Detaillierte Themenübersicht

zum Skript 'Die Entwicklung moralischer und ethischer Systeme in der Antike' (der Lehrveranstaltung Gizewski im WS 2001/2002).

Kap. 1: Traditionsgeleitete Gesellschaften, Moral und Ethik in der der Antike (Einleitung).

INHALT

1. Allgemeingeschichtliche Bedeutung des Themas für die Antike und für spätere Epochen.

2. Der Unterschied zwischen moralischen und ethischen Systemen.

3. Die Bedeutung des Unterschiedes zwischen sittlicher Norm und sittlicher 'Realität' für den Historiker.

4. Tradition als Verfahren der Normbildung und ihre strukturelle Bedeutung für antike, traditionsgeleitete Gesellschaften.

5. Literatur , Medien, Quellen.

Kap. 2: Die Überlieferung aus der Antike über Fragen der Moral und Ethik.

INHALT

1. Zum Quellenbegriff und zur Gliederung der Quellenüberlieferung über moralische und ethische Systeme aus der Antike.

2. Zur Verbindung traditionaler mit religiöser Legitimation in religiöser Sitte und religiös begründeter Sitte (zu Kap. 3).

3. Zur Verbindung traditionaler mit politischer Legitimation in objektiven moralischen Ordnungen (Sitte als Recht, Sittenrecht, Rechtsgewohnheiten; Kap. 4).

4. Zur Verbindung rationaler mit politischer Legitimation (Gesetzesordnung, 'neuartige' Formen politischer und militärischer Moral; im Zusammenhang mit Kap 4).

5. Zur gemeinwohlbezogenen (politischen) Ethik (zu Kap. 5).

6. Zu einer auf dem sittlichen Herkommen aufbauenden (traditionalistischen) Ethik (zu Kap. 5).

7. Zur philosophischen Ethik (Ethik i. e. S.; zu Kap. 6).

8. Zur Verbindung religiöser und philosophischer Ethik (zu Kap. 7).

9. Zur Verbindung religiöser und politischer Ethik (Kap. 7).

10. Literatur, Medien, Quellen.

Kap. 3: Sittliches Herkommen und Religion im Alten Orient, in Griechenland und Rom.

INHALT

1. Zur Verbindung traditionaler und religiöser Legitimation in sozialen Lebensordnungen der Antike.

2. Die Gottheit als Garant menschlich dimensionierter Sittenordnung. Sittliche Rechenschaft vor den Göttern in der altägyptischen Religion.

3. Der göttliche Willen als höchste Autorität sittlicher Ordnung. Unbedingte Befolgung des 'göttlichen Worts' als oberste sittliche Maxime in der altisraelitischen Religion.

4. Heiliges Recht als 'letztlich sich durchsetzendes Recht' nach archaischem Verständnis der Griiechen..

5. Fremdartige und unverständliche göttliche Wesens- und Willensäußerungen als Teil einer menschlichen Sittenordnung. Außerordentliche und normale Opferbräuche bei den Römern.

6. Literatur, Medien, Quellen.

Kap. 4: Sitte als politisch anerkanntes Recht und ihre Institutionen in der Antike.

INHALT

1. Zu Herkommen, politischer Loyalität und Gesetzgebung in antiken Gemeinwesen im allgemeinen.

2. Das Verfassungsherkommen und die Formen politischer, militärischer und ständischer Moral in Griechenland und Rom.

3. Das Herkommen im Sittenaufsichts- und Strafrecht.

4. Das 'Gewohnheitsrecht', insbesondere in der Familienordung und im Privatgeschäftsverkehr.

5. Das Herkommen in antikem 'Völkerrecht'.

6. Literatur, Medien, Quellen.

Kap. 5: Gesinnung, politische und traditionalistische Ethik in der Antike.

INHALT

1. Ideal-Gesittung, Real-Gesittung und Gesinnungskonservativismus in der Antike.

2. Militärische Moral, Ethik und Unbeugsamkeit.

3. Politische Moral, Ethik und Gesinnungstreue.

4. Sittentradition, das Bekenntnis zu beispielgebenden Bräuchen und Tugenden der Vorfahren und die Kritik der Gegenwart.

5. Literatur, Medien, Quellen.

Kap. 6: Philosophisch-ehische Systeme in der Antike.

INHALT

1. Gründe für die Entstehung philosophisch-ethischer Systeme in Griechenland.

2. Die Platoniker (Akademiker).

3. Die Skeptiker.

4. Die Peripatetiker.

5. Die Kyniker.

6. Die Epikuräer.

7. Die Stoiker

8. Literatur, Medien, Quellen.

Kap. 7: Religiös-ethische Systeme in der Antike.

INHALT

1. Übersicht über antike Formen der Verbindung religiöser Moral und 'rationaler' oder 'politischer' Ethik.

2. Traditionelle Nähe philosophischer Weisheitslehre zur Religion (am Beispiel der Pythagoräer).

3. Ethische Konsequenzen philosophischer Theologie (am Beispiel der Stoiker).

4. Religiöse Rückbesinnung als politische Ideologie (am Beispiel des offiziösen religiösen Archaismus der frühen römischen Prinzipatszeit) .

5. Rationale Ethik im Dienste religiöser Beharrung (am Beispiel jüdischer Religiosität in hellenistisch-römischer Zeit).

6. Religiös-philosophische Erlösungs- und Sittenlehren (am Beispiel des Neuplatonismus).

7. Die Verbindung philosophisch-ethischer und religiöser Traditionen im Christentum.

8. Literatur, Medien, Quellen.

Kap. 8. Zur Entwicklung und Wirkungsgeschichte moralischer und ethischer Systeme der Antike.

INHALT

1. Übung.

2. Zur Entwicklung moralischer Ordnungen und ethischer Systeme in der Antike.

3. Zur Bedeutung antiker moralischer Ordnungen und ethischer Systeme für unsere Zeit (Aufsatz).

4. Literatur, Medien, Quellen.

Allgemeines Literatur-, Medien- und Quellenverzeichnis.


LV Gizewski WS 2001/2002.

Autor: Christian Gizewski (EP: gizeoebg@linux.zrz.tu-berlin.de)