Kap. 6: Philosophisch-ethische Systeme in der Antike.

INHALT

1. Gründe für die Entstehung philosophisch-ethischer Systeme in Griechenland.

2. Die Platoniker (Akademiker).

3. Die Skeptiker.

4. Die Peripatetiker.

5. Die Kyniker.

6. Die Epikuräer.

7. Die Stoiker

8. Literatur, Medien, Quellen.

1. Gründe für die Entstehung und Entwicklung philosophisch-ethischer Systeme in Griechenland und Rom.

'Ethik' ist ein Begriff, der sich in der antiken griechischen Geistesgeschichte des 5. und 4. Jhts. v. Chr. eng mit der Entwicklung einer 'wahrheitsliebenden Philosophie' verbindet. Sie ist nach der Definition des Aristoteles ein Zweig der 'praktischen Philosophie', welche neben der 'theoretischen Philosophie' entsteht, aber anders als diese nicht Fragen eines 'wahren Seins', sondern solchen eines 'wahren' oder 'richtigen Sollens' gewidmet ist.

Die geistesgeschichtlichen Voraussetzungen für die Entstehung einer solchen philosphischen Erörterung dessen, was intersubjektiv-normative Geltung beansprcuht, sind folgende:

1) Die Entstehung einer 'Naturphilosophie', welche im Rahmen kosmologischer Erörterungen über die die Welt und die die Menschheit formenden und beherrschenden Stoffe und Kräfte auch eine philosophische Theologie, d. h. eine philosophisch-kosmologische Götterlehre ausbildet, welche sich in partiellem, teilweise erheblichem Widerspruch zu den Traditionen religiös-mythologischer Aussagen über Wesen, Willen und Wirken der Götter - und ihrer Stellung gegenüber den Menschen - befinden. Kosmologisch-philosophische Betrachtungen der göttlichen Sphäre machen es etwa möglich, etwa die Fragen einer Geist-Materie-Differenz, einer pantheistischen oder atomistischen Präsenz bzw. Entpersonalisierung des Göttlichen, einer Zentralität der Erde im All, und ihrer Konsequenzen auch für die moralischen Orientierungen des Menschen zu durchdenken.

2) Eine förderliche Bedingung ist die im Rahmen intensiver Verkehrsbeziehungen zwischen dem griechischsprachigen Kulturkreis und anderen Kulturkreisen des Altertums entstehende eingehende Kenntnis von der Andersartigkeit kultureller und moralischer Traditionen in Ägypten, im Vorderen Orient, bei den ackertbauenden oder nomadisierenden Barbarenvölkern, wie sie etwa in der periegetischen Literatur, z. B. in Herodots Historien, zum Ausdruck kommt. Mit einer Kenntnis von der tatsächlichen Vielförmigkeit moralischer Ordnung auf der bvewohnten Erde verbindet sich notwendig die Frage nach deren Geltungsgründen und Geltungsgrenzen; sie kann durch Hinweis auf göttlichen Willen nur unbefriedigend beantwortet werden und führt zumindest auf die Trennung der Frage nach der tatsächlichen Geltung von der der normativ richtigen Geltung.

3) Eine dritte Voraussetzung ist die Entwicklung einer antiken Form der Öffentlichkeit' in Polis-Staaten wie Athen, in der die Rhetorik bei der öffentlichen Argumentation in politischen Versammlungen und vor Gericht eine zentrale Bedeutung bei der Erörterung normativer Fragen erhält. Von der intersubjektiv wirksamen Form der Begründung nomativer Anliegen und Überzeugungen hängt es ab, ob sie gegenüber anderen durchzusetzen sind oder nicht. Mit reinem Appell an religiöse Traditionen unter den Adressaten einer Rede ist das zumeist nicht zu erreichen.

4) Es muß schließlich aber auch noch zu einer gewissen geistigen Distanzierung von solchen Formen öffentlich ausgeübter Rhetorik kommen, bei der die Gegenstände, um die es in der öffentlichen Argumentation geht - Politik, Ökonomie, die Pflichten und das Glück der Einzelnen - je nach den pragmatischen Zielen rhetorischen Handelns einmal so, einmal anders dargestellt werden. D. h. : es muß sich eine 'Philosophie' entwickeln, die auch Fragen des 'Sollens' ohne Rücksichtnahme auf irgendwelche praktischen Zwecke, gewissermaßen 'vorassetzungslos-wahrheitsorientiert' beantworten will.

Die sokratischen Schulen. Schematische Übersicht.

Abb. entnommen aus: dtv-Lexikon der Antike (Lexikon der Alten Welt; Lizenzausgabe), Abt. I (Philosophie, Literatur, Wissenschaft), Bd. 3, s. v. 'Philosophie', S. 317 (O. Gigon)

In der 'praktischen' Philosophie, wie sie von Sokrates und Platon entworfen wird, stehen Fragen der 'normativen Richtigkeit' für 'objektive Sotzialsysteme' neben solchen der 'inneren Gesinnung und moralischen Lebensführung von Individuen. Platons Werk 'Politeia' faßt beides in exemplarischer Weise zusammen. In der aristotelischen Systematisierung werden jedoch die Fragen der normativen Richtigkeit politischer und ökonomischer Organsiation den praktisch-philosophischen Teildisziplinen 'Politik' und Ökonomie', die nach Sinn und normativer Richtigkeit individuellen Handelns und nach einem sittlichen Charakter des Indiviuums jedoch der Teildisziplin 'Ethik' zugewiesent. So kommt es, daß sich die philosophische 'Ethik' - als begrifflich abgegrenzte Teildisplin der praktischen Philosophie innerhalb der verschiedenen griechisch- und späterhin römisch-antiken Philosophie-Traditionen durchweg nicht mit der Begründung und Gestaltung 'objektiver moralischer Systeme' befaßt, sondern primär nur mit Fragen der individuellen Gesinnung und richtigen Lebensgestaltung.

Diese auf Gesinnung und richtige Lebensgestaltung des Individuums ausgerichteten Fragen werden aus dem philosophischen Impetus heraus 'wahrheitsbezogen' gestellt. D. h: antike Ethik-Philosophen gehen davon aus, daß es nicht nur intersubjektiv verbindliche, sondern darüber weit hinaus gehend begründbar unzweifelhaft wahre Urteile über die behauptete Richtigkeit normativer Aussagen gibt. Damit wiederum verbindet sich die Überzeugung, es sei möglich, bei entsprechender systematischer Gründlichkeit nicht nur die Richtigkeit einzelner normativer Aussagen, sondern ganzer indiviueller Lebensentwürfe zu beweisen. Hierin liegt der Grund einerseits für die traditionelle Festigkeit ethischer Schulbildungen, andererseits für ihnen religionsähnlichen, wenn auch prinzipiell nur auf 'rationaler Argumentation' beruhenden Autoritätsanspruch, wie wir ihn bei Platonikern, Peripatetikern, Epikuräern, Stoikern und selbst bei akademischen Skeptikern(was die Richtigkeit ihres skeptischen Zweifels betrifft) vor uns haben. Die 'Wegweisungsfunktion' ethischer Philosophie ist schließlich ein Grund dafür, warum sich popularisierte philosophisch-ethische Denk- und Verhaltensformen im Laufe der antiken Geistesgeschichte teilweise mit Formen religiösen Denkens und Verhaltens neu zu verbinden pflegen. Mit solchen Verbindungen ethischen und religiösen Denkens wird sich Kap. 7 befassen.

In ihrem tradititionell abgegrenzten Umfang findet antike Ethik-Philosophie zu unterschiedlichen Lösungsansätzen, die sich wie folgt kurz charakterisieren lassen:

a) Ein von einem kosmologischen Ideen-Materie-Gegensatz ausgehender Ansatz, dessen ethische Leitidee der 'Aufstieg der Seele' aus der Welt der materiellen Befangenheit in eine Welt der Ideen des Guten, Wahren und Schönen ist; dabei handelt es sich um sehr prinzipielles Einfordern geistiger Wertorientierungen mit einer stark religiösen Tönung und eine entsprechende Distanz zu 'materiellen' Interessen, Bedürfnissen oder Begierden, die in einer 'Alltagsmoral' als legitim und zentral für die menschliche Existenz toleriert werden (Platonische Ethik).

b) Ein von einer Einheit der realen Welt ausgehender Ansatz, in dessen Mittelpunkt eine Gleichsetzung ethisch legitimer Motive mit solchen eines 'wahren Glücks' und dieses Glücks wiederum mit einer Erkenntnis des 'Wesentlichen' steht. Beigeordnet ist diesem normativ vorgesehenen 'Philosophen-Glück' aber als ethisch erlaubt ein gewisses Maß an Streben nach materiellen Gütern, Nutzen und Lust, soweit es die Leitidee der 'Orientierung an dem Wesentlichen' nicht beiseitedrängt, sondern ihm untergeordnet bleibt (Aristotelische Ethik). In der Antike gilt dieser Ansatz wegen seiner komplementären Glücksvorstellung 'irdisch-materieller' Art gelegentlich als 'prinzipienlos'.

c) Ein von einer grundsätzlichen Unmöglichkeit ausreichend sicherer Aussagen über Gott oder die Natur der Welt und des Menschen ausgehender Ansatz, der aus diesem Grunde keine andere Möglichkeit für den Philosophen sieht, als sich den üblichen moralischen und religiösen Traditionen seines Lebenskreises in vorsichtiger ideeller Loyalität anzuschließen (Skeptische Ethik). Dieser Ansatz stellt ethische Überlegung am konsequntesten von jeder religiösen Nebenbegründung frei und verweist auf die ethisch-konstruktive menschliche 'Vernunft'. Dennoch wird diese nicht - wie etwa im modernen 'Exitenzialismus' oder 'Dezisionismus' - als alternative Konsequenz aus diesen Voraussetzungen mitbedacht.

d) Ein von einer durchgehend - auch was die Seinsweise der Götter und der Seelen betrifft - 'atomar' aufgebauten Welt ausgehender Ansatz, dessen ethische Leitideen zum einen der Abbau einer 'abergläubischen Furcht vor den Göttern', zum anderen die bedachtsame, d. h. weder andere noch nicht selbst schädigende, aber auch unvoreingenommen aufnahmebereite Orientierung an der in der begrenzten Zeit des Lebens erlangbaren 'Lust' 'geistiger' und 'materieller' Art sind (Epikuräische Ethik). In diesem Ansatz tritt eine Distanz zu ideenphilosophisch begründetem, über die menschlich-irdische Existenz hinausweisendem, als Maßstab für ethische Urteile dienenden Glückseliggkeitsstreben am deutlichsten hervor. In der Antike wird diesem Ansatz nicht selten der Vorwurf der Sitten- und Gottlosigkeit gemacht.

e) Ein von einer kosmischen, die Menschenwelt umfassenden 'Harmonie' allen Seins aufgrund göttlicher Allgegenwart (Pantheismus) ausgehender Ansatz, dessen Hauptkonsequenzen für das menschliche Leben zum einen in einer 'strikten Anpassung' der inneren Einstellung des Menschen an die Gegebenheiten und Geschehnisse der göttlich durchwirkten harmonischen Welt, d. h. in einem Zurückdrängen dem unangemessener Erwartungen, Bedürfnisse und Gefühle, zum anderen in einer strikten Erfüllung von Pflichten bestehen, die sich aus der 'Natur', d. h. dem Wesen der kosmischen Harmonie, ableiten lassen (Stoische Ethik). Dieser Ansatz ist eine stark defensiv konzipierte Lebensbewätigungsstrategie, die besonders stark solchen individuellen Lebenssituationen zu entsprechen scheint, die prinzipiell eher als bösartig, wenig sinn- oder gar gefahrvoll erlebt werden.

f) Ein Ansatz, der eine eigene Kosmologie und Metaphysik zwar nicht benötigt oder entwickelt, aber von zwei Grundannahmen über die 'zivilisierte' menschliche Kultur und Gesellschaft ausgeht: sie sei von grundsätzlicher Disposition zur Scheinhaftigkeit, Übertreibung und Absurdität gekennzeichnet, und die in ihr dominierenden Bedürfnisse und Werte seien nicht nur gelegentlich, sondern grundsätzlich fehlgerichtet. Die daraus hauptsächlich hervorgehenden ethischen Konsequenzen sind zum einen eine nachdrückliche, destruktionsbereite 'Zivilisationskritik', zum anderen die Einrichtung des persönlichen Lebens auf eine systematische Beseitigung 'überflüssiger' Bedrüfnisse und falscher Wertschätzung (Kynische Ethik). In diesem Ansatz liegt ein gewisses Potential an 'Gesellschaftskritik' und sogar politischer Illoyalität, das allerdings - als rein philosophische Ethik - in der Antike über die Vorstellung eines individuell sinnvoll geführten, alternativ 'einfachen' Lebens zumeist nicht hinausführt; doch gibt es auch die 'stoische und kynische Opposition' republikanisch gesinnter römischer Aristokraten gegen des kaiserliche Regime in der Frühzeit des Prinzipats.

Diese Ansätze philosophisch begründeter Ethik entwickeln sich im Rahmen von 'Schultraditionen'. Sie pflegen sich dabei im Laufe der Zeit gedanklich fortzuentwickeln (Beispiel: die 'alte', 'mittlere' und 'neue' Akademie'), manchmal grundsätzlich zu erneuern (Beispiel: der 'Neuplatonismus') und partiell auch Grenzen zu Alternativ-Ansätzen zu überschreiten (Beispiel: 'akademische Skepsis', 'pythagoreisierender Platonismus' Plutarchs, ciceronischer 'Eklektizismus'). Ferner popularisieren sie sich in größerem Umfang außerhalb der philosophischen 'Schultraditionen', und zwar zunächst im Bereich der höheren 'enzyklopädischen' Bildung, welche auch Grundkenntnisse über die Philosophie und ihre Schulen einschließt, vor allem aber im Bereich der allgemeinen geistigen Strömungen der Zeit, in denen sich politische, religiöse und philosophische Ideen ganz unterschiedlicher Herkunft ohne schulmäßige Bedenken zu vereinigen pflegen. Außerdem gehen sie schließlich eine - ggf. sehr stabile - Verbindung mit religiös-ethischen Traditionen ein; diese werden im folgenden Kapitel (7) besonders erörtert.

Übung 6.

AUFGABEN:

a) Welcher Epoche und welcher literarischen Gattung würden Sie den nachfolgenden Text zuordnen? Was ist Ihres Erachtens das Hauptanliegen des Autors?

b) Welches sind und wie begründet Sokrates die Werte, die ihm vor allem anderen wichtig erscheinen? Welche besondere Bedeutung mißt er dabei der Philosophie bei? Wie ist sein Verhältnis zur Religionstradition? Welche Vorbehalte der damaligen gesellschaftlichen Umwelt gegen die Philosophie sind in dem Text erkennbar?

c) Welchen ethischen, erkenntnistheoretischen oder kosmologischen Gedankengängen des Sokrates würden Sie aus Ihrer heutigen Sicht zustimmen, und was erscheint Ihnen weniger überzeugend? Wo erkennen Sie bei den Gespächspartnern des Sokrates oder bei ihm selbst Zweifel?


Wahrheit und sittliche Werte, philosophisch untersucht angesichts des Todes. Aus Platons 'Phaidon'.

Deutsche Übersetzung nach: Platon, Hauptwerke, ausgewählt und eingeleitet von Wilhelm Nestle, Stuttgart 1973, S. 69 - 111, hier in starker Kürzung und mit einigen verdeutlichenden Textmodfikationen wiederegegeben (S. 72 - 88 und 100 - 107; d. Hg.).

2. Die Platoniker (Akademiker).

Das 'Höhlengleichnis'. Platon, Politeia , 7, 514 a - 519 c.

Deutsche Übersetzung aus: Platon, Der Staat (Politeia). Eingeleitet, übersetzt und erklärt von Karl Vretska, Stuttgart 1958, S. 313 - 317.


Die Kardinaltugenden. Platon, Politeia, 4, 427 d - 435 c.

Deutsche Übersetzung aus: Platon, Der Staat (Politeia). Eingeleitet, übersetzt und erklärt von Karl Vretska, Stuttgart 1958, S. 206 - 217.

3. Philosophische Skepsis.

Skeptische Überlegungen zur Existenz Gottes. Sextus Empiricus, Grundriß der pyrrhonischen Skepsis, 3, 2 - 12.

Deutsche Übersetzung aus: Sextus Empiricus, Grundriß der pyrrhonischen Skepis. Einleitung und Übersetzung von Malte Hossenfelder, Frankfurt M. 1968, S. 223 - 226.

4. Die Peripatetiker.

Das ethisch bestimmbare Telos der Menschennatur und seine praktische Verwirklichung. Aristoteles, Nikomachische Ethik 10, 1176 b 1 - 1181 b 23.

Deutsche Übersetzung nach: Aristoteles, Nikomachische Ethik, Übersetzung und Nachwort von Franz Dirlmeier. Anmerkungen von Ernst A. Schmidt, Stuttgart 1969, S. 285 - 302.

5. Die Kyniker.

Zivilisationskritik und Bedürfnislosigkeit als Hauptmaximen kynischer Ethik. Antisthenes und Diogenes bei Diogenes Laertios 6, aus 1 - 38).

Deutsche Übersetzung nach: Diogenes Laertios, Leben und Meinungen berühmter Philosophen. Aus dem Griechischen übersetzt von Otto Apelt. Unter Mitarbeit von Hans Günter Zekl neu herausgegeben sowie mit Vorwort, Einleitung und neuen Anmerkungen zu Text und Übersetzung versehen von Klaus Reich, (1921) Hamburg 1990 3, S. 295 - 312; mit starken Kürzungen; d. Hg.).

6. Die Epikuräer.

Epikurs Lehren. Aus Diogenes Laertios, Leben und Meinungen berühmter Philosophen 10, 139 - 154.

Deutsche Übersetzung aus: Diogenes Laertios, Leben und Meinungen berühmter Philosophen. Aus dem Griechischen übersetzt von Otto Apelt. Unter Mitarbeit von Hans Günter Zekl neu herausgegeben sowie mit Vorwort, Einleitung und neuen Anmerkungen zu Text und Übersetzung versehen von Klaus Reich, (1921) Hamburg 1990 3, S. 287 - 295.

7. Die Stoiker.

Methodische Selbstbeherschung, Ataraxie und aktiver Fatalismus als Voraussetzungen wesentlichen Glücks. Die stoische Affekten-Lehre in der Schuldiskussion bei Seneca (Epistula LXXXV ad Lucilium).

Deutsche Übersetzung nach: L. Annaeus Seneca. Epistulae morales ad Lucilium, libri XI - XIII. Briefe an Lucilius über Ethik 11. - 13. Buch. Lateinisch- Deutsch. Übersetzt und herausgegeben von Rainer Rauthe, Stuttgart 1996, S. 12 - 33 (85. Brief).

Paränese des Stoikers Epiktet betreffend die aktive Annahme des Schicksals. Encheiridion 17).

Audio-Datei (im MOV- und im WAV-Format). Gesprochener und kurz kommentierter Text (WAV-Datei) aus: Handbüchlein der Moral. Griechisch - Deutsch. Übersetzt und herausgegeben von Kurt Steinemann, Stuttgart 1994, S. 24 f. (wie folgt).

8. Literatur, Medien, Quellen.

LITERATUR

Karl Vorländer, Geschichte der Philosophie mit Quellentexten. Auf Grundlage der verschiedenen Bearbeitungen von E. Metzke, H. Knittermeyer, E. Grassi und E. Kessler neu herausgegeben von H. Schnädelbach u. a., Bd. 1: Altertum. Durchgesehen und mit einem Nachwort versehen von M. Forschner, Hamburg 1990.

Alasdair MacIntyre, Geschichte der Ethik im Überblick. Vom Zeitalter Homers bis zum 20. Jahrhundert. Übersetzt von Hans-Jürgen Müller, (1966) Frankfurt M. 1991; S. 9 - 116 (Altertum)

Jan Rohls, Geschichte der Ethik, Tübingen 1991 [Von der Antike bis zur Gegenwart], S. 10 - 143 (Von den altorientalkischen Hochkulturen bis zum frühen Mittelalter).

Edurad Schwarz, Ethik der Griechen. Hg. von W. Richter, Stuttfart 1957.

Eduard Zeller, Die Philosophie der Griechen in ihrer historischen Entwicklung, 3 Teile in 6 Bden, und einem Registerband, (1923 5) ND Hildesheim 1963.

W. Jaeger, Paideia. Die Formung des griechischen Menschen 3 Bde., Berlin 19593

G. S. Kirk, John E. Raven, M. Schofield, Die vorsokratische Philosophie. Übersetzt von Karlheinz Hübner, Stuttgart, Weimar 1994.

Carl Joachim Classen (Hg.), Sophistik, Darmstadt 1976.

Olof Gigon, Sokrates, 1947.

F. Ricken, Die Unsterblichkeitsgewißheit in Platons 'Phaidon', Rabanus-Maurus-Akademie (Hg.), Stichwort 'Tod', 1979, S. 98 ff.

H. G. Gadamer, Die Idee des Guten zwischen Platon und Aristoteles, 1978.

G. Rohrmoser, Platons politische Philosophie, in: Studium Generale 22 (1969), S. 1094 ff.

G. Bien (Hg.), Aristotelische Ethik, 1972.

K. J. Dover, Greek Popular Philosophy in the Time of Plato and Aristote, Oxford 1974.

M. Pohlenz, Die Stoa. Geschichte einer geistigen Bewegung 2 Bde., Bd. 1 Göttingen 1978 5, Bd. 2 Göttingen 1980 5.

H. Steckel, Epikurs Prinzip der Einheit von Schmerzlosigkeit und Lust, 1960.

M. Burnyear (Hg.), The Sceptical Tradition, 1983.

QUELLEN

Platon, Phaidon, in: Platon, Hauptwerke, ausgewählt und eingeleitet von Wilhelm Nestle, Stuttgart 1973, S. 69 - 111.

Platon, Der Staat (Politeia). Eingeleitet, übersetzt und erklärt von Karl Vretska, Stuttgart 1958, S. 206 - 217 (Kardinalltugenden) und 313 - 317 (Höhlengleichnis).

Deutsche Übersetzung nach: Aristoteles, Nikomachische Ethik, Übersetzung und Nachwort von Franz Dirlmeier. Anmerkungen von Ernst A. Schmidt, Stuttgart 1969, S. 285 - 302.

Diogenes Laertios, Leben und Meinungen berühmter Philosophen. Aus dem Griechischen übersetzt von Otto Apelt. Unter Mitarbeit von Hans Günter Zekl neu herausgegeben sowie mit Vorwort, Einleitung und neuen Anmerkungen zu Text und Übersetzung versehen von Klaus Reich, (1921) Hamburg 1990 3, S. 287 - 295 und S. 295 - 312.

L. Annaeus Seneca. Epistulae morales ad Lucilium, libri XI - XIII. Briefe an Lucilius über Ethik 11. - 13. Buch. Lateinisch- Deutsch. Übersetzt und herausgegeben von Rainer Rauthe, Stuttgart 1996, S. 12 - 33 (85. Brief).

Epiktet, Encheiridion - Handbüchlein der Moral. Griechisch - Deutsch. Übersetzt und herausgegeben von Kurt Steinemann, Stuttgart 1994, S. 24 f.


LV Gizewski WS 2001/2002.

Autor: Christian Gizewski (EP: gizeoebg@linux.zrz.tu-berlin.de)