Das nicaeno-konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis (d. J. 325, 382 und 431 n. Chr.)

in seiner lateinischen Fassung mit deutscher Übersetzung.

Lateinischer Text und deutsche Übersetzung mit geringen Modifikationen entnommen aus: Josef Wohlmuth (Hg.) Dekrete der ökumenischen Konzilien (Conciliorum Oecumenicorum Decrete), Bd. 1: Konzilien des ersten Jahrtausends: vom Konzil von Nicaea (d. J. 325) bis zum Vierten Konzil von Konstantinople (d. J. 869/870). Die Einfügung im Zusammenhang des theologisch unentschieden gebliebenen 'filioque'-Streits ist hier in Klammern berücksichtigt.


Credo in unum Deum,
Patrem omnipotentem,
factorem caeli et terrae,
visibilium omnium et invisibilium.
Et in unum Dominum lesum Christum,
Filium Dei unigenitum
et ex Patre natum ante omnia saecula,
Deum de Deo, Lumen de Lumine,
Deum verum de Deo vero,
genitum non factum,
consubstantialem Patri;
per quem omnia facta sunt.
Qui propter nos homines et propter nostram salutem descendit de caelis
Et incamatus est
de Spiritu Sancto ex Maria Virgine,
et homo factus est.
Crucifixus etiam pro nobis sub Pontio Pilato,
passus et sepultus est,
et resurrexit tertia die, secundum Scripturas
et ascendit in caelum,
sedet ad dexteram Patris,
Et iterum venturus est cum gloria
iudicare vivos et mortuos,
cuius regni non erit finis.
Et in Spiritum Sanctum,
Dominum et vivificantem,
qui ex Patre [filioque] procedit.
Qui cum Patre et Filio simul adoratur
et conglorificatur:
qui locutus est per prophetas.
Et unam, sanctam, catholicam et apostolicam Ecclesiam.
Confiteor unum baptisma in remissionem. peccatorum.
Et expecto resurrectionem mortuorum,
et vitam venturi saeculi.
Amen.
Wir glauben an den einen Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,
die sichtbare und die unsichtbare Welt.
Und an den einen Herrn Jesus Christus
Gottes eingeborenen Sohn,
aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
Gott von Gott, Licht vom Licht,
wahrer Gott vom wahren Gott,
gezeugt, nicht geschaffen,
eines Wesens mit dem Vater;
durch ihn ist alles geschaffen.
Für uns Menschen und unser Heil ist er vom Himmel gekommen,
hat Fleisch angenommen
durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria
und ist Mensch geworden.
Auch wurde er für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,
hat gelitten und ist begraben worden,
und ist am dritten Tage auferstanden, nach der Schrift,
und ist aufgefahren in den Himmel.
Er sitzt zur Rechten des Vaters
und wird wiederkommen in Herrlichkeit,
zu richten die Lebenden und die Toten;
seiner Herrschaft wird kein Ende sein.
Wir glauben an den Heiligen Geist,
der Herr ist und lebendig macht,
der aus dem Vater [und dem Sohn] hervorgeht,
der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und
verherrlicht wird,
der gesprochen hat durch die Propheten,
Und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.
Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.
Wir erwarten die Auferstehung der Toten
und das Leben der kommenden Welt.

Amen.


LV Gizewski SS 2007

Autor: Christian Gizewski, EP: Christian.Gizewski@tu-berlin.de