Sachlich sind generell die in diesem Rahmen eines Diskussionsforums für Lehrzwecke wiedergegebenen Arbeiten - im Hinblick auf manche in ihnen von den Autoren und auch vom Hg. belassenen Mängel und Unrichtigkeiten - nur bedingt publikationsfähig. Sie eignen sich nur bedingt zum geschichtswissenschaftlichen Zitieren , es sei denn, sie sind hier ausdrücklich als überarbeitet deklariert. D. Hg.


  

Roman Lange zu Dieter, Horst, Günther, Rigobert, Römische Geschichte bis 476, Berlin 1990.

 

A. Kurzbericht.

1. Biographisches zu Rigobert Günther (Stand bis 1988).

- Geb. am 18. Mai 1928 in Magdeburg; Sohn aus Arbeiterfamilie.

- 1944 Mittlere Reife; Lehre zum Buchhalter; Arbeitsdienst; Wehrmachtsdienst; April 1945 sowj. Kriegsgefangenschaft.

- Rückkehr aus Gefangenschaft im August 1945; Beendigung der Lehre 1947; ebenfalls in diesem Jahr Mitgliedschaft SED; bis 1948 Buchhalter im Verlag "Freiheit" in Magdeburg.

- 1948/49 Abitur an der Vorstudienanstalt der Martin-Luther-Universität in Halle.

- 1949-1953 Studium der Geschichte, Ur- und Frühgeschichte und Latein in Halle.

- 1953-1955 Assistent am Marx-Engels-Lenin-Stalin-lnstitut des ZK der SED.

- 1955 Aspirant am Institut für Allgemeine Geschichte der Karl-Marx-Uni Leipzig.

- 1957 Promotion mit der Arbeit "Wirtschaft, Sklaverei, und Ständekampf im ältesten Rom".

- 1962 Habilitation mit der Arbeit "Der politisch-weltanschauliche Kampf in der römischen Religion in den beiden letzten Jahrzehnten v.u.Z."

- Setzte sich aktiv in den 50er Jahren für die Durchsetzung des Marxismus-Leninismus als Geschichtsbild für die Alte Geschichte ein; förderte dies in Forschungseinrichtungen, der Uni sowie in der ,,ZfG"; in ideologischen Auseinandersetzungen gegen "bürgerliche" Althistoriker und "Revisionisten" nahm er orthodoxe kommunistische Positionen ein; schon früh war die sowj. Altertums-Forschung (Sidorow-Modell der Periodisierung, Uttschenkos Klassenkampftheorien, Maschkins Forschungen zur Römischen Geschichte mit stalinistischen Blickwinkel) Vorbild für ihn.
- Die Auseinandersetzungen mit Welskopf hinsichtlich der Periodisierung der Weltgeschichte und der ,,asiatischen Produktionsweise" prägten auch seine Arbeiten und politischen Tätigkeiten im Rahmen der Organisationen und Universität.

- Abkehr in seinen Arbeiten von der Periodisierung Altertum, Mittelalter, Neuzeit; proklamierte "weltumfassende Formation der Sklavenhaltergesellschaft"; diese Formation zergliederte er in eine primitive, patriarchalische, antike, klassische und späte Periode, wobei die "asiatische" (altorientalische) Produktionsweise der ersten zugeordnet wurde.

- Diese Theoriediskussion um die Anzahl und das Wesen der ,,vorkapitalistischen Gesellschaftsformation" bestimmten rund 20 Jahre die Altertumsforschung in der DDR.

- Seine Tätigkeit als Dozent bzw. Prof. und Leiter der Sektion Geschichte führte dazu, daß in Leipzig eine kontinuierliche Nachwuchsförderung von Althistorikern erfolgte.

- 1962 Dozent für Geschichte des Altertums in Leipzig.

- 1965 Professor mit Lehrauftrag, 1968 ordentlicher Professor.

- 1965-1969 Leiter der Fachrichtung Geschichte.

- 1969-1973 Leiter des Wissenschaftsbereiches Urgeschichte/Alte Geschichte.

- 1973-1978 stellv. Direktor für Forschung; 1982-1987 Direktor der Sektion Geschichte.

- Seit 1985 Leiter des Wissenschaftsbereiches Urgeschichte/Alte Geschichte.

- Mitglied des Präsidiums der Historikergeselischaft der DDR; Vorsitzender der Fach kommission für Alte Geschichte der Historikergesellschaft.

- Seit 1982 Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates für Altertumswissenschaften und seit 1984 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates für Geschichtswissenschaften beim Ministerium für Hoch- und Fachschulwesen.

- Seit 1982 stellv. Vorsitzender des Zentralen Rates für Archäologie und Alte Geschichte an der Akademie der Wissenschaften (A.d.W.) der DDR.

- 1984 Ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und 1987 Mitglied der Eduard-Meyer-Kommission der A.d.W. der DDR.

- Nahm bewußt an ideologische Auseinandersetzungen mit "bürgerlichen" Historikern auf Fachtagungen im In- und Ausland teil.

- Seit 1955 Mitglied der Redaktion ,,ZfG".

- Auszeichnungen: ,,Banner der Arbeit II", Pestalozzi-Medaille in Gold.

2. Arbeiten des Autors.

- Schrieb über 200 Publikationen; darunter sind Werke, die sich mit der ,,Gesetzmäßigkeit in der weltgeschichtlichen Entwicklung des Altertums und der Anwendung der marxistisch-leninistischen Revolutionstheorie auf die Übergangsepoche von der Sklavenhaltergesellschaft zum Feudalismus" beschäftigen.

- Einige Werke sind: "Die Römer an Rhein und Donau" (1975); Mitherausgeber der "Weltgeschichte bis zur Herausbildung des Feudalismus" (1975); Mitautor des Hochschullehrbuches "Römische Geschichte bis 476" (1981); "Vom Untergang Westroms zum Reich der Merowinger" (1982); Mitautor der Monographie "Germanen erobern Rom. Der Untergang des Weströmischen Reiches und die Entstehung germanischer Königreiche bis zur Mitte des 6. Jh." (1986); Mitautor der Schrift "Sozialutopien der Antike (1987).

3. Zum Werk ,,Römische Geschichte bis 476".

- Das Werk ist ein Lehrbuch für die Ausbildung von Studenten an Hoch- und Fachschulen; vom Ministerium bestätigt worden im Mai 1978.

- Es stellt in der Einleitung den Forschungsstand aus marxistischer Sicht dar, verschweigt auch nicht unterschiedliche Auffassungen innerhalb der marxistischen Forschung zu Problemen der Revolution in der Antike, zum Problem des städtischen und außerstädtischen Grundeigentums und deren Bedeutung für die Krise in der Spätantike, zur Problematik der Entwicklung der Klassenstruktur in der Antike u.a.

- Als bedeutenden Beitrag neben sowjetischen Arbeiten zur Alten Geschichte werden die Abhandlungen und Werke von R. Müller in der "Weltgeschichte bis zur Herausbildung des Feudalismus", von J. Herrmann, "Spuren des Prometheus", "Beiträge zur Entstehung des Staates" und ,,Die Rolle der Volksmassen in der Geschichte der vorkapitalistischen Gesellschaftsformation", sowie von Werke von Günther selbst zitiert.

- Die bürgerliche Historiographie wird als nützlich im Hinblick auf altphilologische, archäologische und andere Untersuchungen geschätzt, ansonsten als Zweig einer Ideologie verstanden, die den "Klassencharakter" der Geschichte leugne, "den Klassenkampf als gesetzmäßige Entwicklung der Gesellschaft bestreite und eher "sozialpsychologische Auffassungen" zur Sklaverei behandle.

- Die Geschichtsschreibung der Bundesrepublik wird als "theoretisch konzeptionslos" betrachtet, so daß in einer Kontinuität seit den 20er Jahren die Geschichtsphilosophie O. Spenglers auf sie einwirke.

4. Gliederung des Werkes.

- Der Zeitraum der Darstellung umfaßt das den Zeitraum vom 2. Jht. v. u. Z. bis 476; der Darstellungsraum wird mit Altitalien (Apenninenhalbinsel) begonnen und endet mit dem Untergang des Weströmischen Reiches und der Entstehung dortiger Staaten wie des Frankenreichs, des Ostgotenreichs und des Vandalenreichs; das Oströmische Reich wird kurz abgehandelt.

- Begonnen wird mit einer Einleitung zur aktuellen Sicht der Sklavengesellschaft, zu Forschungshinweisen und Stellungen der sowjetischen und DDR- Historiographie einerseits und der bürgerlichen Historiographie auf der anderen Seite.

- Das erste Kapitel befaßt sich mit der Entstehung und Konsolidierung des römischen Staates, wobei der Schwerpunkt auf der Darstellung der Besiedlungsgeschichte, dem Verhältnis Rom-Etrusker, Wirtschaft, Stände, Klassenkampf, Sklaverei und Kultur knapp umreißt.

- Das zweite Kapitel stellt hauptsächlich die Kämpfe zwischen Rom und Karthago, die Punischen Kriege und die Entwicklung Roms zur Großmacht bis Mitte des 2. Jh. v.u.Z. dar.

- Das dritte Kapitel betont die Verschärfung des Klassenkampfes innerhalb des Reiches, schildert die einzelnen Bürgerkämpfe, und gelangt bis zum Untergang der Republik.

- Das vierte Kapitel beschreibt das Prinzipat, die frühe Form des Kaiserreiches und geht umfangreich auf die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse in dieser Zeit ein.

- Das fünfte Kapitel beschreibt die Entwicklung des Dominates, der späten Form des Kaiserreiches, schildert die Grundlagen und Zustände unter Diokletian und Kon-stantin 1., und umreißt die Entstehung der Völkerwanderung und den Untergang des Weströmischen Reiches sowie der darauf folgenden Staatenbildungen.

5. Darstellung und historischer Ablauf der Geschichte aus der Sicht des Autors.

- Schlicht-darlegender autoritärer Stil mit Faktenanhäufung, chronologisch-methodisch konzipiert, anschauliche Arbeitsweise mit Fotos von Überresten, Zeittafeln, Karten, ausreichende Literaturliste, wenige Zitate und Quellennachweise in der Abhandlung, ausreichende Erklärung der lateinischen Termini.

- Neben der vergleichsweise umfangreichen Schilderung von Ereignissen wenig Hintergründe zur Kultur-, Religions- und Geistesgeschichte, breiter Raum für Schilderung von Aufständen, sowie von wirtschaftlichen-, sozialen und politischen Verhältnissen.

- Wissenschaftlichkeit wird durch literarische Quellen, achäologische Ausgrabungen, marxistische Theoriemodelle zur Geschichte untermauert.

- Geschichte wird als permanenter Prozeß aufgefaßt. Soziale und politische Klassen handeln im Rahmen einer gesetzmäßigen Entwicklung. Krisen sind Ausdruck von Widersprüchen zwischen antagonistischen Klassen.

- Schlüsselbegriffe der marxistischen Terminologie finden sich ständig im Werk: z.B. 'Klassenkämpfe', 'Ausbeuterordnung'; 'Sklavenhaltergesellschaft', 'gesetzmäßige Entwicklung der Gesellschaft', 'Volksbewegungen'; 'Großgrundbesitzer', 'antike Produktionsweise', 'soziale Revolution'.

- "Antike Sklavenhaltergesellschaft" war eine ökonomische Gesellschaftsformation. Römischer Staat war Bestandteil dieser Epoche und steht synonym dafür. Materielle und geistige Werte aus dieser Zeit sind aber auch "kulturelles Erbe" der Gegenwart und wirken bis heute nach.

- Am Anfang der antiken Sklavenhaltergesellschaft stand der Stadtstaat (Polis), danach kam die Zeit des Hellenismus und anschließend das römische Weltreich als letzte und höchste Stufe dieser Epoche.

- Ursache für das Untergehen der hellenistischen Reiche war [.... ?]
- "Geschichte Roms war in hohem Maße Geschichte von Klassenkämpfen". [....?] waren ,,heroische Aktionen der Volksmassen", die am Untergang des röm. Staates ,,maßgeblich beteiligt" waren.

- "Im röm. Reich war der Sklave Hauptproduzent aller materiellen Güter". Im Stadtstaat waren es die freien Bauern, Handwerker und Sklaven. Anwachsen der Sklaverei, Entwicklung der Ware-Geld-Beziehung, zunehmende Arbeitsteilung und soziale Widersprüche seien die Ursachen für die "Überwindung des Stadtstaates sowie des Hellenismus".

- Ablauf von gesetzmäßigen Entwicklungslinien der Produktionsweise und der Produktivkräfte. Krise der Sklaverei und des röm. Staates beruht auf antagonistischen Widersprüchen zwischen Ausbeutern (Großgrundbesitzern) und Ausgebeuteten (Sklaven) auf dem Lande. Wandlung der landwirtschaftlichen Produktion und Ausbreitung des Kolonates Ursache für Strukturveränderungen der "bäuerlichen Klasse" im 3. Jh.

- Klassenkämpfe waren die Triebkräfte der Entwicklung; z.B. trug der SpartacusAufstand zum ,,Untergang der republikanischen Staatsform" bei.

- Die "republikanische Staatsform war Ausdruck der politischen und ökonomischen Stellung der Aristokratie im Stadtstaat". Alleinherrschaft der Senatsaristokratie.

- "Territoriale Expansion, soziale Widersprüche und Klassenkämpfe führten zur antiken Form einer Militärdiktatur". Der Übergang zum Kaiserreich führte zu "notwendigen Veränderungen innerhalb der Sklavengesellschaft".

- Das Prinzipat, das frühe römische Kaiserreich, war nun "Bündnis von Senatsaristokratie, kaiserlicher Zentralgewalt, Ritterschaft und Munzipalaristokratie". Ausgebeutete waren Sklaven, freie und abhängige Produzenten. Es besaß Züge der Militärdiktatur und wurde zunehmend vom Heer beeinflußt.

- Wirtschaftlicher Aufschwung bestimmte das Prinzipat. Entstehung des Kolonates, "einer Form der Sklaverei", die aber von den Autoren noch nicht als krisenhaft bewertet wird.

- Zum Ende des 2.Jh. u. Z. wird eine "allgemeine Krise des Römischen Reiches" festgestellt.

- "Die progressive Entwicklung des Kolonates" sei nun zu Ende, die persönliche Abhängigkeit zu den Großgrundbesitzern angestiegen.

- "Soziale Nivellierung aller ausgebeuteten Klassen" trat ein. "Rechtliche Unterschiede wurden aufgehoben". Die Städte verarmten. Eine Finanzkrise und Heereskrise trat ebenfalls zutage.

- Folge: Sklaverei verlor an wirtschaftlicher und sozialer Bedeutung. "Das politisches Bündnis zwischen einzelnen Schichten der herrschenden Klasse begann sich aufzulösen".

- Die Krise des 3. Jh. war geprägt vom Kampf zwischen Großgrundbesitzer und Munzipalaristokratie.

- "Produktionsweise der Spätantike entsprach der einer untergehenden Sklavereigesellschaft mit Elementen künftiger feudaler Produktionsverhältnisse".

- "Kolonat blieb Bestandteil der Skiavereigeselischaft, antike Eigentumsverhältnisse wurden modifiziert".

- "Im 4. und 5. Jh. nahmen Klassenkämpfe in verschiedenen Provinzen den Charakter von Volkskämpfen an". "Zur Unterdrückung der Klassenkämpfe und zur Abwehr der äußeren Gegner gelangte die antike Militärdiktatur auf die höchste Stufe der Entwicklung".

- "Im 5. Jh. traten germanische Stämme und andere Stammesverbände an die Stelle der früheren Volksbewegungen". Sie erlangten später ihre Unabhängigkeit.

- "Ein Aufstand germanischer Söldnertruppen in Italien, die die Aufteilung des Großgrundbesitzes und bäuerlichen Besitzrechte am Land für sich forderten, führte im Jahre 476 das Ende des weströmischen Staates herbei". Das Ende der alten Ordnung war im 6. Jh. abgeschlossen.

- Fazit: ,,Im Verlaufe von rund 400 Jahren entstand die Gesellschaftsordnung des Feudalismus durch eine soziale Revolution der freien und abhängigen Produzenten".

- Ursache der Größe Roms: ,,Herrschende Klasse setzte sich kompromißlos über soziale Widersprüche hinweg". "Der Aufstieg zur Weltmacht gelang, weil der Stadtstaat sich Sklaverei zu nutze machte und territoriale Expansion suchte".

6. Literatur.

1. Dieter, Horst, Günther, Rigobert: Römische Geschichte bis 476, Berlin, 1990.
2. Zeitschrift für Geschichtswissenschaft (ZfG), 5,1988, S.438f.
3. Lexikon der Antike, Leipzig 1978.
4 Willing, Matthias: Althistorische Forschung in der DDR, Historische Forschungen 45, Berlin 1991.
5. Kalex, E., Ethnographisch-Archäologische Zeitschrift (EAZ), 25,1984, S.367-371 (Rezension zu dem Werk von Dieter/Günther).

 


B. Hausarbeit.

Roman Lange, Zur Klassenentwicklungsgeschichte des Altertums am Beispiel eines Lehrbuches: Horst Dieter/Rigobert Günther: Römische Geschichte bis 476.

 

ÜBERSICHT:

1. Einleitung 1

2. Lebenslauf Rigobert Günthers und historisches Umfeld 1

3. Gliederung und Inhalt des Werkes "Römische Geschichte bis 476" 7

4. Geschichte als Klassenkampf - R. Günthers Ansichten zu einigen Kategorien
des Marxismus Leninismus 11

4.1. Zur Periodisierungsproblematik innerhalb Sklavenhaltergesellschaft 11

4.2. Zur Charakteristik der Sklaverei 13

4.3. Zur Charakteristik der Klassenkämpfe 14

4.4. Zur Charakteristik der Rolle der Volksmassen 14

4.5. Zur Charakteristik des Revolutionsbegriffes 15

4.6. Zur Charakteristik des Christentums und anderer Religionen 16

5. Darstellung und historischer Ablauf der Geschichte aus der Sicht von R. Günther 18

5.1. Die Entwicklung der römischen Geschichte von der Republik
bis zum Ende des Dominats 18

5.2. Der Untergang des Weströmischen Reiches im Jahre 476 21

6. Schluß 22

7. Literatur 23

8. Abkürzungen 251.

 

 

Einleitung.

Das Anliegen der Arbeit ist es, sich mit der Biographie Rigobert Günthers auseinanderzusetzen, die historischen Entwicklungslinien der DDR-Geschichtswissenschaft grob zu skizzieren, unter denen er wirkte und die allgemein das Fach Alte Geschichte und speziell seinen Lehrstuhl in Leipzig betrafen. Sowohl seine theoretischen Überlegungen zu althistorischen Problemen, als auch sein Engagement für eine marxistisch-leninistische Geschichtsauffassung sollen umrissen werden. Weiterhin wird versucht, sich der Thematik des Werkes "Römische Geschichte bis 476" anzunähern. Dabei wird bewußt auf eine Unterscheidung zwischen dem Anteil der Arbeit von R. Günther und H. Dieter verzichtet, da sich kein logischer Trennstrich ziehen läßt. Zur Vereinfachung der Ausführungen wird als Autor aber stets R. Günther angegeben. Nach einer Gliederung und einem inhaltlichen Überblick sowie einer Einschätzung des Gesamteindrucks erfolgt dann eine Auseinandersetzung mit verschiedenen Kategorien und Begriffen und abschließend wird dargelegt, nach welchen Schwerpunkten der Ablauf der römischen Geschichte von der alten Republik bis zum Untergang des Weströmischen Reiches im Jahre 476 aus der Sicht von R. Günther zu betrachten ist.

 

2. Lebenslauf Rigobert Günthers und historisches Umfeld.

Rigobert Günther wurde am 18. Mai 1928 in Magdeburg als Sohn einer Arbeiterfamilie geboren.1 1944 legte er die Mittlere Reife ab und begann eine Lehre als Buchhalter. Arbeitsdienst, Wehrmachtsdienst und die sowjetische Kriegsgefangenschaft im April 1945 folgten und wirkten sicher prägend auf ihn, wie auf viele andere seiner Generation. Nach der Rückkehr aus der Gefangenschaft im August 1945 beendigte er 1947 seine Lehre. Seine Mitgliedschaft in der SED erfolgte ebenfalls in diesem Jahr. Bis 1948 war Günther als Buchhalter in dem Verlag "Freiheit" in Magdeburg beschäftigt. 1948/49 absolvierte er sein Abitur an der Vorstudienanstalt der Martin-Luther-Universität in Halle und begann 1949 ein Studium der Geschichte, Ur- und Frühgeschichte und Latein in Halle, welches bis 1953 dauerte. Von 1953-1955 war er Assistent am Marx-Engels-Lenin-Stalin-Institut des ZK der SED und wurde 1955 Aspirant am Institut für Allgemeine Geschichte der Karl-Marx-Universität Leipzig, die für Jahrzehnte dann seine Wirkungsstätte sein sollte. 1957 promovierte er mit der Arbeit "Wirtschaft, Sklaverei, und Ständekampf im ältesten Rom" und 1962 habilitierte er mit der Arbeit "Der politisch-weltanschauliche Kampf in der römischen Religion in den beiden letzten Jahrzehnten v. u. Z."2 1962 wurde er Dozent für Geschichte des Altertums in Leipzig, 1965 Professor mit Lehrauftrag und 1968 ordentlicher Professor. Von 1965-1969 war er Leiter der Fachrichtung Geschichte, von 1969-1973 Leiter des Wissenschaftsbereiches Urgeschichte/Alte Geschichte und von 1973-1978 stellv. Direktor für Forschung. Er fungierte weiterhin von 1982-1987 als Direktor der Sektion Geschichte und von 1985 bis zur Emeritierung Anfang der neunziger Jahre war er Leiter des Wissenschaftsbereiches Urgeschichte/Alte Geschichte in Leipzig.

Weiterhin war er schon frühzeitig Mitglied in wichtigen Gremien wie des Präsidiums der Historikergesellschaft der DDR, war Vorsitzender der Fachkommission für Alte Geschichte der Historikergesellschaft, war seit 1982 Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates für Altertumswissenschaften und seit 1984 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates für Geschichtswissenschaften beim Ministerium für Hoch- und Fachschulwesen. Ebenfalls wirkte er seit 1982 als stellv. Vorsitzender des Zentralen Rates für Archäologie und Alte Geschichte an der Akademie der Wissenschaften (AdW) der DDR und wurde 1984 Ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und 1987 Mitglied der Eduard-Meyer-Kommission der AdW. der DDR.

Publizistisch und redaktionell wirkte er in der "Zeitschrift für Geschichtswissenschaft" (ZfG) und "Klio" maßgeblich bis 1990 mit und veröffentlichte über 200 Artikel, Rezensionen, Festschriften und Aufsätze. Zu seinen bekanntesten Publikationen zählen "Die Römer an Rhein und Donau" (1975), "Der Aufstand des Spartacus" (1979), " Römische Geschichte bis 476" (1979), "Vom Untergang Westroms zum Reich der Merowinger" (1982), "Germanen erobern Rom" (1986) und "Sozialutopien in der Antike" (1987). 3 Somit war er einer der produktivsten Althistoriker in der DDR.
Mit dem Ende der DDR sind seine vielfältigen Funktionen in Redaktionen Verbänden etc. oft hinfällig geworden. Nach seiner Emeritierung Anfang der neunziger Jahre schreibt er vor allem Artikel für althistorische Periodka und ist für den Schulbuch-Verlag Militzke in Leipzig publizistisch tätig und publiziert dort auch sein bisher letztes Werk die "Römische Kaiserinnen" (1995).4 In dem von diesem Verlag herausgegebenen Schulbuch "Ethik" schrieb er u. a. die Artikel über die "antike Mythologie" und "über die Entstehung des Christentums", wobei hauptsächlich methodologische Schwerpunkte gesetzt wurden.5

Dies sind nun die wichtigsten Fakten zu seinem Leben, aber wie sahen die Zeitumstände aus, in denen er lebte und wirkte?

Die DDR-Geschichtswissenschaft etablierte sich nach 1945 nicht automatisch.6 Prinzipiell kann wohl eine grobe Periodisierung der DDR-Geschichtswissenschaft durch die inhaltliche Festlegung des Faches durch die SED oder deren Personalpolitik gegenüber dem Fach vorgenommen werden.7

Für eine Periodisierung der Entwicklung des Faches Alte Geschichte in der DDR orientiere ich mich an der Darstellung von M. Willing.8 Demnach fand zwischen 1945 bis 1951 eine Reorganisation der Althistorie statt. Ab 1951/52 erfolgte dann bis 1958 die schrittweise Durchsetzung des Marxismus-Leninismus in der Alten Geschichte und ab 1958/59 bis 1969 stabilisierte sich diese Geschichtsauffassung weiterhin. Von 1970 bis 1977 setzte demzufolge die Ausprägung des zentralisierten Systems in der Althistorie ein und entwickelte sich von 1978 bis 1989 als marxistisch-leninistische Wissenschaftsdisziplin voll aus.

Nach 1945 waren viele Lehrstühle für Alte Geschichte unbesetzt, die Gründe dafür reichten von Entlassungen wegen NSDAP-Mitgliedschaft bis Vakanz wegen Kriegsdienst oder Weggang in den Westen.9 Personelle Kontinuität waren nur in Rostock und Halle mit E. Hohl und F. Altheim gegeben. Altheim wurde offenbar wegen fehlender Mitgliedschaft in der NSDAP nicht aus dem Amt entfernt und war wohl auch für den weiteren Neuaufbau wichtig, denn die SMAD beließ ihn auf seinem Lehrstuhl. Später betreute er auch R. Günthers Dissertation, wurde also quasi sein "Doktorvater".

In Leipzig war nach dem Weggang von H. Berve im Jahre 1943 der Lehrstuhl für Alte Geschichte vakant. Aber O. Th. Schulz für den Bereich "Abteilung Hilfswissenschaften" und der neuberufene Ordinarius, der "Nestor" der Papyrologie W. Schubart, waren offenbar Garanten für den Beginn des personellen Aufbaus in Leipzig. Charakteristisch für die Alte Geschichte in der DDR nach 1945 blieb die Weiterführung wissenschaftlicher Großprojekte wie das "Inscriptiones Greacae" (IG), das "Corpus Inscriptionum Latinarum" (CIL) oder die "Prosopographia Imperii Romani" (PIR).

Mit Beginn der Jahre 1951/52 setzte sich der Marxismus-Leninismus schrittweise auch in der Althistorie durch. Ausgangspunkt hierfür waren die politischen Veränderungen in der DDR. Verstärkt wurde die Auseinandersetzung mit sogenannten "bürgerlichen" Wissenschaftlern gesucht, die häufig zur Abwanderung von Historikern in den Westen führte. Ebenfalls wurde die II. Hochschulreform im Studiensemester 1951/52 durchgeführt, welche ein verschultes Studium vorsah. Diese Reform regelte verbindlich, daß nun das "gesellschaftliche Grundstudium" auch für den Bereich der Altertumswissenschaften obligatorisch wurde. Damit erfolgte aber eine Gewichtung, die sich ungünstig für Studium der Alten Geschichte auswirkte. 10 Zunehmend gingen auch Professoren in den Ruhestand, so daß es 1955 keinen Ordinarius für Alte Geschichte in der DDR mehr gab.11
Im gleichen Jahr erfolgte ein Beschluß des ZK der SED über "Die Verbesserung der Forschung und Lehre in der Geschichtswissenschaft der Deutschen Demokratischen Republik".12 Dieser Beschluß schuf letztlich die institutionellen Grundlagen und Machtpositionen für die marxistischen Historiker. In öffentlicher Erscheinung trat daraufhin R. Günther, der einen Artikel veröffentlichte, in dem er "das Zurückbleiben auf dem Gebiet der Geschichte der Sklavenhaltergesellschaft" konstatiert.13 "Die alte Geschichte besitze keinen eigenen Ausbildungsplan" stellte er weiterhin kritisch fest.14 Ausgangspunkt für die Althistoriker müsse "eine Erforschung der alten Geschichte mit der Methode des historischen Materialismus" sein.15 Weiterhin bemängelte er, daß in der DDR "kein Zentrum der althistorischen Lehre und Forschung vorhanden [ist], das die Arbeiten koordiniert, so daß der Tendenz zum Individualismus und Subjektivismus breiter Spielraum gegeben ist."16 Schließlich schlug er vor, Leipzig zum Zentrum der alten Geschichte zum machen und verwies auf die bisherigen Erfolge junger marxistischer Althistoriker.17 Diese kurze Darlegungen soll genügen um zu zeigen, daß R. Günther sich schon frühzeitig aktiv in den fünfziger Jahren für die Durchsetzung des Marxismus-Leninismus als Geschichtsauffassung für die Alte Geschichte einsetzte.18

Gemeinsam mit G. Schrot erlangte er nun in Leipzig als Aspirant zunehmend Einfluß. Sein Aufgabengebiet lag vor allem in der Frühgeschichte Roms, während G. Schrot auf die Zeit der späten Republik sein Hauptaugenmerk richtete.19 Beide sind auch 1956 mit einer Grundsatzschrift bekannt geworden.20 In dieser forderten sie eine Abkehr von der Periodisierung der Menschheitsgeschichte in Altertum, Mittelalter und Neuzeit und proklamierten eine "weltumspannende Formation der Sklavenhaltergesellschaft", welche von ihnen nochmals in 3 Stufen unterteilt wurde.21 Die erste Stufe sollte die primitive, die patriarchalische Periode sein, wozu auch die sogenannte "asiatische" (altorientalische) Produktionsweise subsumiert wurde. Als zweite Stufe folgte bei ihnen die antike, klassische Periode und als dritte Stufe schließlich eine späte Periode, in der schon "frühfeudale Elemente" vorhanden sein sollten.22 Bedeutsam waren diese Auffassungen deshalb, weil sie als Gegenposition zu den Auffassungen der marxistischen Althistorikerin E. Ch. Welskopf eine jahrelang andauernde Theoriediskussion über die Anzahl und das Wesen der "vorkapitalistischen Gesellschaftsformationen" entfachte.23 Die Auseinandersetzungen mit E. Ch. Welskopf hinsichtlich der Periodisierung der Weltgeschichte und der "asiatischen Produktionsweise" prägten auch R. Günthers Arbeiten und politischen Tätigkeiten im Rahmen der Organisationen und der Universität.
Ab 1958 vollzog sich der Aufbau einer marxistisch-leninistischen Althistorie im Rahmen der neugeschaffenen Deutschen Historiker-Gesellschaft (DHG) bzw. dem "Nationalkomitee der Historiker der DDR".24 Die Abgrenzung zum westdeutschen Verband der Historiker Deutschlands (VHD) verlief parallel mit der Abgrenzung der DDR zur Bundesrepublik. Auch die Hochschulpolitik war deutlich durch den Einfluß der SED gekennzeichnet.25 Bis zum Ende der sechziger Jahre waren in Leipzig, Halle und Berlin gleichrangige Institute etabliert worden, jedoch wurde durch die Akademiereform 1969 u.a. ein "Zentralinstitut für Alte Geschichte und Archäologie" (ZIAGA) gegründet, welches als wichtigster Träger von althistorischen Publikationen firmierte, was offensichtlich im Vorfeld stark bekämpft wurde.26

Seit Mitte der sechziger Jahre rückte bei R. Günther zunehmend die Spätantike in den Brennpunkt seines Interesses.27 Sein Modell der "weltumspannenden Sklavenhaltergesellschaft" revidierte auf dem IV. DHG-Kongreß 1968. 28 Statt dessen gebrauchte er für den Zeitraum nach der Urgesellschaft nun den Begriff "ökonomisches System", welches 3 Möglichkeiten zum Übergang zur Klassengesellschaft geboten hätte:
1. zur "ursprünglichen (oder frühen) Klassengesellschaft des Alten Orients, Altafrikas und Altamerikas"
2. zur "Sklavenhaltergesellschaft der Antike
3. zum "Feudalismus".29
Diese Auffassung wurde zum Teil konträr diskutiert in der DDR, wobei man R. Günther wohl eine orthodoxe marxistisch-leninistische Position zuweisen kann.30
In den siebziger Jahren wirkte R. Günther aktiv an der Umformierung der neuen Strukturen an der Universität in Leipzig mit. Neben G. Härtel, der 1973 R. Günthers Nachfolger auf dessen Lehrstuhl wurde, beteiligte sich R. Günther auch an zentralen Vorhaben der ZIAGA, so der "Weltge-schichte" und der "Kulturgeschichte" sowie der "Kleinen Enzyklopädie Weltgeschichte". Parallel dazu wurde unter seiner Leitung in Leipzig die Nachwuchsförderung für Althistoriker gezielt vorangetrieben.31 Zusammen mit H. Dieter verfaßte R. Günther dann ein Lehrbuch mit dem Titel "Römische Geschichte bis 476", welches für die Ausbildung von Studenten an Hoch- und Fachschulen in der DDR gedacht war und von dem zuständigen Ministerium im Mai 1978 bestätigt wurde.32 Herausgeben wurde es von einem "Wissenschaftlichen Beirat für Geschichtswissenschaft" dieses Ministeriums unter der Leitung von M. Kossok, dem R. Günther auch angehörte. Ohne Zustimmung dieses Beirates erlangte kein Hochschulbuch seine Zulassung. Damit war nach dem Werk "Griechische Geschichte bis 146 v. u. Z." ein weiteres Lehrbuch für die Studentenausbildung vorgelegt worden.33 Zu Beginn ihrer Arbeiten in den fünfziger Jahren waren die marxistischen Althistoriker in der DDR vor allem durch die sowjetische Forschung beeinflußt worden. Übersetzungen der Werke von N. A. Maschkin und A. W. Mischulin besaßen zeitweilig "kanonische Gültigkeit".34 Die "Römische Geschichte bis 476" löste damit nach vielen Jahren die deutsche Ausgabe von N. A. Maschkin ab. Für die Kapitel über die Spätantike war offensichtlich R. Günther verantwortlich.35

 

3. Gliederung und Inhalt des Werkes "Römische Geschichte bis 476".

Das Werk umfaßt 424 Seiten, 113 Abbildungen, eine Zeittafel, eine Tabelle für Maße und Münzen und 10 Karten. Es besitzt einen trockenen Erzählstil der schlicht-darlegend wirkt und zugleich autoritär erscheint. Die Übersichtlichkeit der Kapitel leidet aber zum Teil unter der Anhäufung von Namen, Fakten und Daten. Das Werk ist chronologisch-methodologisch konzipiert, man versucht mit Fotos von Überresten, mit Zeittafeln und Karten anschaulich dem Leser einen Überblick zu verschaffen. einige wenige Zitate von Originalquellen und fast keine Angaben von wissenschaftlicher Sekundärliteratur zu den einzelnen Schwerpunkten machen eine Überprüfbarkeit meist unmöglich, lediglich Zitate von Lenin, Marx und Engels werden öfters nachgewiesen, um dem Lehrbuch wohl eine marxistisch-leninistische "Wissenschaftlichkeit" zu attestieren, auch Schlüsselbegriffe der marxistisch-leninistischen Terminologie finden sich häufig im Werk, so z. B. Klassenkämpfe, Ausbeuterordnung; Sklavenhaltergesellschaft, gesetzmäßige Entwicklung der Gesellschaft, Volksbewegungen, Großgrundbesitzer, antike Produktionsweise, soziale Revolution etc.36 Eine ausreichende Erklärung der lateinischen Termini ist hingegen oft vorhanden. Charakteristisch für das gesamte Werk ist, das die umfangreiche Schilderung von Ereignissen chronologisch erfolgt. Der Kultur,- Religions- und Geistesgeschichte wir verhältnismäßig wenig Raum zur Darstellung gegeben, während umfangreiche Abschnitte sich vorrangig mit der Schilderung von Aufständen, sozialen Unruhen, Kriegen sowie anderen wirtschaftlichen-, sozialen und politischen Verhältnissen beschäftigen. Die "Wissenschaftlichkeit" wird durch literarische Quellen selten untermauert. Archäologische Ausgrabungen, Münzfunde u. a. m. sollen eher dazu dienen, daß marxistische-leninistische Theoriemodell vom Ablauf der Geschichte untermauern.

Das Werk gliedert sich in 7 Kapitel inklusive Einleitung und Anhang. Das Inhaltsverzeichnis gibt Auskunft über die Gewichtung der Autoren. Sie untersuchen die "Entstehung und Konsolidierung des römischen Staates", die "Entstehung der römischen Großmacht", die "Verschärfung des Klassenkampfes im Imperium Romanum" und den "Weg zur Militärdiktatur", die "frühe römische Kaiserzeit, der Prinzipat" und die "späte römische Kaiserzeit, der Dominat".37 Als chronologischer Anfang wird die Entwicklung in "Altitalien an der Wende vom 2. zum 1. Jt. v. u. Z." gewählt, der Endpunkt der Darstellung ist aber nicht 476, sondern man gibt darüber hinaus noch auf wenigen Seiten einen groben Überblick über die Entwicklung von "germanischen Staatenbildungen auf römischen Boden" nebst einen kleinen Abschnitt über das Frankenreich bis zum 6. Jh. und ebenfalls über das Oströmische Reich bis zum 6. Jh.38Die Darstellung orientiert sich außerdem auch an den einzelnen Herrscherzeiten, obwohl dies auf dem ersten Blick nicht so erkennbar ist.

In der Einleitung wird der Forschungsstand aus marxistisch-leninistischer Sicht dargestellt und man verschweigt auch nicht die unterschiedlichen Auffassungen innerhalb der marxistischen-leninistischen Forschung, so z. B. zu Problemen der "Revolution in der Antike", zum Problem des "städtischen und außerstädtischen Grundeigentums" und deren Bedeutung für die Krise in der Spätantike, zur Problematik der "Entwicklung der Klassenstruktur in der Antike" oder über die "wirtschaftliche Entwicklung in der späten Republik und im frühen Kaiserreich".39 Als bedeutende Beiträge neben sowjetischen Arbeiten zur Alten Geschichte sehen die Autoren die Abhandlungen und Werke von R. Müller in der "Weltge-schichte bis zur Herausbildung des Feudalismus", die Monographie "Spuren des Prometheus" von J. Herrmann, die "Beiträge zur Entstehung des Staates" und "Die Rolle der Volksmassen in der Geschichte der vorkapitalistischen Gesellschaftsformation" von J. Herrmann und I. Sellnow (Hrsg.) sowie einige Werke von R. Günther und H.-J. Diesner an.40
Die bürgerliche Historiographie wird als nützlich im Hinblick auf altphilologische, archäologische und andere Untersuchungen geschätzt, ansonsten aber als Zweig eine Ideologie verstanden, die den "Klassenharakter" der Geschichte leugne, "den Klassenkampf als gesetzmäßige Entwicklung der Gesellschaft" bestreite und die Sklaverei eher als ein "sozialpsy-chologische Problem" behandle und die Geschichtsschreibung der Bundesrepublik wird als "theoretisch konzeptionslos" betrachtet, auf welche seit den zwanziger Jahren die Geschichtsphilosophie O. Spenglers einwirke.41

Das zweite Kapitel befaßt sich mit der Entstehung und Konsolidierung des römischen Staates, wobei der Schwerpunkt auf der Darstellung der Besiedlungsgeschichte, dem Verhältnis Rom-Etrurien, Wirtschaft, Stände, Klassenkampf, Sklaverei liegt. Außerdem wird über die frühe römische Kultur, Religion und Rechtsentwicklung knapp eingegangen.42

Das dritte Kapitel stellt hauptsächlich die Kämpfe zwischen Rom und Karthago, die Punischen Kriege und die Entwicklung Roms zur Großmacht im Mittelmeerbereich bis Mitte des 2. Jh. v. u. Z. dar. Auch werden die wirtschaftlichen Verhältnisse Italiens und die Weiterentwicklung der römischen Kultur dargestellt.43

Das vierte Kapitel betont hauptsächlich die Verschärfung des Klassenkampfes innerhalb des Reiches, es werden umfangreich die Sklavenaufstände, die Kriege innerhalb und außerhalb des Reiches und die Triumvirate geschildert. Weiterhin wird eingehend auf die Zeit der einzelnen Bürgerkriege und auf die wirtschaftlichen Verhältnisse bis zum Untergang der Republik eingegangen und das Kapitel mit einem Überblick der Kultur von der Gracchenzeit bis zum Ende der Republik gegeben.44

Das fünfte Kapitel stellt die Entstehung des Prinzipats, der frühen Form des Kaiserreiches, unter dem Gesichtspunkt der Klassenauseinandersetzung dar. Es beschreibt die einzelnen Etappen der wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Entwicklung während der Zeit des Prinzipats, wobei umfangreich auf die Krisenzeit bis zum 3 Jh. eingegangen wird. Es folgt schließlich auch eine längere Darstellung über die Entstehung und Verbreitung orientalischer Kulte und des Christentums und weiterhin wird ein Abriß über die kulturelle Entwicklung des 3. Jh. gebracht.45

Das sechste Kapitel beschreibt die spätrömische Zeit seit der Entwicklung des Dominants, der späten Form des Kaiserreiches. Es schildert die politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Grundlagen und Zustände unter Diokletian und Konstantin I., beschreibt die Umstände des Unterganges des Weströmischen Reiches und umreißt die Entstehung der Völkerwanderungen. In einigen Abschnitten wird dann noch die Entstehung der germanischen Reiche (Vandalen, Westgoten, Ostgoten) kurz dargestellt und ein Blick auf die Zustände im Oströmischen Reich bis zur Zeit Justinians geworfen.46

Generell ist zu sagen, daß die Literaturliste nicht nur Lücken aufweist, sondern auch im großen Maße einseitige marxistisch-leninistische Darstellungen enthält und somit auch unbrauchbar für eine umfassende eigene Recherche ist. Eine gute Bibliographie wird zwar zu den Originalquellen geboten, aber wohl typisch und zweifelsfrei logisch für eine marxistisch-leninistische Darstellung ist die Bibliographie von Arbeiten der sogenannten "Klassiker des Marxismus-Leninismus", die aber in althistorischen wissenschaftlichen Untersuchungen überflüssig sind. Sie wurden hauptsächlich zur Untermauerung der "Wissenschaftlichkeit" der Ansichten benutzt. Auffällig ist auch die kleine Liste von allgemeinen Darstellungen, wobei meist nur DDR-Autoren oder sowjetische Autoren berücksichtigt wurden. Als wichtigste Periodika werden nur DDR-Publikationen genannt, so z. B: die ZfG, Klio oder Das Altertum. Unter dem Begriff "Spezielle Literatur" tauchen dann aber doch hin und wieder Arbeiten westlicher und Autoren auf wie z. B. von Altheim, Alföldy, Bengtson, Mommsen, Syme, Rostovtzeff oder Heuß. Aber auch hier überwiegt die große Anzahl von sowjetischen und DDR-Autoren.4

 

4. Geschichte als Klassenkampf - R. Günthers Ansichten zu einigen Kategorien des Marxismus-Leninismus.

4.1. Zur Periodisierungsproblematik innerhalb der Sklavenhaltergesellschaft.

Besonders wichtig erschien den marxistischen Althistorikern - unter ihnen maßgeblich R. Günther - von Anfang an die Polemik gegenüber der "bürgerlichen Geschichtswissenschaft" im allgemeinen und den westdeutschen Althistorikern im besonderen.48 Wichtig für R. Günther war stets, daß der "Ausgangspunkt und die Grundlage aller methodologischen und theoretischen Forschungen über den Systemcharakter der vorkapitalistischen Gesellschaftsformation... die Klassiker des Marxismus-Leninismus" seien.49 Marx erwähnte bekanntlich im "Vorwort zur politischen Ökonomie" die Formationsfolge Urgesellschaft, altorientalische Klassengesellschaft, Sklavereigesellschaft, Feudalismus.50 Weiterhin behauptete er, daß die "Geschichte aller bisherigen Gesellschaft, die Geschichte von Klassenkämpfen" sei.51 Schließlich wurde das Stalinsche Modell von der Abfolge der Epochen der Menschheitsgeschichte auch in der DDR zu Anfang der fünfziger Jahre zum Dogma erhoben, welches ein progressives 5-Stufen-Schema (Urgesellschaft, Sklavenhaltergesellschaft, Feudalismus, Kapitalismus, Sozialismus) vorsah.52

Diese Vorgabe der Entwicklungsstufen forderte nun von den marxistisch-leninistischen Althistorikern, daß sie ihrerseits Argumente und Fakten zur Untermauerung dieser Theorien liefern sollten. Im Vordergrund ihrer Forschungstätigkeit stand nun die "Ausarbeitung der Grundlagen der politischen Ökonomie der Sklavenhaltergesellschaft".53

Wie sah nun R. Günther die Entwicklung der Sklavenhaltergesellschaft?

Er ging Ende der sechziger Jahre davon aus, daß es gewisse Voraussetzungen dafür geben mußte:
a) ein bestimmter Entwicklungsstand der Produktivkräfte
b) das Vorhandensein eines ausreichenden "Sklavenreservoirs" in benachbarten Ländern, die eine niedrige Produktionsstufe besaßen
c) das Fehlen von außerordentlich fruchtbaren Ländereien.54

Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede postulierte er im Hinblick auf die altorientalische Klassengesellschaft und die antike Sklavenhaltergesellschaft?

Die altorientalische Klassengesellschaft begründe sich "auf der asiatischen und auf der 'gemischten' altorientalischen Produktionsweise."55 Sie sei keine "Frühform der Sklavenhaltergesellschaft". Sie entwickelte in ihrer "Niedergangsphase evolutionär eigene Formen des Feudalismus, die von den westeuropäischen Formen unterschieden" werden müßten.56 Beide Gesellschaften seien durch ihre Vielfalt charakteristisch. In wieweit sie zu einer "sozialökonomischen Formation" zusammengefaßt werden könnten, war auch für R. Günther ein Problem. Dafür spricht, seiner Ansicht nach, daß "beide Systeme verschiedene Formen des Feudalismus entwickeln, daß beide Systeme auf einer etwa gleichen einheitlichen Grundlage der Produktivkräfte beruhen. Dagegen spricht, daß in beiden Systemen unterschiedlich bestimmte Produktionsweisen vorhanden sind, daß daher verschiedene Klassen beide soziale Systeme bestimmen, daß sich in beiden Systemen unterschiedlich geprägte Herrschafts- und Knechtschaftsverhältnisse entwickeln; daß die antiken Kulturen die altorientalischen historisch zur Voraussetzung haben."57

Er meinte dann sogar, daß die antike Sklavenhaltergesellschaft revolutionär untergehen müsse, da "im Unterschied zum Übergang von der altorientalischen Klassengesellschaft zum Feudalismus dort, wo es zur Herausbildung der auf Sklaverei beruhenden antiken Produktionsweise kommt, ein revolutionärer Übergangsprozeß zum Feudalismus, eine 'Epoche der sozialen Revolution' (Marx) notwendig" sei.58 Terminologisch ersetzte er bald auch den Begriff "Sklavenhaltergesellschaft" durch die Vokabel "Sklavereigesellschaft".59

In den Theoriedebatten der siebziger Jahre um die Formationsformen wurde schließlich bald das 6-Stufen-Modell (Urgesellschaft, altorientalische Klassengesellschaft, antike Sklavenhaltergesellschaft, Feudalismus, Kapitalismus, Sozialismus) als obligatorisch angesehen.60
In der Einleitung zum Werk "Römische Geschichte bis 476" wird nun eine "ökonomische Gesellschaftsform" postuliert.61 Am Anfang stand die "antike Sklavereigesellschaft des Stadtstaates, die griechische Polis".62 Danach kam die "Zeit des Hellenismus, welche das "ökonomische und soziale Erbe der altorientalischen Klassengesellschaft" übernommen habe und Rom wird allgemein als "die letzte und höchste Entwicklungsstufe der Sklavereigesellschaft" bezeichnet.63 Diese unklaren Formulierungen lassen wohl nur den Schluß zu, daß beide Autoren eher das 5-Stufen-Modell favorisieren, was selbst in der DDR-Rezension von H. Kalex kritisch bemerkt wurde.64

4.2. Zur Charakteristik der Sklaverei.

R. Günther meint, daß "eine auf Sklavenarbeit beruhende Produktionsweise ... nach der Auflösung der Gentilgesellschaft in der sich bildenden ersten Formation der Klassengesellschaft keine allgemeine Verbreitung" gefunden habe.65 "Die offene Sklaverei (im Gegensatz zur latenten Sklaverei) oder die Arbeitssklaverei bestimmt einige Jh. lang die ökonomische und soziale Struktur der antiken Mittelmeerwelt."66 Für die "Klassen-kämpfe der Sklaven" hält er es für charakteristisch, daß "sie nicht in der Lage sind, die soziale und ökonomische Struktur, in der sie leben, von Grund auf zu verändern. Mit dem allgemeinen Niedergang der antiken Eigentumsverhältnisse seit dem 2. Jh. u. Z. verlieren die Sklaven die Bedeutung einer historisch fortschrittlichen Kraft. Historisch fortschrittliche Klassen jener Übergangsperiode sind die feudal werdenden Großgrundbesitzer auf außerstädtischem Land und die Bauern."67 Später werden diese fortschrittlichen Klassen dann in den freien "germanischen Bauern und Handwerkern" gesehen, deren Auseinandersetzungen mit den "herrschenden Klassen der untergehenden römischen Sklavenhaltergesellschaft" Klassenkampfcharakter gehabt haben sollen.68 Im Gegensatz zu den Anfängen der antiken Sklavereigesellschaft war in Rom der Sklave Hauptproduzent aller materiellen Güter; im hellenistischen Stadtstaat waren es die freien Bauern, Handwerker und Sklaven und mit dem Anwachsen der Sklaverei, der Entwicklung der Ware-Geld-Beziehung, der zunehmenden Arbeitsteilung und sozialen Widersprüche seien die Ursachen für die Überwindung des Stadtstaates sowie des Hellenismus zu sehen.69 R. Günther postuliert gemäß marxistisch-leninistischer Auffassung einen Ablauf von gesetzmäßigen Entwicklungslinien der Produktionsweise und der Produktivkräfte. Die Krise der Sklaverei und des römischen Staates beruhe auf den antagonistische Widersprüchen zwischen den Ausbeutern (Großgrundbesitzer) und Ausgebeuteten (Sklaven) auf dem Lande. Die Wandlung der landwirtschaftlichen Produktion und die Ausbreitung des Kolonates waren Ursache für Strukturveränderungen der "bäuerlichen Klasse" im 3. Jh.70

4.3. Zur Charakteristik der Klassenkämpfe.

R. Günther sieht in den Klassenkämpfen die Triebkräfte der gesellschaftlichen Entwicklung. Für die Geschichte Roms wurden ebenfalls die Klassenkämpfe als Triebkräfte angesehen, die "zwischen Sklaven und Sklavenhaltern, zwischen freien Kleinproduzenten und Großgrundbesitzern, zwischen Schuldnern und Gläubigern, zwischen römischen Landmagnaten und der ausgebeuteten Bevölkerung in den Provinzen und nicht zu letzt zwischen den Römern und Barbaren" hauptsächlich stattfanden.71 Widersprüchlich sind demzufolge aber die Äußerungen, daß "die Sklaven keine Klasse waren, die Träger einer progressiveren Produktionsweise hätte sein können. In ihrem Klassenkampf ging es nur um die persönliche Freiheit, nicht aber um die Errichtung einer neuen Gesellschaftsordnung" oder daß mit der "Epoche der sozialen Revolution ...die beiden kämpfenden Hauptklassen der Sklavereigesellschaft, die Sklaven sowie die Sklavenbesitzer" untergegangen sei. 72

4.4. Zur Charakteristik der Rolle der Volksmassen.

A. Demandt konstatiert ein starkes Lavieren in R. Günthers Arbeiten in Bezug auf die Intensität der "Rolle der Volksmassen" in den sechziger und siebziger Jahren.73 Zurückführen läßt sich die inhaltliche Festlegung, was man unter der Kategorie "Volksmassen" zu verstehen habe, letztlich auf die Arbeiten von J. Herrmann.74 Gebraucht wurde der Begriff offensichtlich, um den "Einfluß von Völkern, die noch in urzeitlichen Verhältnissen lebten (z. B. die Germanen), auf den Geschichtsprozeß zu erklären und darüber hinaus überall dort zu verwenden, wo der Klassenkampfbegriff sich nicht mit den gegenwärtigen Quellenbefunden in Einklang bringen ließ (z. B. Spätantike). Der 'Klassenkampf' diente der Präzisierung des allumfassenden Volksmassenterminus und trug, da sich der letztgenannte in den zentralen Werken von Marx und Engels nicht findet, zur Aufrechterhaltung der mit dem 'Klassenkampf' verknüpften Revolutionstheorie bei."75

Was versteht man nun unter diesen Begriff?

"Volksmassen sind im politisch-soziologischen Sinne alle Werktätigen, Klassen und Schichten sowie alle im Sinne des Fortschritts handelnden Menschen. Sie sind also nicht identisch mit Volk im Sinne von Gesamtbevölkerung eines Landes oder Staates oder einer historisch entstandenen sozialen Gemeinschaft. Die Volksmassen ... sind der entscheidende Teil des Volkes. Als Träger der materiellen Produktion schaffen sie die Bedingungen für die Existenz und Entwicklung der Gesellschaft. Sie sind Schöpfer der Geschichte und Triebkraft des gesellschaftlichen Fortschritts... In den sozialen Revolutionen und nationalen Befreiungskämpfen tritt die aktive ... Rolle der Volksmassen besonders hervor. Sie entscheiden über Sieg oder Niederlage..."76

"Die Geschichte Roms war in hohem Maße eine Geschichte von Klassenkämpfen von heroische Aktionen der Volksmassen, die auch am Untergang des römischen Staates maßgeblich beteiligt waren. Sie drängten in der frühen Geschichte dieses Stadtstaates die herrschende Klasse dazu, ihre progressive Rolle wahrzunehmen; sie sind zusammen mit der herrschen Klasse die Schöpfer des Staates", postuliert dem zufolge R. Günther.77Die Bewegung der Agnostiker, die Bagaudenbewegung, die Goten, Kleinproduzenten, landlose oder landarme Bauern und städtische Bürger, ja grundherrschaftliche Donatisten und aufständige Offiziere wie Procopius und Gildo werden nun zu diesen revolutionären Volksmassen gezählt. 78 Diese Vermischung verwirrt den Leser aber eher, als daß ein schlüssiger Erklärungsversuch geboten wird.79

4.5. Zur Charakteristik des Revolutionsbegriffes.

Sehr konform mit dem marxistisch-leninistischen Revolutionsbegriff behauptet R. Günther, daß der "Übergang von der Republik zum Prinzipat ... alles andere als eine Revolution" war.80 Es handle sich hier um strukturelle Veränderungen "innerhalb ein und desselben gesellschaftlichen Systems mit dem Ziel, die Sklavereigesellschaft mit den Mitteln der Militärdiktatur zu stabilisieren. Die allgemeine Stagnation setzte erst rund zweihundert Jahre später ein... Rom stand [dann erst - d. Verf.] am Vorabend einer bedeutenden sozialen Revolution, in deren Ergebnis die alte Klassengesellschaft zusammenbrach und die neue Klassengesellschaft, der Feudalismus, sich herauszubilden begann."81 Demgemäß habe auch der Spartacus-Aufstand keine revolutionäre Umwälzung eingeleitet, obwohl er "zusammen mit anderen Kräften zum Untergang der republikanischen Staatsordnung" beitrug.82

"In einer sozialen Revolution der freien und abhängigen Kleinproduzenten entstand im Laufe von etwa 400 Jahren die Gesellschaftsordnung des Feudalismus."83 Gegenüber diesen Äußerungen konstatiert R. Günther an anderer Stelle, daß beim "Untergang der Sklavereigesellschaft ... sich auch keine revolutionäre Klasse, die zum Träger neuer Produktionsverhältnisse hätte werden können," formiert habe.84 Auch eine lange Dauer der sozialen und politischen Umwälzungen über Jahrhunderte hinweg sieht er als revolutionär an. Als Träger dieser Veränderungen sieht er diesmal äußere Kräfte an, die "Stammesverbände der Barbaren-Eroberer", aber keine Klasse.85

4.6. Zur Charakteristik des Christentums und anderer Religionen.

Die Religion spielte im privaten und öffentlichen Leben der Römer eine große Rolle. Sie war polytheistisch und kannte eine Rangfolge der Götter. Frühzeitig kamen die Römer mit griechischen Gottheiten in Berührung. Neben den Hauskulten im privaten Bereich waren im öffentlichen Bereich vor allem der Iupiterkult, dem Triaskult um Iupiter, Minerva und Iuno sowie der Vestalinnenkult von großer Bedeutung. Bedeutende Priesterorganisationen waren das Pontifikalkollegium und das Kollegium der Auguren. Hier wird eine enge Verflechtung zwischen staatlichen und religiösem Leben von R. Günther konstatiert.86

Parallel zum Untergang der Republik wird auch die Religion als in Auflösung begriffen. Tempel verfielen, die Götterverehrung wird durch die Angehörigen der oberen Schichten stärker verinnerlicht und besonders die unteren Gesellschaftsschichten einschließlich der Sklaven wenden sich fremden Kulturen zu. In den unsicheren sozialen und politischen Verhältnissen sieht R. Günther einen guten Nährboden für die Förderung von "Aberglauben, die Hoffnung auf bessere Zeiten und auf einen Erlöser."87 Mystische Spekulationen konnten deshalb ihre Anhänger finden, wie auch später das Christentum.88 Die "zunehmende Verelendung breiter Schichten der freien Bevölkerung" begünstigte, seiner Meinung nach die Entstehung und Verbreitung von Mysterienkulten, Offenbarungsgeschichten u.a. auch während der Zeit des Prinzipats.89 Neben orientalischer Heilslehren kommen auch nun auch sozialutopische Vorstellungen im römischen Herrschaftsbereich zur Geltung, wobei die "Sonne oder der Sonnengott als Erlöser von sozialer Knechtschaft auftreten."90 Die weitere "Unzufriedenheit der vom politischen Leben ausgeschlossenen Bürger, die auch von Seiten des Staates geförderte Hinwendung breiter Schichten der Bevölkerung zu irgendeiner Form der Mystik - das waren die Hauptursachen für die etwa gleichzeitige Entstehung zweier bedeutender Erlösungsreligionen im palästinensisch-syrischen Raum: des Christentums und der Gnosis. Sie entstanden nicht der Krise, sondern auf dem Höhepunkt der Sklavereigesellschaft."91

Von sehr geringer Bedeutung schätzt deshalb R. Günther den Anteil des Religionsstifters an der Entstehung des Christentums ein. Vielmehr kamen die christlichen Anschauungen den religiösen Erwartungen, Hoffnungen und Bedürfnissen der Masse der freien Bevölkerung und den Sklaven entgegen. Er sieht weiterhin eine Vermischung des christlichen Kultes mit altägyptischen Lehren, messianischen Lehren im Judentum, den Vorstellungen vom Goldenen Zeitalter und iranischen Lehren vom Kampf Gut-Böse als entscheidend an. Als sozialen Protest sieht R. Günther das Urchristentum, die Gnosis wertet er aber als gesellschaftlich progressiver.92 Unter Konstantin wurde die Kirche zum "Unterdrückungs-organ" und das Christentum zur ideologischen Stütze der antiken Militärdiktatur.93

Als Ursachen für den Aufstieg des Christentums unter Konstantin postuliert R. Günther, daß es sich "am besten zur politisch wirksamen Manipulierung der Volksmassen" eigne, indem die "Herrschenden die religiösen Erwartungen der unterdrückten Menschen mißbrauchten. Gleichzeitig entsprach der römisch-universalen Monarchie unter Konstantin und seinen Nachfolgern das Christentum als römisch-universale Religion."94 Abschließend konstatiert er, daß das Christentum im 4. Jh. zeitweilig die "Ideologie der niedergehenden Sklavereigesellschaft" werden konnte und sich im 5. Jh. von einer "Staatskirche der untergehenden Sklavereigesellschaft zum bedeutendsten Träger der feudalen Ideologie im Mittelalter" entwickelte.95 Der Widerspruch, daß die Klassen der Sklavereigesellschaft zwar untergegangen, aber ihre Ideologie weiter existiert haben soll, wird nicht gelöst.

 

5. Darstellung und historischer Ablauf der Geschichte aus der Sicht von R. Günther.

5. 1. Die Entwicklung der römischen Geschichte von der Republik bis zum Ende des Dominats.

Nach einer Darlegung, warum man wegen mangelnder Quellenkenntnis nur ein sehr dürftiges Bild über die römische Gentilordnung besäße, leitet R. Günther zur römischen Republik über. Er postuliert, daß die republikanische Staatsform "Ausdruck der ökonomischen und politischen Stellung der Aristokratie im Rahmen des Stadtstaates" war.96 Die Alleinherrschaft besaß die Senatsaristokratie, das Territorium war überschaubar groß und die Wirtschaft basierte noch auf der Kleinproduktion freier Bauern, Handwerker und unterentwickelter Sklaverei.97

Nach der territorialen Expansion wurde Rom zur führenden Macht des östlichen Mittelmeeres, es trat eine Extensivierung der Sklavenwirtschaft ein und die Herausbildung großer Latifundien seit dem Beginn des 2. Jh. v. u. Z. wird dargelegt, wobei letzterer Sachverhalt in der Forschung widerlegt wurde.98. Wegen der Zuspitzung von "sozialen Widersprüchen und den sich daraus ergebenden Klassenkämpfen sah sich der römische Staat, der trotz aller territorialen Expansion in seiner politischen Struktur ein Stadtstaat geblieben war, vor komplizierten Situationen."99 Als Folge dessen hält R. Günther eine notwendige Entwicklung zur "antiken Form der "Militärdiktatur für gegeben. Die Heeresreformen des Marius, die Formen der Alleinherrschaft von Sulla, Pompeius und das Triumvirat Octavians, Antonius' und Lepidus' schufen die Voraussetzungen dafür. Der Übergang zum Kaiserreich führte zu "notwendigen Veränderungen innerhalb der Sklavengesellschaft" und hatte nicht die Bedeutung einer "sozialen und politischen Revolution."100

Das Prinzipat, das frühe römische Kaiserreich, war nun ein breites Bündnis von Senatsaristokratie, kaiserlicher Zentralgewalt, Ritterschaft und Munizipalaristokratie.101 Als "Hauptträger der Klassenkampfes" wurden nun nicht mehr die Sklaven und der römische Plebs angesehen, sondern die Aufständischen in Spanien, Pannonien, Germanien, Nordafrika, Britannien und Judäa zählten dazu, d. h. die freie bäuerliche Bevölkerung und die Klasse der freien Kleinproduzenten der unterjochten Stämme in den Provinzen.102 Eine wirtschaftlicher Aufschwung des Prinzipats wird für die Zeit bis zum 2. Jh. konstatiert. Die Entstehung des Kolonats, "einer Form der Sklaverei", wird von R. Günther als noch nicht krisenhaft, sondern eher als stabilisierend und weiterentwickelnd bewertet.103 Er sieht in der Entstehung des Kolonats einen "Versuch der Großgrundbesitzer, neben der Sklaverei, die in den Villenwirtschaften weitgehend erhalten blieb, ein bäuerliches Pachtsystem zu entwickeln, das ihnen ebenfalls ein Mehrprodukt sicherte."104 Wesentlich sieht er für die Entstehung des Kolonates die extensive Art der Bewirtschaftung der Latifundien an, welche auf die Dauer nicht mehr produktiv genug war und auch die Furcht vor politischen Unruhen bei massenhaften Ansammlungen von Sklaven soll ein Grund gewesen sein, wobei er einen Mangel an Arbeitskräften ausschließt.105

Seit dem Ende des 2. Jh. konstatiert er eine "allgemeine Krise des Prinzipats" welche er auf die Produktionsweise bezieht, die auf Sklaverei beruht. Die progressive Entwicklung des Kolonats ging nun zu Ende, eine allgemeine Verschuldung der Kolonen erfolgte und die persönliche Abhängigkeit zu den Großgrundbesitzern stieg an.106 Die Sklaverei verlor nun allmählich an wirtschaftlicher und sozialer Bedeutung. Ebenfalls erfolgte ein Prozeß der "sozialen Nivellierung aller ausgebeuteten Klassen", der schließlich zu ihrer Assimilation geführt haben soll. R. Günther kommt in einer späteren Arbeit zu der Annahme, daß es ein sehr "differenziertes und dynamisches Knechtschaftsverhältnis in der Spätantike [gab] ... In diesem Knechtschaftsverhältnis, dafür findet sich der Terminus condicio, das die bisherigen Klassengrenzen verwischt, finden wir Sklaven, die keine Sklaven mehr sind, Kolonen, die keine Kolonen der frühen Kaiserzeit mehr sind, und beide, Sklaven und Kolonen, sind noch keine feudalabhängigen Bauern."107

Weiterhin konstatiert R. Günther, daß sich für das 3. Jh. auch ein Bruch zwischen den einzelnen Schichten der herrschenden Klasse abzeichnete. "Die Munizipalaristokratie verlor mit dem Niedergang der Stadt und der Sklaverei ihre Bedeutung, und es begannen ... die Auseinandersetzungen zwischen der Munizipalaristokratie und der Großgrundbesitzeraristokratie, die ihre Güter aus den städtischen Territorien nach dem Vorbild der kaiserlichen Domänen herausgelöst hatte."108 Die Krise war nun aber nicht mehr politischer, sondern gesamtgesellschaftlicher Natur, als Ausweg sieht R. Günther die Entstehung des späten Kaiserreiches, das Dominat. Die Produktionsweise der Spätantike entspräche nun der "einer untergehenden Sklavereigesellschaft mit Elementen künftiger feudaler Produktionsverhältnisse."109 Das Kolonat blieb "Bestandteil der untergehenden Sklavereigesellschaft", die Veränderungen antiker Eigentumsverhältnisse wurden nur als modifiziert angesehen.110 Während dessen gab es einen weiteren Rückgang der Sklaverei. Ihre soziale Stellung war zwar jetzt unterschiedlich, ihre rechtliche Stellung aber weiterhin abgeschieden von den Freien. Auch habe der Staat mehr und mehr als "Kontrollorgan zwischen Herren und Sklaven" fungiert, aus Furcht vor Klassenkämpfen meint R. Günther.111 Sklavenfamilien durften nun nicht mehr getrennt werden, Das Tötungsrecht für der Herren gegenüber den Sklaven wurde ihnen entzogen.

Die herrschende Klasse setzte sich hauptsächlich aus den Großgrundbesitzern, der kaiserlichen Familie und der christlichen Kirche zusammen, während zu den ausgebeuteten Klassen die Sklaven, Kolonen und freien bäuerlichen Kleinproduzenten gehörten. Die Kleinproduzenten unterschied er wiederum in "verschiedene soziale Gruppen der originarii, adscripicii, inquilini, die laerti, die coloni liberi" und andere "freie Bauern, kleine Handwerker in den Städten, Dörfern und auf den Gütern der Großgrundbesitzer."112 In den Großgrundbesitzern und Kolonen sah R. Günther dann die "Vorläufer der späteren Feudalherren und der feudalabhängigen Leibeigenen."113

5.2. Der Untergang des Weströmischen Reiches im Jahre 476.

Wenn die Geschichte Roms Teil der Geschichte der antiken Sklavereigesellschaft ist und diese untergeht, was passiert dann mit Rom? Wie sah nun R. Günther den Zusammenbruch des Weströmischen Reiches?

Als Ursache für die sehr lange Existenz des Reiches und deren Größe wird gesagt, daß "Roms Beitrag zur Weltgeschichte und seine Größe [darin] lagen ..., daß sich die herrschende Klasse, gedrängt durch die Volksmassen, über die sozialen Widersprüche kompromißlos hinwegsetzte und die Möglichkeiten der auf Sklaverei beruhenden Gesellschaftsordnung voll ausschöpfte. Rom fand den für eine Sklavereigesellschaft einzig gangbaren Weg, um vom Stadtstaat zu einem ... stabilen Großreich zu gelangen."114 Im 4. und 5. Jh. nahmen "Klassenkämpfe in verschieden Provinzen den Charakter von Volkskämpfen an."115 Gewaltsam wurden aber diese Volksbewegungen unterdrückt. Für die "bäuerlichen und städtischen Armen wurde das Leben immer unerträglicher. Das Patrocinium der Großgrundbesitzer trug nun den Sieg über die kaiserliche Zentralgewalt davon."116 Die Unterdrückung der Klassenkämpfe und die Abwehr äußerer Gegner führte die antike Form der Militärdiktatur nun zur "höchsten Stufe ihrer Entwicklung."117 Im 5. Jh. traten nun, laut R. Günther, die germanischen Stämme an die Stelle der Volksbewegung. Sie zwangen dem Weströmischen Staat Förderatenverträge ab und erlangen bald ihre politische Unabhängigkeit.118

Neben den Kämpfen im Innern, den Auseinandersetzungen mit Germanen, Alanen und Stämmen in Afrika führten auch Thronstreitigkeiten unter führenden Offizieren zu enormen Schwierigkeiten im Weströmischen Reich. Weiterhin wirkten sich, nach Ansicht von R. Günther, die massenhafte Verelendung weiter Bevölkerungskreise, das Ausbleiben eines Großteils der Steuern, eine mangelnde Anzahl von Kolonen und die Verwüstung vieler Landstriche durch die Hunnen sehr nachteilig aus und setzten dem Bestand des Weströmischen Reiches weiter zu.119

Schließlich konstatierte er, daß "ein Aufstand germanischer Söldnertruppen in Italien, die die Aufteilung des Großgrundbesitzes und der bäuerlichen Besitzrechte am Land für sich forderten, ... im Jahre 476 das Ende des Weströmischen Staates" herbeiführte.120 Die Absetzung des letzten Weströmischen Kaisers Romulus Augustulus und die Errichtung der Herrschaft des Odoaker in Italien bedeutete zwar eine Zäsur für R. Günther, doch sieht er eher die staatlichen Funktionen des Kaisertums als erloschen an, während die kirchlichen und städtischen Einrichtungen weitestgehend erhalten blieben. Odoaker wird schließlich vom byzantinischen Kaiser zum Patricius von Byzanz ernannt und herrschte somit als König über die Germanen und als Patricius über die Romanen in Italien. Der Untergang der alten Ordnung war damit also nicht abgeschlossen, die Übergangsperiode zum Feudalismus habe erst begonnen, meint R. Günther. 121 Als Fazit stellt er fest, daß das Ende der alten Ordnung im.

6. Schluß.

Was wird Bestand haben von den althistorischen Arbeiten Rigobert Günthers, die so zahlreich in den letzten Jahrzehnten erschienen sind? Sicherlich nicht dieses ehemalige Lehrbuch für Studenten der Alten Geschichte in der DDR. Die DDR gibt es bekanntlich nicht mehr und die Forschungsschwerpunkte und Darstellungen sind heutzutage weit entfernt von solchen Büchern, die den dogmatischen Theorien des Marxismus-Leninismus unterworfen sind, welche von der SED und den führenden Vertretern innerhalb der DDR-Geschichtswissenschaft vorgegeben wurden. Rigobert Günther war ein führender Vertreter dieser eher orthodox zu nennenden marxistisch-leninistischen Richtung, wobei er aber auch häufig Flexibilität erkennen ließ in seinen Arbeiten und auch Kontroversen nicht scheute. Seine Weltanschauung prägt dieses Gemeinschaftswerk und sein Vorhaben, Geschichte als permanenten Entwicklungsprozeß vom Niederen zum Höheren darzustellen, entbehrt nicht einer gewissen Logik. Das schablonenhafte Strukturieren nach Epochen, welche mal 5, mal 6 Stufen besitzen sollen, die zu allgemein gefaßte Kategorie der "Volksmassen" oder die fast schon inflationäre Verwendung des Terminus "Klassenkampf" lassen aber eher den Schluß zu, daß dieses Hochschulbuch mindestens 2 Dinge erfüllen sollte, nämlich die Studenten zu einem parteilichen Klassenstandpunkt im Sinne der SED zu erziehen und außerdem dafür methodologische Orientierung zu geben. Unter diesem Gesichtspunkt wird dieses Werk wohl als Quelle für die Untersuchung der methodologischen Darstellungen im Bereich Alte Geschichte in der DDR sicher einen bleibenden Wert haben.

 

7. Literatur

Christ, Karl, Römische Geschichte und deutsche Geschichtswissenschaft, München, 1982.
Christ, Karl, Zur Entwicklung der Alten Geschichte in der DDR, in: Geschichtswissenschaft in der DDR, hrsg. von Alexander Fischer und Günther Heydemann, Bd. 2, Berlin, 1990, S. 59-80.
Demandt, Alexander, Der Fall Roms. Die Auflösung des römischen Reiches im Urteil der Nachwelt, München, 1984.
Dieter, Horst und Günther, Rigobert, Römische Geschichte bis 476, Berlin, 1979.
Engelbert, Ernst und Küttler, Wolfgang Hrsg.), Formationstheorie und Geschichte, Vaduz, 1978.
Fischer, Alexander und Heydemann, Günther (Hrsg.), Geschichtswissenschaft in der DDR, 2 Bde., Berlin, 1988/90, (Schriftenreihe der Gesellschaft für Deutschlandforschung, Bd. 25/1 u. 2).
Griechische Geschichte bis 146 v. u. Z., Autorenkollektiv u. Leitung v. Heinz Kreißig, Berlin, 1978.
Günther, Rigobert und Dieter, Horst, Römische Geschichte bis 476, Berlin, 1979.
Günther, Rigobert und Köpstein, Helga (Hrsg.), Die Römer an Rhein und Donau, Berlin, 1975.
Günther, Rigobert und Korsunskij, Alexander A., Germanen erobern Rom. Der Untergang des Weströmischen Reiches und die Entstehung germanischer Königreiche bis zur Mitte des 6. Jahrhunderts, Berlin, 1986.
Günther, Rigobert und Müller, Reimar, Sozialutopien in der Antike, Leipzig, 1987 (= Dies., Das goldene Zeitalter, Stuttgart, 1988).
Günther, Rigobert und Schrot, Gerhard, Einige Probleme zur Theorie der auf Sklaverei beruhenden Gesellschaftsordnung, ZfG 4, 1956, Heft 5, S.990-1008.
Günther, Rigobert, Der Aufstand des Spartacus, Berlin, 1979.
Günther, Rigobert, Der Beschluß des ZK der SED "Die Verbesserung der Forschung und Lehre in der Geschichtswissenschaft der DDR" und das Studium der alten Geschichte, ZfG 3, 1955, Heft 6, S. 904-907.
Günther, Rigobert, Der politisch-weltanschauliche Kampf in der römischen Religion in den letzten zwei Jahrhunderten v. u. Z., Habil. (MS), Leipzig 1962, gedruckt in: Klio 42, 1964, S. 209-297.
Günther, Rigobert, Forschungen zur Geschichte des Altertums, ZfG, 18, Sonderbd., S. 281-291.
Günther, Rigobert, Herausbildung und Systemcharakter der vorkapitalistischen Gesellschaftsformationen, ZfG 17, 1969, Heft 1/2, S. 194-208.
Günther, Rigobert, Herausbildung und Systemcharakter der vorkapitalistischen Gesellschaftsformationen, ZfG, 16, 1968, Heft 10, S. 1204-1211.
Günther, Rigobert, Klassen, Stände und Schichten in der Antiken Gesellschaftsordnung, Berlin, 1990, S. 3-17, (Sitzungsberichte der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, Bd. 130, Heft 4.).
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Günther, Rigobert, Sklaverei, Wirtschaft und Ständekampf im ältesten Rom, Diss. (MS) Leipzig 1957; überarbeitet abgedruckt in: Ders., Wirtschaftliche und soziale Differenzierung im ältesten Rom, WZ Leipzig 7, 1957/58, 5, S. 593-612.
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H.(ärtel) G., Rigobert Günther 60 Jahre, ZfG 36, 1988, 5, S. 438-439.
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Kalex, Helmut (Rez.), "Horst Dieter und Rigobert Günther, Römische Geschichte bis 476, Berlin, 1979", EAZ 25, 1984, S. 367-371.
Kowalczuk, Ilko-Sascha, Die Durchsetzung des Marxismus-Leninismus in der Geschichtswissenschaft der DDR, in: Historische Forschung und sozialistische Diktatur, hrsg. von Martin Sabrow und Peter Th. Walther, Leipzig, 1995, S. 31-58.
Kürschners Deutscher Gelehrten Kalender, Berlin/ New York, 1992.
Maschkin, Nikolaj A, Zwischen Republik und Kaiserreich, Berlin, 1954.
Maschkin, Nikolaj A., Römische Geschichte, Berlin, 1953.
Mischulin, A. W., Spartacus, Berlin, 1952.
Neuhäußer-Wespy, Ulrich, Die SED und die Historie. Die Etablierung der marxistisch-leninistischen Geschichtswissenschaft der DDR in den fünfziger und sechziger Jahren, Bonn, 1996.
Sabrow, Martin und Walther, Peter Th. (Hrsg.), Historische Forschung und sozialistische Diktatur. Beiträge zur Geschichtswissenschaft der DDR, Leipzig, 1995.
Schulin, Ernst (Hrsg.), Deutsche Geschichtswissenschaft nach den Zweiten Weltkrieg (1945-1965), München, 1989.
Schuller, Wolfgang, Alte Geschichte in der DDR. in: Geschichtswissenschaft in der DDR, hrsg. von Alexander Fischer und Günther Heydemann, Bd. 2, 1990, S.37-59.
Willing, Matthias, Althistorische Forschungen in der DDR. Eine wissenschaftliche Studie zur Entwicklung der Disziplin Alte Geschichte in der DDR vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis zur Gegenwart (1945-1989), Berlin, 1991, (Historische Forschungen 45).
Wörterbuch der Marxistisch-Leninistischen Soziologie, hrsg. von Georg Assmann u.a., Opladen, 19782.

8. Abkürzungen:

AdW = Akademie der Wissenschaften
CIL = Corpus Inscriptionum Latinarum
DHG = Deutsche Historiker-Gesellschaft
EAZ = Ethnographisch-Archäologische Zeitschrift
GG = Geschichte und Gesellschaft, Zeitschrift für Historische
Sozialwissenschaft
IG = Inscriptiones Greacae
Jh = Jahrhundert
Jt = Jahrtausend
Klio = Zeitschrift für Alte Geschichte
MEW = Marx-Engels-Werke
PIR = Prosopographia Imperii Romani
SMAD = Sowjetische Militäradministration in Deutschland
VHD = Verband der Historiker Deutschlands
WMHG = Wissenschaftliche Mitteilungen der Historiker-Gesellschaft
der DDR
WZ = Wissenschaftliche Zeitung
ZfG = Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

9. Anmerkungen



1 Siehe hierzu die biographischen Angaben von G. Härtel in: Rigobert Günther 60 Jahre, ZfG 36, 1988, 5, S. 438-439; Kürschners Deutscher Gelehrten Kalender 1992.

2 Rigobert Günther, Sklaverei, Wirtschaft und Ständekampf im ältesten Rom, Diss. (MS) Leipzig 1957; überarbeitet abgedruckt in: Ders., Wirtschaftliche und soziale Differenzierung im ältesten Rom, WZ Leipzig 7, 1957/58, 5, S. 593-612; zur Beurteilung der Methodik siehe Matthias Willing, Althistorische Forschungen in der DDR. Eine wissenschaftliche Studie zur Entwicklung der Disziplin Alte Geschichte in der DDR vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis zur Gegenwart (1945-1989), Berlin, 1991, S. 92f., (Historische Forschungen 45); Rigobert Günther, Der politisch-weltanschauliche Kampf in der römischen Religion in den letzten zwei Jahrhunderten v. u. Z., Habil. (MS), Leipzig 1962, gedruckt in: Klio 42, 1964, S. 209-297.

3 Rigobert Günther und Helga Köpstein (Hrsg.), Die Römer an Rhein und Donau, Berlin, 1975; Rigobert Günther, Der Aufstand des Spartacus, Berlin, 1979; Rigobert Günther und Horst Dieter, Römische Geschichte bis 476, Berlin, 1979; Rigobert Günther, Vom Untergang Westroms zum Reich der Merowinger, Berlin, 1984; Rigobert Günther und Alexander A. Korsunskij, Germanen erobern Rom. Der Untergang des Weströmischen Reiches und die Entstehung germanischer Königreiche bis zur Mitte des 6. Jahrhunderts, Berlin, 1986; Rigobert Günther und Reimar Müller, Sozialutopien in der Antike, Leipzig, 1987 (= dies., Das goldene Zeitalter, Stuttgart, 1988).

4 Rigobert Günther, Römische Kaiserinnen, Leipzig, 1995.

5 Telefonische Angaben von Rigobert Günther gegenüber dem Verfasser am 1.2. 1999.

6 Zur DDR-Geschichtswissenschaft siehe u.a. Günther Heydemann, Geschichtswissenschaft im geteilten Deutschland, Frankfurt a. Main- Bern- Circenster, 1980; Martin Sabrow und Peter Th. Walther (Hrsg.), Historische Forschung und sozialistische Diktatur. Beiträge zur Geschichtswissenschaft der DDR, Leipzig, 1995; Alexander Fischer und Günther Heydemann (Hrsg.), Geschichtswissenschaft in der DDR, 2 Bde, Berlin, 1988/90, (Schriftenreihe der Gesellschaft für Deutschlandforschung, 25/1 u.2); Konrad H. Jarausch (Hrsg.), Zwischen Parteilichkeit und Professionalität. Bilanz der Geschichtswissenschaft der DDR, Berlin, 1991; Ernst Schulin (Hrsg.), Deutsche Geschichtswissenschaft nach den Zweiten Weltkrieg (1945-1965), München, 1989; Wolfgang Hartwig (Hrsg.), Geschichtsbilder und Geschichtspolitik, Geschichte und Gesellschaft, 24, 1998, Heft 3; Ulrich Neuhäußer-Wespy, Die SED und die Historie. Die Etablierung der marxistisch-leninistischen Geschichtswissenschaft der DDR in den fünfziger und sechziger Jahren, Bonn, 1996; zur Alten Geschichte insbesondere Matthias Willing, Althistorische Forschungen..., Berlin, 1991.

7 Vgl. dazu die Periodisierung bei Günther Heydemann, Geschichtswissenschaft im geteilten..., S. 139-173.

8 Siehe hierzu das Inhaltsverzeichnis in Matthias Willing, Althistorische Forschung..., S. 7f.

9 Ebenda S. 28-33.

10 Vgl. Matthias Willing, Althistorische Forschungen..., S. 59ff.

11 Ausführlich dazu bei Wolfgang Schuller, Alte Geschichte in der DDR, in: Geschichtswissenschaft in der DDR, hrsg. von Alexander Fischer und Günther Heydemann, Bd. 2, 1990, S. 42f.

12 ZfG 3, 1955, Heft 4, S. 507-527.

13 Rigobert Günther, Der Beschluß des ZK der SED "Die Verbesserung der Forschung und Lehre in der Geschichtswissenschaft der DDR" und das Studium der alten Geschichte, ZfG 3, 1955, Heft 6, S. 904.

14 Ebenda S. 904.

15 Ebenda S. 905.

16 Ebenda S. 905.

17 Ebenda S. 905ff.

18 Vgl. Matthias Willing, Althistorische Forschungen..., S.61-63.

19 Ebenda S. 92-94.

20 Rigobert Günther und Gerhard Schrot, Einige Probleme zur Theorie der auf Sklaverei beruhenden Gesellschaftsordnung, ZfG 4, 1956, Heft 5, S.990-1008.

21 Ebenda S. 990f.

22 Ebenda S. 992ff.

23 Vgl. Matthias Willing, Althistorische Forschungen..., S. 90-94.

24 Ebenda S. 107.

25 Vgl. Ilko-Sascha Kowalczuk, Die Durchsetzung des Marxismus-Leninismus in der Geschichtswissenschaft der DDR, in: Historische Forschung sozialistische Diktatur, hrsg. von Martin Sabrow und Peter Th. Walther, Leipzig, 1995, S. 31-58.

26 Vgl. Matthias Willing, Althistorische Forschungen..., S. 109-116.

27 So z.B. Rigobert Günther, Revolution und Evolution im Weströmischen Reich zur Zeit der Spätantike, ZfG 13, 1965, Sonderbd., S. 19-34.

28 Rigobert Günther, Herausbildung und Systemcharakter der vorkapitalistischen Gesellschaftsformationen, ZfG, 16, 1968, Heft 10, S. 1204-1211.

29 Ebenda S. 1206; Vgl. dazu. auch Matthias Willing, Althistorische Forschungen..., S. 147f.

30 Zur Theoriediskussion allgemein ebenda S. 154-164

31 Ebenda S. 243-245.

32 Horst Dieter und Rigobert Günther, Römische Geschichte bis 476, Berlin, 1979; Rez.: H. Kalex, EAZ 25, 1984, S. 367-371; aus westdeutscher Sicht vor allem Alexander Demandt, Der Fall Roms. Die Auflösung des römischen Reiches im Urteil der Nachwelt, München, 1984, S. 331ff; Matthias Willing, Althistorische Forschungen..., S. 257 und Karl Christ, Römische Geschichte und deutsche Geschichtswissenschaft, München, 1982, S. 332-324.

33 Griechische Geschichte bis 146 v. u. Z., Autorenkollektiv u. Leitung v. Heinz Kreißig, Berlin, 1978.

34 Nikolaj A. Maschkin, Römische Geschichte, Berlin, 1953; Ders., Zwischen Republik und Kaiserreich, Berlin, 1954; A. W. Mischulin, Spartacus, Berlin, 1952.

35 Alexander Demandt, Der Fall..., S. 331.

36 Siehe dazu z. B. die Anmerkungen in Horst Dieter und Rigobert Günther, Römische Geschichte..., S. 95- 101, 197, 289, 318 und 360.

37 Ebenda S. 5f.

38 Ebenda S. 5f.

39 Ebenda S. 13.

40 Ebenda S. 14f; Joachim Herrmann und Irmgard Sellnow (Hrsg.), Die Rolle der Volksmassen in der Geschichte der vorkapitalistischen Gesellschaftsformationen, Berlin, 1975; Dies.(Hrsg.), Beiträge zur Entstehung des Staates, Berlin, 1973.

41 Siehe Horst Dieter und Rigobert Günther, Römische Geschichte..., S. 16f.

42 Ebenda S. 19-66.

43 Ebenda S. 67-114.

44 Ebenda S. 115-216.

45 Ebenda S. 217-316.

46 Ebenda S. 317-382.

47 Ebenda S.383-391.

48 Vgl. Karl Christ, Zur Entwicklung der Alten Geschichte in der DDR, in: Geschichtswissenschaft in der DDR, hrsg. von Alexander Fischer und Günther Heydemann, Bd. 2, Berlin, 1990, S. 68f.

49 Siehe Rigobert Günther, Herausbildung und Systemcharakter der vorkapitalistischen Gesellschaftsformationen, ZfG 16, 1968, Heft 9, S. 1205.

50 Siehe MEW, 13, S. 7-11.

51 Siehe MEW, 4, S. 462.

52 Siehe die Ausführungen bei Wolfgang Schuller, Alte Geschichte..., S. 45ff.

53 Ebenda S. 45.

54 Siehe Rigobert Günther, Herausbildung und Systemcharakter..., ZfG 16, 1968, Heft 9, S. 1209.

55 Vgl. dazu Rigobert Günther, Herausbildung und Systemcharakter der vorkapitalistischen Gesellschaftsformationen, ZfG 17, 1969, Heft 1/2, S. 202ff.

56 Ebenda S. 202.

57 Ebenda S. 204.

58 Ebenda S. 205.

59 Siehe Rigobert Günther, Forschungen zur Geschichte des Altertums, ZfG, 18, Sonderbd., S. 281.

60 Zur Theorieentwicklung siehe Matthias Willing, Althistorische Forschung..., S. 218; grundlegend als "offizielle SED-Interpretation" hierzu Ernst Engelbert und Wolfgang Küttler Hrsg.), Formationstheorie und Geschichte, Vaduz, 1978.

61 Siehe Horst Dieter und Rigobert Günther, Römische Geschichte..., S. 7.

62 Ebenda S. 7.

63 Ebenda S. 7.

64 Siehe Rez.: Helmut Kalex, EAZ 25, 1984, S. 369.

65 Siehe Rigobert Günther, Herausbildung und Systemcharakter ..., ZfG 17, 1969, Heft 1/2, S. 199

66 Ebenda S. 199.

67 Ebenda S. 205.

68 Siehe Rigobert Günther, Zur Entstehung des Feudalismus bei den Franken, Ebenda S. 252ff, 318f. ZfG 20, 1972, Heft 4, S. 427.

69 Siehe Horst Dieter und Rigobert Günther, Römische Geschichte..., S. 7.

70 Ebenda S. 252ff, 318f.

71 Ebenda S. 8.

72 Ebenda S. 153f; Rigobert Günther und Alexander A. Korsunskij, Germanen erobern..., S. 10.

73 Siehe hierzu Alexander Demandt, Der Fall..., S. 330ff.

74 Siehe Joachim Herrmann, Ergebnisse und Probleme der Forschung zur Geschichte der vorkapitalistischen Gesellschaftsordnungen, WMHG, 1974/II, S. 45.

75 Siehe Matthias Willing, Althistorische Forschungen..., S. 195.

76 Wörterbuch der Marxistisch-Leninistischen Soziologie, Opladen, 19782, S. 701f.

77 Siehe Horst Dieter und Rigobert Günther, Römische Geschichte..., S. 7ff.

78 Ebenda S. 11, 320, 342, 359.

79 Siehe Alexander Demandt, Der Fall..., S. 331.

80 Siehe Horst Dieter und Rigobert Günther, Römische Geschichte..., S. 218f.

81 Ebenda S. 218.

82 Ebenda S. 8.

83 Ebenda S. 12.

84 Siehe Rigobert Günther und Alexander A. Korsunskij, Germanen erobern..., S. 10.

85 Ebenda S. 10.

86 Siehe Horst Dieter und Rigobert Günther, Römische Geschichte..., S. 59-63.

87 Ebenda S. 213.

88 Ebenda S. 213.

89 Ebenda S. 282-288.

90 Ebenda S. 282.

91 Ebenda S. 283.

92 Ebenda S. 285-287.

93 Ebenda S. 318, 321.

94 Ebenda S. 335.

95 Ebenda S. 339, 370.

96 Ebenda S. 8.

97 Ebenda S. 8.

98 So Karl Christ, Zur Entwicklung ..., S. 72.

99 Siehe Horst Dieter und Rigobert Günther, Römische Geschichte..., S. 9f.

100 Ebenda S. 9f.

101 Ebenda S. 9f., 219-223.

102 Ebenda S. 232.

103 Ebenda S. 10; 252ff.

104 Ebenda S. 252.

105 Ebenda S. 252.

106 Ebenda S. 11.

107 Siehe Rigobert Günther, Klassen, Stände und Schichten in der Antiken Gesellschaftsordnung, Berlin, 1990, S. 15.

108 Ebenda S. 11.

109 Siehe Horst Dieter und Rigobert Günther, Römische Geschichte..., S. 11.

110 Ebenda S. 11.

111 Ebenda S. 333.

112 Ebenda S. 318.

113 Ebenda S. 318.

114 Ebenda S. 11-13.

115 Ebenda S. 358-373.

116 Ebenda S. 358.

117 Ebenda S. 11.

118 Ebenda S. 11f.

119 Siehe Rigobert Günther, Von Untergang Westroms..., S. 6.

120 Siehe Horst Dieter und Rigobert Günther, Römische Geschichte..., S. 12.

121 Ebenda S. 12; 376.


HS Gizewski WS 1998/99