Sachlich sind generell die in diesem Rahmen eines Diskussionsforums für Lehrzwecke wiedergegebenen Arbeiten - im Hinblick auf manche in ihnen von den Autoren und auch vom Hg. belassenen Mängel und Unrichtigkeiten - nur bedingt publikationsfähig. Sie eignen sich nur bedingt zum geschichtswissenschaftlichen Zitieren , es sei denn, sie sind hier ausdrücklich als überarbeitet deklariert. D. Hg.


 

Martin Klitscher zu Eduard Meyer.

A. Kurzbericht zu Eduard Meyer, Geschichte des Altertums.

Der Autor.

Eduard Meyer wurde im Jahre 1855 als Sohn eines Gymniasallehrers in Hamburg geboren Dureh seine Schulzeit am Gyrnniasum Johanneum wurde er schon früh an ein hohes wissenschaftliches Niveau heranggführt. Im dortigen "Wissenschatllichen Verein von 1817"besehaftigte er sich zum ersten Mal mit der des antiken Kleinasiens.

Nach dem Abitur im Jahr 1872 begann er mit dem Studium von Sprachen aus dem Bereieh des alten Orients Nach einer Anfangszeit in Bonn studierte er in Leipzig, dem damaligen Zentrum der deutschen Orientalistik. weiter. Hier verband er seine Studien mit antiker Religionsgeschichte und promovierte im Jahre 1875 mit einer Untersuchung der altägynsehen Gottheit Seth-Typhon.

Seinem Studum folgte eine Zeit als Hauslehrer des britischen Generalkonsuls in Konstantinopel und als Privatdozent in Leipzig, wo er sieh im Jahre 1879 tür Alte Geschichte habilitierte. Es folgten Professuren in Breslau, Halle und Berlin, wo er im Jahre 1919 zum Rektor der Universitat gewählt wurde. Mit Kriegsausbruch 1914 begann er ein politisches Engagement und verfasste Kriegsschriften über England und Amerika. Er starb schließlich im Jahre 1930 in Breslau

Das Werk.

Mit seinem (18??) in erster Auflage in fünf Bänden erschienenen Werk 'Die Geschichte des Altertums unternahm Eduard Mever den Versuch, eine Universalgeschichte der Antike zu scheiben Das Werk beschreibt beginnend mit Ägyptcn und Vorderasien die Geschichte der antiken Welt bis um das Jahr 366 v. Chr. Durch seine Ausführlichkeit blieb das Werk unvollendet, es findet jedoch eine gewisse Fortsetzung in Mevers Gesamtwerk, das eine Bibliographie von ungefähr 500 Titeln umfasst.

Theorie und Methodik.

Für Eduard Meyer war die Geschichte keine systematische Wissenschaft. Er hr beschäftigte sich mit Einzelvorgängen unter steter Berücksichtigung des universellen Zusammenhanges. Meyer beschrieb seine Auffassung von der Historie in einem Zitat als "[alles], was wirksam oder gewesen ist".
Meyer beschäftigte sich mit den großen Gegensätzen der menschlichen Entwicklung. Dazu gehörten: das Indivuduelle und das Universale; Tradition und Fortschritt; äußere Einwirkung und innere Entwicklung.
Er betrachtete das Einzelne und Individuelle, das von Zufall, freiem Willen oder der Macht der Ideen geprägt sein konnte. Das Universelle hingegen uinersuchte er in der Form der Weltreiche.
Er beschrieb seine Gedanken in der Einleitung zur Neubearbeitung der 'Geschichte des Altertums' als eine "Lehre von den allgemeinen Formen menschlichen Lebens und menschlicher Entwicklung".

Aufbau und Basis.

Meyer bemühte sich um eine handbuchartige Form seines Werkes.
Grundlage für das Werk bildeten eigene Studien an den Promärquellen. Diese wurden jeweils ausgiebig erörtert.
Meyer entwickelte aus eigenen vorbereitenden Einzeluntersuchungen die große Darstellung der Geschichte.
Ausgangspunkt waren die drei Brennpunkte Kleinasien, Ägypten und Palästina.
Meyer war um ein Höchstmaß an chronologischer Genauigkeit bemüht. Die Chronologie bot für ihn den Rahmen zur Einordnung der Ereignisse.

Zeitlicher Hintergrund.

Durch die wissenschaftsgeschichtliche Situation am Ende des 19. Jhts. und am Anfang des 20. Jhts. war Meyer zu zahlreichen Neubearbeitungen seines Stoffes gezwungen.
Historische Urteil und politische Überzeugung bedingten sich bei Meyer gegenseitig.
Er arbeitete mit Parallelisierungen der Verhältnisse im Altertum auf der einen Seite und in Mittelalter und Neuzeit auf der anderen.

Bisherige Literatur.

Christ, Karl, Von Gibbon bis Rostovtzeff, München 1972.
Meyer, Eduard, Die Gesehiehte des Altertums Band 1, 1 .1 Hälfte: Einleitung. Elemente der Anthropologie. 6. Auflage, ND Darmstadt 1953.
Meyer, Eduard, Zur Theorie und Methodik der Geschichte, Halle 1902.

 


B. Hausarbeit

Martin Klitscher, ' Eduard Meyers 'Geschichte des Altertums' als universalhistorisch konzipierte Geschichte der Altertumskulturen.

 

Inhalt

I. Einleitung 3-4

II. Das Leben Eduard Meyers

1.) Frühe Prägung durch Elternhaus und Schule 4-7

- Die Familie Meyer

- Erziehungsprinzipien

- Johannes Classen

- schulische Leistungen am Gymnasium Johanneum

- Der " Wissenschaftliche Verein von 1817"

- Erwerb des Abiturs

2.) Studienzeit in Bonn und Leipzig 7-9

- Grundlinien der
Studienzeit

- Brief an den Vater
aus dem Jahre 1872

-"umfassende
und einheitliche
Weltanschauung"

- Weg über Bonn nach Leipzig

- Religionsgeschichtliche Interessen

3.) Die Zeit nach dem Studium bis zum Kriegsausbruch 9-10

- Als Hauslehrer in Konstantinopel

- Rückkehr nach Deutschland

- Beginn der Arbeit an der Geschichte des Altertums

- Aufenthalte in den Vereinigten Staaten

4.) Politische Wandlung im Krieg und reaktionäres Engagement 10-11

- Politische Äußerungen vor dem Krieg

- Hetzschriften gegen England und die USA

III. Die Geschichte des Altertums

1.) Zur Entstehung der Geschichte des Altertums 12-13

- Anfrage des Cotta-Verlages

- Das Schreiben Meyers an Cotta vom 9.7.1879

- Vertragsabschluß mit Cotta

- Neue Schwerpunkte in Meyers Leben

- erste Auflage von 1884 und Reaktionen

2.) Zum Universalhistorischen Konzept Eduard Meyers 14-15

- universalhistorischer Ansatz

- Erkenntnisinteresse

- Vielfalt der Fragestellungen

- Objekt der Geschichtsforschung

3.) Die Einleitung zur 1. Auflage der Geschichte des Altertums 16-17

- Die Einleitung als Antwort auf zeitgenössische Probleme

der Geschichtsforschung

- Die Elemente der Anthropologie

-Anthropologie und Geschichte

- Inneres Wesen der Geschichte

- Das historische Material und der allgemeine Charakter

der Geschichtsschreibung

- Chronologie und Geschichte des Altertums

4.) Die Elemente der Anthropologie 17-18

- Neubearbeitung der Einleitung

- Meyers Begründung

- Meyers Definition der Anthropologie

- Inhalt der Anthropologie

5.) Gründe für die Formulierung der Einleitung und Position im

Methodenstreit 19-21

- Einzigartigkeit der Einleitung

- Begründung Meyers

- theoretische Auseinandersetzungen

- Position gegenüber Lamprecht

- In der Tradition der aufklärerischen Universalhistorie

6.) Methodik 21-22

- Aufbau der Darstellung

- Quellenkunde und Forschungsstand

- Chronologie

IV. Fazit 22-23

V. Anhang

1.) Anmerkungen 23-25

2.) Literatur 26

 

I. Einleitung

Im Jahre 1879 erhielt, der damals in Leipzig tätige Privatdozent Eduard Meyer eine Anfrage des
Cotta-Verlages. Das Haus Cotta suchte einen Autoren zur Herausgabe eines "Hand- und
Lehrbuch[es] der Geschichte des Altertums für Schüler höherer
Unterrichtsanstalten"1 Meyer nahm diese Aufgabe, die sich im späteren Verlauf zu
seinem Lebenswerk entwickelt sollte an und arbeitete schließlich daran bis zu seinem Tod im Jahre
1930. Das Werk blieb aufgrund seiner Ausführlichkeit unvollendet.

Die Idee zu einer universellen Beschäftigung mit dem Altertum war für Meyer bis zu diesem
Zeitpunkt nicht neu. Grundgedanken und Ansätze dazu findet man schon während der Schulzeit
Eduard Meyers.

Beschäftigt man sich näher mit dem Leben Meyers, so trifft man einen Menschen, der im
Gegensatz zu Biographien anderer bedeutender Historiker, schon von frühester Jugend für eine
derartige Aufgabe prädestiniert war.

Von der wissenschaftlichen Forschung blieb der Historiker Meyer weitgehend unbeachtet. Dies
wundert, da er unter Zeitgenossen einen hohen Ruf hatte. Max Weber bezeichnete ihn
beispielsweise als "unserem ersten Historiker"2. Im Evanston Index des Jahres 1910
wurde er gar als "The most eminent living historian, the one final
authority"3 betitelt.

Die Ursache für seine Nichtbeachtung liegt in Meyers politischen Engagement ab dem Ersten
Weltkrieg. Im damaligen nationalistischen Taumel verfaßte er Hetz- und Propagandaschriften.
Nach dem Krieg bezog er außerdem extrem nationalistisch-reaktionäre Positionen. So wurde er
schließlich, wie es Ulrich von Wiliamowitz-Moellendorf formulierte zum " bestgehaßten
deutschen Gelehrten"4

Sein wissenschaftliches Werk ist allerdings weitgehend frei von politischer Färbung und verdient
schon aufgrund seiner Substanz an Beachtung.

In der folgenden Arbeit beschäftige ich mich zuerst eingehender mit dem Menschen Eduard
Meyer. Ich verfolgte seinen Bildungsweg über das Elternhaus, das Gelehrtengymnasium und das
Studium, wobei sich früh schon recht deutlich die Schaffenskraft und der universelle Anspruch
Meyers herauskristallisierten.

Ich umriß ferner die Zeit bis zum Kriegsausbruch und beschäftigte mich etwas mehr mit dem
politischen Eduard Meyer.

Im zweiten Teil setzte ich mich mit der Geschichte des Altertums auseinander. Zuerst beschrieb
ich das Werk selbst und dessen Entstehung. Im Zentrum stand dann die Auseinandersetzung mit
dem universalhistorischen Konzept Meyers. Von großer Bedeutung ist meiner Meinung nach die
Einleitung zur Geschichte des Altertums aus dem Jahr 1884. Da Meyer sich hier intensiver mit
seiner Theorie und Methodik auseinandersetzte, lohnte es sich diese genauer zu betrachten.

Zum Schluß stand für mich die Frage nach der Methodik Meyers. Ein solch hoher Anspruch, wie
Meyer ihn vertrat, setzte sicher auch einige methodische Besonderheiten voraus. Leider wurde
dieser Teil nicht sehr ausführlich.

II. Das Leben Eduard Meyers

1.) Prägungen durch Elternhaus und Schule

Die Grundlagen für Eduard Meyers späteren wissenschaftlichen Werdegang wurden im
wesentlichen schon durch die Erziehung in seinem Elternhaus und durch eine überdurchschnittlich
anspruchsvolle Schulbildung gelegt. Eduard Meyer wurde am 25. Januar 1855 in Hamburg
geboren und nach seinem Vater benannt. Meyers Vater war seit dem Jahre 1830 ordentlicher
Lehrer am Gymnasium Johaneum und mit der bei Eduards Geburt erst achtzehnjährigen Henriette
Dessau verheiratet. Am Johaneum unterrichtete Meyer die klassischen Sprachen, Geschichte und
Deutsch. Er trat auch selbst schriftstellerisch in Erscheinung. Zu seinem Werk gehören unter
anderem Flugschriften, Veröffentlichungen zur Hamburger Geschichte und zum Altertum,
außerdem der erste Kommentar zu Goethes Faust.5

Die Erziehung im Haus Meyer richtete sich nach dem humanistischen Bildungsideal. Eduard
Meyer senior erzog seine Kinder zur Eigenverantwortung, nach dem Prinzip durch Bildung
Persönlichkeit zu entwickeln. Das Klima war liberal, gänzlich ohne Zwänge. Dazu trug gewiß
auch der Unterschied zwischen dem fast großväterlichen Eduard Meyer sen. und der noch jungen
Mutter bei. So hatte beispielsweise Eduards Bruder Kuno, die Gelegenheit zu einem Privatlehrer
nach Edinburgh zu gehen als er aus einer pubertären Stimmung heraus beschloß, nicht mehr
regelmäßig in die Schule zu gehen.6

Ein solcher Geist herrschte auch am Gymnasium Johaneum. Diese 1529 gegründete
Gelehrtenschule vertrat den Anspruch ihre Schüler schon recht früh an ein universitäres Niveau
heranzuführen. Während der Schulzeit Eduard Meyers wirkte dort der Thukydiesforscher
Johannes Classen als Direktor. Dies war für Meyer sicher die erste Begegnung mit dem
universalhistorischem Ansatz Niebuhrs. Classen war ein Schüler Niebuhrs. Er hatte eine
Hauslehrerstelle bei Barthold Georg Niebuhr und wirkte mit diesem bei der Edition byzantinischer
Geschichtsschreiber zusammen. Nach Niebuhrs Tod gab er außerdem den 3. Band von dessen
Römischer Geschichte heraus. Classen versuchte auch Einfluß auf den späteren universitären
Bildungsweg von Eduard Meyer zu nehmen.7

Meyer selbst fiel am Johaneum schon früh durch überragende Schulleistungen auf. So war er
unter anderem der weitaus jüngste Abiturient seines Jahrganges. In einem "Wissenschaftlichen
Verein von 1817" wurden fortgeschrittene Schüler des Johaneums zusätzlich gefördert. Die
Schüler hatten hier die Gelegenheit zu wissenschaftlichen Probearbeiten. Meyer verfaßte hier
schon Aufsätze die auf selbständiger Quellenforschung basierten. Ein erster Zugang zur
Geschichte bildete für den jungen Meyer, der Versuch geschichtliche Karten zu erstellen. Dazu
griff er auch aufgrund seines sprachlichen Interesses auf Originalquellen von Strabo zurück. Über
diese Beschäftigung drang er immer tiefer in die historische Literatur. Daraus entstand schließlich
eine Probearbeit mit einer umfassenden Darstellung Kleinasiens bis zur Unterwerfung durch
Rom. Ein anderes bemerkenswertes Beispiel ist sein Aufsatz über die Geschichte des
Königreiches Pontos mit dem er sich mit eher geringen Veränderungen im Jahre 1879 in Leipzig
habilitieren konnte. In einem weiteren Aufsatz aus dieser Zeit beschäftigt sich der Schüler Meyer
mit der Frage, nach den Gründen für den Untergang des Altertums. Das Fazit des Schülers lautet
folgendermaßen:

"Ich glaube erwiesen zu haben, daß die Entwicklung vom
Altherthum zur Neuzeit ein Fortschritt war, daß das Alterthum
große jetzt überwundene Mängel hatte. Wir haben Recht, wenn wir
das Alterthum als eine ideale Zeit betrachten, insofern dort hohe
geistige Blüthe, heiterer Sinn und freies Leben bei den von Glück
begünstigten herrschten; aber vergessen wir nicht, wenn wir uns in
einzelnen Stunden nach ihm sehnen, wie viel höher wir stehn und
wie groß der Fortschritt ist von ihm bis zu unserer Zeit." 8

Zusammengefaßt argumentiert er in seinem Aufsatz folgendermaßen: Der Untergang des
Altertums war weder Zufall noch Rückschritt, sondern eine notwendige Folge von Fehlern und
Mängeln, die der antiken Welt innewohnten. Dazu gehörten hauptsächlich die politischen und
moralischen Werte. Diese basierten im wesentlichem auf Egoismus. Unterdrückung gegenüber
Frauen und Sklaven, außerdem Staatsverfassungen, die nur den Freigeborenen politische
Mitbestimmung zubilligten, trugen zur Instabilität bei. Die wachsende Macht des Staates im
Hellenismus und während der römischen Kaiserzeit führten zu einer Abkehr des Einzelnen vom
Gemeinwesen und zu einem Sittenverfall. Die Weltherrschaft wiederum unterdrückte die Freiheit
und Individualität der Völker. Durch das Christentum und die Germanen kam es dann schließlich
zu einer notwendigen Erneuerung. Meyer versucht sich in dem Aufsatz außerdem an einer
Korrektur der traditionelle Epocheneinteilung. Nach seiner Überlegung besteht einzig ein
Unterschied zwischen Altertum und Neuzeit. Für ihn gibt es zwischen Mittelalter und Neuzeit
keinen Bruch sondern eine regelmäßige Weiterentwicklung.9

Diese hier nur angerissene Arbeit bietet einige interessante Einblicke in die Grundlinien des
damaligen Denkens von Eduard Meyer. Zunächst äußert sich darin ein ungebrochener
Fortschrittsglauben. Ein weiteres Moment, welches hier schon erkennbar wird, ist das Bemühen
das klassische Griechenland aus der

humanistischen Verklärung zu lösen. Außerdem zeigt es, daß Geschichte für den Schüler Meyer
bereits mehr war als bloße Ansammlung von Fakten.

Im Frühjahr 1872 erwarb Eduard Meyer am Johaneum das Abitur. Mit Abgang von der Schule
verfügte er über gründliche Kenntnisse der klassischen Sprachen. Darüber hinaus des
Hebräischen und Arabischen.10

2.) Studium in Bonn und Leipzig

Seinen universitären Bildungsweg ging Meyer weitgehend selbstbestimmt und konsequent. Der
Student Meyer widersetzte sich auch einem steten Drängen seines Vaters und des ehemaligen
Lehrers Classen nach Berlin zu gehen und sich einer dortigen Historikerschule um Theodor
Mommsen anzuschließen. Meyer betrieb ein zweigleisiges Studium. In der Hauptsache widmete
er sich dem Studium der Geschichte und möglichst vieler Sprachen aus dem Bereich des Alten
Orients. Daneben verfolgte er aber auch einen steten autodidaktischen Wissenserwerb bezüglich
anthropologischen und religionsgeschichtlichen Fragestellungen. Dabei blieb er weitestgehend für
sich und schloß sich auch keiner speziellen Schulrichtung an.

Ein Brief an den Vater aus dem Jahre 1872 gibt einen sehr guten Aufschluß über Meyers damalige
Anschauungen und verweist außerdem schon auf die Art und Richtung des universalhistorischen
Interesses, welches später charakteristisch für ihn werden sollte. Als Entgegnung auf eine Frage
seines Vaters nach den Studien hellenistischer und älterer römischer Kaisergeschichte heißt es u.a.
in dem Brief:" Mein Studium ist die Geschichte des Althertums, die
Erforschung desselben in allen Richtungen,[...], kurz, die möglichst
genaue Erkenntnis dieser ersten Epoche der Entwicklung des
menschlichen Geistes"

Zu dem Studium selbst schreibt Meyer:"Wenn du also die Erkenntnis des
gesamten Althertums als meine Aufgabe betrachtest, so wird Dir
auch klar sein, wie unentbehrlich dazu die Kenntnis des Sanskrit, des
Arabischen, des Hebräischen ist."

Dies erläutert er dann im folgenden Absatz an einigen Beispielen:" Das Hebräische
zunächst bedarf ich, um das alte Testament, d.h. die Geschichte der
Juden und ihre Anschauungen kennenzulernen;[...] Das Arabische
aber ist der Schlüssel zu den semitischen Sprachen; es ist
nothwendig zu einer genauen Erkenntnis der semitischen Sprachen,
und damit eines wesentlichen Theils des semitischen Geisteslebens.
[...] nur durch eine Kenntnis der bekannten semitischen Sprachen
wird die Erkenntnis der unbekannten ermöglicht. Nur durch sie sind
die Keilschriften zu lesen, nur durch sie wird das Urtheil darüber
möglich ob ein Volk arisch oder semitisch war."

Über das Sanskrit heißt es dann weiter:" [...] das Sanskrit, das allein die
Erkenntnis des Wesens der indogermanischen Sprache ermöglicht,
das ein Haupthülfsmittel bietet zur Frage nach dem Ursprung der
sprachlichen Bildungen, oder eigentlich das einzige;"11

Daran erkennt man, welchen Anspruch Eduard Meyer auf Sprachkenntnisse legte. Er verfolgte
hier schon das Ziel, seine Erkenntnis aus den Studium der Originalquellen zu gewinnen. Dies ist
unter anderem der Anlaß dafür, daß die chinesische Kultur keinen Einzug in Meyers Werk fand.
Der Grund hierfür liegt einfach darin, daß Meyer keine Zeit dafür fand chinesisch zu lernen. Diese
Tatsache bedauerte er noch bis ins späte Alter.12

Doch der Sprache fällt noch eine weitere wichtige Bedeutung zu. Zu einem eingehenderen
Verständnis Meyers Erkenntnisinteresses ist es notwendig zu

wissen, daß Meyer Anhänger von Darwins Evolutionstheorie war. Meyer erkannte in der
Vernunft den Unterschied zum Tier. Vernunft wiederum setzt Sprache voraus. So betrachtet wird
Meyers Ziel deutlich, die Sprache als Mittel zu benutzen, um die historische Entwicklung der
Vernunft zu verfolgen. Das Altertum war dabei insofern interessant, da es die früheste Periode der
Entwicklung des menschlichen Geistes darstellte. Dies zeigt, daß Meyer nicht lediglich an
Geschichte in Form von einer Aneinanderreihung historischer Ereignisse interessiert war.
Sondern, daß er vielmehr nach allgemeinen Erkenntnissen über den menschlichen Geist suchte. Er
formulierte dies später in einer autobiographischen Notiz folgendermaßen: "...auf Grund
der Geschichte zu einer umfassenden und einheitlichen
Weltanschauung zu gelangen."13

In diesem Zusammenhang ist es bemerkenswert mit welcher Ausführlichkeit, Konsequenz und
wissenschaftlicher Selbstdiziplin sich Meyer dieser Aufgabe Zeit seines Lebens widmete.

Das Ziel des Abiturienten Meyers war ursprünglich mit Schulkameraden in Bonn zu studieren.
Dort hatte Niebuhr gewirkt und Classen sein Studium absolviert. Er begann dort im Sommer 1872
mit dem Studium bei den dortigen Orientalisten. Allerdings hielt es ihn hier nicht lange. Bereits
nach einem Semester beendete er sein Studium in Bonn. Classen und Eduard Meyer sen. wollten
ihn dazu bewegen nach Berlin zu gehen. Doch Meyer selbst entschied sich schließlich dafür in
Leipzig weiter zu studieren. Leipzig hatte sich in dieser Zeit bereits zu einem Zentrum der
deutschen Orientalistik entwickelt.14

Während seiner Studien begann Meyer auch ein starkes Religionsgeschichtliches Interesse zu
entwickeln. Er trieb hauptsächlich Forschungen über die Göttin Astarte und ihren
Erscheinungsformen. Im Frühjahr 1875 promovierte er schließlich über die altägyptische Gottheit
Seth-Typhon.15

3.) Die Zeit nach dem Studium bis zum Kriegsausbruch

Im gleichen Jahr erhielt Meyer die Möglichkeit als Hauslehrer des englischen Generalkonsuls Sir
Philip Francis in Konstantinopel zu arbeiten. Hier gewann er

erste unmittelbare Eindrücke des Nahen Ostens. In Konstantinopel und durch Exkursionen nach
Bithynien und Troja bekam er eine Begegnung mit den Resten alter Kulturen. Allerdings starb Sir
Philip bereits ein Jahr später. Meyers Versuche über einen Bekannten an der Kairoer Bibliothek
eine Stellung zu erhalten schlugen fehl. 16

So begleitete er die Familie Philip zurück nach England und ging dann zurück nach Deutschland.
Nach der Absolvierung eines Militärdienstes kam er dann wieder nach Leipzig, wo er sich im
Frühjahr 1879 mit dem bereits erwähnten Aufsatz über die Geschichte Pontos habilitierte. 17

Es folgte eine Zeit als Privatdozent in Leipzig. In jenen Jahren bekam er dann die Anfrage des
Cotta-Verlages nach einem "Hand- und Lehrbuch der Geschichte des
Altertums für Schüler höherer Unterrichtsanstalten." Zuerst lehnte er das
Angebot ab. Doch dann widmete er sich mit ganzer Kraft der Aufgabe, die seine bisher eher weit
gestreuten Interessen bündelte und forcierte. Der erste Band der Geschichte des Altertums
erschien schließlich im Jahre 1884. Im September des gleichen Jahres heiratete er.

Ab dem Jahr 1885 lehrte Meyer als Althistoriker an der Universität von Breslau. Vier Jahre später
ging er dann nach Halle. Sein Ruf wuchs in dieser Zeit mit seinem Hauptwerk. Er bekam
Angebote für Professuren in München und Berlin.

Schließlich entschied er sich für Berlin wo er bis 1923 das Ordinariat innehatte.

In den Jahren 1904 und 1909/10 bekam Meyer Gelegenheit die Vereinigten Staaten
kennenzulernen. Er hatte dort Einladungen zu Gastprofessuren in Chicago und Harvard. Dort
wurde er geradezu mit akademischen Würden überschüttet. In dieser Zeit verfolgte er sein
Religionsgeschichtliches Interesse weiter und beschäftigte sich mit der Entstehung der jungen
Religion der Mormonen. Hieraus erhoffte er sich Erkenntnisse über die Frühstadien der anderen
großen Weltreligionen ableiten zu können. 18

4.) Politische Wandlung im Krieg und reaktionäres Engagement

Bis zum Ausbruch des Krieges gibt es nur wenige Äußerungen Eduard Meyers

zu tagespolitischen Fragen. In einem Brief aus Konstantinopel sympathisierte er mit einem
Wahlsieg der Sozialdemokraten. Doch sonst hat er sich scheinbar nicht intensiver mit politischen
Problemen auseinandergesetzt.19

Dies änderte sich mit Kriegsausbruch im Jahre 1914. Im allgemeinen nationalistischen
Kriegstaumel und auch aus Schmerz über den Verlust seines

Sohnes Herbert, begann er Hetzschriften zu verfassen. Dazu gehörten kleinere

Kriegsschriften aber auch von der Kriegspsychose beeinflußte Monographien über England und
die Vereinigten Staaten. Darüber hinaus schrieb er auch Abhandlungen über den Staat und
Probleme der inneren und äußeren Sicherheit. Daran liegt allerdings meiner Meinung nach nichts
besonderes Verwerfliches. Vertrat er doch Einstellungen die er mit vielen seiner intellektuellen
Zeitgenossen teilte. Erinnert sei nur an Thomas Mann der sich unter anderem in seinen
Betrachtungen eines Unpolitischen zum deutschen Sonderweg bekannte. Nach dem Krieg
engagierte sich Meyer allerdings in einem nationalistisch-reaktionären Sinn. Er wurde Mitglied der
Deutsch Nationalen Volkspartei und versuchte Einfluß auf die deutsche Politik zu gewinnen. Zur
Begründung sollte man sein Weltbild genauer betrachten. Als Historiker verglich er den Verlauf
des Weltkrieges mit der Niederlage des makedonischen-Griechenlands durch Rom. Desweiteren
war er fest in seinem bürgerlichen Fortschrittsglauben befangen. Unter dieser Vorraussetzung war
der Wilhelminismus die größte Blütezeit des deutschen Volkes und das konstitutionelle Kaisertum
die einzig Fortschritt verheißende Staatsform.

In der Folge betätigte er sich später in Form von Publizistik, Aktivitäten in Vereinen und
Organisationen und durch seine Arbeit in den akademischen Gremien an der Berliner Universität
weiter. Dieser politische Exkurs blieb allerdings nicht ohne Folgen. Er führte zu einer
nachträglichen wissenschaftlichen Diskreditierung, die bis heute anhält.

Ein wichtiges Element seiner politischen Tätigkeit bildete eine ausgeprägte Abkehr von westlichen
Einflüssen, die schon in den Monographien über England und die Vereinigten Staaten zum
Ausdruck gekommen war. In seiner autobiographischen Skizze heißt es an einer Stelle: " Als
die schamlose Auslieferungsforderung kam, habe ich die mir von
den englischen und amerikanischen Universitäten gegebenen
Doktordiplome zerissen und das öffentlich bekanntgegeben"20

Er begann Symphatien für die junge Sowjetunion zu entwickeln und erklärte Lenin zum größten
Staatsmann seit Bismarck.

1930 starb Eduard Meyer. Er liegt auf dem Steglitzer Parkfriedhof begraben.21

.

III. Die Geschichte des Altertums

1.) Zur Entstehung der Geschichte des Altertums

Wie bereits geschildert reichen die Ansätze Eduard Meyers zu einer universellen Beschäftigung
mit dem Altertum schon in die Schulzeit am Johaneum zurück .

Im Jahre 1879 bekam er nun die Gelegenheit diese Beschäftigung zu seinem Lebenswerk zu
machen. Während seiner Zeit als Privatdozent in Leipzig erhielt er im Frühjahr 1879 die Anfrage
des Cotta-Verlages " ob er grundsätzlich bereit sei, ein Hand- und
Lehrbuch der Geschichte des Altertums zu bearbeiten, welches für
Schüler höherer Unterrichtsanstalten gedacht sei."

Es ist zu vermuten, daß Meyer dem Verlag empfohlen wurde, denn es ist nicht bekannt wie Cotta
auf Meyer aufmerksam wurde. Meyer lehnte die Anfrage zuerst ab und wies in seinem Schreiben
daraufhin"[ihm] schwebe[...] die " Anlage des Heerenschen Handbuchs" vor,
die freilich zu erweitern und umzuarbeiten sei."22

Nach dem der Cotta-Verlag Meyer erneut aufforderte, willigte dieser schließlich in die
Zusammenarbeit ein.

In seinem Schreiben vom 9.7.1879 an den Verlag skizziert er sein Vorhaben
folgendermaßen:"[..], daß ich an eine Bearbeitung der römischen
Geschichte, [..] fürs erste noch nicht denken kann[..] Ich würde also
zunächst nur eine Bearbeitung der orientalischen und griechischen
Geschichte geben"

Er gibt in dem Brief an, daß er die Anlage des Heerenschen Handbuches umarbeiten und
erweitern will. Er umreißt dann diese Erweiterung:

" [..], daß die Staatsverfassung und Staatsverwaltung eingehender
berücksichtigt und überall ein Abriß der Cultur- und
Literaturgeschichte mit aufgenommen wird. Auch würde die
Religionsgeschichte kurz zu verfolgen und namentlich bei den
orientalischen Völkern eine kurze Skizze der Religiösen Systeme zu
geben sein.

Im allgemeinen scheint es mir die Aufgabe eines wissenschaftlichen
Handbuchs der alten Geschichte zu sein, den der es benutzt nicht nur
über die neuesten Ergebnisse der Forschung zu orientiren sondern
ihm auch ein selbständiges Arbeiten auf dem

betr. Gebiete zu ermöglichen; außerdem aber auch dem Gelehrten
als ein Buch zum Nachschlagen über ihm ferneliegende Gegenstände
zu dienen"23

In diesem Antwortschreiben beschrieb Meyer schon relativ treffend sein späteres Vorhaben. Im
Sommer des gleichen Jahres kam es dann zum Vertragsabschluß mit Cotta. Meyer verpflichtete
sich daraufhin die ersten drei Teile des Handbuches, bestehend aus orientalischer, griechischer
und hellenistischer Geschichte, zu übernehmen.

Die Geschichte des Altertums erschien im Jahr 1884 in erster Auflage und löste in der Fachwelt
unterschiedliche Reaktionen aus. Den Grund hierfür bildete die Einleitung, die im wesentlichen
aus Ausführungen Meyers zur Theorie und Methodik der Geschichtsforschung besteht.

Das Werk selbst, welches bis zum Jahr 1902 entstand umfaßt 8 Bände. Meyer beschreibt darin in
einem nüchtern gehaltenen, erzählendem Stil die Geschichte der Alten Welt von den
altorientalischen Kulturen Ägyptens und Mesopotamiens von etwa 4000 v.Chr. bis in die Zeit
nach dem Peloponesischen Krieg um 350 v.Chr.

Ein besonderes Anliegen Meyers dabei, war die Herauslösung der griechischen Kultur aus der
klassizistischen Verklärung. Historisierung statt Heroisierung war hierbei sein Leitspruch.

Die Geschichte des Altertums führte zu einer lebenslangen Beschäftigung, die Meyer aufgrund der
Ausführlichkeit freilich nicht mehr vollenden konnte.

Ab der Berliner Zeit um 1902 war er im wesentlichen mit der Neubearbeitung beschäftigt.

2.) Zum Universalhistorischen Konzept Eduard Meyers

Eduard Meyer formulierte seinen universalhistorischen Ansatz in der Einleitung zur Geschichte
des Altertums sehr knapp und präzise. Dort heißt es schlicht über den Inhalt der
Geschichtsforschung, historisch ist "was wirksam oder gewesen ist".24 Dies hört
sich zuerst ziemlich gewaltig an. Doch genau von diesem Prinzip ließ sich Eduard Meyer bei
seiner Arbeit leiten.

Er erklärte es zu seinem Ziel" auf Grund der Geschichte zu einer
umfassenden und einheitlichen Weltanschauung zu gelangen und
daher die Geschichte möglichst universell gerade auch nach der Seite
des geistigen Lebens hin zu erfassen." 25

Ich habe im Lebenslauf bereits skizziert, wie dieser Ansatz ihn schon während der Schul- und
Studienzeit begleitete. Sein Weg führte von den alten Sprachen über die Geschichte und über
anthropologische Fragen hin zu religionsgeschichtlichen Fragestellungen alles jeweils auf
universelle Erkenntnis gerichtet.

In seinem wissenschaftlichen Dasein beschäftigte er sich insgesamt mit einer ungewöhnlichen
Vielfalt von Fragestellungen und Perspektiven. Seine Gesamtbibliographie umfaßt neben der
Geschichte des Altertums über 500 Titel. Darunter finden sich Vorträge zu Problemen der
Bevölkerungsgeschichte, wie auch zu Fragen der antiken Wirtschaftsgeschichte. In zahlreichen
Spezialuntersuchungen und Artikeln beschäftigte er sich mit den verschiedensten Themen wie,
geographische Begriffe, Gottheiten, führende Persönlichkeiten des Orients u.a.m.26

Meyers Untersuchungen waren dabei vornehmlich auf das Einzelne und Individuelle ausgerichtet.
Er schreibt dazu:"Das Objekt der Geschichte ist überall die Erforschung
und Darstellung des Einzelvorganges, dessen, was wir am besten
unter dem Namen des Individuellen zusammenfassen können." 27

Damit ist in Meyers Geschichtsbetrachtung gemeint, daß die Berücksichtigung von Faktoren, wie
dem Einzelnen, dem Individuellen, dem Zufall, dem freien Willen und der Macht der Ideen eine
zentrale Bedeutung zugemessen wird. Dafür ist er kritisiert worden, weil dies einem gewissen
wissenschaftlichen Zeitgeist entgegenstand.

Eduard Meyer wehrte sich vehement gegen zeitgenössische Strömungen, die in der
Geschichtswissenschaft nach Gesetzmäßigkeiten suchten und die Geschichte den
Naturwissenschaften annähern wollten. Er suchte auch die Auseinandersetzung mit gegenläufigen
Meinungen. Er beschäftigte sich stark mit Fragen der Theorie und Methodik von Historischer
Forschung und verfaßte dazu selbst einige Abhandlungen. Am Anfang seiner Schrift Zur
Theorie und Methodik der Geschichte schreibt er hierzu "Die Geschichte ist
keine systematische Wissenschaft. Ihre Aufgabe ist die Erforschung
und darstellende Erzählung von Vorgängen, die einmal der realen
Welt angehört haben; und darum kann sie, wie auch der Einzelne
Historiker seine spezielle Aufgabe sich stellen möge, niemals
loskommen von der unendlichen Mannigfaltigkeit des Einzelnen,
welche in allem Wirklichen, in allem, was wir Tatsache nennen
beschlossen liegt."28

Meyer betrieb dies selbst mit dem Ziel, der Beschreibung des geschichtlichen Lebens in seiner
Totalität. Den geeigneten Rahmen dazu bildete die politische Geschichte. Der Staat war für ihn
"die primäre Form der menschlichen Gemeinschaft" 29 Dabei beschrieb er
jeden Staat, jedes Volk, jede Kultur jeweils als Fragment der Universalgeschichte und
berücksichtigte daneben andererseits auch Recht, Kunst, Gesellschaft, Wirtschaft, Literatur und
Religion. Meyers grundsätzliches Geschichtsbild war zyklisch. Seiner Auffassung zufolge,
befanden sich die Prozesse der Modernisierung in steter Wiederholung, wobei sich lediglich die
Kulturkreise einander ablösten. Er erblickte in der Geschichte eine Abfolge von Kulturen, die sich
lediglich in ihren Ausmaßen unterschieden.30

3.) Die Einleitung zur 1. Auflage der Geschichte des Altertums

Weitestgehend unbemerkt von den zeitgenössischen Rezensionen verfaßte Eduard Meyer 1884
schon seine Antwort auf Probleme der damaligen Geschichtswissenschaft. Er stellte seiner
Geschichte des Altertums eine Einleitung voran, die grundsätzliche Aussagen zu Geschichts- und
Sozialwissenschaft enthielt. Die damalige Einleitung umfaßte 25 Seiten und war in 27
Paragraphen unterteilt. In der späteren Neubearbeitung wurde daraus ein eigener Halbband mit
252 Seiten und 147 Paragraphen.

Bezeichnenderweise gibt die Einleitung erst zum Schluß eine speziellere Einführung in Probleme
des eigentlichen Werkes.

Meyer eröffnet die Einleitung mit den "Elementen der Anthropologie". Zu Anfang geht er von
folgenden Überlegungen aus. Er setzt den Menschen mit Sprache voraus, der nur in größeren
staatlichen Verbänden leben kann. Dann unterstreicht Meyer die Priorität des Staates.
ausführlicher. Danach skizziert er die Entstehung des Kultes, der Religion, der Tradition , der
Kriegführung, des Rechts, des Adels, des nationalen Staates, der moralischen Anschauungen und
der Wirtschaft. Er setzt sich hierbei eingehender mit der Entstehung der Religion auseinander. Der
Mensch versuchte Einfluß auf seine Außenwelt zu erhalten und entwickelte dabei den Kult. Der
Kult wiederum bildet die Wurzeln für die Religion, die jünger als der Staat sei. Dieser Teil zeigt
allgemeine Entwicklungsstufen auf , ist aber in erster Linie eine Beschreibung der Urzeit, die nicht
durch die Geschichte des Altertums abgedeckt wird. 31

Im zweiten Teil "Anthropologie und Geschichte" beschäftigt sich Meyer mit dem
Verhältnis beider Disziplinen. Die Anthropologie sucht demnach nach Gesetzmäßigkeiten.
Während die Geschichte sich mit dem Gegebenen auseinandersetzt. Geschichte beginnt mit der
Überlieferung. Dennoch benötigt sie die Anthropologie. Meyer führt hierzu aus: " Weil
sich die Geschichte also mit bestimmten Menschen, Staaten oder
Völkern befasst, hat sie einen anderen Gegenstand. Obwohl sie nicht
Gesetze darlegen will, müssen aber die anthropologischen
Konstanten und Entwicklungsstufen auch in der Geschichte zu
bezeichnen sein."32

Danach beschreibt Meyer in einem weiteren Teil das "Innere Wesen der Geschichte".
Hiermit meint er die Beschäftigung mit dem Individuellen. Das Individuelle verkörpert sich für ihn
in Menschen oder ganzen Völkern. Es ist

fortwährend dabei, sich zu differenzieren. Das Individuelle steht in Konflikt mit der Tradition und
den Entwicklungsgesetzen. Dabei gibt es drei Typen von geschichtlichen Entwicklungen.
Zunächst das Ende der Geschichte durch Unterdrückung der Individualität. Desweiteren die
Ausbildung eines festen Typus von Individualität und außerdem deren völliger Durchbruch. Diese
Typen bilden die Grenzen innerhalb deren sich die Geschichte entwickelt. Wobei diese
maßgeblich durch das Zusammenwirken von Zufall und freiem Willen geprägt wird.33

Im folgenden Teil befaßt sich Meyer mit den "Äußeren Bedingungen der
Geschichte. Das historische Material". dies ist im wesentlichen ein Abschnitt über
quellenkundliche Fragen. Darauf folgt ein Teil über den "Allgemeinen Charakter der
Geschichtsschreibung" Hierin stellt Meyer fest, daß Geschichtsschreibung notwendig
subjektiv sei. Objektiv seien nur die Tatsachen der Gegenwart. deshalb müsse der Historiker der
Gegenwart auch die Leitideen für die Geschichtsschreibung entnehmen. 34

Zum Schluß beschäftigt er sich mit den Problemen der Chronologie. Desweiteren bildet er eine
Epochengliederung zur Geschichte des Altertums. Von den beiden großen Kulturkreisen in
Ostasien und im Mittelmeerischen Raum wendet er sich dem Letztgenannten zu. Hierbei
unterscheidet er eine vorderasiatisch-ägyptische Kultur und eine griechisch-römische.35

4.) Die Elemente der Anthropologie

In der Neubearbeitung der Geschichte des Altertums, hat Eduard Meyer aus der Einleitung einen
eigenen Halbband unter dem Titel "Elemente der Anthropologie" gemacht. In die
ursprüngliche Einleitung wurden von Meyer zwei umfangreiche theoretische Abhandlungen
eingegliedert. Dabei handelt es sich um die "Theorie und Methodik der
Geschichte" aus dem Jahr 1902 und die Berliner Akademie-Abhandlung" Über die
Anfänge des Staates und sein Verhältnis zu den
Geschlechtsverbänden und zum Volksthum" von 1907. Die Einleitung gliedert
sich in drei Teile: Die staatliche und soziale Entwicklung; Die geistige Entwicklung; und Die
Geschichte und die Geschichtswissenschaft.36

Meyer selbst schreibt zu der Erweiterung:" Die Einleitung verdankt keineswegs
nur dem eigenen Interesse an diesen Problemen ihr Dasein,[..];
sondern sie ist für eine wissenschaftliche, einheitlich gedachte
Geschichte des Altertums überhaupt ganz unentbehrlich."

Weiter schreibt er"[Der Historiker] soll überall die geschichtlichen
Anfänge der einzelnen Völker und Kulturen darstellen, und dazu ist
er gar nicht imstande, wenn er diese Probleme nicht als ganzes
auffasst und zu ihnen Stellung genommen hat"37

Hiermit wird also noch einmal sein theoretischen Anspruch ausformuliert.

Meyer widmet sich in seiner Einleitung hauptsächlich der Anthropologie. Er definiert die
Anthropologie im wesentlichen als "Lehre von den allgemeinen Formen
menschlichen Lebens und menschlicher Entwicklung" oder schlicht als
"Wissenschaft von der Entwicklung des Menschen" 38

Im ersten Teil beschäftigt er sich mit den Ursprüngen und der Entwicklung des Menschen. Ferner
beschreibt er den Menschen in seinen sozialen Beziehungen. Dabei betont er den Staat als
Zentralkategorie menschlicher Gesellschaft, wobei er sich auf Aristoteles beruft und zusätzlich
empirische Betrachtungen miteinbezieht.

Im zweiten Teil erörtert er die Entstehung des Denkens und der Religion, um dann im dritten Teil
eine Abgrenzung zur Geschichte vorzunehmen und in das eigentliche Werk einzuführen.

5.) Gründe für die Einleitung und Position im Methodenstreit

Meyers Einleitung besitzt insofern eine gewisse Einzigartigkeit, da sie sich mit
geschichtstheoretischen Aspekten beschäftigt. Eine solche methodische Auseinandersetzung hatten
vor ihm nur wenige Historiker unternommen. Zu Ihnen gehörte Droysen. Darin liegt vermutlich
der Grund, warum ein zeitgenössischer Rezensent glaubte, Meyers Einleitung stütze sich auf
Droysen. 39

Meyer selbst begründete sein Vorgehen als eine vorgreifende Stellungnahme zur Theorie der
Geschichtswissenschaft und zur Abgrenzung zwischen Geschichtswissenschaft und
Sozialwissenschaft. In der zweiten Auflage seines Werkes aus dem Jahr 1907 schreibt er dazu
folgendes: "Daß ich meinem Werk eine derartige Einleitung
vorangestellt habe, hat ehemals, wo das Interesse der meisten
Historiker diesen Fragen völlig abgewandt war, bei manchen
Beurteilern Verwunderung und Tadel erfahren; gegenwärtig wo
derartige Fragen an der Tagesordnung sind, wird eine
Rechtfertigung nicht mehr erforderlich sein."40

Tatsache ist, daß Eduard Meyer einer der ersten Historiker war, der sich mit den
methodologischen Fragen der Geschichtswissenschaft eingehender auseinandersetze. Diese
Auseinandersetzung wurde in zeitgenössischen Rezensionen teilweise sogar als überflüssig
betrachtet. Doch das Interesse an der theoretischen Darstellung der Methodik der
Geschichtswissenschaft wuchs und führte auch zu zahlreichen Publikationen. Gründe hierfür
waren ein gewisses "Unbehagen" über das Spezialistentum in der Geschichtswissenschaft aber
auch die Notwendigkeit zur Abgrenzung und Konkurrenz gegenüber neu aufkommenden
theoretischen Wissenschaftszweigen, die sich an den Naturwissenschaften orientierten. 41

In seinen "Kleinen Schriften" begründete Meyer sein Vorgehen genauer:" die Geschichte
in ihren Anfängen gegen verwandte Wissensgebiete, vor allem gegen
die allgemeine Wissenschaft vom Menschen[..] scharf und prinzipiell
abzugrenzen."42

Gegen diese Begründung spricht allerdings eine gewichtige Tatsache. In den späteren
Theoriediskussionen stellte sich Meyer kategorisch gegen Bestrebungen in der Geschichte nach
Gesetzmäßigkeiten zu forschen. In diesem zentralen Punkt des Methodenstreites beharrte er auf
seiner Auffassung, daß man die Geschichte nicht auf Gesetze reduzieren kann. Ihm zufolge
gehorche die Praxis des Historikers eigenen Geboten. Das Äußerliche der historischen Technik
könne man einüben. Aber die Hauptsache werde aus dem Inneren des Forschers heraus geboren.
Sein Hauptgegner in der theoretischen Diskussion war der Historiker Karl Lamprecht. Dieser
arbeitete mit neueren an den Sozialwissenschaften orientierten Ansätzen. Dies stieß in
Historikerkreisen auf heftigsten Widerstand und führte dazu, daß sich Lamprecht zurück ziehen
mußte. Meyers Hauptvorwürfe gegenüber Lamprecht waren, daß dieser sich mit Massen anstatt
mit Individuen beschäftige. Dadurch zwänge er den Reichtum der Geschichte in Formeln und in
die falschen Gesetzmäßigkeiten der Massenpsychologie. Lamprecht arbeitete Meyer zufolge mit
vereinfachenden Schemen und ignoriere dabei die Bedeutung des freien Willens und des
Zufalls.43

Allerdings stellte sich dies in der Auflage aus dem Jahr 1884 noch ganz anders dar. Dort schreibt
er zur Aufgabe der Geschichte u.a. folgendes.:" die allgemeinen Gesetze und
Formen historischen Lebens zu erforschen und die Verkettung von
Ursache und Wirkung im Einzelvorgang nachzuweisen" 44

Folglich war seine ablehnende Haltung gegenüber Gesetzmäßigkeiten zu diesem Zeitpunkt noch
nicht so vollständig ausgeprägt.

Es gibt noch einen weiteren Grund der Meyers eigener Deutung vom Vorgriff auf die
methodologische Diskussion widerspricht.

Ein Rezensent bezeichnete Meyers Einleitung um 1889 als "antiquiert". Dies machte er unter
anderem an der Einteilung in Paragraphen und einer gewissen Handbuchmanier fest. Tatsache ist,
daß man Meyers Einleitung auch in der Traditionslinie der aufklärerischen Universalhistorie
betrachten kann. So verwies er selbst ja auf seinen Bezug zu Heerens Werk. Dies ist nun wieder
ein weiterer universalhistorischer Aspekt. Dieser richtet sich gegen einen religiösen Ansatz von
Universalhistorie, der in der Geschichte die göttliche Vorsehung nachweisen wollte.42 Allerdings
stellt Meyers These vom Staat als Zentralkategorie menschlicher Gesellschaft in einem deutlichen
Gegensatz zu aufklärungstheoretischen Grundsätzen.

4.) Zur Methodik Eduard Meyers

Es ist nun interessant einige Betrachtungen über die Methodik in Eduard Meyers Werk
anzustellen. Damit deutlich wird, wie er seinen Anspruch konkret umsetzte. Dazu skizziere ich
hier nun kurz einige Grundlinien und Arbeitsprinzipien.

Zum vorherrschenden Arbeitsprinzip Eduard Meyers gehörte es, daß er seine große Darstellung
der Geschichte des Altertums in allen von ihm behandelten Epochen auf eigenen vorbereiteten
Einzeluntersuchungen aufbaute. Diese Untersuchungen wuchsen oft zu größeren Spezialarbeiten
und Einzelschriften heran.45

Sehr breiten Raum nahmen bei ihm Erörterungen von Quellenkunde und Forschungsstand ein.
Dazu führt er aus: " Alle Geschichtsforschung und Geschichtsschreibung
ist äußerlich bedingt durch Existenz und Beschaffenheit des
historischen Materials, d.h. von Zeugnissen irgendwelcher Art, die
uns von einer Vergangenheit Kunde geben. Ob solche Zeugnisse
vorhanden sind und welcher Art sie sind hängt ausschließlich vom
Zufall ab." 46

Unter anderem griff er, beispielsweise bei der Schilderung der orientalischen und
frühgriechischen Geschichte in weitem Umfang auf Denkmäler und Kunstwerke zurück. Seine
Neubearbeitung der Geschichte des Altertums basierte schließlich im wesentlichen auf einem
neuen Stand der Quellenforschung und führte soweit, daß "kaum ein Satz [ der ersten
Auflage] in die Neubearbeitung übernommen wurde."347

Ein weiteres Merkmal der Methodik bildete Meyers Bemühen um ein Höchstmaß an
chronologischer Genauigkeit. In der Einleitung zur Geschichte des Altertums werden die
Probleme der Chronologie breit behandelt. Hierzu schreibt er:"Alle
Geschichtsschreibung ist Darstellung einer Folge von Begebenheiten;
sie bedarf daher einer genauen und unzweideutigen Bestimmung
ihres zeitlichen Verhältnisses zueinander und zur Gegenwart, einer
Ordnung durch die Chronologie."48

Meyer entwarf in Dutzenden von Herrscherlisten und Zeittafeln ein klares chronologisches Gerüst
für sein Werk.

IV. Fazit

Einen Schwerpunkt in dieser Arbeit bildet die Biographie Eduard Meyers. Ich habe mich
vornehmlich mit dessen Jugend- und Studienzeit beschäftigt. Dies ist aus folgendem Grund
interessant und aufschlußreich. Wenn man im Zusammenhang mit Meyer von einem Lebenswerk
spricht kann man dies schon fast wörtlich nehmen. Die Anfänge seines Werkes haben Ihre
Ursprünge in seiner Jugend. Die Aufsätze aus der Zeit im "Wissenschaftlichen Verein von 1872"
weisen schon darauf hin, in welche Richtung sich Meyer später entwickeln sollte. Dies habe ich
hier sehr wohl deutlich aufgezeigt. Im Zusammenhang mit Meyers Biographie fiel mir ein
Gesichtspunkt sehr interessant auf. Dieser Aspekt könnte wohl Stoff für eine umfangreichere
allerdings eher literarische Auseinandersetzung mit dem Leben Meyers bilden. Er sei an dieser
Stelle kurz erwähnt. Meyer war der Überzeugung in einer Hoch- und Blütezeit der Geschichte zu
leben. Diese Auffassung teilte er mit vielen Zeitgenossen. Sie war Ergebnis seines
Bildungsbürgerlichen Hintergrundes und des damit verbundenen Fortschrittsglauben. Sie
resultierte aber auch aus der Erkenntnis eines Wissenschaftlers, der sich mit Zeiträumen, die sich
in Dimensionen von Jahrtausenden bewegen, befaßte. Mit dem ersten Weltkrieg ging diese Zeit
ihrem Ende entgegen und Meyer erkannte deren Niedergang. Er reagierte darauf auf etwas
extreme Weise mit einem reaktionären politischen Engagement, welches ihm als Wissenschaftler
bis heute negativ anhaftet. Aber gerade dieser Aspekt ist für einen Beobachter heutiger Tage, die
auch durch einen gewissen Niedergang geprägt sind, höchst interessant.

Im zweiten Teil beschäftigte ich mich mit der Geschichte des Altertums. Dabei legte ich den
Schwerpunkt auf die Einleitung des Werkes. In der Einleitung hat Meyer sich mit wesentlichen
Gedanken zur Theorie und Methodik der Geschichte auseinandergesetzt. Dies war zur Zeit des
Erscheinens der Geschichte des Altertums ungewöhnlich. Fraglich dabei ist, ob man sich Meyers
eigener Deutung vom Vorgriff auf spätere Diskussionen, anschließen kann.

Leider war meine Literaturrecherche zum Thema Eduard Meyer nicht sehr ergiebig. Dies deute ich
als Hinweis darauf, daß er durch seine politischeStellungnahme von der Wissenschaft eher
vernachlässigt wird. Oder aber, daß seine Haltung als eher antiquiert und daher als unrelevant
erachtet wird.

V. Anhang

1.) Anmerkungen

1 Hoffmann, C.: Die Selbsterziehung des Historikers. Zur intellektuellen

Entwicklung des jungen Eduard Meyer (1855-1879), in: Calder III, M./ Demandt, A.(Hrsg.):
Eduard Meyer: Leben und Leistung eines Universalhistorikers, Leiden 1990, S. 241

2 Näf, Beat: Eduard Meyers Geschichtstheorie, in: Calder III, M./ Demandt, A.: Eduard Meyer:
Leben und Leistung eines Universalhistorikers, Leiden 1990, S.287

3 Calder III, M./ Demandt, A.: Eduard Meyer: Leben und Leistung eines Universalhistorikers,
Leiden 1990, S.VII

4 Sösemann, B. : Eduard Meyer und die Politik. in: Calder III, M. /Demandt, A. (Hrsg): Eduard
Meyer: Leben und Leistung eines Universalhistorikers, Leiden 1990, S. 448

5 Hoffmann, C., S. 210

6 Ebd., S. 211

7 Ebd., S.232

8 Ebd. S. 219

9 Ebd, S. 217-218

10 Ebd. S.209

11 Ebd. S. 245-246

12 Ebd, S. 240

13 Meyer, E. : Autobiographische Notiz, in: Marohl, H. (Hrsg.): Eduard Meyer,. Bibliographie,
Stuttgart 1941, S. 10

14 Hoffmann,C., S. :Die Selbsterziehung des Historikers. Zur intellektuellen

Entwicklung des jungen Eduard Meyer (1855-1879), in: Calder III, M./ Demandt, A.(Hrsg.):
Eduard Meyer: Leben und Leistung eines Universalhistorikers, Leiden 1990, S. 222

15 Christ, Karl: Von Gibbon bis Rostovzeff, Leben und Werk bedeutender Historiker der
Neuzeit, München 1972, S. 288

16 Hoffmann,C., S. 243

17 Christ, Karl, S. 289

18 Ebd. ,S. 327

19 Ebd,S.290

20 Meyer, E.: Autobiographische Notiz, S.11

(leider konnte ich nicht herausfinden worauf genau dieses Ereignis bezogen war)

21 Demandt, A.:Alte Geschichte in Berlin, in: Hansen/Ribbe (Hrsg.): Geschichtswissenschaft in
Berlin im 19. und 20.Jahrhundert, Berlin 1992, S.188

22 Näf, Beat: Eduard Meyers Geschichtstheorie, S.285

(Meyer meint hier das Werk "Ideen über die Politik, den Verkehr und den Handel der
vornehmsten Völker der alten Welt" des Historikers Heeren, das zwischen 1793 und 1812
erstmals erschien)

23 Hoffmann,C., S. 253

24 Meyer E.: Geschichte des Altertums, Band 1, Stuttgart 1884, S.

25 Meyer, E.: Autobiographische Notiz in Marohl, H.:.Eduard Meyer. Bilbliographie.Stuttgart
1941, S.10

26 Christ, Karl: Von Gibbon bis Rostovzeff, Leben und Werk bedeutender Historiker der
Neuzeit, München 1972, S. 293

27 Meyer E.: Kleine Schriften.1910, S. 36

28 Meyer E.: zur Theorie und Methodik der Geschichte, Halle 1902, S. 2

29 Meyer E: Geschichte des Altertums.Bd.1,Darmstadt 1953, S.11

30 Demandt, A. Alte Geschichte in Berlin, S. 185

31 Näf, Beat, S.285

32 Ebd., S.286

33 Ebd., S.286

34 Ebd., S.286

35 Ebd., S.287

36 Meyer E.: Geschichte des Altertums, Band I, Darmstadt 1953, 311

37 Ebd., S. IX

38 Meyer E.: Geschichte des Altertums, Band I, Darmstadt 1953, S.3

39 Näf, B., S. 288

40. Meyer E.: Geschichte des Altertums, Band I, Darmstadt 1953, S. IX

41 Näf, B., S. 289-290

42 Meyer E.: Kleine Schriften zur Geschichtstheorie, 1910, S. 5

43 Näf, B., S. 293

44 Meyer, E: Geschichte des Altertums,BandI, Stuttgart 1884, S.15

45 Christ, Karl, S.294

46 Meyer E.: Geschichte des Altertums, Band I, Darmstadt 1953, S.233

47 Ebd., S.VIII

48 Ebd., S. 233

 

2.) Literatur

Calder III, M./ Demandt (Hrsg.), A.: Eduard Meyer: Leben und Leistung eines
Universalhistorikers, Leiden 1990

Christ, Karl: Von Gibbon bis Rostovzeff

Hansen/Ribbe:Geschichtswissenschaft in Berlin im 19. und 20.Jahrhundert, Berlin 1992

Marohl, H. (Hrsg): Eduard Meyer. Bibliographie, Stuttgart 1941

Meyer, E: Geschichte des Altertums, Stuttgart 1884

Meyer, E: Geschichte des Altertums, 6.Auflage, Darmstadt 1953

Meyer, E: Kleine Schriften zur Geschichtstheorie, 1910

Meyer, E: Zur Theorie und Methodik der Geschichte, Halle 1902


HS Gizewski WS 1998/99