Kap. 1.

Einführung I: Das Lateinische, Griechische und Hebräische. Zu Grundbegriffen und Gegenstandsbereichen einer wissenschaftlichen Sprachgeschichte. Die größeren Sprachfamilien auf der Welt.


I. Beispiele für altsprachliche Fremdworter in deutschsprachigen Texten.

Übung 1.

Übungsaufgaben:

1. Was bedeuten die Worte 'Asservatenkammer' und 'Hauptzollamt'? Wozu dienen die mit ihnen bezeichneten Einrichtungen?

2. Sehen Sie das Schaubild 'Ein Besuch in der Asservatenkammer des Haupzollamts Berlin' daraufhin hin durch, wo es aus dem Lateinischen, Griechischen, Hebräischen oder anderen Sprachen stammende Worte enthält.

Übung 2.

Übungsaufgaben:

1. Was ist das Thema des vorliegenden Ausschnitts aus einem wissenschaftlichen Text. Welchem Fachgebiet gehört er zu, und wann ist er ungefähr entstanden?

2. Stellen Sie aus der Vorlage Worte zusammen, die ihres Erachtens lateinisch-, griechisch-, hebräisch- oder anderssprachigen Ursprungs sind.

II. Zu den Begriffen 'Linguistik', 'Sprachphilosophie, 'Philologie', 'Allgemeine Sprachgeschichte', 'Sprachpolitik' und 'Sprachideologie'.

III. Zum Begriff der Sprache.

Sprachgeschichtliche Untersuchungen setzen einerseits ein abstraktes und universelles Verständnis der Sprache als Mediums überindviduell-menschlicher Kommunikation. andererseits ein historisch-geographisch abgrenzendes Verständnis der Eigenart und Verschiedenheit der einzelnen Sprachen der Menschheit voraus. Entsprechend braucht man für solche Untersuchungen mindestens einen linguistisch-theoretischenen Sprachbegriff und einen grammatisch-lexikalisch klassifizierender Sprachbegriff..

Ein linguistischer Sprachbegriff könnte folgende Fassung haben: 'Sprache' ist eine begrenzte oder unbegrenzte Menge von Sätzen , die jeweils aus einer begrenzten Menge von Elementen gebildet sind (nach A. N. Chomsky). - Ein 'Satz' läßt sich dabei als fest etablierte Laut-Sache-Relation definieren.

Ein grammatisch-lexikalisch klassifizierender Sprachbegriff läßt sich folgendermaßen bilden: Sprache ist die in historischen menschlichen Kommunikationsgemeinschaften organisierte, alle dort üblichen akustischen Instrumente der allgemein-überindividuellen Verständigung nutzende, nach Wort- und Satzstrukturen erfaßbare und abgrenzbare Menge akustischer Bezeichnungen.

Ein historischer Sprachbegriff muß die geschichtliche Identität einer Sprache abgrenzen, die irgenwann beginnt (Anfangssprache). 'Anfangssprache' ist die Sprache einer historischen Sprachgemeinschaft, deren grammatisch-lexikalische Struktur am Anfang einer - trotz fremdsprachlichen Einflusses - identitätswahrenden Fortentwicklung steht.

IV. Zu den im Laufe der Zeit erhalten gebliebenen Merkmalen einer deutschen Anfangssprache.

Wortschatz

Syntax

Sprachfamilienzugehörigkeit

Weltregion

Nachbarsprachen

Altsprachliche Spracheinflüsse

V. Zu den historischen Sprachfamilien auf der Welt.

- Zum Prozeß der identitätsbildenden Selbstabgrenzung historischer Sprachen in Wortbestand und Spachstruktur.

- Zur lexikalischen und syntaktischen Definition von 'Anfangssprachen' und zur begrifflichen Fassung fremdsprachlicher Einfüsse über 'Lehnworte', 'Fremdworte' und 'Lehnbedeutungen'.

- Zu Gründen und Formen historischer Sprachgrenzüberschreitungen.

- Zur historischen Eigenart und Entwicklung von Sprachgesellschaften.

- Zu historischen Lebensbereichen und ihren Sprachthemen.

- Kartenübersicht Die großen heutigen Sprachfamilien auf Welt im Überblick.

VI. Das Erscheinungsbild altsprachlicher Texte, ihrer Editionen und Übersetzungen.

- Beispiel aus: Genesis 1, Kap. 1.

- Beispiel aus: Platon, Politeia, Kap. 1.

- Beispiel aus: Caesar, Bellum Gallicum, 1, 1.

Literaturhinweise:


Bearbeitungsstand: 14. Juni 2013.

Autor des WWW-Skripts: Christian Gizewski, Prof. Dr., TU Berlin, Fakultät I, Alte Geschichte, FG Geschichte, Privatadresse: Tietzenweg 98, 12203 Berlin, Tel.:030-8337810, EP: christian.gizewski@.tu-berlin.de