Kap. 1: Das Lateinische als dominierende Sprache der Politik und Kultur des Imperium Romanum.


INHALT:

1. Das Lateinische der Epochen dauernd siegreicher Kriege und fortgesetzten Erwerbs neuer Territorialherrschaft eines sich ausdehnenden und stabilisierenden Großreichs.

2. Das Lateinische der Epoche der Herausbildung des römischen Kaisertums.

3. Das Lateinische einer imperialen römischen Reichskultur.

4. Literatur, Medien, Quellen

1. Das Lateinische der Epochen dauernd siegreicher Kriege und fortgesetzten Erwerbs neuer Territorialherrschaft eines sich ausdehnenden und stabilisierenden Großreichs.

ÜBUNG 1.

AUFGABEN:

a) Von welchem Geschehen, welcher Zeit und an welchen Orten berichtet der Text Ihrer Einschätzung nach? Wer steht sich gegenüber?

b) Wer ist Ihrer Einschätzung nach der Verfasser des Textes? Was können Sie über Stil, und Wortschatz des Textes sagen?

c) Was sagt der Text allgemein über Bedingungen und Ablauf der Begründung römischer Provinzialherrschaft aus?

Aus der Berichterstaatung über die kriegerische und politische Einverleibung eines Provinzialgebietes in das Imperium Romanum.

Zum Zwecke der Übungsbearbeitung ausgewählter Ausschnitt aus einer lateinischsprachigen Textquelle der Epoche der intensiven römisch-imperialen Expansion in republikanischer Zeit. Beifügungen in Klammern enthalten übungsbedingte Fortlassungen oder Ergänzungen des Skript-Bearbeiters. C. G.

Zum römischen Herrschaftsbewußtsein der Zeit der 'Weltreichsbildung'.

ÜBUNG 2.

AUFGABEN:

a) Worum geht es in dem unten wiedergegebenen lateinischen Textauszug? In welchem Stil ist sein Anliegen formuliert? Welcher Zeit und welchem Autor können Sie den Text zuordnen?

b) Wie sieht der Autor die aus dem römischen Bereich kommenden Kulturleistungen im Vergleich zu denen anderer Kulturtraditionen? Welche sind damit gemeint?

c) Worin wird demgegenüber eine besondere Fähigkeit, ja die historische Aufgabe des römischen Volkes gesehen? Welchee Gründe könnte es für diese Annahme geben?

Vergil, Aeneis 6, 847 - 853.

2. Das Lateinische der Epoche der Herausbildung des römischen Kaisertums.

ÜBUNG 3.

AUFGABEN:

a) Versuchen Sie, den unten wiedergegebenen, relativ langen lateinischen Text mit Ihren gegebenen Sprachkenntnissen wenigstens in großen Zügen zu verstehen. Auf welche bekannteren historischen Geschehnisse und Personen bezieht er sich? Hat er einen oder mehrere Autoren? Wen?

b) Gliedern Sie die Aussagen des Textes nach Ihren Möglichkeiten thematisch ein wenig genauer.

c) Welcher Textgattung gehört Ihres Erachtens der Text zu und welchen Zweck verfolgen seine Aussagen? Geben Sie dafür eine Begründung.

Selbstdarstellung eines Kaisers der römischen Prinzipatszeit.

Zum Zwecke der Übungsbearbeitung wird die folgende Textquelle hier nur lateinischsprachig und ohne genaue Quellenangabe nach einer wissenschaftlicher Edition und Übersetzung durch M. Giebel (1980), aber im vollen Umfang ihres sicherbaren Erhaltungszustandes wiedergegeben. Einfügungen in eckigen Klammern enthalten übungsbedingte Auslassungen bzw. Ergänzungen des Skript-Bearbeiters. C. G.

3. Das Lateinische einer imperialen römischen Reichskultur.

ÜBUNG 4.

AUFGABEN:

a) Was wissen Sie von dem Verfasser des Textes? Wie versteht er das Verhältnis zwischen griechischer und römischer Kultur entstehungsgeschichtlich und zu seiner Zeit? Wie unterscheiden sich für ihn die griechische und römische Sprache voneinander?

b) Welche Repräsentanten griechisch- und lateinischsprachicher Kultur zitiert der Autor? Welche von diesen kennen Sie ein wenig?

c) Welche Stilarten der Rhetorik unterscheidet der Autor, und was sagt das über den Charakter einer 'Öffentlichkeit' seiner Zeit aus? Inwiefern ist eine lateinische Rhetorik in seiner Welt nötig? Was steht für den Autor im Mittelpunkt der Tätigkeit eines lateinischsprachigen Rhetors, und welche Fähigkeiten erwartet er deshalb von einem solchen?

Zu den literarischen und rhetorischen Stil-Konzepten der früheren römischen Kaiserzeit.

Ins Deutsche übersetzter Auszug aus: M. Fabius Quintilianus, Institutio oratoria, Buch 12, Kap. 6. Übersetzung in einer dem Übungszweck angepaßten modifizierten Form entnommen aus: Quintilian. Über Pädagogik und Rhetorik. Eine Auswahl aus der '' 'Institutio oratoria'. Übertragen. eingeleitet und erläutert von Marion Giebel, München 1974, S. 185 - 203. Zum Zwecke der Übungsbearbeitung wird die Textquelle hier nur in ihrer deutschsprachiger Übersetzung präsentiert. Kursiv geschriebene Passagen oder Einfügungen in eckigen Klammern enthalten lediglich einige übungsbedingte Hervorhebungen oder Ergänzungen des Skript-Bearbeiters. C. G.

4. Literatur, Medien, Quellen.

Literatur:

Jochen Bleicken, Geschichte der römischen Republik. Oldenbourg-Grundrisse der Geschichte, Bd. 2, München 2004 5.

Werner Dahlheim, Geschchte der römischen Kaiserzeit, Oldenbourg-Grundrisse der Geschichte , Bd. 3, München 2003 3.

Fritz Graf (Hg., unter Mitwirkung vieler wissenschaftlicher Autoren), Einführung in die lateinische Philologie, Stuttgart und Leipzig 1997.

Medien:

Kartenmaterial zur historischen Expansion des römischen Reiches.

Abbildungen archaischer, früh-, hoch- und spätklassischer Plastik (u. a. des Phidias, Skopas, Praxiteles und Lysippos).

Quellen:

Caesar, Bellum Gallicum, Buch 7, Kap. 88 - 90. [Gaius Iulis Caesar, De bello Gallico - Der Gallische Krieg. Lateinisch - Deutsch. Übersetzt und herausgegeben von Marieluise Deissmann, Stuttgart 1991, S. 497 . 499].

Vergil, Aeneis, 6, 847 - 853. Lat. Text aus: P. Vergilii Maronis Aeneis. In usum schoalrum. Recognovit Otto Ribbeck. Leipzig 1878, S. 214 f.

Res gestae divi Augusti. [Augustus, Res gestae - Tatenbericht (Monumentum Ancyranum). Übersetzt, kommentiert und herausgegeben von Marion Giebel, Stuttgart 1980]

M. Fabius Quintilianus, Institutio oratoria, Buch 12, Kap. 6 [Quintilian. Über Pädagogik und Rhetorik. Eine Auswahl aus der '' 'Institutio oratoria'. Übertragen. eingeleitet und erläutert von Marion Giebel, München 1974, S. 185 - 203.]


LV Gizewski SS 2007

Autor: Christian Gizewski, EP: Christian.Gizewski@tu-berlin.de