reg. 193–211 n. Chr.), Mutter der Kaiser Caracalla (211–217) und Geta (seit 211). Nach Getas Beseitigung durch Caracalla und Caracallas eigenem gewaltsamem Ende Selbsttötung durch Nahrungsverweigerung.

Zu 4!2 Julia Maesa, Schwägerin des von 193 bis 211 n. Chr. regierenden römischen Kaisers Septimius Severus, Großmutter des Kaisers Elgabal, für den sie in dessen Kinderjahren vormundschaftlich die Regierungsgeschäfte führte. Letzte der dynastisch hervorgetretenen Frauen der Severer-Dynastie.

Zu 4/3 Julia MammaeaJAnfang 3. Jht. n. Chr; gest. März 235, war die Mutter des letzten, der Severer-Dynastie angehörden römischen Kaisers Severus Alexander (reg. 222 bis 235 n. Chr.). Zeitweilig führte sie vormundschaftlich die Regierung für diesen. Mit ihrem Sohn wurde sie bei einem Soldatenaufstand ermordet. Damit begann die Epoche des 'römischen Soldatenkaisertums' (ca. 235 - 285 n. Chr., mit ca 50 schnell wechselnden, teilweise miteinander kämpfenden Kaisern).

Zu 4/4 Julia Paula Iulia Cornelia Paula war die erste Frau des römischen Kaisers Elagabal (reg. 218 bis 222 n. Chr. ). Wohl vornehmer Herkunft wurde sie diesem wohl bei seinem Regierungsantritt von dessen Großmutter Iulia Maesa nahegelegt, aber verstoßen, als er sich für eine andere Frau entschied. Ende 220 verstieß der Kaiser seine Gattin.[5] Anschließend heiratete er Aquilia Severa.

Zu 4/5 Julia Soaemias, Anfangsjahrzehnte des 3. Jhts. n. Chr., angeblich sittenlose Tochter der Iulia Maesa, Mutter des Severer-Herrschers Elgabal. Mit diesem gemeinsam bei einer Palast-Revolution umgebracht (222 n. Chr.).

Literatur.

German Haffner, Bildlexikon antiker Personen, Artemis und Winkler Verlag Zürich 1993.

Christian Gizewski. Zum Ideen-Bestand heutiger Staatssymbole, in AGiW/Auditorium/DtWesen/Nationale Symbole/NatSymb.html. dort unter 'Nationalhymnen und -symbole europäischer und europäischstämmiger Länder und Völker'.

Kapitel 5: Sprachgrenzen und ihre hermeneutisch-systematische Überwindung.

Literatur.

Haarmann, Harald, Weltgeschichte der Sprachen. Von der Frühzeit des Menschen bis zur Gegenwart. 2., durchgesehene Auflage Beck Verlag München 2010.

Kluge. Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. Bearbeitet von Elmar Seebold, Walter de Gruyter-Verlag, Berlin York 2002 [abgekürzt zitiert 'Kluge, Etymologisches WBDS 2002'].

Giacomo Devoto, Geschichte der Sprache Roms. Aus dem Italienischen übersetzt von Ilona Oppelt, Carl Winter Universitätsverlag Heidelberg 1968.

Francisco R. Adrados, Geschichte der griechischen Sprache. Von den Anfängen bis heute. Aus dem Spanischen übersetzt von Hansbert Bertsch, A. Francke Verlag Tübingen und Basel 2001 [Zitat-Abk.: F. Adrados, Geschichte der Sprache Roms].

Burkhart Kienast, Erhart Graefe und Gene B Gragg, Historische Semitische Sprachwissenschaft, Harrassowitz-Verlag Wiesbaden 2001 [Weder 'auf dem Markt' noch angemessen schnell in Berliner Bibliotheken zugänglich].

Chaim Rabin, A Short History of the Hebrew Language. In gedruckter Fassung erschienen im Verlag 'Alpha-Press' des 'Publishing Department of the Jewich Agency', Jerusalem 1963 und 1973. 86 S. [Zugänglich nur in englischer Sprache und entweder nur 'auf dem Markt' gegen einen schätzungsweise zwanzigfach überhöhten Preis oder als Internetfassung unter: http://www.adath-shalom.ca/rabin_he.htm, wobei die Bildschirmlektüre abstoßend umständlich angelegt ist. C. G.]

Textquellen.

ENZYKLIKA LAUDATO SI’VON PAPST FRANZISK Gegeben zu Rom, Sankt Peter, am 24. Mai, dem Hochfest von Pfingsten im Jahr 2015. hg. von der Deutschen Bischofslonferenz 1016, http://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/presse_2015/2015-06-18-Enzyklika-Laudato-si-DE.pdf

Kapitel 6: Religiöse Orthodoxie, religiöse Toleranz und rationale Religionskritik.

Literatur.

Friedrich Heiler u. a., Die Religionen der Menschheit. Mit Beiträgen von Kurt Goldammer, Friedrich Heiler, Franz Hesse. Günter Lanczkowski, Käthe Neumann und Annemarie Schimmel. Hg. von Kurt Goldammer. Mit 98Abbildungen. Philipp Reclam jun. Verlag Stuttgart (erstmals 1959) 20037.

Cartledge, Paul (Hg.), Kulturgeschichte Griechenlands in der Antike, dt. Übersetzung der 1998 erschienenen englischen Originalausgabe von Wilfried Nippel, Stuttgart, Weimar 2000.

Field, D. M. (Vornamen nicht feststellbar), Die Mythologie der Griechen und Römer, deutsche Übersetzung der englischen Originalausgabe 1977, Zollikon (Schweiz) 1977.

Harnack, Adolf, Dogmengeschichte, verbesserte Auflage, Tübingen 18983.

Werner Dahlheim, Die Welt zur Zeit Jesu, C. H. Beck Verlag München 20143.

Karl Mannheim. Ideologie und Utopie. Bonn 1929 spätere Frankfurt a. M.

Textquellen.

Platon, Apologie und Kriton nebst Abschnitten aus Phaidon. Vollständige Azsgabe. Eingeleitt und kommentiert von Arnmin Müller, Aschendorf Verlag Monster 200817, Textzitat S. S. 37.

81. Sure des Koran 'Die Zerstörung', arabisch (transskribiert)-deutsch, Entnommen aus der Internetquelle http://12koerbe.de/bienengold/islam.htm#81 .

Kapitel 7: Ausbeutung I: Zu autoritären Nah- und Kommerz- Verhältnissen. Gegenwehr und Beseitigung.

Literatur.

Friedrich Engels, Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats, Marx-Engels-Werke. Bd. 21.

Karl Marx: Das Kapital. Marx-Engels-Werke, Band 23–25.

Karl Marx: Lohn, Preis, Profit. Marx-Engels-Werke, Band 16.

Zum Begriff 'Ausbeutung' Historisch-kritisches Wörterbuch des Marxismus. Bd. 1, Argument-Verlag, Hamburg 1994, ISBN 3-88619-431-0, Sp. 736–743.

Kapitel 8: Ausbeutung II: Zu politisch-öffentlichen Ausbeutungsverhältnissen im 'Kapitalismus' und ihrer Beseitigung.

Literatur.

Karl Marx: Das Kapital. Marx-Engels-Werke, Band 23–25.

Simplizissimus- Karikatur (?) betr. 'die Aufteilung des pazifischen Raume' unter die europäischen Kolonialmächte und die USA am Ende des 19. Jhts. (des Deuschen Reichs 1885)

Kapitel 9: Systeme öffentlicher Meinungslenkung durch ideelle Gewalt ('Ideologie') und der rational begründete kritische Angriff auf sie.

Literatur.

Die deutsche Ideologie. Hrsg. v. D. Rjazanow und W. Adoratskij, Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA), Band I/5, Berlin 1932

Marx-Engels-Werke (MEW), Band 3, Berlin/DDR: Dietz, 1958

Karl Mannheim. Ideologie und Utopie. Bonn 1929 spätere Frankfurt a. M.

George Orwell, 1984, Roman 1948. - Neunzehnhundertvierundachtzig. Übersetzt von Kurt Wagenseil. Diana, Rastatt 1950; Ullstein, Frankfurt am Main 1976.

Textstellen.

'Aufgaben zur Erhöhung der Effektivität von Leitung und Planung zur Verwirklichung der ökonomischen Strategie.' Textauszug aus: Zur Direktive des XI. Parteitages der SED zum Fünfjahrplan für die Entwicklung der Volkswirtschaft der DDR un den Jahren 1986 bis 1990, S. 28 f.

Kapitel 10: Zusammenfassung des Lehrstoffs und dessen Abschlußdiskussion.

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Autor des WWW-Skripts: Prof. Dr. Christian Gizewski, TU Berlin, Fakultät I, Alte Geschichte, FG Geschichte, Privatadresse: Tietzenweg 98, 12203 Berlin, Tel.:030-8337810, EP: christian.gizewski@.tu-berlin.de

An allen, auch an den in der Abteilung AUDTORIUM der WWW-Seite 'AGiW' präsentierten Skripten und sonstigen wissenschaftlichen Werken behalten sich deren Autoren oder Herausgeber grundsätzlich die ihnen gesetzlich zustenden Urheberrechte vor. Dazu bitte ich, die Erläuterungen "ZUM ZWECK DES PROJEKTS" zu beachten. C.G.