Organisation und Ablauf

der Lehrveranstaltung 'Die Vielzahl der Länder, Völker und Sprachen in der Alten Geschichte' im SS 2001.

1) Lehrveranstaltungsankündigung:

Gizewski, Vorlesung/Uebung.

Die Vielzahl der Länder, Völker und Sprachen in der Alten Geschichte.

Fr 12 - 14, Beginn: 27. 4. 2001

TEL 1612

Inhalt: Bedenkt man die Vielzahl der antiken Länder, Völker und Sprachen, mit der es die Wissenschaft von der 'Alten Geschichte' nebeneinander zu tun zu haben pflegt, so erscheint das Wissenschaftsprinzip eines selbständigen Zugangs zu den 'Quellen' und darauf basierender autonomer Schlußfolgerungen und Konzeptbildung praktisch oft nicht einlösbar bzw. nicht eingelöst, und zwar aus verschiedenartigen Gründen: a) begrenzte Sprach- und Schriftkenntnisse, b) die begrenzte historische Arbeitskraft des individuellen Historikers und c) auch irrtumshaltige intersubjektive Vorverständnisformen der jeweils maßgeblichen wissenschaftlichen Gemeinschaft und der hinter ihr stehenden Gesellschaft. - Die Lehrveranstaltung will die generellen und manchmal folgenreichen Möglichkeiten geschichtswissenschaftlichen Irrtums und Einstellungswandels auf dem Gebiet der Völkergeschichte illustrieren. Von einigen geeigneten Übungsbeispielen ausgehend, soll sie sich mit wissenschaftsgeschichtlich konstatierbaren Irrtümern und Revisionen der historischen Vorstellungen über die Griechen und Römer - und mancher anderer, teilweise erst im Laufe der neueren Wissensentwicklung bekannter gewordenen Völker und Randvölker der Antike befassen. In diesem wissenschaftskritischen Rahmen soll es um die Vermittlung heutigen Wissens über die antike Völkergeschichte gehen.

Literatur: Klaus E. Müller, Geschichte der antiken Ethnologie, Hamburg 1997. - Arpad Szabo, Das geozentrische Weltbild. Astronomie, Geographie und Mathematik der Griechen, München 1992. - F.-K. Kienitz, Völker im Schatten. Die Gegenspieler der Griechen und Römer von 1200 v. Chr. bis 200 v. Chr., München 1981.H. Sonnabend (Hg.), Mensch und Landschaft in der Antike. Lexikon der historischen Geographie, 1999. - WWW-Skript zur LV (in Vorbereitung) : URL-Adresse: http://www.tu-berlin.de/fb1/AGiW/Auditorium/LaVoSprA/Eingang.htm .

2) Termine.

13 Termine: 27. April, 4., 11., 18., 25. Mai, 1., 8., 15., 22., 29. Juni , 6., 13. , 20. Juli 2001.


c) Themenübersicht.

1. Einführung: Länder, Völker und Sprachen der antiken Welt in systematischer Übersicht aus heutigem Kenntnisstand.

2. Zu den Formen antiker Astronomie und wissenschaftlicher Geographie.

3. Zu antiken Vorstellungen und Theorien von der Entstehung der Völker, Sprachen und Kulturen.

4. Herodots Beschreibungen fremdartiger und ferner Völker.

5. Strabons und Plinius gesammelte Nachrichten über Menschen und Länder.

6. Darstellungen der Griechen, Juden und Römer als Völker im römischen Reich.

7. Caesars, Tacitus und Ammianus Marcellinus Berichte über die barbarischen Nachbarn der Römer.

8. Antike Kartenwerke am Beispiel der 'Geographike Hyphegesis' des Ptolemaios und der 'Tabula Peutingeriana'.

9. 'Völker im Schatten' der antiken Überlieferung und die Fortwirkung antiken völkerbezogenen Wissens und Meinens in späteren Epochen.

    Eine detaillierte Themenübersicht findet sich im elektronischen LV-Skript unter:

http://www.tu-berlin.de/fb1/AGiW/Auditorium/LaVoSprA/ThemPlan.htm


d) Hinweise zu Literatur, Hilfsmitteln und Quellen.

Ein zusammenfassendes Verzeichnis der in der Lehrveranstaltung und im Skript verwendeten und zur Lektüre empfohlenen Literatur, Medien und Quellen findet sich im elektronischen Skript unter

http://www.tu-berlin.de/fb1/AGiW/Auditorium/RomRecht/ALMQVerz.htm .


e) Das Projekt 'Alte Geschichte im WWW' und das dortige Skript zu dieser Lehrveranstaltung.

Zu dieser Lehrveranstaltung gibt es im Internet ein elektronisches Skript unter der URL-Adresse
http://www.tu-berlin.de/fb1/AGiW/Auditorium/LaVoSpr/Eingang.htm .
Es ist Teil des elektronischen Gesamtprojektes 'AGiW' ('Alte Geschichte im WWWW'), über dessen Inhalte die Seiten http://www.tu-berlin.de/fb1/AGiW/
und
http://www.tu-berlin.de/fb1/AGiW/Register.htm
informieren.


f) Übungsarbeiten im Rahmen der Lehrveranstaltung.

Im Rahmen dieser Lehrveranstaltung, die schwerpunktmäßig eine Vorlesung ist, können von interessierten Teilnehmern bei Bedarf ausnahmsweise auch Übungsarbeiten angefertigt werden, um einen Schein für die im Rahmen des Studienplans vorgesehene Teilnahme an einer Textquelleninterpretationsübung zu erhalten.

Zu den Einzelheiten einer solchen Arbeit siehe:

http://www.tu-berlin.de/fb1/AGiW/Auditorium/LAVoSPrA/UebgArb.htm


LV Gizewski SS 2001

Autor: Christian Gizewski (EP: gizeoebg@linux.zrz.tu-berlin.de)