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THEMENPLAN

(Zusammenfassende, detaillierte Skript-Übersicht).

Kap.1

Bedeutung und Inhalte der Altertumsgeschichte für den Mittelmeeraum und China im Vergleich. Die Rolle der Landwirtschaftsgeschichte darin.

ÜBERSICHT: 

I. Bedeutung der Landwirtschaftsgeschichte im Rahmen der Kultur-Evolution im vorderasiatisch-europäischen und im fernöstlichen Bereich.

A. Zusammenfassende Thesen und Begriffsklärungen zu 'landwirtschaftsbasierten Kulturen' und 'Hochkulturen'.

B. Einige Daten zur Orientierung in der fernöstlichen und der westlichen Kulturentwicklungsgeschichte Eurasiens.

II. Funktionelle Bedeutung der Landwirtschaft in den Altertums-Hochkulturen.

1. Landwirtschaft als volkswirtschaftlicher Hauptfaktor.

2. Enge funktionelle Verbundenheit der gesellschaftlichen Sektoren 'Land', 'Stadt und 'Staat'.

3. Die Bedeutung der landwirtschaftlichen Basis für wichtige Strukturen hochkultureller Gesellschaften im Altertum.

    • Landwirtschaft und gesellschaftlich dominierende Prinzipien der Verwandtschafts- und Sozialordnung,
    • Landwirtschaft und städtische Organisationsform,
    • Landwirtschaft und die Bildung von Aristokratien,
    • Landwirtschaft und Staats-Strukturen.

III. Vergleichbarkeit und Vergleichsaspekte altertümlicher Landwirtschaft im Alten China und im Alten Mittelmeerraum.

1. Separatheit und Vergleichbarkeit der allgemeinen Kulturentwicklung der Menschheit im Westen und im Osten Eurasiens in der Vor- und Frühgeschichte und im jeweiligen 'Altertum'.

2. Beispiele für historisch interessante Aspekte einer vergleichenden Landwirtschafts- und Kulturgeschichte des Ostens und Westens Eurasiens.

    • Die ländlichen Wurzeln der Religion und der Moral.
    • Der landwirtschaftlich geprägte Charakter der Verwandtschaftsordnungen.
    • Die ökonomische Abhängigkeit der Produktion und Kultur der Städte vom Land.
    • Konservativismus und Fortschritt landwirtschaftlicher Produktion: Modelle der Eigenversorgung, Marktversorgung und Staatsversorgung durch das Land.
    • Dichotomisierungsprozesse in der Sozialordnung auf dem Lande: 'Freie Bauern', 'Landproletariat' und Großgrundbesitz.
    • Steuerverwaltung, Rechtsprechung, militärische Präsenz und Verkehrsführung des Staates auf dem Lande.
    • Örtliche Gemeinwesen auf dem Lande.

IV. Literatur und Medien.

Kap.2

Landwirtschaftsgeographie des Alten Mittelmeerraums und des Alten China im Überblick.

ÜBERSICHT

I. Zusammenfassende Vorbemerkungen:

Die landwirtschaftlich nutzbaren Gebiete der Erdoberfläche.
Der 'Boden' als Basis der Landwirtschaft.
Die vom Klima gesetzten Rahmenbedingungen der natürlichen Vegetation und des Pflanzenbaus.
Die Bedeutung von Klimaschwankungen für die Ausdehnung der Vegetationszonen und der landwirtschaftlich nutzbaren Regionen auf der Welt im Laufe der Geschichte.
II. Landwirtschaftsgeographie des Alten Mittelmeerraums:
Raum,
Klima,
Bodenbeschaffenheit,
Vegetation,
Tierwelt,
Menschliche Population,
Allgemeine und wirtschaftliche Kulturtraditionen.

III. Landwirtschaftsgeographie des Alten China:

Raum,
Klima,
Bodenbeschaffenheit,
Vegetation,
Tierwelt,
Menschliche Population,
Allgemeine und wirtschaftliche Kulturtraditionen.

IV. Literatur und Medien.

Kap.3

PRODUKTE, ARBEITS- UND BETRIEBSFORMEN IN LANDWIRTSCHAFTSKULTUREN DES ALTERTUMS.

ÜBERSICHT:

I. Komparative Vorbemerkungen für verschiedenartige Landwirtschaftskulturen des Altertums.

II. Überblick über das westliche Altertum:

A. Räume und Epochen antiker Landwirtschaftsgeschichte.
B. Produkte, Verfahrensweisen und Instrumente landwirtschaftlicher Tätigkeit.
C. Landwirtschaftliche Organisationseinheiten.

III. Überblick über das chinesische Altertum.

IV. Literatur, Medien, Quellen.

Kap.4

VERWANDTSCHAFTSORDNUNG, MORAL UND RELIGION AUF DEM LANDE.

ÜBERSICHT:

I. Kulturvergleichende Vorbemerkungen.

II. Das westliche Altertum.

A. Die Vielfalt der Epochen und Regionen im westlichen Altertum. Die Bedeutung der italisch-römischen Verhältnisse darin.

B. 'Ländliche' Gemeinschaftsformen und ihre Normen.

1. Familie und Verwandtschaft.
a) Strukturformen der Haus- und Erbverwandtschaft,
b) Strukturformen der Wahlverwandtschaft und affinen Verhältnisse,
c) Strukturformen der größeren Verwandtschaftsverbände.
2. Nachbarschaften und örtliche Gemeinschaften mit wirtschaftlichen und anderen verwandtschaftsübergreifenden Funktionen.
3. Ethnische Gruppierungen.
4. Rechtliches Herkommen und Prinzipien moralischer Ordnung.
5. Gottheiten oder numinose Wesen 'des Landes' und ihr Kult.

III. Die altchinesische Perspektive.

IV. Literatur, Medien, Quellen.

Kap.5

Land und Stadt: Landwirtschaft als Unterbau der Stadtkultur.

ÜBERSICHT: 

I. Kulturvergleichende Vorbemerkungen.

II. Zum westlichen Altertum.

A. Die Vielfalt der Erscheinungsformen des westlichen Altertums. Die Bedeutung der Verhältnisse der römischen Kaiserzeit.

B. Die verschiedenen Aspekte des Stadt-Land-Verhältnisses.

1. Die Stadt als Marktort des umgebenden Landes.
a) Der wirtschaftliche Stadt-Land-Zusammenhang
b) Der typische Wertabfluß vom Lande zur Stadt.
2. Die Stadt als Grundbesitzerstadt, Konzentrationsplatz der sozialen Oberschicht und als politisch-administrativer Vorort des umgebenden Landes.
3. Die Stadt als religiöses und zivilisatorisches Zentrum eines ländlichen Raumes.
4. Die Stadt als Verkehrszentrum und Ansammlungsraum 'fremder Elemente' in einem umgebenden ländlichen Raumes.

III. Die altchinesische Perspektive.

IV. Literatur, Medien, Quellen.

Kap.6

Grundbesitzverhältnisse und soziale Schichtung auf dem Land. Großgrundbesitz und politische Aristokratie. 

ÜBERSICHT:

I. Kulturvergleichende Vorbemerkungen.

II. Großgrundbesitz und soziale Schichtung in der Antike.

A. Die Vielfalt der Erscheinungsformen des westlichen Altertums. Die Bedeutung der römischen Verhältnisse.

B. Ländliche Eigentums- oder Besitzformen und die ihnen zugeordneten Sozialschichten.

1. Freie Eigentümer kleiner oder mittelgroßer Landflächen.
2. Kleinpächter, Sklaven und bodengebundene Kolonen.
3. Großgrundbesitzer. Großgrundbesitz als Grundlage der Aristokratie
a) Funktionen des ländlichen Großgrundbesitzes.
b) Rechte (Privilegien) und Pflichten der Großgrundbesitzer.
c) Der Bezug zum Lande in Moral und Standesbewußtsein.
d) Der Bezug zum Lande in Lebensstil und Bildung.

III. Die altchinesische Perspektive.

IV. Literatur, Medien, Quellen.

Kap.7

Land und Staat: Staatliche Verwaltung des Landes. Staatlicher Grundbesitz. Steuer- und Dienstleistungen aus dem Lande für den Staat. 

ÜBERSICHT:

I. Kulturvergleichende Vorbemerkungen.

II. Zum westlichen Altertum

A. Die unterschiedlichen staatlichen Typen des Altertums. Die Bedeutung des ausgeprägten kaiserzeitlich-römischen Staates.
B. Staatliche Verwaltung des Landes.
C. Staatlicher Grundbesitz.
D. Steuer- und Dienstleistungen der ländlichen Bevölkerung für den Staat (Transportdienste, Wegebaudienste, Einquartierungen, Requisitions-Abgaben).

III. Die altchinesische Perspektive.

IV. Literatur, Medien, Quellen.

 

 Kap.8

Zur altchinesischen Landwirtschaftsgeschichte.

BEITRÄGE:

 Raimund Theodor Kolb, Landwirtschaft im Alten China. Shang Yin. Auszüge aus der in der Reihe Systemata Mundi, Bd. 3, Berlin 1992 erschienenen Gesamtarbeit.
Erling von Mende, Wirtschaft. Gekürzte Form eines Beitrages zu dem von R. Goepper herausgegebenen Sammelwerk 'Das Alte China. Geschichte und Kultur des Reiches der Mitte', München 1988, S. 149 - 185.

VERWEISSYSTEM:

 Themen

 Literatur, Quellen

 Elektronische Querverweise

Kap.9

Zum Erbe der antiken Landwirtschaftsgeschichte in Europa.

 ÜBERSICHT

I. Die landwirtschaftsbezogene Überlieferung aus der Antike in einigen europäischen Sprachen und ihre sachliche Bedeutung für spätere Epochen.

A. Vorbemerkungen.

B. Die Überlieferung im Wortschatz europäischer Sprachen.

1. Heutige sprachgeschichtliche Spuren der Auswirkung einer frühen Diffusion der landwirtschaftsnahen Elemente antiker Kultur auf die 'barbarischen' Vorfelder des Imperium Romanum. Beispiele.

2. Antike Landwirtschaftstradition in der Sprache einer mittellateinischen Textquelle. Beispiel.

3. Antike Landwirtschafstradition im Bauplan eines ländlichen Klosters.

4. Antike Landwirtschaftstradtion oder landwirtschaftsbezügliche Antikentradition in der Rechts-, Bildungs-, Wissenschafts- und Technik-Sprache. Beispiele.

C. Thesen zur Tradition antiker Landwirtschaft und öffentlicher Ordnung auf dem Lande in der nachantiken Geschichte der Wirtschaft und Verwaltung Europas.

D. Thesen zum 'ländlichen Geist' der Antike in der Überlieferung ihrer Bildung und ihrer politischen und religiösen Ideen und Normen.

E. Thesen zur Bedeutung der Landwirtschaftsgeschichte des Altertums für das historische Selbstverständnis der Gegenwartsgesellschaften.

II. Literatur.


 

LV Gizewski WS 1997/98