Kap. 3:

Politische Botschaften in Tragödie und Komödie des klassischen Athen am Beispiel der 'Perser' des Aischylos und der 'Ekklesiazusen' des Aristophanes.

 INHALT

1. Die 'Perser' des Aischylos und die 'Ekklesiazusen' des Aristophanes: Inhalt, Aufbau, Darstellungsweise und erkennbare Linien öffentlicher Argumentation in beiden Dramen.

2. Politisch-historische, theatergeschichtliche und werkgeschichtliche Zusammenhänge, in denen beide Dramen stehen.

3. Zu den öffentlich-argumentativen Funktionen des Theaterwesens im Laufe seiner Entwicklung in Griechenland und Rom ('Parrhesie', 'Dezenz', 'Identifikation').

4. Literatur, Medien, Quellen.

Zu den stichwortartigen Hinweisen siehe das Vorwort zu diesem Skript.

1. Übung 3. Die 'Perser' des Aischylos und die 'Ekklesiazusen' des Aristophanes: Inhalt, Aufbau, Darstellungsweise und erkennbare Linien öffentlicher Argumentation in beiden Dramen.

AUFGABEN:

Untersuchen Sie die hier wiedergegebenen Ausschnitte aus der Tragödie 'Die Perser' von Aischylos und aus der Komödie 'Die Ekklesiazusen' von Aristophanes unter folgenden Fragestellungen:

a) Welche Zeitbezüge können Sie ausmachen? Wie würden Sie deshalb die Stücke datieren?

b) Welche Botschaften wollen die beiden Stücke Ihres Erachtens vermitteln? An wen richten sich diese Botschaften genau? Was ist an den Botschaften speziell politische Absicht und zu vermutende politische Wirkung?

b) Was macht die beiden Stücke als 'hohe' Kunst kenntlich? Wie sind ferner die 'Rollen' der Darstellung aufgeteilt und welche Funktionen hat diese Rollenzuweisung Ihres Erachtens für die zu vermittelnden Botschaften?


Aischylos, Die_Perser, 713 - 844.

Aristophanes, Die_Ekklesiazusen, 170 - 247.


Lösung zu Übung 3.

2. Politisch-historische, theatergeschichtliche und werkgeschichtliche Zusammenhänge, in denen beide Dramen stehen.

STICHWORTE ZU THEMATISCHEN ASPEKTEN DIESES ABSCHNITTS:

a) Politisch-historische Rahmenbedingungen:

b) Theatergeschichtliche Rahmenbedingungen:

c) Die Werke des Aischylos und des Aristophanes im Hinblick auf die Deutung der Dramen 'Die Perser' und 'Die Ekklesiazusen'.

3. Zu den öffentlich-argumentativen Funktionen des Theaterwesens im Laufe seiner Entwicklung in Griechenland und Rom ('Parrhesie', 'Dezenz', 'Identifikation').

STICHWORTE ZU THEMATISCHEN ASPEKTEN DIESES ABSCHNITTS:

Fortsetzung der Ausführungen zu 2 b) für den griechischen Bereich des 4. Jhts. v. Chr. (Kanonisierung 'klassischer' Dramendichter, 'die Neue Komödie').

Dramatik und öffentliche Unterhaltung im Hellenismus.

Übernahme und kulturelle Entwicklung des Theaterwesens in Rom.

Theaterwesen und öffentliche Unterhaltung in der römischen Kaiserzeit. Vorbehalte und Auswirkungen des antiken Christentums (Tertullian, De spectaculis). 

4. Literatur, Medien, Quellen.

Hinweis auch auf das Allgemeine Literatur-, Medien- und Quellenverzeichnis (ALMQ).

LITERATUR.

H. D. Blume, Einführung in das antike Theaterwesen, Darmstadt 1978.

F. Kolb, Agora und Theater, Berlin 1981.

Gerhard Binder, Bernd Effe (Hg.), Das antike Theater. Aspekte seiner Geschichte, Rezeption und Aktualität, Bochumer Altertumswissenschaftliches Colloquium Bd. 33, Trier 1998.

A. Pickard-Cambridge, J. Gould, D, M. Lewis, The Dramatic Festivals of Athens, Oxford 1988 3 .

Heinrich Kuch (Hg.), Die griechische Tragödie in ihrer gesellschaftlichen Funktion, Veröffentlichungen des Zentralinstituts für Alte Geschichte und Archäologie der Wissenschaften der DDR, hg. von J. Herrmann, Bd. 11, Berlin 1983.

Christian Meier, Die politische Kunst der griechischen Tragödie, München 1988.

Siegfried Melchinger, Das Theater der Tragödie. Aischylos, Sophokles, Euripides auf der Bühne ihrer Zeit, München 1974.

Victor Ehrenberg, Aristophanes und das Volk von Athen. Eine Soziologie der altattischen Komödie, Zürich, Stuttgart 1968.

Hellmut Flashar, Inszenierung der Antike. Das griechische Drama auf der Bühne der Neuzeit, München 1991. 

MEDIEN.

 H. E. Stier u. a. (Hg.), Großer Atlas zur Weltgeschichte, Westermann-Schulbuch-Verlag Braunschweig 1990 (Sonderausgabe des Orbis-Verlags; eine Neuauflage ist 1998 erschienen).

E. Schmalzriedt (Hg.), Hauptwerke der antiken Literaturen. Einzeldarstellungen zur griechischen, lateinischen und biblisch-patristischen Literatur, München 1976.

QUELLEN.

Aristophanes, Sämtliche Kommödien. Herausgegeben und mit Einleitungen und einem Nachwort versehen von Hans-Joachim Newiger (Neubearbeitung der Übersetzung Ludwig Seeger 1845 - 48), München 1976, S. 534 - 536 (zur genaueren Beurteilung der Aspekte der Sprachform ist die Heranziehung eine griechische Textedition ggf. unerläßlich).

Aischylos, Sämtliche Tragödien. Übersetzung von Johann Gustav Droysen. Mit Nachwort, Anmerkungen, Tafeln und Registern von W. H. Friedrich, K. Ries und F. Schönnagel, München 1977, S. 30 - 33chwort versehen von Hans-Joachim Newiger (Neubearbeitung der Übersetzung Ludwig Seeger 1845 - 48), München 1976, S. 534 - 536 (zur genaueren Beurteilung der Aspekte der Sprachform ist die Heranziehung eine griechische Textedition ggf. unerläßlich).

Qunintus Septimius Tertullianus, De spectaculis. Dt. Übersetzung: Tertullian, Über die Spiele, lat.-deustch, übersetzt und herausgegeben von K. W. Weeber, Stuttgart 1988 (reclam-tb 8477 [2]).


 

LV Gizewski SS 1999

Autor: Christian Gizewski (EP: gizeoebg@linux.zrz.tu-berlin.de)