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Kap. 1 - Einleitung I:

Öffentliche Argumentation: ihre ideellen Reservoire und Grundmuster, Medien und Techniken. Begriffsklärungen und Hinweise auf heutige wissenschaftliche Erkenntnisse verschiedener Disziplinen zum Gesamtthema der Lehrveranstaltung.

 INHALT

1. Die Elemente einer antiken Rede in der rhetorischen Praxis und Lehre.

2. Zur Verallgemeinerung der rhetorischen Theorie auf schriftliche, bildliche, musikalische und kombinierte Formen öffentlichen Ausdrucks - in der Antike und in unserer Zeit.

3. Literatur, Medien, Quellen.

 

1. Die Elemente einer antiken Rede in der rhetorischen Praxis und Lehre.

a) Übung 1.

AUFGABEN:

1. Identifizieren Sie, wenn möglich, den nachfolgend in deutscher Übersetzung wiedergegebenen Text nach Ausgangssprache, Autor und Werk.

2. Klären Sie die politische Ausgangslage auf, in der sich der Redner befindet?

3. Welches grundsätzliche Anliegen und welche praktisch-politischen Ziele sind in der Rede zu erkennen oder begründeterweise zu vermuten?

4. Welcher sprachlichen und nichtsprachlichen Gestaltungsmittel und Hintergrundsbezüge bedient sich der Redner?


Zum Übungstext in deutscher Übersetzung:  Uebung_1.

Übersetzungstext aus: G. P. Landmann (Hg. und Übers.), Thukydides, Geschichte des peloponnesischen Kriegs, 2 Bde., München 1973, Bd. 1, S. 138 - 147 (mit verschiedenen größeren Modifikationen der Übersetzung durch d. Hg.).


Zum wissenschaftlich edierten altsprachlichen Text (PDF-Datei):

Urtext.

Edititionstext aus: H. S. Stones, J. E. Powell, Thucydidis Opera, 2 Bde., Bd. 1, Oxford 1958, 2, 31 - 47.Technischer Hinweis: Sollte das für die Öffnung der aus Raumspargründen angelegten PDF-Datei nötige Zusatzprogramm 'Acrobat Reader'/ 'PDFViewer' nicht auf dem Rechner des Empfängers vorhanden sein, läßt es sich kostenlos von der unter WWW_TECHNISCHE_EXPERIMENTE, P. II. angegebenen URL-Adresse herüberladen. Bitte ggf. die dortigen Hinweise beachten.


 Lösung zu Übung 1.

b) Die pragmatische und öffentlichkeitsbezogene Rede als primärer Gegenstand antiker Rhetorik-Lehre; die politischen Gründe dafür.

Die Wirkung des obigen Rede-Beispiels beruht auf zwei generellen Faktoren:

a) der abstrakten, d. h. generell für unterschiedliche, ja konträre Zwecke gegebenen Verfügbarkeit eines differenzierten Instrumentariums rednerischer Mittel, wie sie etwa in der 'Rhetorik'-Lehre des Aristoteles als erster uns bekannter Quelle der Antike zusammenhängend dargestellt ist und späterhin etwa von Isokrates, Cicero oder Quintilian immer wieder aufgegriffen und fortentwickelt wird, und

b) der angemessenen - teils vorbereiteten, teils spontanen - Auswahl von Motiven und Ideen, Aufbaumustern, Stilmitteln des Satzbaus oder der Wortwahl und Vortragsformen aus diesem Instrumentarium für einen ganz bestimmten pragmatischen Zweck in einer ganz bestimmten rhetorischen Situation, die durch politische Hintergrundmomente, das angesprochene Publikum und einen 'szenischen' Hintergrund des öffentlichen Rederaumes.

An der antiken Tradition der Benennung der Redegattungen -

'politische Rede' (gr. 'genos demegorikon' / 'symbouleutikon', lat. 'genus deliberativum'),
'Gerichtsrede' (gr. 'genos dikanikon', lat. 'genus iudiciale') und
'Rede an die Allgemeinheit' (gr. 'genos panegyrikon' / 'epideiktikon', lat. 'genus demonstrativum')

- wird ferner deutlich, daß Gegenstand der Rhetorik-Lehre Formen und Zwecke 'öffentlichen' Redens sind. Die politischen Institutionen antiker Stadtstaaten, ihre Gerichte, ihre Foren i. w. S des Wortes stehen im Mittelpunkt rhetorisch-theoretischer Aufmerksamkeit - nicht etwa der häusliche oder privatgeschäftliche Bereich, in dem es zweifellos auch auf das Reden ankommt, und auch nicht esoterische , d. h. nicht-öffentliche Formen religiösen, künstlerischen oder wissenschaftlichen Redens.

Beides, die vor allem anderen praktische Zielgerichtetheit beim Einsatz eines theoretisch differenzierten und zugleich auf praktischer Erfahrung beruhenden Instrumentariums sowie der typische 'Öffentlichkeitsbezug' rhetorischen Redens, bestimmt die Stationen der gedanklichen Vorbereitung und Ausarbeitung eines Redekonzepts und die Art und Weise seiner Durchführung und ggf. seiner spontanen Anpassung in einer konkreten Redesituation. Ein 'umständlicher' Aufbau, eine Erörterung am Interesse oder den Anliegen des Publikums vorbei, die Wahl falscher Worte oder eines der Situation unangmessenen Stils, die Nichtberücksichtigung störender Hintergrundsmomente, die der mitgeteilten Botschaft entgegenstehen oder sie gar unglaubwürdig und lächerlich machen können, ein ungeeignetes mimisches und gestisches Verhalten des Redners und nicht zuletzt Ungenauigkeit oder Vergeßlichkeit im sachlichen Vortrag können den Erfolg einer Rede zunichtemachen. Die sorgsame Vermeidung solcher Gefahren kann andererseits und wird mit gewisser Wahrscheinlichkeit zum rednerischen 'Erfolg', d., h. zum Erfolg des vom Redner vorgetragenen Anliegens und verfolgten Zweckes bei Gericht, in der Politik oder sonst in der Öffentlichkeit führen.

 Schematische Übersicht über die antike Rhetorik-Lehre:

Rhetorik.GIF.

Entnommen aus: dtv-Lexikon der Antike, besonders bearbeitete Ausgabe des 'Lexikons der alten Welt' (Artemis-Verlag Zürich, Stuttgart 1965), Abt. I (Philosophie, Literatur, Wissenschaft), Bd. 4, S. 140 f., H. Hommel s. v. Rhetorik.

 

Die Fähigkeit eines entsprechend erfahrenen Redners, in der 'Öffentlichkeit', insbesondere in der Politik, 'Erfolge' und damit in einer 'zivilen', nicht-militärischen Form 'Siege' über konkurrierende oder konträre Interessen und Anliegen zu erzielen, macht ihn in denjenigen antiken Gemeinwesen, die in größerem Umfange Abstimmungen und Wahlen in ihren politischen Institutionen kennen, zu einer zentralen Figur aller nicht-militärischen politischen Strategien. Im klassischen griechisch-stadtstaatlichen Bereich, etwa Athens, wird das Wort 'rhetor' deswegen weitgehend synonym mit dem Wort 'demagogos' (i. S. von 'Volksführer' oder 'Volksbeweger') gebraucht. Die 'freie politische Rede' (parrhesia) - vor allem natürlich derjenigen, die zu ihr fähig sind - gilt auch späterhin generell als wesentliches Element griechischer Polis-Tradition..

Nicht in jeder Hinsicht notwendige Voraussetzung rednerischen Erfolgs sind schon in der Antike literarische oder wissenschaftliche Bildung, tadelsfreie politische Gesinnung, mitmenschliche Moral , Erkenntnisstreben und Wahrheitsliebe. Zwar wird in der rhetorischen Lehre immer wieder, so etwa eingehend von Isokrates und Qunitilian, darauf hingewiesen, daß all dies auch zu einem Redner gehöre, der auf Dauer erfolgreich sein als verantwortliche Person des öffentlichen Lebens ernst genommen werden wolle. Doch hat in der rhetorischen Praxis der aktuelle 'Erfolg' im Redestreit mit gegnerischen Positionen deutliche Priorität, und alles andere ist eher ein Ideal.

Darauf ist eine sich im klassischen Athen des 5. Jhts. v. Chr. vollziehende Ausdifferenzierung einer ursprünglich einheitlichen 'Sophisten'-Tätigkeit in einen Zweig der öffentlich-praktischen 'eristischen Rhetorik' (Rhetorik für Streitzwecke) und in einen anderen Zweig 'philosophischer Dialektik' (wissenschaftlich-wahrheitsbezogene Dialog- und Darstellungsformen) zurückzuführen. Die Entwicklung zu letzterer wird von Sokrates eingeleitet und von Platon und Aristoteles fortgesetzt. Sie findet etwa in dem berühmten platonischen Dialog 'Gorgias' Ausdruck. Aristoteles hat in seiner Lehre über wissenschaftliche Argumemtationskunst ('Ananlytik' und 'Topik') und über die Rhetorik die Grenzen verdeutlicht und begründet. Sie führen dort etwa bei den vielen üblichen und generell nicht zu beseitigenden Formen öffentlicher 'sophismatische Argumentation' einerseits zu ihrer Einordnung als 'unwissenschaftlich', andrerseits aber als 'rhetorisch erfolgversprechend'.

In der rhetorischen Praxis der Antike, die uns durch zahlreiche Quellen der Art wie die oben erörterte Perikles-Rede bei Thukydides deutlich wird, ebenso wie in ihrer Rhetorik-Lehre hat man deshalb das politische Moment, d. h. den Aspekt ihres jeweiligen Öffentlichkeitsbezugs in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stellen. Damit sind sie Gegenstände vor allem auch eines allgemeinhistorischen und politikgeschichtlichen Interesses und nicht nur oder gar primär eines philologisch-literaturgeschichtlichen oder philosophischen Interesses. Insoweit sind sie zu Recht auch Gegenstand einer allgemeinhistorischen Lehrveranstaltung.

2. Zur Verallgemeinerung der rhetorischen Theorie auf schriftliche, bildliche, musikalische und kombinierte Formen öffentlichen Ausdrucks - in der Antike und in unserer Zeit.

a) Zur Theorie der rhetorischen und anderer Ausdrucksformen.

In seinem Öffentlichkeits- und Praxisbezug hat das antike Redewesen eine prominente Stellung innerhalb der Formen öffentlichen Ausdrucks und öffentlicher Meinungsbeeinflussung. Seine hervorragende Wichtigkeit im öffentlichen Leben spiegelt sich auch darin, daß sich die differenzierte Rhetorik-Lehre der Antike auf den Bereich des gesprochenen Wortes konzentriert, ja beschränkt , soweit sie uns zugänglich ist. Doch sind neben diesem auch andere sehr wichtige Formen öffentlichen Ausdrucks und öffentlicher Meinungsbildung zu beachten: vor allem im Bereich des publizierten, geschriebenen Wortes, in der Bildsprache und -propaganda des öffentlichen Raums und in vielfältigen - wenn auch naturgemäß unzulänglich überlieferten - öffentlichen Anwendungsformen musikalischen Ausdrucks. Kombinationen verschiedener Ausdrucksformen - redesprachlicher und anderer - liegen vor in politischen Symbolen und Staatsakten, im religiösen und politischen Zeremonienwesen und im Theaterwesen der Antike; ja man kann sagen sich im öffentlkichen Raum, wo möglich, im allgemeinen verschiedenartige Formen des Ausdrucks und der Meinungsbildung für bestimmte Zwecke miteinander zu verbinden dürften, schon deshalb weil sie dadurch einen größeren Erfolg erzielen können.

Erst recht aus der heutigen Perspektive einer Öffentlichkeit, die neben den antiken eine Anzahl weiterer tiefen- und massenwirksame Formen öffentlichen Ausdrucks (massenhafte Schriftpublikation, fixierte akustische Sequenzen, fixierte Bild- und visuelle Bewegungsfolgen) - und für sie sogar eigene mediale Institutionen entwickelt hat, scheint die antike rhetorische Theorie 'ungenügend'. Doch selbst wenn diese Theorie bereits für die Antike wichtige Bereiche nicht-verbaler öffentlicher 'Meinungsbildung' unerörtert läßt und außerdem bestimmte Fragen, die sich heute im Hinblick auf grundsätzliche Formen 'sophismatischen' (d. h. im Ansatz, in wesentlichen Punkten oder in jeder Hinsicht täuschenden oder gar betrügerischen) öffentlichen Argumentierens stellen (paradigmatisches Beispiel:Werbung), noch nicht in der Schärfe formuliert, wie wir sie formulieren oder formulieren sollten, so trifft sie doch in einem wesentlichen Kern den Gesamtbereich öffentlichen Argumentierens - in der Antike wie in unserer Zeit. Ihre Grundannahmen und Schemata lassen sich auf andere Ausdrucksformen weithin analog übertragen oder fortdenken. Allerdings setzt das - angesichts der wiederum vorhandenen charakteristischen Unterschiede zwischen den Formen öffentlichen Ausdrucks - voraus, daß eine solche gedankliche Übertragung und Fortentwicklung in gewissem Umfang auch systematisch stattfindet.

Was die verschiedenartigen Ausdrucksformen für politisch- öffentliche Zwecke betrifft, so lassen sich für eine Übersicht folgende Typen unterscheiden und in Gruppen unter bestimmten Aspekten ähnlicher Systeme zusammenfassen:

  • rede- und schriftsprachliche Ausdrucksformen definierbarer historischer Populationen,
  • Ausdrucksformen objektiver Bildsprachsysteme, objektiver Klangsprachsysteme und objektiver Systeme gestischen und mimischen Ausdrucks definierbarer historischer Populationen,
  • typische antike Kombinationen verschiedener Formen öffentlichen Ausdrucks: Systeme politischer Symbolakte , öffentlicher Zeremonien und dramatischer oder sonst spielartiger öffentlicher Darbietungen,
  • typisch neuzeitliche Ausdrucksformen öffentlichen Argumentierens und ihre Kombination mit anderen, etwa in der Druckpresse, in Tonträgersystemen, in Film und Fernsehen.
  • Es ist unmöglich, an dieser Stelle linguistische, ethologische, kunst-, musik- und theater- und pubizistikwissenschaftliche und psychologische (z. B. der Musik- und der Werbepsychlogie) Grunderkenntnisse zu diesen verschiedenartigen menschlichen Ausdrucksformen angemessen zusammenzufassen. Wichtig ist jedoch generell einmal die Feststellung,

  • daß sie alle wegen ihrer überpersonal wirksamen Verständigungsfunktion einen Systemcharakter, d. h. einen Bestand, eine innere Ordnung und funktionelle Aufeinanderbezogenheit ihrer Bedeutungselemente haben und
  • daß sie als Systeme historischer Veränderung unterliegen.
  • Das bedeutet, daß die in ihnen erfolgenden Mitteilungsakte zu ihrem Verständnis jeweils eine historische Kenntnis des zugrunde liegenden Ausdruckssystems erfordern, d. h. nicht etwa aufgrund anthropologischer Konstanten im menschlichen Ausdruck ohne weiteres verständlich sein müssen. Das gilt bekanntermaßen nicht nur für sprachliche Systeme, sondern auch etwa für solche bildlichen oder musikalischen Ausdrucks und sogar der Mimik und Gestik.

    b) Zur Analyse politisch-öffentlicher Ausdrucksakte (Schema).

    Angesichts der Vielzahl der Phänomene sei hier nur ein Schema wesentlicher Aspekte vorgelegt, mit dem die Charakterisierung einer Ausdrucksform für öffentlich-politische Zwecke in systematischer Weise möglich und sinnvoll ist.Folgende Aspekte sind bei einer Analyse bestimmter politisch-öffentlicher Ausdrucksakte auseinanderzuhalten. Ihre systematische Berücksichtigung ermöglicht es, den 'unmittelbaren Eindruck', in dem die Wirkung eines Ausdrucksakts liegt und liegen soll, auf eine distanzierte und prinzipiell umfassende Weise sachlich zu prüfen und mit anderen zu vergleichen. 

    1. Die Art des semantischen Systemzusammenhangs.

    2. Die Einheiten und syntaktischen Ordnungen des Ausdrucks.

    3. Die Ideen- und Motivreservoire (entsprechend den Fundi der rhetorischen 'inventio').

    4. Die Aufbau- und Kompositionsmuster (entsprechend den Ordnunsgelementen der rhetorischen 'dispositio').

    5. Die besonderen Zeichen und Muster wirksamen Ausdrucks (entsprechend den 'Tropen' und 'Stilqualitäten' der rhetorischen 'elocutio').

    6. Die Methoden des Rollenlernens und der Diskussionssimulation (entsprechend den Arbeitsschritten der rhetorischen 'memoria').

    7. Die Methoden des Vortrags, der Publikation, des Zeigens, der Aufstellung, Aufführung und Darbietung (entsprechend den Vorgehensweisen beim rhetorischen 'actus'). 

    Zu 1. Die Art des semantischen Systemzusammenhangs.

    Gemeint ist ein in der kulturellen Konvention einer bestimmten historischen Gesellschaft begründetes, der allgemeinen Verständigung dienendes System diskreter und menschlich erzeugter optischer, akustischer und/oder visueller Sinneseindrücke, denen nach der Konvention bestimmte Bedeutungen zukommen ('Zeichen'). Solche Systeme sind nicht nur Sprechsprachen und Schriftsprachen, sondern auch für die Verständigung benutzte sprachschatzähnlichen Zusammenhänge von Bildideen oder -motiven, musikalischen Motiven oder mimischen und gestischen Ausdrücken. Solche Ausdruckssysteme können auch miteinander kombiniert sein. Die Ausdrucksmöglichkeiten der verschiedenartigen semantischen Systeme sind nach Zeichenbestand und Spektrum der Bedeutungen unterschiedlich. Für den Bereich der Öffentlichkeit und der Politik gibt es innerhalb semantischer Systeme ggf. 'Sondersprachen' (Beispiel: die Juristensprache innerhalb der Allgemeinsprache).

    Zu 2. Die Einheiten und syntaktischen Ordnungen des Ausdrucks.

    Je nach dem von ihnen als Zeichenebene zugrundegelegten akustischen, optischen oder visuellen Sinn nutzen die verschiedenen semantischen Systeme zum Zwecke der Unterscheidung der Zeichen und zu ihrer Bedeutungsverknüpfung unterschiedliche Formen von Zeicheneinheiten und Koordinationsweisen. Die sprachlichen Grammatiken stellen dabei, wie es scheint, mit ihren Wortschätzen, Wortbildungs- und Satzbildungsregeln in der Regel die differenziertesten Unterscheidungen und syntaktischen Strukturen bereit. Aus diesem Grunde lehnen sich andere Ausdrucksformen als Systeme mit einfacher gebauten Zeicheneinheiten (z. B. Klang- oder Bildmotiven) und Koordinationsformen (z. B. Rhythmus-, Farb-, Harmoniermustern), manchmal insoweit an die Sprachen an, als sie 'unvollständige Übersetzungen' sprachlich ausgedrückter Bedeutungen in bildlichen oder musikalischen 'Metaphern' vornehmen. Dies ist etwa bei politisch motivierter bildender Kunst oder Musik der Fall. Doch gibt es andrerseits auch Bedeutungsgehalte und -verbindungen nicht-verbaler Ausdrucksformen, die nur schwer in sprachliche Bedeutungen übersetzt werden können. In der öffentlichen Meinungserzeugung können wiederum gerade sie besondere Bedeutung erhalten, wo es um Gefühle, Stimmungen und Motivation geht, z. B. bei der Nutzung bildlicher Typisierungen (Stereotype) und Symbole oder musikalischer Motive für 'Vereinfachungen' verschiedener Art und die emotionale Grundierung sprachlicher Argumente. 

    Zu 3. Die Ideen- und Motivreservoire (entsprechend den Fundi der rhetorischen 'inventio').

    Die Bedeutung des rhetorischen Arbeitsschritts der 'inventio' liegt in der situationsangemessene Auffindung aller einsetzbarer, auf die politisch-öffentliche Sphäre bezogener Ideen, Werte, Gefühle, Motive, Wissenselemente und Topoi in einem nach Zeitumständen und Kulturtradition unterschiedlichen 'Reservoir' der Inhalte eines 'öffentlichen Bewußtseins'. Der gesamte Bedeutungsgehalt einer Rede und generell eines öffentlichen Verständigungsaktes wird geschöpft aus einem solchen 'Reservoir'. Je nach dem semantischen System, in dem sie Ausdruck finden sollen - sind unterschiedlich deutlich und einprägsam mitteilbar. Wie bei der rhetorischen Redevorbereitung, so kommt aus aber auch bei der Vorbereitung anderer öffentlicher Verständigungsakte darauf an, neben der Deutlichkeit und Differenziertheit des Ausdrucksinhalts auf seine Einprägsamkeit und Motivkraft für öffentliche Zwecke zu achten. 

    Zu 4. Die Aufbau- und Kompositionsmuster (entsprechend den Ordnungsgelementen der rhetorischen 'dispositio').

    Die Zielsetzungen eines öffentlich-politischen Ausdrucksakts erfordern prinzipiell einen klaren, ja oft simplen, weil vor allem anderen publikumsangemessenen und wirksamen Aufbau. Wie bei der Anordnung eines Heeres, das in die Schlacht geführt wird, der Feldherr die 'Taktik' des Einsatzes seiner Heereseinheiten nicht nach ästhetischen, sondern nach militärischen Aspekten des Erfolgs durchdenkt, so ist es das Anliegen des Rhetors, seine Argumente in möglichst erfolgversprechender Weise in ein Treffen zu führen. Dabei ist es auch nötig, die absehbaren Eventualitäten einer bevorstehenden Rede- und Streitsituation zu durchdenken, um beweglich und angemessen auf sie reagieren zu können.Dasselbe gilt prinzipiell für vorrangig politisch motivierte Kunst aller Art. Allerdings kann es nicht-politische, z. B. religiöse oder ästhetische Traditionen einer Ausdrucksform geben, die in gewissem Umfang mit politischen Zielsetzungen interferieren (Beispiel: religiös-kultische Zeremonien).

    Zu 5. Die besonderen Zeichen und Muster wirksamen Ausdrucks (entsprechend den 'Tropen' und 'Stilqualitäten' der rhetorischen 'elocutio').

    Wie in der Bildenden Kunst und in der Musik besonders auffällig, kann die Wirkung eines Motivs durch eine kunstvolle Auswahl 'ausdrucksvoller' und einpägsamer Ausdrucksformen und Stilmittel  gegenüber einer simplen, alltäglichen Darstellung oder Sangesweise erheblich gesteigert werden. Ebenso ist es in der Rhetorik und ebenso auch in anderen Ausdrucksformen oder in ihren Kombinationen miteinander; bei letzteren ist eine besondere Intensität der Ausdruckssteigerung durch Verbindung verschiedenartiger Ausdrucksmittel miteinander möglich. Kunstvolle Ausdruckssteigerung braucht aber und darf ggf. gar nicht mit Eleganz oder 'Redeschmuck' verwechselt werden. Auch in einer kurzen, nüchternen, realistischen und ästhetisch unprätentiösen Ausdrucksweise kann eine situationsangemessen kunstvoller Ausdruck liegen. Eine Beispiel dafür die die 'brevitas' der oben erörterten thukydideischen Trauerrede des Perikles.

    Zu 6. Die Methoden des Rollenlernens und der Diskussionssimulation (entsprechend den Arbeitsschritten der rhetorischen 'memoria').

    Die Tradition des 'freien Sprechens' in der Antike bedingt die Notwendigkeit eines Arbeitsgangs des 'Memorierens' bei der rhetorischen Vorbereitungsarbeit, die sonst nur beim Schauspiel und bei der Musik nötig ist. Bei anderen Ausdrucksformen ist die vorbereitende Arbeit mit der Publikation, Darbietung oder Ausstellung eines Werks beendet. Allerdings gibt es bei ihnen statt dessen andere Probleme zu bewältigen, die mit der Publikation, dem Zeigen oder Aufstellen eines Werks zusammenhängen (dazu 7.)

    Zu 7. Die Methoden des Vortrags, der Publikation, des Zeigens, der Aufstellung, Aufführung und Darbietung (entsprechend den Vorgehensweisen beim rhetorischen 'actus').

    In der rhetorischen Tätigkeit stellt der Vortrag der Rede (actus) zugleich eine öffentliche Handlung dar, deren Erfolg das Ziel aller vorhergehenden rhetorischen Bemühungen ist. Ähnlich gibt es bei den anderen Ausdrucksformen eine finale Handlungsphase. Bei Publikationen und Werken der Bildenden Kunst oder Architektur ist diese ggf. wesentlich länger als bei Vortrag oder Aufführung. Doch hängt die Wirksamkeit einer solchen Handlung nicht nur von ihrer Dauer, sondern auch von dem erreichten Publikum und ihrem argumentativen Gewicht in öffentlichen Entscheidungssituationen ab.

    c) Übung 2.

    Analysieren Sie ausgehend von Ihrem jetzigen Wissensstand, aber unter Berücksichtigung der Aspekte des oben entwickelten Schemas vergleichend

    a) die folgenden Beispiele antiker und moderner Bildsprache,

    b) die folgenden Beispiele antiker und moderner Motivationsmusik

    exakt und konzentriert daraufhin, wie Bild- bzw. Musikimotive, Aufbau, Ausdrucks- und Stilmittel etc. für die Vermittlung politischer Ideen und politisch pragmatischer Intentionen eingesetzt werden.


    Zu Aufgabe a) der Übung 2.

    'Sieg'

    Abb: T. B. L. Webster, Hellenismus, Reihe 'Kunst der Welt. Ihre geschichtlichen, soziologischen und religiösen Grundlagen', übersetzt von Ulrike Timme, (1966) Baden-Baden 1979, Titelseite. Motiv: Nike von Samothrake (2. Jht. v. Chr.), Standort: Loevre, Paris.

    'Erfolg'

    Abb. entnommen aus einem Buchprospekt ('profits', Bücher und Software zur Existenzgründung und Unternehmensführung, Buchhandlung Kiepert Berlin, Mai 1999.


    Zu Aufgabe b) der Übung 2.

     'Hymne_an_Nemesis'.

    In verschiedenen byzantinischen Handschriften (u..a. C. Neapolitanus graecus III C. 4) des des 13. - 15. Jhts. überliefertes musikalisches Motiv aus vorchristlicher Tradition. Verwendung nicht sicher, aber im Zusammenhang auch öffentlich-politischer Demonstrationsakte denkbar. Datei zum Zwecke wissenschaftlichen Zitats entnommen aus der CD: Musique de la Grèce antique. Atrium Musicae de Madrid. Dir. Gregorio Panagua, Hersteller: harmonia mundi s.a., Mas de Vert, 13200 Arles 1979, Nr. HMA 1901015.

    'Wir_tragen_die_roten Spiegel'.

    Lied des Wachregiments (seit 1967 mit dem Ehrennamen 'Feliks Dzierzynski' ) des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR, unter Bezug auf den Mauerbau 1961 im Jahre 1962 entstanden. Datei zum Zwecke des wissenschaftlichen Zitats entnommen aus: 'Die Partei hat immer Recht. Eine Dokumentation in Liedern', Hg. : Hansa Musik Produktion GmbH, Katalog Nr. 74321394862.


    Lösung zu Aufgabe 2.

    d) Grundbegriffe und -thesen im thematischen Zusammenhang des Skripts.

    Für den Gebrauch im Themenzusammenhang dieses Skripts sei die Bedeutung einiger weniger Begriffe klargestellt:

    Der Begriff 'Öffentlichkeit' soll für Antike und heutige Gegenwart gleichermaßen abstrakt zusammenfassend die Meinungsentstehung, die Meinungsbeeinflussung und die Entscheidung in öffentlichen Angelegenheiten eines Gemeinwesens meinen. Meinungsentstehung und Meinungsbeeinflussung werden heute - anknüpfend etwa an den Begriff des Art. 5 GG - üblicherweise mit einem einzigen Wort, 'Meinungsbildung', zusammengefaßt. Es kommt im vorliegenden Themenzusammenhang aber genau darauf an, die gezielten und wirkungsbedachten Formen der Meinungsbeeinflussung in öffentlichen Angelegenheiten von solchen Formen der Meinungsentstehung zu unterscheiden, die einen im wesentlichen originären, nicht-persuasiven Ursprung in gesellschaftlichen Milieus haben. Formen der öffentlichen Meinungsbeeinflussung pflegen etwa durch ihre besondere Wirkungsbezogenheit und eine bewußte Skrupellosigkeit im Einsatz sophismatischer oder sonst scheinhafter Persuasionsformen gekennzeichnet zu sein (Beispiel: Werbung).

    Der Begriff 'öffentlicher Ausdrucksakt' soll eine der 'Öffentlichkeit' in einer beliebigen Ausdrucksform übermittelte Mitteilung kennzeichnen (Beispiele: eine öffentliche Rede, ein politisches Pamphlet, ein Triumphbogen, eine Nationalhymne).
  • Der Begriff 'Ausdruckstechnik' (oder einfach 'Technik') soll die gezielt eingesetzten Verfahren zur Erzeugung öffentlicher Wirkungen bestimmter öffentlicher Ausdrucksakte meinen, welcher Ausdrucksform - der Sprache, des Bildes, der Musik etc. - sie sie sich auch allein oder in Kombination bedienen (Kardinalbeispiel: die Rhetorik; andere Beispiele: die Publizistik des geschriebenen Wortes, die Schauspielkunst, die musikalische Komposition).
  • Der Begriff 'Medium' soll deutlich unterschieden werden von den hier verwendeten Begriffen 'Ausdrucksform' und 'Ausdruckstechnik'. 'Medium' soll nicht, wie sonst, synonym für 'Ausdruckssysteme' oder '-techniken' stehen, sondern i. w. S. öffentliche Institutionen meinen, durch die oder innerhalb derer öffentliche Ausdrucksakte technisch-zielgerichtet zum Zweck bestimmter öffentlicher Wirkungen erzeugt werden. Ein solcher institutionsbezogener Begriff des 'Mediums' ist im vorliegenden thematischen Zusammenhang besonders wichtig, um die nicht wenigen Einrichtungen zu erfassen, welche in der Antike und noch stärker heute die Aufgabe haben, - jeweils vorrangig mit bestimmten Ausdrucksformen, aber dabei zumeist in Kombination mit anderen - im großen Maßstab öffentliche Wirkungen (auch oder primär) für Herrschafts- und andere politische Zwecke auf einer zivilen Handlungsebene ohne Anwendung direkten Zwanges zu entfalten (Beispiele für Gegenwart: 'die Presse', 'das Fernsehen' bzw. bestimmte ihrer Organe; für die Antike: das Theater, der 'öffentliche Mark' ['forum', 'agora'], die 'Volksversammlung').
  • Der Begriff 'Fundus öffentlicher Argumentation' (oder einfach 'Fundus') faßt die bei der Entstehung bzw. Herstellung eines öffentlichen Ausdrucksakts je nach benutzter Ausdrucksform zur Verfügung stehenden semantischen Elemente zusammen. Auf der Ebene der Sprech- und der Schriftsprache sind damit nicht nur 'Wortschätze' gemeint, sondern darüber hinausgehend die Reservoire typischer Wortverbindungen, Redewendungen und komplexer Ausdrücke als jeweils kultur- und zeitbedingte Ensembles sprachvermittelter Bedeutungen, die in der öffentlichen Argumentation Anwendung zu finden pflegen. Ähnlich läßt sich auch etwa für bildliche, musikalische oder gestische Ausdrucksformen von 'Fundi' der 'Motive', 'Bildideen' oder 'Symbole' sprechen (Beispiele: die musikalischen Motiv der in Übung 2 präsentierten Melodien, die ebenfalls in Übung 2 angeführten Bildmetaphern des 'Erfolgs - 'Victoria' / 'Nike' und 'Zweifellos glücklicher und erfolgreicher Aufsteiger' - oder die erhobene linke Faust oder der erhobene rechte Arm als politisch-gestische Symbole). In der Regel sind die Fundi der semantischen Elemente für die öffentliche Argumentation erheblich kleiner als die Gesamtheit der für eine Ausdrucksform generell zur Verfügung stehenden semantischen Elemente. Das hängt auch damit zusammen, daß sie eine Art erprobtes Instrumentarium der Öffentlichkeitsbeeinflussung sind, d. h. daß sie im großen und ganzen aus bewährten Formeln bestehen und nur in einem gewissen, allerdings nach dem Modeprinzip stets auch nötigen Umfang aus 'interessanten und überzeugenden Neuerungen' des Ausdrucks; letzteres ist kein Chrakteristikum der heutigen Gegenwart, sondern auch schon in der Antike so.  

    Der Begriff 'Ausdrucksform' wird hier statt eines sonst üblichen linguistisch erweiterten Begriffs 'Sprache' verwendet, um die nach semantischen Systemzusammenhängen, Ausdrucksmitteln und Ideenreservoiren jeweils recht unterschiedlichen Ausdruckssysteme, mit denen öffentliche Mitteilungen möglich sind, besser unterscheiden zu können. Wort- und schriftsprachlich, bildlich, musikalisch oder gestisch vermittelte Informationen überlappen sich zwar teilweise, teilweise sind sie aber von ganz unterschiedlicher Art und Wirkung. Diese Unterschiede sollten insbesondere bei einer Analyse ihrer öffentlichen Wirkung genau auseinandergehalten werden, weil hier gerade das scheinbar Nebensächliche - also z. B. der musikalische oder bildliche Ausdruck neben dem im allgemeinen vorrangig betrachteten sprachlichen - die größten unmittelbaren Wirkungen zu entfalten pflegt, und zwar allein deswegen, weil es einer Analyse nicht in genügendem Maße unterworfen wird.

    Als Konsequenz der vorhergehenden generellen Überlegungen seien zwei Thesen formuliert, von denen sich die weiteren Erörterungen dieses Skripts leiten lassen:

    I. Antike und Gegenwart gleichermaßen haben verschiedene ihrer Kulturentwicklung gemäße öffentliche Ausdrucksformen und kennen ihre intensive, technisch gehandhabte politisch-öffentliche Nutzung neben den allgemeinkulturellen anderen Funktionen der Kommunikation. Die heutige Gegenwart ist aufgrund ihrer technisch perfektionierten, massenmedial organisierten Ausdrucksformen allerdings einer weitaus stärkeren Beeinflussung durch 'öffentliche Ausdrucksakte' aller Art (Stichworte: politische 'Massenmanipulation','mediale Unterhaltungsindustrie' [N. Postman]) ausgesetzt, als das in der Antike möglich und denkbar war.

    II. Die formalen Mittel, die dafür abstrakt, also u. U. für ganz verschiedene, ja konträre Tendenzen, zur Verfügung stehen, werden bei ihrer i. w. S. politisch-öffentlichen Nutzung in der Regel so eingesetzt, daß ein konkreter, eindeutiger, zweckbezogener Persuasionseffekt wirksam wird. Das gilt für rhetorische, bildliche, musikalische u..a. Mittel gleichermaßen. Sie vorrangig unter ästhetischen oder semantischen Aspekten zu betrachten, würde im vorliegenden Themenzusammenhang bedeuten, ihrer konkreten pragmatischen Anordnung für politische Zwecke ggf. nicht gerechtzuwerden. Im Mittelpunkt einer historisch-politischen Analyse einer Rede, einer Schrift, eines repräsentativen Bauwerks oder eines Musikstückes o. ä. muß jedoch ihr konkreter politisch-pragmatischer Zweck stehen. 

    3. Literatur, Medien, Quellen.

    Hinweis auch auf das Allgemeine Literatur-, Medien- und Quellenverzeichnis (ALMQ).

     

    LITERATUR.

    G. Wirth (Hg.), Perikles und seine Zeit, Darmstadt 1979.

    Josef Martin, Antike Rhetorik, Technik und Methode, München 1974.

    Richard Volkmann, Die Rhetorik der Griechen und Römer in systematischer Übersicht (1885 2 ), ND Hildesheim 1963.

    Wilhelm Schmidt, Otto Stählin, Geschichte der griechischen Literatur, 1. Teil (Die klassische Periode), 5. Bd.: Die griechische Literatur zur Zeit der attischen Hegemonie nach dem Eingreifen der Sophistik, 2. Hälfte, 2. Abschnitt, Hb. d Altertumswiss. 7, 1, 5, München 1948, S. 1 - 223 (S. 161 ff: Die Reden).

    Hermann Schlüter, Grundkurs der Rhetorik, München 1974 10.

    G. N. Gordon, Persuasion. The Theory and Practice of Manipulative Communication, New York 1971.

  • H. Assael, Consumer Behavior and Marketing Action, Cincinnati 1995.

    Herbert Bruhn, Rolf Oerter, Hekmut Roesing, Musikpsychologie. Ein Handbuch, Hamburg 1997 3.

     

    MEDIEN.

    dtv-Lexikon der Antike, besonders bearbeitete Ausgabe des 'Lexikons der alten Welt' (Artemis-Verlag Zürich, Stuttgart 1965), Abt. I (Philosophie, Literatur, Wissenschaft), Bd. 4, S. 140 f., H. Hommel s. v. Rhetorik.

    T. B. L. Webster, Hellenismus, Reihe 'Kunst der Welt. Ihre geschichtlichen, soziologischen und religiösen Grundlagen', übersetzt von Ulrike Timme, (1966) Baden-Baden 1979 (Titelseite).

     

    QUELLEN.

    H. S. Stones, J. E. Powell, Thucydidis Opera, 2 Bde., Bd. 1, Oxford 1958, 2, 31 - 47; Übersetzung nach: G. P. Landmann (Hg. und Übers.), Thukydides, Geschichte des peloponnesischen Kriegs, 2 Bde., München 1973, Bd. 1, S. 138 - 147.


     

    LV Gizewski SS 1999

    Autor: Christian Gizewski (EP: gizeoebg@linux.zrz.tu-berlin.de)