Inhalt und Ablauf der Lehrveranstaltung Gizewski 'Zur historischen Bedeutung des Lateinischen am Beispiel lateinischsprachiger Quellendokumente der Antike und Nachantike' im SS 2007.

1) Lehrveranstaltungsankündigung für das SS 2007.

G i z e w s k i; Vorlesung/Uebung

0132L012

Zur historischen Bedeutung des Lateinischen am Beispiel lateinischsprachiger Quellendokumente der Antike und Nachantike.

Fr 12 - 14 ; Beginn: 27. April 2007; Ende: 20. Juli 2007.

Ort: MA 144 (Mathematikgebäude, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin, Raum 144).

Inhalt:

Ziel der Lehrveranstaltung, einer mit zahlreichen Übungselementen verbundenen Vorlesung, ist es,

1) an einigen ausgewählten, historisch bedeutsamen Quellentext-Passagen aus der Antike, dem Mittelalter und der früheren Neuzeit exemplarisch zu verdeutlichen, welche Bedeutung ihr direktes Verständnis bzw. der Nachvollzug ihrer Übersetzungen mittels gewisser eigener lateinischer Sprachkenntnisse ihrer Leser haben kann,

2) zu verdeutlichen, welche öffentliche und bildungsbezogene Bedeutung die lateinische Sprache in den nachantiken Epochen Europas hatte,

3) einige Hinweise zu geben für einen gewissen rationellen, methodischen Erwerb lateinischer Sprachkenntnisse im Interesse historischer Bildung und Urteilsfähigkeit.

Literatur:

Kluge, Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. Bearbeitet von Elmar Seebold, Berlin, New York 1995 23. - Manfred Fuhrmann, Latein und Europa. Die fremdgewordenen Fundamente unserer Bildung, Köln 2001.

Kapitelweise im LV-Skript unter http://www.tu-berlin.de/fb1/AGiW/Auditorium/HistBLat/Portal.htm .

2) Charakter der Lehrveranstaltung.

Mit ihrem ständigem Wechsel von Vortrag und Übungselementen richtet sich die Lehrveranstaltung an alle interessierten Studenten aller infragekommenden Studienrichtungen und -gänge, die eine gewisse praktische Vertrautheit mit lateinischsprachigen Quellen verschiedener Epochen anstreben, selbst wenn sie mit der lateinischen Sprache durch Schulunterricht oder Kurse bisher nicht näher bekannt geworden sind. Lateinkenntnisse sind daher für den Besuch der Lehrveranstaltung nicht Voraussetzung. Im Gegenteil ist es eines ihrer Ziele, die Scheu vor dem Kontakt mit lateinischsprachigen Quellen zu verringern, auch wo die dafür an sich vorauszusetzenden Sprachkenntnisse gering sind.

3) 13 Termine:

27. April , 4., 11., 18., 25. Mai, 1., 8., 15., 22., 29. Juni ,

16. 13., 20. Juli 2007.

4) ÜBERSICHT ÜBER DIE VORGESEHENEN THEMEN.

Einführung.

Kap. 1: Das Lateinische als dominierende Sprache der Politik und Kultur des Imperium Romanum.

Kap. 2: Das Lateinische als Sprache der Hochkulturdiffusion auf ein 'Barbarikum' in der späteren Antike.

Kap. 3: Das Lateinische als Sprache der christlichen Kirchen- und Missionsorganisation v. a. des 'Westens' im späteren Altertum.

Kap. 4: Das Mittel-Lateinische als eine Sprache der mittelalterlich-staatlichen, -kirchlichen und -gelehrsamen Kommunikation in Europa.

Kap. 5: Das Lateinische als eine Sprache der 'Renaissance' und des 'Humanismus'.

Kap. 6: Neu-Lateinisch und das lateinische Erbe im Wortschatz der neuzeitlichen europäischen Volkssprachen.

5) Hinweise zu Literatur, Hilfsmitteln und Quellen.

Ein Verzeichnis der zur einführenden Lektüre empfohlenen Literatur findet sich unter

http://www.tu-berlin.de/fb1/AGiW/Auditorium/HistBLat/Einf.htm .

Im übrigen gibt es zusammenfassende Hinweise zu den in den einzelnen Kapiteln verwendeten Quellen und Medien und zur weiterführenden Literatur jeweils an deren Schluß.

6) Das Projekt 'Alte Geschichte im WWW' und das dortige Skript zu dieser Lehrveranstaltung.

Zu dieser Lehrveranstaltung gibt es im Internet ein elektronisches Skript unter der URL-Adresse
http://www.tu-berlin.de/fb1/AGiW/Auditorium/HistBLat/Portal.htm .
Es ist Teil des elektronischen Gesamtprojektes 'AGiW' ('Alte Geschichte im WWWW'), über dessen Inhalte die Seiten
http://www.tu-berlin.de/fb1/AGiW/
und
http://www.tu-berlin.de/fb1/AGiW/Register.htm
informieren.

7) Übungsarbeiten im Rahmen der Lehrveranstaltung.

Im Rahmen dieser Lehrveranstaltung, die schwerpunktmäßig eine Vorlesung ist, können von interessierten Teilnehmern bei Bedarf ausnahmsweise auch Übungsarbeiten angefertigt werden, um einen Schein für die im Rahmen des Studienplans vorgesehene Teilnahme an einer Textquelleninterpretationsübung zu erhalten.

Zu den Einzelheiten einer solchen Arbeit siehe:

http://www.tu-berlin.de/fb1/AGiW/Auditorium/HistBLat/UebgArb.htm .


8) Dozent:

Prof. Dr. Christian Gizewski, apl. Professor für Alte Geschichte, Fakultät I - Geisteswissenschaften - der TU Berlin, Institut für Geschichte und Kunstgeschichte, Sekr. Alte Geschichte, Ernst-Reuter-Platz 7,10587 Berlin, TEL.: [Deutschland] 030/314-24152, EP: Christian.Gizewski@tu-berlin.de .

Vl/Ue Gizewski SS 2007.

Autor: Christian Gizewski. EP: Christian.Gizewski@tu-berlin.de .