Christian Gizewski,

GRUNDFRAGEN DER HISTORIK IN DER 'ALTEN GESCHICHTE'.

Skript zur Lehrveranstaltung 'Historik und Hilfswissenschaften in der Alten Geschichte' im SS 2004.

ZUR LEHRVERANSTALTUNG:

Inhalt und Ablauf der Lehrveranstaltung.

Detaillierte Themenübersicht.

Lektürempfehlungen.

Schriftliche Übungsarbeiten im Rahmen der Lehrveranstaltung.


INHALT DES SKRIPTS:

Vorwort.

Kap. 1: Grundbegriffe und Grundeinstellungen geschichtswissenschaftlicher Erkenntnis über 'antike Altertumsgeschichte'.

Kap. 2: Zur Erkenntnistheorie, wissenschaftlichen Kategorienbildung und Methodologie der Geschichtswissenschaften im allgemeinen.

Kap. 3: Gegenstand, Abgrenzung und Methoden einer 'Allgemeingeschichte des antiken Altertums' als wissenschaftlicher Disziplin.

Kap. 4: 'Nachbarwissenschaften' einer Allgemeingeschichte des antiken Altertums.

Kap. 5: 'Hilfswissenschaften' einer Allgemeingeschichte des antiken Altertums.

Kap. 6: Althistorisch bedeutsame Geschichtsideologien und ihre geschichtswissenschaftliche Kritik.

Lösungshinweise zu den Übungen der einzelnen Kapitel des Skripts.

Bilderläuterung: Die Knappheit und der hohe Preis dauerhater Schriftträger wie des Pergaments führte im späteren Altertum und im Mittelalter zu dessen Mehrfachverwendung (Palimpsest-Verfahren), wenn geeignetes Material für einen neuen Text, der für wichtiger erachtet wurde als ein älterer, für den zuständigen Schreiber bzw. das verfügungsberechtigte Schreibbüro (Scriptorium) nicht zur Hand war. Ein Beispiel dafür ist die zwischen dem 6. und 8. Jh. anzusetzende Überschreibung eines politisch-philosophischen Cicero-Textes (De rep.1, 26 f.) mit einer christlich-theologischen Schrift, dem Psalmen-Kommentar des Augustinus, in dem - auch für die Schriftüberlieferung - bedeutenden mittelalterlichen Benediktiner-Kloster Bobbio (nordöstlich Genua). Diese- heute mit geeigneten chemischen Verfahren erkennbar zu machende - schreibttechnische Gewohnheit hat, gewissermaßen ungewollt, manchen sonst nicht oder nur unvollständig überlieferten antiken Text, wie etwa Ciceros Schrift 'De republica', für spätere Epochen vor dem Vergessenwerden bewahrt. Sie ist somit zugleich von überlieferungs- und von geistesgeschichtlicher Bedeutung. Sie weist so exemplarisch auf die Vielschichtigkeit und methodisch-vielseitige Bearbeitungsbedürftigkeit historischer Quellen hin. Abb. des 'Palimpsestes von Bobbio' entnommen aus: Herbert Hunger u. a., Die Textüberlieferung der antiken Literatur und der Bibel, München 1975, S. 371.

LV Gizewski SS 2004

Autor: Christian Gizewski, EP: Christian.Gizewski@tu-berlin.de