Kap. 3: Sittliches Herkommen und Religion im Alten Orient, in Griechenland und Rom.

INHALT

1. Zur Verbindung traditionaler und religiöser Legitimation in sozialen Lebensordnungen der Antike.

2. Die Gottheit als Garant menschlich dimensionierter Sittenordnung. Sittliche Rechenschaft vor den Göttern in der altägyptischen Religion.

3. Der göttliche Willen als höchste Autorität sittlicher Ordnung. Unbedingte Befolgung des 'göttlichen Worts' als oberste sittliche Maxime in der altisraelitischen Religion.

4. Heiliges Recht als 'letztlich sich durchsetzendes Recht' bei den Griechen.

5. Fremdartige und unverständliche göttliche Wesens- und Willensäußerungen als Teil einer menschlichen Sittenordnung. Außerordentliche und normale Opferbräuche bei den Römern.

6. Literatur, Medien, Quellen.

1. Zur Verbindung traditionaler und religiöser Legitimation sozialer Lebensordnungen der Antike.

a) Unterschiedliche Form und Intensität der Verbindung von Tradition und und Religion im altorientalischen und im griechisch-römischen Bereich.

Die Behauptung, etwas sei deswegen richtig, weil es schon immer gegolten habe und es erfahrungsgemäß nichts Besseres gebe, ist auch in der Antike nicht selten Gegenstand des Zweifels. Allzu offenkundig bringt die Veränderung der Zeiten oder das andernorts manifeste Beispiel dafür, daß es gut auch anders gehe, die Notwendigkeit mit sich, Alternativen auf ihre Richtigkeit zu bedenken. Wo hinter einer Tradition jedoch mehr steht als die Behauptung erfahrungserprobter Richtigkeit, nämlich tiefgreifende religiöse Überzeugungen von einer richtigen Ordnung der kosmischen und menschlichen Welt, die die Verteidigung eines status quo gegen Dekadenz und Zerstörung durch Neuerungen zur Üflicht machen, verbindet sich die Form traditionaler Legitimation mit der religiösen. Die Verbindung traditionaler und religiöser Legitimation ist eine für antike Gesellschaften charakteristische Form der Stabilsierung normativer Ordnungen des sozialen Zusammenlebens - im Gegensatz zu heutigen 'modernen' und 'säkularen' Gesellschaften, in denen - jedenfalls ihrem ideologischen Selbstverständnis nach - weder der Religion noch der Tradition größere oder gar zentrale Bedeutung bei der Legitimation sozialer Ordnung eingeräumt zu werden pflegt. In der uns bekannten Antike gibt es diese Art der Verbindung jedoch überall, allerdings in unterschiedlicher Form und Intensität.

Von Bedeutung für Form und Intensität der religiösen Momente an der Begründung normativer Ordnungen ist naturgemäß der Charakter der Gottheit oder der Götterwelt, die von den Menschen die Einhaltung bestimmter Normen verlangen oder sie ihr nahelegen. Recht häufig, wenn auch keineswegs immer oder in allen Aspekten - sind antike Göttervorstellungen anthropomorph. D. h. die Gottheit wird als dem Menschen innerlich verwandt vorgestellt, wie es etwa in 1. Mos. 1, 26 ff. - "Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde" - zum Ausdruck kommt. Andererseits wird immer wieder in antiken Abbildungen der Götter oder Aussagen über sie erkennbar, daß sie 'nicht-menschliche', d. h. sowohl 'übermenschliche' als auch menschenfremde Züge zu haben pflegen: so erscheinen sie manchmal metaphorisch als Gestirne (Mesopotamien, Arabien) oder als tierartige oder mit theriomorphen Elementen ausgestattete Wesen (Ägypten, Mespotamien) oder als dem Bereich der Toten zugehörig (Ägypten) oder sogar als unabbildbar oder gestaltlos oder apersonal (Unabbildbarkeit Gottes in Israel, einige bildlose Götter in der mesopotamischen, ägyptischen, griechischen und römischen Religionstradition; Nichtpersonalität der epikuräischen oder stoisch-pantheitischen Gottesvorstellung). Illustrative Beispiele für antike Göttervorstellungen und -abbilder finden sich im Skript 'Religion und Geschichte in der Bibel und in anderen antiken Quellen', so dort etwa in Kap. 1 mit seiner Übung A (und zugehöriger Auflösung).

Dem menschenähnlichen Element der Gottheit wird ihr menschenähnliches und überwiegend menschenfreundliches Handeln zugeschrieben: sie tritt, was die menschlichen Ordnungen betrifft, als Beobachter und Wahrer des Guten, als Garant eines Heils für das rechte Tun, als Förderer menschlicher Tugenden, als Richter in letzten Fragen der Gerechtigkeit, ja auch als Gesetzgeber auf. Ihre Weisung braucht sich dabei nicht auf grundsätzliche Fragen zu beschränken, sondern sie kann sich auch in der einen oder anderen Religionstradition auf ganz ganz detaillierten Fragen des Alltagshandelns beziehen. Dabei lassen sich typische Unterschiede zwischen den verschiedenen antiken Religionstraditionen beobachten. Während vor allem im alten Orient unter wichtigeren Göttern, d. h. unter den obersten Göttern in einer Götterhierarchieierarchie - wie z. B. Schamasch im alten Babylonien - oder bei alleinherrschenden Göttern - wie z. B. dem Gott Israels Jahwe -, der Typus eines 'Gesetzgebergottes' zu finden ist, der nicht nur das menschliche Handeln irgenwann einmal umfassend regelt, sondern auch immer wieder fallweise mit klaren Weisungen bestimmt, ist im archaisch-griechischen und -römischen Bereich ein Typus des 'olymischen' Gottes dominierend, der zwar immer wieder in die Menschenwelt eingreift und an ihrem Tun inneren Anteil nimmt , aber ihr "eher Zeichen gibt als mit ihnen redet" (Plutarch). Gewiß ist zwar auch ein 'Gesetzgebergott' ein den Menschen vielfach unbegreiflich und unergründlich gegenüberstehender Gott, und sicherlich will auch ein 'olympischer Gott' von den Menschen ggf. etwas eindeutig Bestimmtes und zumeist nach menschlichen Maßstäben Gutes. Aber die Typen sind dennoch markant unterschiedlich. Sie ergeben sich möglicherweise aus einer substanziell hierarchischen oder gar montheistischen Grundtsruktur der Religion hier und einer substanziell polytheistischen dort; siehe dazu weiter unten.

Soweit ferner die Gottheit übermenschliche oder menschenfremde Züge hat, erscheint ihr als daraus hervorgehend begriffener, dem Menschen gegenübertretender Wille nicht selten als menschenungemäß, unverständlich und unergründlich. Dennoch wird er aber als letztlich richtig, d. h. als 'höhere Vernunft' der Gottheit und sittlich uneingeschränkt maßgeblicher 'Wille Gottes' akzeptiert. Demnach nehmen traditional und zugleich religiös fundierte normative Ordnungen in gewissem Umfang auch Elemente auf, die nicht selten verworren, dunkel, abstoßend, hart, unverhältnismäßig, ziel- und zwecklos, sogar ungerecht, rücksichtslos, kleinlich, rachsüchtig, unbeherrscht, grausam,und damit eigentlich nicht menschengemäß begründbar und - nach rein menschlicher Empathie- sogar unsittlich und eines 'sittlichen' und Sittliches Verhalten fordernden Gottes eigentlich unwürdig erscheinen. Das zeigt sich beispielhaft etwa in der privaten und öffentlichen Opferpraxis (Beispiel: Tier- und Menschenopfer), in den kultischen Reinigungs- und Gottergebungsriten (Beispiel: verschiedenartige Beschneidungsgewohnheiten bis hin zur kultischen Selbstkastration) , in alltäglichen Enthaltsamkeitsgebräuchen (Beispiel: Verbot, Wein zu trinken oder bestimmte Tiere zu essen) und ähnlichen 'rational' nicht eigentlich begründbaren Tabu-Normen der Sittenordnung. Begründet werden sie typischerweise im Rahmen eines religiös-sittlichen Denkens prinzipiell nur damit, daß die 'Willkür' und die 'Bösartigkeit', die dem Geschehen der Welt - aus menschlicher Perspektive betrachtet - innewohnen, u. U. auch als Ausdruck zumindest bestimmter Kräfte göttlichen Wirkens und seiner verborgenen Ratschlüsse zu verstehen und innerlich zu akzeptieren sind ('Theodizee' = theolohische Überlegungen zum Verhältnis zwischen der Exitenz des Bösen und der sittlichen Güte eines die Welt schaffenden und beherrschenden Gottes; Beispiel: die biblische Geschichte von Hiobs Heimsuchung und seiner Pflicht, Gottes Willen zu akzeptieren).

Ferner können religiöse Vorstellungen von einer Vielzahl der Götter (Polytheismus) und von einem ihnen vorgegebenen 'Götterschicksal' (Fatalismus i. e. S.) zu einer Auffassung von der Zwiespältigkeit und Widersprüchlichkeit göttlichen Tuns und seiner begrenzten Macht und Bedeutung für eine normative menschliche Ordnung führen. Zwar pflegen Polytheismus-Traditionen in irgendeinem Stadium ihrer Entwicklung auch einer vereinheitlichenden theologischen Deutung zugänglich zu werden, so etwa im Wege der Entwicklung von 'Götterhierarchien', der Vermischung von Göttervorstellungen (Synkretismus) oder götterübergreifender henostheistischen Emanationskonzepte; als Beispiel für die Enwicklung henotheistischer Tendenzen auf einer polythesitischen Basis kann die Religionsentwicklung im Alten Ägypten des 'Neuen Reiches' unter dem Pharao Echnaton angesehen werden. Aber ursprünglich bedeutet Polytheismus jeweils die Auffassung von einer Anzahl unterschiedlicher, konkurrierender und u. U. sogar widersprüchlicher göttlicher Wesen und Kräfte, denen gegenüber die Menschen sich nicht selten in einer unklaren, abwartenden, ja gelegentlich sogar tragischen Situation befinden. Als Beispiel dafür diene die Götterwelt der Ilias und Odyssee. Aber auch die aus dem altbabylonischen Bereich stammende Astrologie geht von einer vielgestaltigen und in ständig veränderbaren Konstellationen wirkenden Götterwelt aus. Eine solche Verfassung macht die göttliche Sphäre zu einem für menschliche normative Ordnungen jedenfalls nicht gänzlich zuverlässigen Orientierungsrahmen. Ihm gegenüber ist ein experimentierendes Herausfinden dessen nötig, was letztlich bestimmende göttliche Kraft und maßgeblicher göttlicher Wille ist, und gewinnt u. U. große Bedeutung. Die in Altgriechenland übliche Befragung des delphischen Orakels auch in hochpolitischen Angelegenheiten (Beispiel: Herodot 7, 140 ff. - Einholung des Orakels i. J. 480 v. Chr.vor der Räumung Athens wegen des anrückenden persschen Heeres) oder die vorchristliche römische Religionspolitik, die staatliches Ungemach, wie die z. B. die Niederlage von Cannae i. J. 216 v. Chr., mit der Suche nach erzürnten oder bisher nicht staatskultisch berücksichtigten Gottheiten zu beantworten pflegte (vgl. Livius 22, 7, 5 f.), können dafür als Beispiel dienen.

b) Zu den 'Funktionen' göttlichen Einwirkens auf die menschliche Sittenordnung und Sittlichkeit.

Aus den verschiedenn Formen der göttlichen Weisungen und Eingriffe in die traditionellen menschlichen Ordnungen des Zusammenlebens lassen sich verschiedene typische Funktionen religiöser Legitimation herleiten, die in den folgenden Abschnitten ausgehend von Beispielen eingehender erörtert werden sollen:

Typ I: Die Gottheit tritt als Garant menschlicher Sitte und Sittlichkeit auf. Ihre Anforderungen an die Menschenwelt sind darauf ausgerichtet, eine traditionelle menschliche Ordnung als Teil einer kosmischen zu wahren und das eigennützige, rücksichtslose 'Böse', das in der Verletzung normaler, alltäglicher mitmenschlicher und öffentlicher Pflichten, einschließlich solcher der Pietät gegenüber den Göttern, besteht, durch klare Anweisung an den des Bösen und Guten gleichermaßen fähigen Menschen möglichst zu verhindern, jedenfalls aber die Bösartigkeit zu bestrafen und im äußersten Falle auch zu vernichten.

Typ II: Die Gottheit tritt als unbezweifelbare Autorität in unsicheren Entscheidungslagen des Allgemeinwohls auf. Die tatsächliche Unsicherheit der Erfolgsaussichten, von der jedes politische, militärische und sonst öffentliche Handeln fundamental geprägt zu sein pflegt, steht stets im Widerspruch zum Postulat eindeutiger Richtigkeit, auf das allein sich eigentlich verantwortliches Entscheiden abstützen muß. Wo es, wie vielfach in antiken Gesellschaften, akzeptable Verfahren öffentlicher Abstimmung über folgenreiche öffentliche Entscheidungen nicht gibt, d. h.wo der Streit über ihre Richtung und Durchführung prinzipiell unbehhebbar ist, kann verfahrensmäßig eine göttliche Entscheidung gesucht werden. Sie besteht in einem unbezweifelbar autoritativen Gotteswort, das jedoch in vollem Umfang, auch da, wo es nicht eigentlich verständlich und menschengemäß erscheint, durchzuführen ist.

Typ III: Die Gottheit tritt als 'letzte Instanz' in Gerechtigkeitsfragen auf. Wo Gebote der 'menschlichen Gerechtigkeit' in den Machtverhältnissen des Privatlebens, vor Gericht, in der Politik oder außerhalb politischer Ordnung in Krieg und anderen Konflikten gravierend unbeachtet bleiben oder gar willkürlich verletzt werden, läßt sich von der Gottheit ein Eingreifen auch dann erhoffen oder gar erwarten, wenn sie sich in 'olympischer Distanz' zur Menschenwelt befindet. Allerdings ist diese Hoffnung oder Erwartung prinzipiell nicht 'einklagbar'. Die Gottheit - auch ein 'Gesetzgebergott' - pflegt zu handeln, wenn und wie sie es für gut befindet; dem Menschen ist es überlassen, darauf zu warten und das Geschehen daraufhin zu beobachten und angemessen zu deuten, wo eine göttliche Strafe eintritt. Im allgemeinen gelten für die geschichtstheologische Deutung dabei politische Unordnungszustände, kriegerische Bedrohungen, Zerstörungen und Niederlagen, Naturkatastrophen, Seuchen oder anderes Unheil als Strafe Gottes für politisch-moralische Fehlentscheidungen oder allgemeine moralische Dekadenz.

Typ IV: Wo das prinzipiell menschenfremde und menschenunzugängliche Schicksal das Individuum oder die Allgemeinheit in unheilvoller Weise trifft oder zu treffen droht, tritt die Gottheit häufig als dem Menschen generell und dem Gemeinwesen im besonderen in gewissem Umfang zugängliche Macht auf, die das Unheil zu wenden vermag. Da jedoch das Unheil theologisch nur als Strafe oder Versuchung Gottes zu deuten ist, setzt ein Zugang zur Gottheit in solchen Fällen ein zuverlässiges Befragungsverfahren einerseits und Maßnahmen zur Gewinnung göttlichen Wohlwollens oder zur Versöhnung oder Besänftigung der Gottheit voraus. Dem dienen die verschiedenartigen antiken Traditionen der Divinationsverfahren einerseits und des Opferwesens sowie der religiösen Politik andererseits, die stets als Bestandteil der traditionellen Sittenordnung, nicht als Fremdkörper in ihr verstanden werden, selbsr wenn die göttlichen Auflagen grausam und unmenschlich erscheinen. Allerdings scheinen hier Bruchstellen moralisch-religiöser Systeme zu liegen; denn ein Übermaß an göttlicher Härte und Dunkelheit erzeugt - in den religionsgeschtlichen Quellen öfters nachweislich - zumindest nicht selten menschlichen Abscheu und bereitet in gewissem Umfang immer auch eine entwicklungsgeschichtliche Abkehr von entsprechenden religiösen Traditionen vor.

Das religiöse Moment, das sich mit traditional legitimierten normativen Ordnungen der Antike zu verbinden pflegt hat für diese daher

a) traditions- und normsichernde,

b) entscheidungsstabilisierende,

c) friedensstifende und

d) gemeinwohlfördernde

Funktionen im Aufbau antiker Gesellschaften.

Übung 3.

AUFGABEN:

In den nachfolgend wiedergebenen Texten werden verschiedene Aspekte religiös begründeter Sitte angesprochen.

a) Was verlangt die Gottheit im einzelnen jeweils von den Menschen?

b) Wie und warum versuchen diese, dem manchmal in besonderem Maße sittlich, manchmal aber auch geradezu unmenschlich erscheinenden göttlichen Willen gerecht zu werden?

c) Welche Kultbräuche lassen sich auf den ersten Blick feststellen?


2. Die Gottheit als Garant menschlicher Sittenordnung.

a) Rechenschaft für sittliches Unrecht vor den Göttern in der altägyptischen Religion.

Wägung der unbelasteten Seele im Totengericht als Voraussetzung für ihren Fortbestand.

Aus einem Papyrus der XX. Dynastie (um 1100 v. Chr.). Darstellung der verstorbenen Priesterin Anhai (ganz rechts) , deren Seele (in der Waagschale links; in der rechten Waagschale befindet sich die Feder des 'Maat'. d. h. der Wahrheit) - im Totengericht in der 'Großen Halle' auf Unbelasteteheit überprüft wird, ferner des die Waage justierenden Anubis, des buchführenden Thoth und des 'Seelenfressers', der darauf wartet, belastete Seelen zu zerstören. Abb.mit Kommentar entnommen aus: Manfred Lurker, The Gods and Symbols of Ancient Egypt. An Illustrated Dictionary. London 1980, S. 129.

b) Heimsuchung Gottes wegen allgemeinen Sittenverfalls.

3. Der göttliche Willen als höchste Autorität sittlicher Ordnung. Unbedingte Befolgung des 'göttlichen Worts' als oberste sittliche Maxime in der altisraelitischen Religion.

4. Heiliges Recht als 'letztlich sich durchsetzendes Recht' bei den Griechen.

5. Fremdartige und unverständliche göttliche Wesens- und Willensäußerungen als Teil einer menschlichen Sittenordnung. Außerordentliche und normale Opferbräuche bei den Römern.

Ein römisches Schwein-, Schaf- und Rinderopfer (Suovetaurilia) zur Versöhnung der Gottheit..

Abbildung eines römischen Stier-Schaf-Schweine-Opfers (suovetaurilia). Relief aus Rom, 1. Jht. n. Chr. Paris, Louvre. Entnommen aus: H. S. Versnel, Römische Religion und religiöser Umbruch, in: Maarten J. Vermaseren (Hg.), Die orientalischen Religionen im Römerreich, Leiden 1981, S. 68.

6. Literatur, Medien, Quellen.

LITERATUR:

Mircea Eliade, Geschichte der religiösen Ideen, Freiburg 1997 3.

Jan Assmann, Ägypten. Theologie und Frömmigkeit einer frühen Hochkultur, Berlin, Köln 1991 2 .

R. de Vaux, Das Alte Testament und seine Lebensordnungen, 2 Bde., Freiburg 1960 2 .

M. P. Nilsson, Geschichte der griechischen Religion, 2 Bde., (Vom Beginn des 2. Jts. v. Chr. bis in die römische Zeit), München 1955.

K. Latte, Heiliges Recht, Tübingen 1920.

K. Latte, Römische Religionsgeschichte, München 1960.

QUELLEN:

Aus dem Ägyptischen Totenbuch, Kap. 125. Deutsche Übersetzung. Nach der wissenschaftlichen Textedition von E. Nashville, Das Aegyptische Todtenbuch der XVIII. bis XX Dynastie, 3 Bde., Berlin 1886, ausgewählt und übersetzt von Boyo Ockinga, in: Texte aus der Umwelt des alten Testaments, hg. von R. Borger u. v. a., Bd. 1, Gütersloh 1985, S. 510 ff.: hier auszugsweise wiedergegeben (Einleitungsteil).

1. Buch Samuel, Kap. 14 und 15. Deutsche Übersetzung aus: Die Heilige Schrift des Alten und Neuen Testaments mit Einleitungen zu jedem der biblischen Bücher und erklärenden Anmerkungen zu den Texten. In ungekürzter Fassung herausgegeben von T. Schwegler und A. Herzog (Große Familien-Bibel), Zürich 1974, S. 336 f.

Der Prophet Hesekiel, Kap.22. Deutsche Übersetzung aus: Die Heilige Schrift des Alten und Neuen Testaments mit Einleitungen zu jedem der biblischen Bücher und erklärenden Anmerkungen zu den Texten. In ungekürzter Fassung herausgegeben von T. Schwegler und A. Herzog (Große Familien-Bibel), Zürich 1974, S. 877.

Herodot, Historien (7, 133 - 137). Deutsche Übersetzung aus: Herodot, Historien. Deutsche Gesamtausgabe. Übersetzt von A. Horneffer. Neu herausgegeben und erläutert von W. Haussig. Mit einer Einleitung von W. F. Otte. Stuttgart 1971 4 , S. 482 - 484.

Cato, De agricultura 141, 1 - 4. Lat. Text und dt. Übersetzung aus: Marcus Porcius Cato. Vom Landbau. Fragmente. Alle erhaltenen Schriften. Lateinisch - Deutsch. Heg. von Otto Schönberger., München 1980, S. 142 f.

Livius, Ab urbe condita 22, 57, 5 f.. Lat. Text nach Ed. F. C. Walters, R. S. Conway und S. K. Johnson, 4 Bde. Oxford 1914 - 1935, ND 1960/61. Dt. Übbersetzung. C. Gizewski.

Abbildung eines römischen Stier-Schaf-Schweine-Opfers (suovetaurilia). Relief aus Rom, 1. Jht. n. Chr. Paris, Louvre. Entnommen aus: H. S. Versnel, Römische Religion und religiöser Umbruch, in: Maarten J. Vermaseren (Hg.), Die orientalischen Religionen im Römerreich, Leiden 1981, S. 68.

Aus einem Papyrus der XX. Dynastie (um 1100 v. Chr.). Darstellung der verstorbenen Priesterin Anhai (ganz rechts) , deren Seele (in der Waagschale links; in der rechten Waagschale befindet sich die Feder des 'Maat'. d. h. der Wahrheit) - im Totengericht in der 'Großen Halle' auf Unbelasteteheit überprüft wird, ferner des die Waage justierenden Anubis, des buchführenden Thoth und des 'Seelenfressers', der darauf wartet, belastete Seelen zu zerstören. Abb.mit Kommentar entnommen aus: Manfred Lurker, The Gods and Symbols of Ancient Egypt. An Illustrated Dictionary. London 1980, S. 129.


LV Gizewski WS 2001/2002.

Autor: Christian Gizewski (EP: gizeoebg@linux.zrz.tu-berlin.de)