Kapitel 4:

Zu den antiken Traditionen des freiheitlichen Meinungskampfes und geistigen Widerstands gegen Willkür und Ungerechtigkeit in Staat und Gesellschaft.

(IM AUFBAU)

Teil I. Zu den griechischen Traditionen der Tyrannis und der Tyrannenfeindschaft.

A. Aristoteles Lehre von den 'schlechten' und den 'guten' Formen der Alleinherrschaft (Aristoteles, Politik, 4. Buch, aus den Abschnitten 9 - 11).

B. Zu den Vorkehrungen gegen die Tyrannis im demokratischen Athen.

C. Eine für ihre Epoche typische Tradition der weithin 'neutral' bewerteten Tyrannenherrschaft in Sizilien vom 5. bis zum 4. Jht. v. Chr.

1. Einflußbereich der Tyrannen von Syrakus (mit wechselnden Grenzen).

2. Die Folge der syrakusanischen Tyrannen vom 5. - 3. Jht. v. Chr..

Gelon (485–478 v. Chr., aus der 'Herrscherfamilie' der Deinomeniden

Hieron I. (478–466 v. Chr.), Bruder des Gelon

Thrasybulos (466 v. Chr.), Bruder des Gelon und Hieron, vom 'Volk' vertrieben.

[Zwischenphase: Nicht-tyrannische Regierungen]

Dionysios I. (405–367 v. Chr.)

Dionysios II. (367.–357 v. Chr. und ca. 347–344 v. Chr.), Sohn des Dionysios I.

Dion (357–354 v. Chr.), Schwager von Dionysios I.

Hipparinos (353–351 v. Chr.), Sohn des Dionysios I.

Nysaios (351–347 v. Chr.), Sohn des Dionysios I.

[Zwischenphase: Nicht-tyrannische Regierungen]

Agathokles (317–289 v. Chr.)

Hiketas (289–280 v. Chr.)

Hieron II. (270–215 v. Chr.)

[seither: Römische Statthalter-Regime]

3. Zur Tradition legendenhafter Berichte über die Tyrannis des Dionysios des I. und II. von Syrakus (396 bis 337 v. Chr.).

Das innerhalb der Tradition antiker-griechischer Tyrannen-Kritik entstandene Bild bestimmter antiker Tyrannen - so etwa die Legende vom 'Damokles-Schwert', d. h. von exemplarischen Grausamleiten der syrakusanischer Tyrannen Dionysios I. und Dionysios’ II. - hatte wegen ihrer Personifikation tyrannisch-willkürlicher' Monokrazie große politisch-ideelle Bedeutung in den Machtkämpfen für und gegen 'Ein-Männ-Regime' in der Endzeit der Römischen Republik und in der frühen Prinzipatszeit.. Cicero, Plutarch und Diodorus Siculus nehmen auf sie Bezug..

In späteren Epochen wurde noch Friedrich Schiller - zugleich unter dem Eindruck der Französischen Revolution wie der ihm zuteilwerdenden landesherrschaftlich-monarchischen Förderung seines dichterischen Wirkens- von diesem Motiv angesprochen Im Jahre 1799, in seinem bekannten Gedicht 'Die Bürgschaft', machte er allerdings nicht die gewalrtsame Beseitigung eines Tyrannen zum Thema, sondern die angebliche Überwindbarkeit einer etablierten Tyrannenherrschaft durch eine 'höhere Gewalt' menschlicher Güte und Treue.


Teil II. Zu den römischen Traditionen des römisch-republikanischen Widerstandes gegen gesetzlose Alleinherrschaft und der außergesetzlichen Dauerdiktatur des Prinzipats.

A. Die Traditionen der 'großen', 'gesetzesbefreiten' Männer in Rom.

B. Die republikanisch-senatorischen Widerstands-Traditionen und die plebejischen Freiheitsrechte.

C. Ciceros republikanische Positionen in 'De officiis'.

D. Zur Beseitigung der Tyrannis Caesars i. J. 44 v. Chr.

E. Zur systematischen Unterdrückung legitimen Widerstands durch den 'Absolutismus' der 'Prinzipats'-Herrschaft.


Teil IIL Zur Durchsetzung der Meinungs- und Geistesfreiheit in antiken Revolten.

A. Der politische und ideelle Kampf der Gracchen gegen die römische Oberschicht (133 - 123 v. Chr.).

B. Die Botschaften der drei Sklaven-Aufstände in Italien zwischen 136 und 73 v. Chr. an die Sklavenhaltergesellschaft.

C. Der religiösen Aufstände der Juden gegen die römische Besatzungsmacht (66 - 70, 116 [Diaspora] und 132 - 135 n. Chr.).


Teil IV. Zu antiken Theorien der politischen Revolution und ihrer Wirkungsgeschichte.


Bearbeitungsstand: 20. Okt. 2015.

Autor des WWW-Skripts: Prof. Dr. Christian Gizewski, TU Berlin, Fakultät I, Alte Geschichte, FG Geschichte, Privatadresse: Tietzenweg 98, 12203 Berlin, Tel.:030-8337810, EP: christian.gizewski@.tu-berlin.de

An allen, auch an den in der Abteilung AUDTORIUM der WWW-Seite 'AGiW' präsentierten Skripten und sonstigen wissenschaftlichen Werken behalten sich deren Autoren oder Herausgeber grundsätzlich die ihnen gesetzlich zustenden Urheberrechte vor. Dazu bitte ich, die Erläuterungen "ZUM ZWECK DES PROJEKTS" zu beachten. C.G.