Kap. 4: Der Beginn der ethnographischen und historischen Beschreibung fremdartiger und ferner Völker (am Beispiel Herodots).

INHALT

1. Herodots Reisen und sein historisch-ethnographisches Werk.

2. Zur Geschichte der von Herodot beschriebenen Völker im Überblick.

3. Die Griechen und die anderen vertrauteren Völker des mediterranen Raums: einer ethnographischen Beschreibung zumeist nicht bedürftig.

4. Barbarische Repräsentanten Asiens gegen die Hellenen und Europa: Die Perser bei Herodot.

5. Reiche, große Länder und Völker mit alten Kulturtraditionen, an denen vieles unverständlich ist: Ägypten und Mesopotamien bei Herodot.

6. Unbeherrschbare barbarische Völker ohne feste Wohnistze: Liber und Skythen.

7. Barbaren an den äußersten Rändern der Oikumene: Thraker, Kelten, Araber, Inder und Äthipopier bei Herodot.

8.Literatur, Medien, Quellen.

1. Herodots Reisen und sein historisch-ethnographisches Werk.

Übung 4.

AUFGABEN:

In seinem Werk 'Historien' befaßt sich Herodot von Halikarnassos (484 - ca. 430 v. Chr.) als Autor mit einer Vielzahl von Völkern, die er teils ausführlicher, teils mehr beiläufig behandelt.

a) Bei welchen Völkern könnte das Schwergewicht seiner Interessen liegen und warum?

b) Prüfen Sie anhand der unten wiedergegebenen Auszüge aus seinem Werk, mit welchen Darstellungsabsichten und mit welcher Genauigkeit, in welcher Ordnung und in welchem Stil Herodot, soweit Sie es beurteilen können, über fremde Völker berichtet.

c) Ist Herodot an irgendeiner Stelle - etwa gegenüber den Persern - Parteilichkeit oder sonstige Voreingenommenheit nachweisbar? Wo lassen sich Ihres Erachtens Fehlinformationen, falsche Schlußfolgerungen, Begriffsbildungen oder Verallgemeinerungen Herodots ausmachen, und was sagen sie über die Zuverlässigkeit seiner 'historisch-autoptischen' Berichterstattung wie generell über ihre Erkenntnismöglichkeiten in dieser Epoche aus?


Die 'Historien' des Herodot aus Halikarnassos, ca. 484 - 430 v. Chr., sind das erste im Zusammenhang überlieferte, in einem antik-wissenschftlichen Sinne konzipierte, auch völkergeschichtlich belangvolle Werk eines grechischen Autors der Antike. Die Gattung der perihegetischen Literatur, zu der es teilweise gehört, ist allerdings, wie früher (zu Kap. 2) schon erwähnt, älter. Verglichen mit dem späteren Historiker Thukydudides, dessen 'pragmatische' Geschichte (des peloponnesischen Krieges) sich auf die Darstellung und Deutung des politischen und militärischen Geschehens im Konflikt zwischen Kriegsparteien konzentriert, nimmt in den 'Historien' Herodots die historisch-ethnographische Beschreibung und Charakterisierung von Völkern einen erheblichen Platz ein. Außer verschiedenen griechischen Stämmen (z. B. den Ioniern und den Samiern 1, 142 - 151; 3, 39 - 60 und 120 - 149) stellt Herodot auf diese Weise in unterschiedlicher Ausführlichkeit etwa dar: die Perser (1, 95 - 140), die Babylonier (1, 178 - 200), die Ägypter (2, 2 - 182), verschiedene Völker Asiens und Afrikas, wie Inder, Araber und Äethiopier (3, 97 - 116) die Skythen (4, 5 - 82), die Massageten (1, 201 - 216), die Kyrenier und Libyer (4, 145 - 199) und die Thraker (5, 3 - 10). Weitere Völker oder Populationsgruppen am Rande der ihm bekannten Welt, wie etwa Kelten oder 'Hyperboräer', erwähnt er nur gelegentlich. Nicht ethnographisch-beschreibend, sondern mehr im Zusammenhang bestimmter historischer Ereignisse erörtert werden bei Herodot eine Anzahl weiterer Völker des Mittelmeerraums: etwa in Griechenlannd, Italien, Spanien und auf den Mittelmeerinseln (Beispiele: Athenern und Lakedämonier: 1,59 ff.; Etrusker: 1, 94; Karthager: 1, 166; samische Kolonien auf Sizilien: 6, 22 ff.).

Das völkerkundliche Interesse und die literarische Tätigkeit Herodots erklären sich weithin aus seiner Herkunft und seinem Lebenslauf. Als Angehöriger einer vornehmen Familie des städtischen Gemeinwesens Halikarnassos, das in seiner Kindheit monarchisch regiert war und unter persischer Oberherrschaft stand, nach dem Mißerfolg der persischen Expeditionen gegen die Griechen aber 'frei' wurde und sich als Polis dem attischen Seebund anschloß, erhielt Herodot als junger Mann wahrscheinlich die in seinen Kreisen übliche Ausbildung in 'höheren' Künsten und Wissenschaften und war vielleicht vermögend; er geriet aber auch in die politischen Parteienkämpfe seiner Heimatstadt, deretwegen er ins Exil nach Samos gehen mußte. Eine Rückkehr nach einiger Zeit war offenbar nicht für die Dauer möglich, und so schloß sich eine langjährige Zeit ausgedehnter Reisen an, während derer Herodot die Nordküste des Schwarzen Meeres (das Land der Skythen), Thrakien, Makedonien, Ägypten bis Assuan, Tyros, Kyrene und Mesopotamien bis Babylon persönlich bereiste, wie sich aus den entsprechenden Länderbeschreibungen der 'Historien' erkennbar ergibt; nicht persönlich lernte er dagagen offenbar den Iran, Indien, Arabien, Äthiopien und auch nicht Italien, Spanien, überhaupt West- und Mitteleuropa und den Westen der Nordküste Afrikas kennen; soweit er in seinen 'Historien' über diese Länder berichtet, hat er sich daher auf Gewährsleute berufen müssen.

Herodots Reisen.

Karte entnommen aus: Großer Atlas zur Weltgeschichte, hg. von H. E. Stier u. a., München 1990, (Neuauflage: Braunschweig 1997), S. 21.

Als Unterhaltungsrhetor berichtete er, wo er auf Reisen ein interessiertes Publikum fand,in öffentlichen Veranstaltungen von seinen Reiseeindrücken und sonst gewonnenen Erkenntnissen und bestritt durch die ihm gewährten Honorare auch seinen Lebensunterhalt. In Athen erzielte er besondere Resonanz und wohl auch eine hohe Honorierung, ja er machte sogar die Bekanntschaft des Perikles, der ihn offenbar dafür gewann, als literarischrer Autor über den Krieg zwischen Persern und Griechen im ersten Viertel des 5. Jhts. zu berichten und für die dafür nötigen Recherechen die Orte des Kriegsgeschehens zu bereisen. Die Eindrücke und Erkenntnisse dieser wie auch der früheren Reisen hat Herodot wohl zumeist niedergeschrieben, ob schließlich in zusammenfassender Stoffbearbeitung und Zusammenfassung, ist nicht ganz klar. Im Werk Herdots sind jedenfalls zwei verschiedene literarische Gattungen zusammengekommen: ethnopraphisch-perihegetische Berichte einerseits und eine eher im 'pragmatischen' Sinne historische Darstellung des Geschehens der Perserkriege andererseits.

Der 'sophistisch-aufklärerischen' Geistigkeit seiner Zeit entsprechend hat Herodot seine Erkundungen und Darstellungen in einem antiken Sinne 'wissenschaftlich' und 'erfahrungsbezogen' konzipiert, nämlich nach den Prinzipien der 'Autopsie' (der Eigenbeobachtung und -beurteilung des zu Berichtenden durch den Autor), der genauen Wiedergabe des Ermittelten und der Darstellung auch des von Gewährsleuten Erfahrenen, allerdings unter kritischer Beurteilung seiner Richtigkeit oder Wahrscheinlichkeit.

Vielfach haben ihn diese Prinzipien dennoch nicht vor gravierenden Irrtümern bewahren können; das gilt nicht nur dort, wo er seine Mitteilungen über fremde Länder im wesentlichen auf die Erzählung von 'Gewährsleuten' oder kursierende Legenden stützen mußte, weil er sie nicht bereist hatte (wie Indien, Arabien oder Äthiopien). Auch für die Mitteilungen über die bereisten Länder trifft das zu , wenn er etwa deren Sprache und Schrift nicht verstand (wie in Ägypten) oder wenn er aus Einzelbeobachtungen unzutreffende Schlußfolgerungen und Verallgemeinerungen ableitete; generell ist es ja seine Gewohnheit, von 'den' Persern, Babylonmiern, Ägypten, Skythen, Thrakern zu reden, wo er nur eine gewisse begrenzte Zahl von Beobachtungen hat machen können. Aus heutiger wissenschaftlicher Sicht fehlt auch eine 'systematische' und 'begrifflich abgeklärte' Erkenntnisweise: Herodot schildert, was ihm - dem Griechen - aus der Perspektive des ihm Gewohnten als ungewöhnlich (oder als unerwartet gleichartig mit griechischen Verhältnissen) auffällt, und die beobachteten Dinge beschreibt er mit der aus der Griechenwelt gewohnten Begriffen ('interpretatio graeca'). Die Götterwelt der besuchten Länder zum Beispiel erscheint mit den Namen 'Zeus', 'Herakles', 'Perseus' o. a. ; oder etwa ergibt sich für Herodot, was ein 'Volk' ist, aus Kriterien wie behaupteter gemeinsamer Abstammung von legendären Gründervätern, gemeinsamen Sitten, gemeinsamem politischen Schicksal und anderen für ihn auf der Hand liegenden Gemeinsamkeiten von Menschen; einer 'wissenschaftlichen Definition' bedarf es dafür nicht.

Auch wenn auf diese Weise die Berichterstattung Herodots in nicht wenigem 'unrichtig' ist, so umreißt sie dennoch einerseits markant einen historisch-ethnographischen Wissensstand gebildeter und weitgereister Menschen seiner Epoche und läßt andererseits ein gewisses festes und in Einzelheiten wohl auch stereotypes Bild von verschiedenen Völkern deutlich werden, die er beschreibt; so etwa, wenn er von 'den Persern' aussagt, sie hätten sich stets als Repräsentanten ganz Asiens in einem Konflikt mit 'Europa' verstanden, oder wenn er von' den Ägypern' meint, es sei bei ihnen alles anders als bei anderen Völkern. Allerdings ist dieses Bild nicht prinzipiell schematisch-vorurteilshaft, sondern zumindest erfahrungsbezogen. Bei der Darstellung des Mitzuteilenden legt er einmal öfters Wert auf die Feststellung, das er alles ausgeschieden habe, worüber er nichts Genaues und Sicheres sagen könne. Soweit ihm ferner Material aus eigener Beobachtung oder fremden Berichten vorliegt, gibt es es in einer gewissen, wenn auch sehr lockeren Ordnung vielfältiger Aspekte wieder: Landschaftliche und klimatische Lebensbedinungen, Pflanzen- und Tierwelt, menschliche Erwerbsarten, Nahrung, Kleidung, Behausung, Siedlungsweise und Städtewesen, Handwerk und Technik, Schiffs- und sonstiger Verkehr, Religion und Kult, Sitten und Recht des Familienlebens, der Sexualität, der Nachbarschaft und Geselligkeit, der Behandlung Fremder, der Pietät, das öffentliche Leben, die Herrschafts-, Adels-, Standes- und Dienstbarkeitsverhältnisse, das Kriegswesen und das Verhältnis zu anderen Völkern pflegen bei Herodot Erörterung zu finden, soweit er darüber etwas mittelen kann und seinem Leserpublikum gegenüber für mitteilenswert hält; dabei sind nicht nur die Gegenwart oder angenommene dauerhafte Wesenszüge, sondern auch die Geschichte von Interesse. Er entspricht so in gewissem Umfang durchaus der komplexen inneren Struktur von 'Völkern', d. h., wie früher (Vorwort) bereits definiert, realer Gegenstände der ethnographischen und historischen Erkenntnis, die

a) durch den historischen Prozeß und die Umweltbedingungen als groß dimensionierte Sozialsysteme relativ fest konstituierter, nach außen abgegrenzter und ihrer selbst als abgegegrenzter Einheiten bewußter menschlicher Populationen relativ beständig im Fluß der Geschichte und widerständig gegen die Einwirkung anderer Populationen zu sein pflegen und

b) grundsätzlich beschreibbar und in 'auffälligen Zügen' charakterisierbar , wenn auch nicht leicht mit kurzen Formeln angemessen erfaßbar sind.

Eine politisch, religiös oder ethnisch bedingte Parteilichlkeit tritt bei Herodot relativ selten hervor. Am deutlichsten wird sie in seiner grundsätzlichen Unterscheidung einer 'griechischen Lebensweise' von einer 'barbarischen' wie insbesondere der 'der Perser' (hist. 7, 35; 8, 143) - ein Begriffsgebrauch, in dem einerseits die griechische Koloniationsgeschichte, zum anderen gewiß auch die Auseiandersetzungen der Perserkrige nachwirken, auch wenn Herodot damit nicht verkennt, daß es sich bei den greichen-fremden, 'barbarischen' Völkern um solche mit hoher Kultur hadneln kann. Bewertende Distanz tritt ferner dort hervor, wo Herofot ethnographisch beschreibend bestimmte fremde Sitten für 'häßlich' hält oder historisch analysierend das unkluge, überhebliche und maßlose Verhalten von Individuen - zumeist historischer Herrscherpersönlichkeiten - mißbilligt. Die dennoch vorherrschende Tendenz zur überparteilichen Betrachtung des geschichtlichen Geschehens und der Völkerwelt hat in einem historischen Fatalismus ihren Grund: "Ich ...will berichten, was ... geschehen ist, und will die Geschichte der großen und der kleinen Städte erzählen. Denn viele Städte, die einst mächtig waren, sind klein geworden, und die zu meiner Zeit mächtig waren, sind früher klein gewesen. Ich weiß, daß menschliche Größe und Herrschlichkeit nicht von Bestand ist, und darum will ich der Schicksale beider in gleicher Weise gedenken." (hist. 1, 5).

In der herodoteischen Sicht auf die Völkerwelt läßt sich eine implizite Klassifikation der Völker ausmachen, an der sich die folgenden, relativ kurzen Ausführungen orientieren. Herodot unterscheidet erkennbar:

a) Die Welt der Griechen und der anderen vertrauteren Völker des nahöstlich-mediterranen Raums, die ihm einer eingehenderen ethnographischen Beschreibung zumeist nicht bedürftig erscheinen, teils weil sie nach Herodots Auffassung seinem Publikum bekannt, teils weil sie sie in den ihm von seinen Reisen weniger vertrauten Regionen des westlichen Mittelmeerraums oder der afrikanischen und europäischen Küsten außerhalb der Straße von Gibraltar liegen,

b) barbarische Herrschaftsvöker Asiens, konkret die Perser, die sich in Frontstellung zu den Hellenen und damit 'Europa' - im herodoteischen Sinne - befinden,

c) reiche, große Länder und Völker mit alten Kulturtraditionen außerhalb der Griechenwelt, an denen Griechen wie Herodot vieles unverständlich ist, so insbesondere Ägypten und Mesopotamien,

d) die unbeherrschbaren barbarischen Völker ohne feste Wohnistze, also die Nomadenvölker, insbesondere die Libyer und die Skythen, soweit sie nomadisch leben, und schließlich

e) die Barbarenvölker an den äußersten Rändern der Oikumene, wie die Thraker, Kelten, Araber, Inder und Äthiopier.

Diese Einteilung ist nicht nebensächlich, sondern Grundlage eines umfassenden ethnographischen Konzepts, das in die ethnographischen Vorstellungen späterer Epochen der Antike und auch der nachantiken Geschichte zumindest in gewissem Umfang Eingang gefunden hat.

2. Zur Geschichte der von Herodot beschriebenen Völker im Überblick.

Geschichte der älteren Alten Geschichte im kurzen Daten-Überblick:

Entnommen aus: Der Große Plötz. Auszug aus der Geschichte. Hg. vom Plötz-Verlag unter Mitarbeit von 69 Fachwissenschaftlern, Freibutg, Würzburg 1988 30 , S. 62 f.

3. Die Griechen und die anderen vertrauteren Völker des mediterranen Raums: einer ethnographischen Beschreibung zumeist nicht bedürftig.

Die Griechenstämme und -städte des schwarz- und mittelmeerischen Bereichs beschreibt Herodot in der Regel nicht auf eine ethnographische Weise; für die alten Ionier und Samier und die Bewohner Kyrenes macht Herodot, wie erwähnt, eine Ausnahme. Das dürfte daran liegen, daß die griechische Welt den Lesern und Zuhören Herodots im allgemeinen bekannt ist und nur hin und wieder für frühere Epochen oder relativ abseitige Landstriche einer gewissen Beschreibung oder Erklärung bedarf. Die griechischen Stämme oder Städte werden vielmehr, soweit geboten, in der historischen Ereignisbeschreibung angesprochen und in diesem Zusammenhang gelegentlich auch etwas erklärt. Ähnliches gilt für die nicht-griechischen Völker und Städte des Mittelmeerraums. So sind etwa Karthago, Tartessos und Massilia, die Iberer, Tyrsener (Etrusker) oder Ligyer(Ligurer) gelegentlich in historischen Geschehensabläufen erwähnt . Allerdings gibt es auch eine völlige Nichterwähnung zur Zeit Herodots existierender wichtigerer Völker und Städte des Mittelmeerraums. So vermißt man vor allem Rom, das nirgendwo erwähnt ist, obschon es im 5. Jht. v. Chr. durch schon eine gwisse regionale Bedeutung hatte. Aber auch Gades, Emporion (Empurias) in Spanien und andere westlich-mediterranee Seestädte, ferner viele italische oder balkanisch-illyrische Völkerschaften sind nicht erwähnt. Das macht eher deutlich, daß Herodot zumindest diesen Regionen des Mittelmeerraums keine besondere Bedeutung beimaß. Erst recht gilt dies für die afrikanischen und europäischen Küstenstriche in weiterer Entfernung außerhalb der 'Säulen des Herakles' (Straße von Gibraltar).

3. Barbarische Repräsentanten Asiens gegen die Hellenen und Europa: Die Perser bei Herodot.

Herodot über die Perser. Historien 1, 131 - 141.

Deutsche Übersetzung aus: Herodot, Historien. Deutsche Gesamtausgabe. Übersetzt von A. Horneffer. Neu herausgegeben und erläutert von H. W. Haussig. Mit einer Einführung von W. F. Otto, Stuttgart 1979, S.62 - 65 (Griechischer Text : Herodotus, Historiae, ed. Haiim B. Rosén, 2 Bde., Leipzig 1987, Bd. 1, S. 87 - 93).

Einer besonderen Kategorie von Völkern kann man im herodoteischen Konzept die Perser zurechnen, nämlich der der asiatischen Herrschaftsvölker.

Herodot, der zumindest die Ausgangsgebiete des persischen Reiches (Persis und Medien) nicht besucht hat, aber auf seinen Reisen dennoch häufig mit Persern zusammengetroffen sein wird, erörtert ausführlich die Geschichte der Entstehung und Entwicklung des medischen und des persischen Reichs bis zu seiner Zeit.

Ethnographisch spricht er - demgegenüber relativ kurz - folgende Aspekte an:

Einige Göttervorstellungen und Kulteigentümlichkeiten (Bildlosigkeit der Gottesverehrung) , weitgehend ohne Differenzierungund ihrer verschiedenartigen Entwicklungen: Zarathustra und die nicht zarathustrischen Religionsrichtungen des alten Iran trreten etwa nicht hervor. Die Magier mit einigen ihrer'extrem' erscheinenden Auffassungen werden allerdings kurz erwähnt. Herodot erkennt auch Elemente mesopotamischer und arabischer Herkunft in den ansonsten 'arischen' Religionstradition.

Die soziale Rangordnung lediglich am Beispiel der Begrüßungsgewohnheiten.

Einige religiös fundierte Sitten am Beispiel der Feste und der Begräbniszeremonien.

Eine hervortretende Tolerenz gegenüber den Gewohnheiten anderer Völker und eine damit verbundene Rezeptionsbereitschaft, selbst bei tradionswidrigen Verhaltensweisen (wie der 'von den Griechen übernommenen Knabenliebe')

Die nach Herodots Auffassung von 'den Persern' besonders hochgehaltenne Werte und Tugenden: Wahrheit, familiäre Pietät, Schuldenfreiheit.

Systematisch ist diese Beschreibung nicht, sondern eher eine Sammlung von Eindrücken und Anmutungen. Aber dennoch ergibt sich ausn ihr - und den in die geschichtlichen Berichte eingestreuten Bemerkungen über das Ethnos der Perser der Eindruck eines noch jungen Herrschaftsvolkes nicht-hochkultureller Herkunft mit einfachen, strikten Sitten, aber der Fähigkeit, sich kulturell in gewissem Umfang anzupassen und eine großräumige Herrschaft in Asien wirksam auszuüben.

In der ethnographischen Beschreibung tritt keine von der Vergangenheit der Perserkriege bestimmte Parteilichkeit gegenüber den Persern hervor. Lediglich einige nach griechischen Begiffen abstoßende Sitten und generell die Anwendung des Begriffs 'Barbaren' auf die Perser in den 'Historien' lassen eine gewisse Distanz erkennen. Das Selbtsverständnis der Perser als Herrschaftsvolk und ihre Einstellung gegenüber den Griechen, die für ihre Charakterisierung aus griechischer Perspektive naturgemäß besonders wichtig isind, kommen dabei an anderer Stelle der 'Historien', deutlicher zum Ausdruck, so etwa in hist. 1, 4: “Denn sie [die Perser] sehen ganz Asien als ihr Vaterland und alle Barbarenvölker, die es bewohnen, als ihre Verwandten an. Europa aber und das Land der Hellenen gilt ihnen als fremdes Land". Erkennbar wird hier von einer bis in die Gegenwart Herodots reichenden historischen Konstanz dieser Einstellungen ausgegangen.

4. Reiche, große Länder und Völker mit alten Kulturtraditionen, an denen vieles unverständlich ist: Ägypten und Mesopotamien bei Herodot.

Herodot, Über Ägypten. Historien 2, 35 - 99.

Deutsche Übersetzung aus: Herodot, Historien. Deutsche Gesamtausgabe. Übersetzt von A. Horneffer. Neu herausgegeben und erläutert von H. W. Haussig. Mit einer Einführung von W. F. Otto, Stuttgart 1979, S.114 - 117 und 130 - 140 f.(Griechischer Text : Herodotus, Historiae, ed. Haiim B. Rosén, 2 Bde., Leipzig 1987, Bd. 1, S.160 -16


Herodot über Mesopotamien. Historien, 1, 178 - 200.

Deutsche Übersetzung aus: Herodot, Historien. Deutsche Gesamtausgabe. Übersetzt von A. Horneffer. Neu herausgegeben und erläutert von H. W. Haussig. Mit einer Einführung von W. F. Otto, Stuttgart 1979, S.80 - 92 (Griechischer Text : Herodotus, Historiae, ed. Haiim B. Rosén, 2 Bde., Leipzig 1987, Bd. 1, S. 109 - 126).

Eine weitere Völkerkategorie sind die 'uralten, geheimnisvollen, reichen Hochkulturvölker des Orients'.

a) Agypten.

Herodot, der Ägypten ausführlich bereist hat, jedoch der altägyptischen Sprache und Schrift unkundig und, was die Kenntnis der Landesgeschichte berifft, wie er selbst mitteilt, von den Berichten priesterlicher Gewährsleute abhängig gewesen ist, gibt dennoch ausführlich die ihm von diesen mitgeteilten historischen Begebenheiten und Herrscherlegenden vom Beginn der altägyptischen Dynastien an wieder. Die historische Darstellung ist nicht geschlossen, sondern auf verschiedene Textpassagen verteilt, was auf eine gewisse Unvollkommenheit der abschließenden Redaktion der 'Historien' hinweist.

Aus teilweise eigener Kenntnis beurteilt er dagegen die für Ägypten so bezeichnende geographische Landesbeschaffenheit, d. h. vor allem den Nil, seinen Lauf, seine mutmaßlichen Quellen, sein jährlichen Verhaltenturnus, oder etwa den Unterschied zwischen Unter- und Oberägypten.

Ferner schildert er die von ihm beobachteten und ihm erklärten religiösen Vorstellungen und Kultgewohnheiten. Dabei ist auffällig, daß er diese weitgehend in Form einer 'interprtastion graeca' darstellt (z. B. Min als Perseus, Ptah als Hepaistoss, Isis als Demeter usw.)

Im übrigen beschreibt er auch das von ihm beobachtete ägyptische Alltagseben des 5. Jhts. v. Chr. genauer. Folgende Aspekte spricht er dabei an:

die unterschiedliche Lebensweise der Bevölkerungsgruppen Ägyptens: Bauern und 'Marktort'-bewohner ('Fellachen'), Nomaden und Fischer,

den Alltag des Lebenserwerbs, der Kleidung, der Behausung, der Schiffahrt und des Schiffsbaus, der Hygiene, der Geselligkeit und des Gesangs,

einige religiös begründeten Alltagssitten (Einehe, Beschneidung, Reinigungssitten, Mumifizierung, Einbeziehung des Todes in das Leben, 'Tierverehrung', Tagwählerei und Zeichendeutung),

generell eine sittliche Tendenz zur Verteidigung der Tradition und zur Abschließung gegen 'hellenische Bräuche'.

Es entsteht so das Bild eines sehr alten Kulturvolkes mit vielen fremdartigen, aber oft überraschend vernünftig erscheinenden, manchmal allerdings auch unverständlich bleibenden Vorstellungen und Bräuchen, an denen es in einer erkennbaren Selbstabschließung fetshält. Diesen Eindruck faßt Herodot entwa wie folgt zusammen: " ... Ägypten [entält] mehr wunderbare Dinge und erstaunliche Werke ... als alle anderern Länder. Wie der Himmel in Ägypten anders ist als anderswo, wie der Strom anders ist als andere Ströme, so sind auch die Sitten und Gebräuche der Ägypter in fast allen Stücken denen der übrigen Völker entgegengesetzt." (hist. 2, 35).

b) Mesopotamien (Babylonien, Assyrien).

Herodot hat Mesopotamien, wie erwähnt, nur bis Babylon bereist. Es ist - wie für seine Darstellung Ägyptens - davon auszugehen, daß er die einheimischen - keilschriftlich geschriebenen - Literatur- und Insachriftentexte nicht selbst lesen konnte und deswegen, was die reichhaltige schriftbasierte Kultur und Geschichte Mesopotamiens betrifft, auf Mitteilungen und Erklärungen von vermutlich zumeist priesterlichen Gewährsleuten angewiesen war.

Herodot ist aber überhaupt nur ansatzweise dazu gekommen, etwas über die Geschichte des Landes mitzuteilen. Eine ursprünglich offenbar bestehende Absicht, eine Geschichte 'Assyriens' zu schreiben, konnte er in seinem Werk nicht verwirklichen. Wir erfahren in den 'Histroien' - und zwar bei dre Beschreibung Babylons - im wesentlichen nur etwas über zwei - im Gesamtzusammenhang der zu Herodots Zeit bereits 2000 Jahre alten sumerisch-akkadisch-assyrisch-babylonischen Herrschergeschichte gewiß nicht besonders wichtigen Herrscherinnen (Semiramis und Nitokris), und über diese nur im Hinblick auf ihre Babylon betreffenden stadte- und wasserbaulichen Maßnahmen und mit einer gewissen Vorliebe für Herrscherlegenden.

Was die wichtigen Reichsbildungen in Mesopotamien betrifft, differenziert Herdodot nicht deutlich zwischen babylonischem und assyrischem Reich, wie es heute üblich ist, sondern faßt die mespopotamische Geschichte offenbar als Einheit mit zeitweiligem Schwerpunkt im 'Norden'(Kerngebiet 'Assyrien') oder im 'Süden' (Kerngebiet 'Babylonien') auf. Mag sein ,daß er aus diesem Grunde Gesamtmesopotamien nebeneinander manchmal Assyrien, manchmal Babylonien nennt. Babylonien ist für ihn ferner auch eine Bezeichnung für die Stadt Babylon und ihren engeren räumlichen Umkreis. Diese changierende terminologie läßt den Schluß zu, daß die geschichtliche Dimension des Landes Herodot zumindest bei Abfassung der entsprechenden Passagen der 'Historien' noch nicht deutlich vor Augen gestanden hat; er wollte sich offenbar deshalb später eingehender mit ihr befassen.

Ethnographisch ist seine Schilderung allerdings ausführlicher. Er spricht eingehender etwa an

Umfang und Gestalt der Stadt Babylon,

die babylonischen Palast- und Tempelanlagen und den dort betriebenen religiösen Kult der teiweise bildlosen Götter,

das alltägliche Leben der Babylonier von der Kleidung bis zum Schiffsbau,

die Sitten der Eheschließung, einer 'öffentlichen Krankenfürsorge', der rituellen Reinheit und der Tempelprostitution, wobei er an dieser oder jener Stelle auch einen Sittenwandel konstatiert..

Die insoweit mitgeteilten Wahrnehmungen oder Erklärungen Dritter scheinen der heutigen Kommentaliteratur im ganzen zutreffend, wenn auch in Einzelheiten unrichtig (Tempelprostitution nicht als allgemeine Verpflichtung für junge Frauen, sondern asl ein freiwilliger Akt der Selbtweihung gegenüber der Göttin Ischtar).

Ein für Herodot charakteristischer Zug dieses Landes kommt am besten in einer kurzen Bemerkung hist. 1, 192 zum Ausdruck: "Das assysrische Reich [scil. Mesopotamien, s. o.] nimmt fast ein Drittel ganz Asiens ein. ... Es ist bei weitem die reichste von allen persischen Provinzen ..." . Die Weite und Fruchtbarkeit des Landes machen es in seinen Augen nicht nur zur Basis einer bewundernswerten einheimischen Tradition städtischer Hochkultur und Herrschaftsausübung, sondern vor allem auch zum begehrenswerten und relativ leicht gewinnbaren Objekt der Eroberung für auswärtige Herrschaftsvölker - wie etwa die Perser unter Kyros.

6. Unbeherrschbar wilde barbarische Völker ohne feste Wohnsitze: Die nomadischen Libyer und Skythen.

Die nomadischen Völkerschaften, die Herodot mit den nomadischen Skythen und den Libyern eingehender beschreibt, stellen wegen Ähnlichkeiten der Topoi für ihre Beschreibung ebenfalls eine Völkerkategorie dar. Skythen (in den ausreichend beregneten westeurasisischen Steppengebieten) und 'Libyer' (die Berbervölker im Bereich der nordwestafrikanischen Atlasgebirge) sind nach seinem Bericht zwar teilweise auch ortsfest siedelnde Bauern. Soweit sie aber als viehhaltende Nomaden eine nicht wohnsitzgebundenen Lebensweise haben, erscheinen sie als anspruchslos und sittlich einfach in ihrer Lebensweise, in ihren Bräuchen und ihrer Religion archaisch, sehr traditionsbewußt und unzugänglich für fremde Kultueinflüsse. Besonders tritt eine gewisse Härte und Unbekümmertheit im Hinblick auf eigenes und fremdes Leben, sei es im Kriege, sei es bei der Religionsausübung hervor. Eine Beherrschungder Libyer sei es durch die Ägyper, Kyrenier oder Karthager erscheint im wesentlichen ausgeschlossen, und ebenso vermag das persische Reich die skythischen Nomaden nach Herodots Bericht nie zu unterwerfen. Soweit Herodot diese Völker selbst besucht hat - dies ist bei den Skythen der Fall -, ist seine Beschreibung ihrer Lebensweise und teiweise auch der Geschichte eingehend und beruht offenbar auf eigener Beobachtung oder sorgfältier Wiedergabe des ihm von Gewährsleuten Mitgeteilten. Bei den 'Libyern' - darunter versteht er alle Völkerschaften des nördlichen Afrika westlich Ägyptens -, die er nur zwischen Ägypten, Kyrene und der Ammons-Oase (Siwa) auf einer wenige Monate währenden Reise besucht haben dürfte, beschränkt er sich dagegen im wesentlichen auf die Aufzählung der ihm bekannt gewordenen Stämme nach ihren Namen und teilt in großem Umfang 'legomena', d. h. ihm Erzähltes mit, das er öfters selbst in seiner Richtigkeit bezweifelt; dazu gehören - wie für andere Randzonen der Oikumene, die er bescheibt - auch eine Anzahl von Legenden und Schauergeschichten.

7. Barbaren an den äußersten Rändern der Oikumene: Thraker, Kelten, Hyperboräer, Araber, Inder, Massageten und Äthiopier bei Herodot.

Eine beondere Kategorie von Völkern sind schließlich diejenigen 'an den Rändern der Welt'. Herodot hat sie überwiegend - bis auf die Thraker - nicht besucht ; seine Berichte - bis auf den über die Thraker, eine Gruppe von Vökern auf dem nordöstlichen Balkan, die er zusammengenommen als 'größtes Volk der Welt' einschätzt, das allerdings wegen seiner Uneinigkeit keine Gefahr für die zivilisierte griechische Nachbarschaft darstelle - sind entsprechend kurz und legendenhaft. Den 'Randvölkern Asiens' und Libyens (Äthiopiern, Arabern , Massageten, Indern) und Europas (Thrakern , Kelten, 'Hyperboräern') gegenüber gibt es allerdings ein besonderes Interesse, dem Herdot auch mit Informationen gerecht werden will, ob sie nun zutreffen oder nicht: das an ihren verborgenen Reichtürmern, die über den Handel der griechsichen Welt mitgeteilt werden. Ob es sich um das Gold Indiens oder Thrakiens oder die 'Wohlgerüche' Arabiens' (Weihrauch, Myrrhen, 'Kasia', 'Kinamomon', 'Ledanon') handelt, dies ist Grund für die Zusammenfassung auch der unglaubwürdigtsten Märchen und Schauergeschichten, die er in Erfahrung hat bringen können: von geflügelten Schlangen, hasengroßen Ameisen usw. Dieses gemeinsame Schreckliche, aber Reichtumverheißnede ist ein charakteristischer Topos in der Beschreibung der Länder am Rande dre Welt: "Jedenfalls sieht man, daß die äußersten Länder, die die übrigen rings umschließen, Dinge besitzen, die bei uns im höchsten Werte stehen und sehr selten sind" (hist. 3, 116).

Herodot über die Thraker. Historien, 5, 3 - 10.

Deutsche Übersetzung aus: Herodot, Historien. Deutsche Gesamtausgabe. Übersetzt von A. Horneffer. Neu herausgegeben und erläutert von H. W. Haussig. Mit einer Einführung von W. F. Otto, Stuttgart 1979, S. 330 f.(Griechischer Text : Herodotus, Historiae, ed. Haiim B. Rosén, 2 Bde., Leipzig 1987, Bd. 2, S. 2 - 5).

Herodot über verschiedene zum persischen Reich gehörende Völker Asiens und Afrikas. Historien, 3, 97 - 116.

Deutsche Übersetzung aus: Herodot, Historien. Deutsche Gesamtausgabe. Übersetzt von A. Horneffer. Neu herausgegeben und erläutert von H. W. Haussig. Mit einer Einführung von W. F. Otto, Stuttgart 1979, S.225 - 231 (Griechischer Text : Herodotus, Historiae, ed. Haiim B. Rosén, 2 Bde., Leipzig 1987, Bd. 1, S. 316 - 326).

8. Literatur, Medien, Quellen.

Literatur:

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Quellen:

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LV Gizewski SS 2001

Autor: Christian Gizewski (EP: gizeoebg@linux.zrz.tu-berlin.de)