Der tüchtige und kulturlose Geschäftemacher.

Petronius Arbiter, Satyricon 28 - 30 und 37 - 40 (Auszüge aus dem 'Gastmahl des Trimalchio').

Text der deutschen Übersetzung nach: Petron, Satyricon. Übersetzt und erläutert von Harry C. Schnur, Stuttgart 1984, S. 37 - 39 und 44 - 47; lat. Text aus: Petronii Arbitri Satyricon, cum app. crit. ed. Konrad Müller, München 1961, S. 27 f. und 35 - 39.


 

Deutsche Übersetzung: 

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(28) .... Wir folgten ihm [scil. Trimalchio] schon ganz voller Bewunderung und erreichten die Hautür zusammen mit Agamemnon. Dort hing ein Plakat mit folgender Aufschrift:

'Jeder Sklave, der ohne Befehl des Chefs das Haus verläßt, kriegt hundert Hiebe'.

Direkt am Eingang stand ein Portier, in einem grünen Gewand mit einem kirschroten Gürtel, und enthülste Erbsen über einer Silberschüssel. Über der Tür hing ein goldener Käfig mit einem Buntspecht, der uns beim Eintreten begrüßte.

(29) Während ich dies alles mit offenem Munde bestaunte, wäre ich um ein Haar rücklings hingefallen und hätte mir die Beine gebrochen; denn links vom Eingang, unweit der Portiersloge, war ein riesiger Kettenhund - an die Wand gemalt, und in großen Buchstaben stand darüber:

'VORSICHT - HUND' .

Meine Begleiter lachten nur; als ich mich aber von dem Schreck erholt hatte, sah ich mir die ganze Wand gründlich an.

Da war ein Sklavenmarkt abgemalt mitsamt den Reklameplakaten: Trimalchio selbst, mit dem Heroldstab Merkurs in der Hand und mit lockigemHaar betrat unter Minervas Führung die Stadt. Der Maler hatte dann mit großer Sorgfalt und mit entsprechender Beschriftung dargestellt, wie er erst Rechnen lernte und dann zum Buchhalter avancierte. Ganz am Ende der Säulenhalle sah man, wie Merkur ihm unters Kinn griff und ihn auf das Podium hob. Da stand auch Fortuna dabei, mit einem riesigen Füllhorn, sowie die drei Parzen: die sponnen goldene Fäden. In der Säulenhalle bemerkte ich auch eine Gruppe von Läufern, die mit ihrem Trainer übten. Außerdem sah ich in der Ecke einen großen Schrein: in seiner Nische standen silberne Laren, eine marmorne Venusstatue und eine ziemlich große Golddose, in der man, wie es hieß, die ersten Barthaare des Chefs aufbewahrte.

Ich fragte nun den Haushofmeister, was für Bilder im Salon wären. "Die Ilias und die Odyssee", sagte er, "und ein von Laenas veranstaltetes Gladiatorenspiel."

(30) Uns blieb keine Zeit, alle Fresken zu betrachten; denn wir hatten schon den Speisesaal erreicht, wo in einem Vorraum ein Zahlmeister Abrechnungen entgegennahm. Was mich besonders erstaunte, waren Rutenbündel mit Beilen, die an den Türpfosten befestigt waren; ihr Unterteil lief in eine Art Schiffsschnabel aus Bronze aus, und darauf stand geschrieben:

"C. Pompeius Trimalchio, dem Sevir Augustalis, von seinem Zahlmeister Cinnamus."

Von der Decke hing eine Doppelampel mit derselben Widmung, und an jedem der zwei Türflügel war ein Schild. Das eine, wenn ich mich recht erinnere, trug diese Inschrift : "Am 30. und 31. Dezember diniert unser Herr Gaius außerhalb", auf der anderen Tafel waren die Mondphasen und die sieben Planeten abgemalt und günstige und ungünstige Tage mit Knöpfen von verschiedener Farbe markiert.

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(37) Ich konnte schon nichts mehr herunterkriegen, sondern wendete mich [scil. einemNachbarn] zu, um soviel wie moglich in Erfahrung zu bringen, selbst wenn dieser mit seinen Geschichten weit ausholen würde. Ich fragte ihn, wer die Frau sei, die ich hin und her laufen sah.

"Das ist Trimalchios Frau", sagte er, »sie heißt Fortunata, und sie mißt das Geld mit Scheffeln. Und vor ganz, ganz kurzer Zeit, was war sie? Mit Verlaub gesagt, du hättest nicht ein Stück Brot aus ihrer Hand angenommen. Jetzt, man weiß nicht wie, lebt sie im siebten Himmel und ist Trimalchios rechte Hand. Kurz, wenn sie ihm am hellen Mittag sagte, es ist duster, er würde es glauben. Er weiß gar nicht, was er besitzt, so stinkreich ist er, aber diese Dame da [scil: eine verächtliche Anspielung auf ihre frühere Tätigkeit als Prostituierte] hat ihre Augen überall, auch wo man's nicht vermutet. Sie ist sparsam, trinkt nicht, ist gewitzt: Goldes wert, wie du wohl siehst. Hat aber ein böses Maul, hält Gardinenpredigten. Wen sie mag, den mag sie; wen sie nicht mag der spürt's. Trimalchio selber hat Grundbesitz, soweit wie ein Habicht fliegt; Zaster über Zaster. In seiner Portiersloge liegt mehr Silber als ein Wohlhabender besitzt. Und erst sein Gesinde ! Ich glaube, keine zehn Prozent von ihnen kennen ihren Boß. Kurz und gut, er kann jeden von den schicken Lebemännern hier ins Mauseloch hauen.

(38) Glaube ja nicht, daß er irgendwas kauft. Alles ist Eigenproduktion: Wolle, Zitronen, Pfeffer; verlang von ihm Hühnermilch - du kriegst sie. Um es kurz zu machen: seine Wolle war ihm nicht gut genug: er ließ in Tarent Böcke kaufen und seine Herde von ihnen bespringen. Um attischen Honig im Haus zu erzeugen, ließ er sich Bienen aus Athen kommen. Von den Griechlein werden auch seine einheimischen Bienchen verbessert werden. Dieser Tage schrieb er nach Indien, man soll ihm Champignonsamen schicken. Auch Maultiere hat er keine, die nicht von Wildeseln stammen. Sieh die vielen Kissen: nicht eins, das nicht mit Purpur- und Scharlachwolle gestopft ist. So schwer reich ist er.

Seine Kollegen, auch Freigelassene, verachte ja nicht! Die sind recht dick im Geschäft. Schau mal auf den am untersten Platz: der hat heute seine Achthunderttausend. Das hat er aus dem nichts geschaffen. Vor kurzem noch trug er Holz in der Hucke herum. Aber wie man sagt - ich weiß es nicht, ich hab's nur gehört -, hat er einem kleinen Inkubus die Kappe abgerissen und daraufhin einen Schatz gefunden. Ich bin auf keinen neidisch, wenn's ihm Gott geschenkt hat. Aber der ist gerade von seinem Herrn mit einer Ohrfeige freigelassen worden. Und nun gönnt er sich reichlich was. Neulich bot er seinen Saal mittels folgender Annonce an:

'G. Pompeius Diogenes vermietet sein oberes Stockwerk ab 1. Juli, da er ein Haus gekauft hat.'

Na, und der dort auf dem Platz für Freigelassene. Dem ging es mal auch nicht schlecht. Ich nehm's ihm nicht übel. Eine Million Sesterzen hat er gehabt, aber er hat sie verplempert. Ich glaube, er hat schon seine Haare verpfändet; aber weiß Gott, er kann nicht dafür: es gibt keinen anständigeren Kerl als ihn; seine verdammten Freigelassenen, die haben krumme Finger gemacht. Es stimmt schon:

'Viele Köche verderben den Brei',

und wenn's erst schiefgeht, sind die Freunde futsch. Und doch betrieb er, wie du ihn dort siehst, so ein anständiges Geschäft! Er war Begräbnisunternehmer. Er aß wie ein König: Wildschwein im Schlafrock, Pasteten, Geflügel; er hatte Köche und Bäcker. Unter dem Tisch wurde bei ihm mehr Wein verschüttet, als sonst jemand im ganzen Keller hat. Ein Traum von einem Menschen. Nachdem alles schiefging, hatte er Angst, daß seine Gläubiger glaubten, er ginge pleite. So veranstaltete er eine Auktion mit folgender Ankündigung:

'C. Iulius Proculus läßt überschüssige Effekten versteigern.'

(39) Trimalchio unterbrach dieses nette Geplauder; denn man hatte den ersten Gang schon abserviert, und die bereits angeheiterten Gäste sprachen dem Wein zu und unterhielten sich laut miteinander. Er lehnt sich also auf seinen Ellenbogen und spricht: "Ihr selbst müßt diesen Wein würzen. Der Fisch muß schwimmen"; und dann: "Glaubt ihr wirklich, ich würde mich mit den Gerichten begnügen, die ihr in auf der Theke des Tafelaufsatzes gesehen habt? So kennt ihr Odysseus? Ihr fragt, was ich will? Nun, man muß auch bei Tisch Wissenschaft treiben. Mein früherer Herr, er ruhe sanft, wollte, daß ich ein kultivierter Mensch unter kultivierten Menschen werde, und da kann man mir nichts Neues erzählen [Auslassungen; Wortreihe schwer zu rekonstruieren]. Dieser Himmel, den zwölf Götter bewohnen, teilt sich in ebenso viele Zeichen auf. Zuerst kommt der Widder. Wer daher unter diesem Sternbild geboren wird, hat viel Vieh, viel Wolle; außerdem hat er einen harten Schädel, eine freche Stirn, ein scharfes Horn. In diesem Zeichen werden die meisten Gelehrten geboren und die Bockigen."

Wir applaudierten diesem Witz unseres kenntnisreichen Sterndeuters, und er fuhr fort. "Dann wird der ganze Himmel zum Stierchen. Da werden dann die geboren, die nach hinten ausschlagen, und die Rindviehzuchter und diejenigen, die sich selbst ernähren Unter den Zwillingen aber entstehen Zweispänner, das heißt solche, die wie Pferde oder Ochsen sich zu zweit gesellen; solche, die ihre Hoden anstrengen, und Menschen, die auf beiden Achseln Wasser tragen. Ich meinerseits wurde im Zeichen des Krebses geboren; darum stehe ich fest auf vielen Füßen und habe viel Besitz zu Land und See, weil der Krebs in beiden Elementen heimisch ist. Drum hab ich auch schon lange nichts auf dieses Zeichen legen lassen, weil ich meine Nativität nicht beengen will. Im Zeichen des Löwen werden Fresser und Herrschsüchtige geboren; unter der Jungfrau weibische Männer, entlaufene Sklaven und solche, die Fußfesseln tragen; unter der Waage Schlachter, Parfumhändler und alle, die etwas abwägen, unter dem Skorpion Giftmörder und Messerstecher, unter dem Schützen die Schielenden, die aufs Kraut schauen und sich den Speck herausholen. Im Zeichen des Steinbocks die armen Teufel, die das Pech haben daß ihnen Hörner aufgesetzt werden; unterm Wassermann Kneipwirte und Wasserköpfe; unter den Fischen Feinschmecker und Rhetoren. So dreht sich der Tierkreis wie eine Mühle und bewirkt immer irgendeinen bösen Zauber, so daß Menschen entweder geboren werden oder sterben. Wenn ihr aber in der Mitte eine Rasenscholle seht und auf der Rasenscholle eine Honigwabe, so tue ich so etwas nicht ohne Grund. In der Mitte ist Mutter Erde rund wie ein Ei, und enthält alle guten Dinge so wie eine Honigwabe."

(40) "Bravo", riefen wir alle wie aus einem Munde, und wir hoben die Hände zur Decke und schworen daß sich Hipparchus und Aratus nicht mit ihm vergleichen könnten. ... 


Lateinischer Text.  

(28 - 30)

Sequimur nos admiratione iam saturi et cum Agamemnone ad ianuam pervenimus, in cuius poste libellus erat cum hac inscriptione fixus:

'quisquis servus sine dorninico iussu foras exierit, accipiet plagas centum'.

in aditu autem ipso stabat ostiarius prasinatus, cerasino succinctus cingulo, atque in lance argentea pisum purgabat. super limen autem cavea pendebat aurea, in qua pica varia intrantes salutabat. ceterum ego dum omnia stupeo, paene resupinatus crura mea fregi. ad sinistram enim intrantibus non longe ab ostiarii celia canis ingens, catena vinctus, in pariete erat pictus superque quadrata littera scriptum

'cave canem'.

et collegae quidem mei riserunt, ego autem collecto spiritu non destiti totum parietem persequi. erat autem venalicium cum titulis pictum, et ipse Trimalchio capillatus caduceum tenebat Minervaque ducente Romam intrabat. hinc quemadmodum ratiocinari didicisset deinque dispensator factus esset, omnia diligenter curiosus pietor cum inscriptione reddiderat. in deficiente vero iam porticu levatum mento in tribunal excelsum Mercurius rapiebat. praesto erat Fortuna [cum] cornu abundanti [copiosa] et tres Parcae aurea pensa torquentes. notavi etiam in porticu gregem cursorum cum magistro se exercentem. praeterea grande armarium in angulo vidi, in cuius aedicula erant Lares argentei positi Venerisque signum marmoreum et pyxis aurea non pusilla, in qua barbam ipsius conditam esse dicebant. < ....> interrogare ergo atriensem coepi, quas in medio picturas haberent. "Iliada et Odyssian" inquit "ac Laenatis gladiatonum munus". non licebat multaciam considerare < ... > nos iam ad triclinium perveneramus in cuius parte prima procurator rationes accipiebat. et quod praecipue miratus sum, in postibus [triclinii] fasces erant cum securibus fixi, quorum imam partem quasi embolum navis aeneum finiebat, in quo erat scriptum:

'C. Pompeio Trimalchioni, seviro Augustali, Cinnamus dispensator'.

sub eodem tituo et lucerna bilychnis de camera pendebat, et duae tabulae in utroque poste deifixae, quarum altera, si bene memini, hoc habebat inscriptum:

'III. et pridie kalendas Ianuarias C. noster foras cenat',

altera lunae cursum stellarumque septem imagines pictas; et qui dies boni quique incommodi essent, distinguente bulla notabantur.

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(37 - 40)

non potui amplius quicquam gustare, sed conversus ad eum [scil. qui supra me accumbebat], ut quam plurima exciperem, longe accersere fabulas coepi sciscitarique, quae esset mulier illa, quae huc atque illuc discurreret. "uxor'"inquit "Trimalchionis, Fortunata appellatur, quae nummos modio metitur. et modo modo quid fuit? ignoscet mihi genius tuus, noluisses de manu illius panem accipere. nunc, nec quid nec quare, in caelum abiit et Trimalchionis topanta est. ad summam, mero meridie si dixerit illi tenebras esse, credet. ipse nescit quid habeat, adeo saplutus est; sed haec lupatria providet omnia et ubi non putes. est sicca, sobria, bonorurn consiliorum [tantum auri vides], est tamen malae linguae, pica pulvinaris. quem amat, amat; quem non amat, non amat. ipse [Trimalchio] fundos habet, qua milvi volant, nummorurn nummos. argentum in ostiarii illius cella plus iacet quam quisquam in fortunis habet. familia vero babae babae, non mehercules puto decumam partem esse quae dominum suum noverit. ad summam, quemvis ex istis babaecalis in rutae folium coniciet. nec est quod putes illum quicquarn emere. ornnia domi nascuntur: lana, citrea, piper; lacte gallinaceum si quaesieris, invenies. ad summam, parurn jilli bona lana nascebatur: arietes a Tarento emit et eos culavit in gregem. mel Atticum ut domi nasceretur, apes ab Athenis iussit afferi; obiter et vernaculae quae sunt, meliusculae a Graeculis fient. ecce intra hos dies scripsit, ut illi ex India semen boletorum mitteretur. nam mulam quidem nullam habet quae non ex onagro nata sit. vides tot culcit[r]as: nulla non aut conchyliatum aut coccineum tomentum habet. tanta est animi beatitudo.

reliquos autem collibertos eius cave contemnas. valde sucos[s]i sunt. vides illum qui in imo imus recumbit: hodie sua octingenta possidet. de nihilo crevit. modo solebat collo suo ligna portare. sed quomodo dicunt - ego nihil scio, sed audivi - cum Incuboni pilleum rapuisset [et] thesaurum invenit. ego nemini invideo, si quid deus dedit. est tamen subalapa er non vult sibi male. itaque proxime cum hoc titulo proscripsit:

'C. Pompeius Diogenes ex kalendis Iuliis cenaculum locat; ipse enim domum emit'.

quid ille qui libertini loco iacet, quam bene se habuit. non impropero illi. sestertium suum vidit decies, sed male vacillavit. non puto illum capillos liberos habere, nec mehercules sua culpa; ipso enim homo melior non est; sed liberti scelerati, qui omnia ad se fecerunt. scito autem. sociorum olla male fervet, et ubi semel res inclinata est, amici de medio. et quam honestam negotiationem exercuit, quod illum sic vides. libitinarius fuit. solebat sic cenare quomodo rex: apros gausapatos, opera pistoria, avis, < ... > cocos, pistores. plus vini sub mensa effundebatur, quam aliquis in cella habet. phantasia, non homo. inclinatis quoque rebus suis, cum timeret ne creditores illum conturbare existimarent, hoc titulo auctionem proscripsit:

'[C.] Iulius Proculus auctionem faciet rerum supervacuarum.' "

interpellavit tam dulces fabulas Trimalchio; nam iam sublatum erat ferculum, hilaresque convivae vino sermonibusque publicatis operam coeperant dare. is ergo reclinatus in cubitum "hoc vinum'" inquit "vos oportet suave faciatis. pisces natare oportet. rogo, me putatis illa cena esse contentum, quam in theca repositorii videratis? sic notus Ulixes? quid ergo est? oportet etiam inter cenandum philologiam nosse. patrono rneo ossa bene quieseant, qui me hominem inter homines voluit esse. nam mihi nihil novi potest afferri, sicut ille fer[i]culis <... > ta mel <...> habuit praxim. caelus hic, in quo duodecim dii habitant, in totidem se figuras convertit, et modo fit aries. itaque quisquis nascitur illo signo, multa pecora habet, multum lanae, caput praeterea durum, frontem expudoratam, cornurm acutum. plurimi hoc signo scholastici nascuntur et arietilli."

laudamus urbanitatem mathernatici; itaque adiecit: "deinde totus caelus taurulus fit. itaque tunc calcitrosi nascuntur et bubulci et qui se ipsi pascunt. in gerninis autern nascuntur bigae et boves et colei et qui utrosque parietes linunt. in cancro ego natus sum. ideo multis pedibus sto, et in mari et in terra multa possideo; nam cancer et hoc et illoc quadrat. et ideo iam dudum nihil supra illum posui, ne genesim meam premerem. in leone cataphagae nascuntur et imperiosi; in virgine mulieres et fugitivi et compediti; in libra laniones et unguentarii et quicumque aliquid expendunt; in scorpione venenarii et percussores; in sagittario strabones, qui holera spectant, lardum tollunt; in capricorno aerumnosi, quibus prae rnala sua cornua nascuntur; in aquario copones et cucurbitae; in piscibus obsonatores et rhetores. sic orbis vertitur tamquam mola, et semper aliquid mali facit, ut hornines aut nascantur aut pereant. quod autem in medio caespitem videtis et super caespitem favum, nihil sine ratione facio. terra mater est in medio quasi ovum corrotundata, et omnia bona in se habet tamquam favus."

sophos universi clamamus et sublatis manibus ad cameram iuramus Hipparchum Aratumque comparandos illi homines non fuisse.... 


Bearbeitung für das Internet: Christian Gizewski


 

LV Gizewski SS 1998