Zur ersten Sitzung am Dienstag, 27. Okt. 1998:

Regeln für die Teilnehmerleistungen im Rahmen des Hauptseminars Gizewski im WS 1998/99. 

Sehr geehrte Kommilitoninnen und Kommilitonen!

Bitte lesen Sie die folgenden 'Regeln' sorgfältig durch und klären Sie dann ggf. umgehend mit mir, was Ihnen noch unklar ist. Ich muß mich später darauf verlassen können und werde davon ausgehen, daß Sie sie richtig verstanden haben.

In der 'Einführungsphase' (5 Sitzungen) dieses Hauptseminars werden wir uns vor allem einen Überblick über die Entwicklung der wissenschaftlichen Teil-Disziplin 'Alte Geschichte' und über Formen und Funktionen ihrer 'Historik', d. h. verschiedener möglicher Formen ihrer methodischen und 'theoretischen' oder 'kategorialen' Selbstreflexion verschaffen.

In der darauf folgenden 'Berichts-Phase' ( von der 6. Sitzung an) werden die Seminarteilnehmer anhand eines von jedem schriftlich zu skizzierenden und unbedingt fristgerecht bis zur 5. Sitzung einzureichenden Kurzberichts einen Problemaufriß und eine Literaturübersicht für das von Ihnen auszuwählende Thema (siehe Themenübersicht, P. 3 - 9: Themen ) geben. Sie sollen diesen Bericht, soweit das Hauptseminar dafür Zeit läßt, in formloser Weise auch mündlich erläutern und werden gebeten, sich darauf von Anfang an einzustellen, auch ohne eine Terminabsprache irgendwann ad hoc über den Stand ihrer Arbeit zu berichten.

Für das jeweils von ihnen ausgewählte Thema müssen die Teilnehmer ferner eine schriftliche Hausarbeit im Umfang von etwa 25 Schreibmaschinenseiten (d. h. nicht wesentlich mehr und keinesfalls weniger) anfertigen. Diese muß spätestens in der vorvorletzten Sitzung des Semesters, am besten aber vorher, bei mir abgegeben werden, damit ich genug Zeit habe, alle Arbeiten bis zur letzten Sitzung des Semesters durchzusehen und dann Scheine und kommentierte Arbeiten noch in der laufenden Lehrveranstaltung auszugeben.

 Termine:

Abgabe des Kurzberichts: 24. 11. 1998

Abgabe der Hausarbeit: 2. 2. 1999

Erforderlich für die Teilnahme ist ferner die regelmäßige Anwesenheit der Teilnehmer. Häufiges Fehlen, auch wenn es entschuldigt wird, kann den Seminarerfolg für einen Teilnehmer ausschließen.

Bitte beachten Sie daher, daß alle Elemente Ihrer Arbeit im Hauptseminar nicht nebenher zu erledigen sind, sondern eine zeitlich fordernde Lektüre, viel Überlegung und auch formale Sorgfalt bei der Ausarbeitung und Formulierung voraussetzen. Die Arbeitsaufgaben sollen Sie an die Einhaltung der Maßstäbe heranführen, die an Hausarbeiten im Staats- oder Magisterexamen angelegt werden. Fragen Sie sich daher gleich zu Beginn dieser Lehrveranstaltung, ob Sie neben anderen Arbeiten die nötige Zeit für alle Notwendigkeiten des Hauptseminars haben und ob Sie Ihre Arbeitskraft nicht eher auf andere, für Sie vorrangige Ziele konzentrieren müssen. Eine Verlängerung der Bearbeitungszeit ist aus Gleichheitsgründen der Bewertung nicht möglich. Haben Sie nicht eine ausreichende Gesamtleistung erbracht, gibt es auch keine Möglichkeit einer Nachbesserung. Bitte nehmen Sie diese Hinweise ernst. Ich kann von diesen Regeln nicht abgehen.

Bei umgehendem Beginn mit der Arbeit von der ersten Semestersitzung an können jedoch erfahrungsgemäß alle Teilnehmer das Hauptseminar-Ziel erreichen. In aller Regel sind nicht ausreichende Leistungen nur das Ergebnis ungenügend investierter bzw. nicht rechtzeitig begonnener Arbeit.

Voraussetzung für die Teilnahme am Hauptseminar ist die erfolgreiche Beendigung des Grundstudiums.

Altsprachliche Kenntnisse sind in althistorischen Hauptseminaren zumindest in dem Maße Voraussetzung, als die Teilnehmer mit den wissenschaftsüblichen Hilfsmitteln für Quellentexte, die sie im Rahmen ihrer Aufgabenstellung ggf. zu berücksichtigen haben, eine wissenschaftliche Übersetzung oder Kommentierung finden und unklare Übersetzungen selbst im Quellentext nachprüfen können müsssen. Altsprachliche Quellentexte sind stets auch in der Originalsprache mitheranzuziehen. Bei dem vorliegenden Gesamtthema des Hauptseminars wird dies aber zumeist nicht ins Gewicht fallen.

Der - unbedingt rechtzeitig abzuliefernde - Kurzbericht kann in knappen Fomulierungen skizziert, muß jedoch seinem gedanklichen Gehalt nach klar und im einzelnen nachvollziehbar sein. Man muß ihn ferner problemlos lesen können.

Die schriftliche Hausarbeit soll im Interesse des Verfassers ebenso wie des Korrektors in Sprachform und Inhalt konzentrierte (keine Leerformeln und Wiederholungen!), klar gegliederte, ausformulierte und optisch gut lesbare Ausführungen enthalten. Nicht markierte Direktzitate aus der wissenschaftlichen Literatur sind unwissenschaftlich und setzen den Wert einer Arbeit in aller Regel stark herab. Das gilt auch für offenkundig indirektes Zitieren.

Für den Aufbau der schriftlichen Hausarbeit wird folgende Einteilung sehr empfohlen; d. h.: Sie sollten nur aus wirklich einleuchtenden Gründen - und nicht etwa aus Flüchtigkeit oder Unüberlegtheit - davon abgehen:

1) die Darstellung der Persönlichkeit, des Lebenslaufs, der Zeitumstände und der wissenschaftlichen Leistungen des ausgewählten Autors sowie der Entstehungsumstände des ausgewählten Werks (5 Seiten);

2) der von Ihnen selbst kurzfaßte Aufbau und Inhalt der einzelnen Teile des Werks (3 Seiten);

3) die Auseinandersetzung mit dem gestellten Thema (15 Seiten);

4) das Literaturverzeichnis (2 Seiten);

5) Deckblatt und Inhaltsverzeichnis (außerhalb der 25-Seiten-Norm).

Für die Überprüfung Ihres Berichts und Ihrer Hausrarbeit wird ein Bewertungsbogen verwendet (Bewertungskriterien). Er dient einer rationellen, in der Kriterienanwendung offengelegten und gleichmäßigen Beurteilung Ihrer Beiträge. Sie können sich mit seiner Hilfe auch auf die Leistungsgewichtungen einstellen, die bei Examensarbeiten zu erwarten und im übrigen wissenschaftsüblich sind.

In allen Fragen, in denen Sie bei der Arbeit am Thema individuellen Rat benötigen, sprechen Sie mich gern an, sei es vor oder nach den Seminar-Sitzungen, sei es auch telephonisch (Tel./AB/FAX: 030/8337810), aber freundlicherweise zu humanen Tageszeiten.

Ich wünsche Ihnen interessante Erkenntnisse und Erfolg.

PD Dr. Christian Gizewski


 

HS Gizewski WS 1998/99