Kap. 7:

Politische Rhetorik und christliche Verkündigung in den Ausdrucksformen der Spätantike.

 INHALT

1. Zu neuen Ausdrucksformen öffentlicher Argumentation in der Spätantike.

2. Hofzeremoniell und Hofreden. Das Beispiel eines spätantiken Paneggyricus.

3. Politische und seelsorgerliche Bischofsreden und - briefe.

4. Musiktradition und neue Musiklehre in Augustinus und Cassiodors Ausführungen über die Musik.

5. Die Liturgie des öffentlichen Gottesdienstes.

6. Literatur, Medien, Quellen.

Zu den stichwortartigen Hinweisen siehe das Vorwort zu diesem Skript.

1. Zu neuen Ausdrucksformen öffentlicher Argumentation in der Spätantike.

STICHWORTE ZU THEMATISCHEN ASPEKTEN DIESES ABSCHNITTS:

Die politisch zentrale Stellung der kaiserlichen Höfe, Residenzen und temporären Verweilorte im Reichsaufbau und die dortigen Formen der 'Öffentlichkeit'.

Die 'öffentliche' christliche Verkündigung nach der politischen und rechtlichen Bestimmung des 'rechtgläubigen' Chistentums als ausschließlich maßgeblicher Religion des römischen Reiches seit dem Jahre 380 n. Chr.

Die öffentliche Einflußnahme der offiziösen christlichen Religion auf die allgemeinüblichen Formen öffentlicher Gefühlsäußerung am Beispiel der Bildenden Kunst und Musik in der Spätantike.

Die öffentliche Einflußnahme des offiziösen Chistentums auf die allgemeinüblichen Formen philosophischer und religiöser Meinungsäußerung in der Spätantike.

2. Hofzeremoniell und Hofreden.

a ) Im folgenden geht es um eine leider nur in griechischem Urtext und in wissenschafttslateinischer Übersetzung vorliegende Quelle; dem Hg. fehlte bisher die Zeit zu einer Übersetzung: Spätantikes Krönungszeremoniell und Triumphzeremoniell. Traditionen aus der Spätantike, in der Darstellung des mittelalterlichen byzantinischen Kaisers Konstantinos VII. Porphyrogennetos (913 - 915), De caerimoniis aulae, B.1, Kap. 38 (Observanda in coronatione imperatoris), und Buch 2, Kap. 20 (Observanda, quando triumphus de hostibus devictis agitur in circo). Griech. Urtext und lat. Übersetzung unter Weglassung des Apparats entnommen aus: J. P. Migne (Hg.), Patrologia, Series Graeca, Bd. 112, bearb. und komm. von J. J. Reiski, Paris 1897, Sp. 435 - 446 und 1143 - 1147. Konstantins Schrift enthält in Buch 1, Kap. 91 - 96 auch ausführlichere und der Spätantike nähere Exzerpte, etwa aus der Schrift des Petros Patrikios, welche Aktionen und Zeremonien bei dem Herrschaftsantritt der Kaiser Leon, Anastasios, Justin, Justinian, Leon II. und Nikephoros Phokas beschreiben. Wegen ihrer Länge können sie hier aber nicht wiedergegeben werden.

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b) Pangegyricus eines Anonymus auf Kaiser Konstantin d. J. 310. Das illustrative Beispiel eines spätantiken, noch ganz von nicht-christlichen Religionsvorstellungen bestimmten Paneggyricus steht für eine offiziöse Hofrhetorik, wie sie sich in den Rahmen des Hofzeremoniells einpasst. Eine gewisse Formveränderung des Typs der Hofrede tritt zwar später ein, nachdem das Christentum auch im staatlichen Bereich maßgeblich geworden ist; zum Zeitpunkt der vorliegenden Rede stehen die Toleranzedikte des Galerius und Licinius ( 311 n. Chr.) noch bevor. Aber auch die Hofrede christlicher Zeit ist grundlegend vom vorchristlichen Typus geprägt. Dieser ist durch ein erhebliches Maß zu seiner Zeit als üblich und jedenfalls alternativlos empfundener, heute aber besonders devot, manchmal in sich widersprüchlich und übertrieben wirkender Adulation gekennzeichnet. Dieser äußert sich einmal in demonstrativen, manchmal ängstlich auf Korrektheit bedachten Vertrauens-, Liebes-, Loyalitäts- und Frömmigkeitsbekundungen, ferner schönt bzw. verzerrt er die für das jeweilige Redethema wichtigen Ereignisse und Aspekte je nach Opportunität und gebraucht schließlich für all dies die ästhetischen Mittel der Sprachgestaltung, des eleganten und gebildeten öffentlichen Auftretens planmäßig und ohne Skrupel im Hinblick auf das auch in der Antike gültige Prinzip 'freier' Geistesbildung, Doch sollte man deshalb vor ihm nicht etwa vorrangig und voreilig nur eine Art spontanen Ekels empfinden, sondern vor allem jeweils die redespezifische politische Ausgangslage und Zielsetzung mitzuberücksichtigen suchen. Im vorliegenden Fall ist die politische Gesamtlage von den reichsinternen Machtkämpfen um die tetrarchischen Kaiserstellungen seit dem Jahre 306 n. Chr. (usurpatorischer Zugriff Constantins auf die Macht nach dem Tode seines Vaters, des Augustus Constantius) bestimmt. Der unbekannte , aber offensichtlich in hoher höfischer Stellung befindliche Redner äußert sich im Sinne einer an Constantin als Partei in den mit Gewalt ausgetragenen Konflikten dieser Jahre gerichteten eindeutigen Loyalitätsbekundung, und zwar nicht nur und nicht vor allem für seine Person, sondern für die Stadt Trier und den gesamten gallischen Bereich. Er handelt dabei auch für eine politische Klientel, die als weitverzweigt vorgestellt wird. Dieses politische Motiv läßt sich unter der Fülle pangeyrischer Kunstgriffe unschwer als die Hauptsache auffinden; es ist also im wesentlichen nicht ein 'eigensüchtiges' und daher moralisch zweifelhaftes des Redners persönlich. - Neben der kunstvollen, zeremoniellen Form der Rede hat man am Hofe in politischen Geschäften normalerweise auch und vor allem mit der 'extemporierten' feierlichen Rede und vor allem mit der alltäglich-umgangssprachlichen Redeweise zu tun. Diese ist häufig, aber nicht immer 'nichtöffentlich' i. S. einer höfisch-amtlichen Trennung von 'sekreter' (nicht-öffentlicher) und 'publiker'(öffentlicher) politischer Beratung und Aktion:. - Die Rede ist in einer Redensammlung aus der spätantiken 'Rednerschule von Autun' überliefert (wiss. Edition: XII Panegyrici Latini, hg. von Emil Baehrens, neu hg. von Wilhelm Baehrens, Leipzig 1911; Übersetzungen ins Deutsche und Kommentoiierungen liegen nur partiell vor), der wohl auch ihr Verfasser zuzurechnen ist (vgl. Redetext 22, 7). In diese Redensammlung wurde auch der berühmte Panegyricus des Plinius auf Kaiser Trajan aufgenommen. Sie macht damit, auch wenn das Gros ihrer Reden der diokletianisch-konstantinischen Epoche entstammt, die Jahrhunderte lange Tradition der Reden am römischen Kaiserhof deutlich.

3. Politische und seelsorgerliche Bischofsreden und - briefe.

a) Das nachfolgende Redebeispiel macht deutlich, wie sich auch die Redetätigkeit christlicher Bischöfe in das höfische Zeremoniell einpasst, aber dennoch ihren religiösen Verkündigungscharakter beibehält, also nicht völlig, sonder nur teilweise die Tradition des höfischen Panegyrikus fortführt. Generell wird die christliche Predigtätigkeit im kirchlichen Bereich von der 'heidnisch-rhetorischen' Tradition deutlich unterschieden und als 'Homiletik' bezeichnet, obwohl sie notwendigerweise stark auf dem weltlich-rhetorischen Erfahrungsschatz basiert : Ambrosius Predigt und politische Rede auf den Tod des Theodosius d. J. 394.

b) Bischöfe werden in der christlichen Spätantike auf verschiedene Weise politisch einflußreich: sie werden zu den' höheren Ständen' ('superiores',' honoratiores') gezählt, öfters mit höfischen Rängen ausgestattet und immer wieder auch mit staatlichen Verwaltungsaufgaben betraut, die weit über den kirchlichen Bereich hinausgehen. In besonderen Fällen nehmen sie, wie Ambrosius, auch direkten Einfluß auf die kaiserliche Politik: Ein privater und dennoch offener Brief des Bischofs Ambrosius an Kaiser Theodosius d. J. 390 n. Chr.

c) Die dogmatischen Auseinandersetzungen über die rechtgläubige Form der christlichen Religion werden in der Spätantike teils kirchenintern, teils aber auch in aller Öffentlichkeit ausgetragen. Bei größeren und die Bevölkerung bewegenden bzw. beunruhigenden öffentlich-religiösen Kontroversen ist im allgemeinen auch für die Obrigkeit Anlaß, sich um den inneren Frieden zu sorgen und auf religiöse Bekenntnis- und Kultformen zu drängen, die friedensstifend wirken können. Doch läßt sich der christliche Glaube, der sich primär Gott und seinem wahren Wort verpflichtet fühlt, auch dann oft nicht von einem konsequent kämpferischem Ausdruck seiner Überzeugungen abhalten. Nicht selten in der Spätantike kommt es über dogmatischen Fragen zu scharfen Formen der Meinungskämpfen, die letztlich auch vor einer Verfolgung der jeweils als irrend angesehenen christlichen 'Häretiker' der anderen Seite nicht haltmachen und dafür die staatliche Macht auf ihre Seite zu ziehen versuchen. Die literarischen Gattungen der 'polemischen Schrift' und des 'polemischen offenen Briefes an eine Gegenseite' erhalten in solchen Zusammenhängen eine besondere praktische Bedeutung; ihre Ausdrucksweise hat viel mit einer mündlichen rhetorischen Polemik gemein, setzt jedoch im allgemeinen gerade voraus, daß ein Gespräch zwischen den gegnerischen Seiten icht mehr stattfindet. Ein Beispiel dafür ist: Augustinus, Offener Brief an die Donatisten des Jahres 401.Es ist insoweit von historischer Bedeutung, als vom Streit mit den Donatisten die spätere kirchliche Tradition einer notfalls zwangsweise sattfindenden staatlichen Bekämpfung häretischer Formen des Christentums ihren Ausgang nimmt.

4. Musiktradition und christliche Musiklehre in Augustins und Cassiodors Ausführungen über die Musik.

a) Zur Musiklehre Cassiodors (PDF-Datei). Auszug aus der Schrift des M. Aurelius Cassiodors, De artibus ac disciplinis liberalium literarum, 5. Kap. (De musica), lat. Text aus: J. P. Migne, Patrologia latina, Bd. 70, Turnhout (Belgien), zwischen 1844 und 1855 , Sp. 1208 - 1212. Eine Übersetzung ins Deutsche war dem Hg. noch nicht möglich. Ggf. wird eine geeignete Übersetzung nachträglich eingestellt. Die Schrift ist nach 540 n. Chr., in der Zeit des mönchischen Lebensphase Cassiodors nach seinem Rückzug aus der Politik, entstanden. Sie enthält einen Abriß der musikalischen Grundbegriffe, wie sie sich bis zur Spätantike herausgebildet haben. Sie zeigt in den hier wiedergegebenen Passagen über die 'Musik', daß in der Spätantike die in der vorchristlichen Antike entwickelten musikalischen und musiktheoretischen Traditionen weiterhin bekannt sind und auch in christlichen Kreisenals traditionelles Bildungsggut. grundsätzlich fortgeführt werden.

b) Allerdings gibt es den 'heidnischen' Musiktradionen gegenüber theologische Vorbehalten und Schwerpunktsetzungen, was die Verwendung der Musik in einem frommen Leben und im Gottesdienst betrifft. Sie finden in der Musiklehre des Kirchenvaters Augustinus ihren theoretischen Ausdruck: Zur Musiklehre Augustins (PDF-Datei; Auszüge aus der Schrift des Aurelius Augustinus, De musica, 1. Buch und 6. Buch betreffend die Definition der Musik, die Arten musikalischer 'Normen'['numeri'], ihre Rangfolge und ihr Verhältnis zur göttlichen Wahrheit), lat. Text aus: J. P. Migne, Patrologia Latina, Bd. 32, Turnhout (Belgien), zwischen 1844 und 1855, Sp. 1083 - 1086., 1163 - 1168, 1171 f., 1181 - 1184. Eine Übersetzung ins Deutsche war dem Hg. noch nicht möglich. Ggf. wird eine geeignete Übersetzung nachträglich eingestellt). Die Schrift ist ungefähr um 386/7 n. Chr. entstanden, nachdem Augustinus seine rhetorische Lehrtätigkeit in Mailand aufgegeben hatte, einige Jahre bevor er zum Bischof ordiniert wurde. Augustinus befaßt sich nur mit den metrischen und thythmischen Aspekten der Musik. Eine weitere, auf sechs Bücher angelegte Abhandlung über die Theorie der Melodie war ursprünglich von Augustin vorgesehen, kam aber nicht mehr zustande, als er seit d. J. 391 kirchliche Ämter und schließlich das Bischofsamt mit ihrer Arbeitsbelastung übernahm. Die Tendenz der hier wiedergegebenen Passagen geht dahin, nicht in den sinnlichen Momenten der Musik, sondern in den hinter ihnen stehenden ewigen, gleichbleibenden und von menschlicher Gefühlsverwirrung unabhängigen 'Maßen' der göttlichen Sphäre, die sich in der Musik mitteilen, das religiös Wesentliche des musikalischen Ausdrucks zu sehen. Dieser platonisch-philosophisch geprägte Denkansatz ist im Zusammenhang zu sehen mit kirchenmusikalischen Formen schon der Spätantike und des Mittelalters, in denen die menschliche Stimme, die allein oder chorisch das Wort Gottes verkündet, in den Vordergrund tritt und die Gestaltung der Metrik und Melodik sich an den strengen sittlichen Maßstäben einer christlichen 'Ethos- und Pathoslehre' zu orientieren sucht. Wie die Konsequenzen für die Entwicklung der Kirchenmusik im einzelnen aussahen, ist weitgehend nicht bekannt. Doch darf angenommen werden, daß sich - ähnlich wie in der musikalischen Ethos-Lehre Platons (Politeia 398 b - 400 b, siehe Platon, Ethoslehre) - in der Kirchenmusik nur begrenzte Möglichkeiten aus dem Schatz der musikalischen Ausdrucksformen wiederfanden, welche zu ihrer jeweiligen Zeit traditionell als 'sittlich rein', 'dem ewigen Worte Gottes gemäß', 'gläubig-zuversichtlich' galten.

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5. Übung 7. Die Liturgie des öffentlichen Gottesdienstes.

AUFGABEN:

1. Identifizieren sie die im folgenden dargebotene religiös bedeutsame Text- und Musikquelle des Mittelalters aufgrund Ihrer jetzt vorhandenen Kenntnisse nach mutmaßlicher Entstehungszeit ihrer musikalischen Form und sprachlichen Aussage, welchler der nachfolgend gedruckt wiedergegebene spätantike Text weitgehend - allerdings nicht vollständig - entspricht.

2. Welche musikalische Form beobachten Sie, und in welchem Verhältnis steht diese zu dem in seiner Epoche auch politisch außerordentlich bedeutungsvollen, öffentlich verkündeten Inhalt?

3. Wo bemerken Sie Unterschiede zwischen dem gesungenen und dem abgedruckt wiedergegebenen Text? Worauf mögen diese nach Ihrer Einschätzung zurückzuführen sein?


Lösung zu Übung 7.

6. Literatur, Medien, Quellen.

Hinweis auch auf das Allgemeine Literatur-, Medien- und Quellenverzeichnis (ALMQ).

 LITERATUR.

George Kennedy, Greek Rhetoric under Christian Emerors, New Jersey 1983.

Peter Brown, Macht und Rhetorik in der Spätantike. Der Weg zu einem christlichen Imperium, übersetzt von Victor von Ow, München 1995.

OttoTreitinger, Die oströmische Kaiser- und Reichsidee nach ihrer Gestaltung im höfischen Zeremoniell u. a. , (1935) Darmstadt 1956 2.

A. Alföldi, Die Ausgestaltung des monarchischen Zeremoniells am oströmischen Kaiserhofe (1934), in: ders., Die monarchische Repräsentation im römischen Kaiserreiche, Darmstadt 1970.

Michael Mause, Die Darstellung des Kaisers in der lateinischen Panegyrik, Bd. 50 der Reihe 'Palingnenesia. Monographien und Texte zur Klassischen Altertumswissenschaft, Stuttgart 1994.

Brigitte Müller-Rettig, Der Panegyricus des Jahres 310 auf Konstantin den großen. Übersetzung und historisch-philologischer Kommentar, Stuttgart 1990.

Martin Biermann, Die Leichenreden des Ambrosius von Mailand. Rhetorik, Predigt und Politik, Heft 70 der Hermes-Einzelschriften, Stuttgart 1995.

Hans von Campenhausen, Lateinische Kirchenväter, Stuttgart 1972 (Ambrosius: S. 77 - 108; Augustinus: S. 151 - 222).

C. Schneider, Geistesgeschichte der christlichen Antike, 2 Bde., München 1954.

Friedrich Klingner, Römische Geisteswelt, München 1965, S. 528 - 613 (Geistesleben des ausgehenden Altertums; Boethius).

Gerhard Nestler, Geschichte der Musik. Die großen Zeiträume der Musik von den Anfängen bis zur elektronischen Musik, Gütersloh 1997 5 (S. 13 - 63 betr. die antiken Epochen).

F. Blume (Hg.), Musik in Geschichte und Gegenwart. Allgemeine Enzyklopädie der Musik, 14 Bde., bes. Bd. 1 - 4 (das Altertum bis zur frühchristlichen Musik betreffend), Kassel 1949 - 1968 (Supplementbände seit 1968).

Günther Wille, Schriften zur antiken Musik, Frankfurt M. 1997 (mit zahlreichen Notenbeispiele und Quellen).

K. G. Fellerer, Geschichte der katholischen Kirchenmusik, 2 Bde., Kassel 1972, 1976.

G. M. Wagner, M. Huglo, Origine de la mélodie du Credo 'authetique' de la Vaticane, Revue grégorienne XXX, 1951. 

MEDIEN.

Ulrich Michels, Gunther Vogel, dtv-Atlas zur Musik, Tafeln und Texte. Bd. 1: Systematischer Teil; Historischer Teil: Von den Anfängen bis zur Renaissance; Bd. 2: Historischer Teil: Vom Barock bis zur Gegenwart, München 1981 6 .

CD 'Gregorianische Gesänge. Vortrag durch die Choralschola der Benediktiner-Abtei Münsterschwarzach unter Leitung von P. Godehard Joppich, aufgenommen im Jan. 1979, Hg.: 'Musica practica, Christophorus Digital 77567. © 1991 MusContact GmbH, Heuauerweg 21, Heidelberg.

QUELLEN.

Platon, Politeia 398 b - 400 b.

XII Panegyrici Latini, hg. von Emil Baehrens, neu hg. von Wilhelm Baehrens, Leipzig 1911, S. 200 - 220. Dt. Übersetzung nach: Brigitte Müller-Rettig, Der Panegyricus des Jahres 310 auf Konstantin den Großen. Übersetzung und historisch-philologischer Kommentar, Stuttgart 1990, S. 18 - 36.

Symbolum centum quinquaginta sanctorum patrorum, Concilium Constantinopolitanum I (d. J. 381), in: Conciliorum oecumeincorum decreta, ed. Centro di Documentazione. Instituto per le Scienze Religiose - Bologna, curantibus J. Alberigo, P. P. Joannou, C. Leonardi, P. Prodi, consultante H. Jedin, Basel u. a. O. 1962, S. 20.

Des heiligen Kirchenlehrers Ambrosius von Mailand Pflichtenlehre und ausgewählte kleinere Schriftem, übersetzt und eingeleitet von J. E. Niederhuber, Bibliothek der Kirchenväter, Ambrosius von Mailand. Ausgewählte Schriften, aus dem Lateinischen übersetzt, Bd. III, Kempten, München 1917, S. 394 - 423 ( Zur Beurteilung der rhetorischen bzw. hermeneutischen Qualität der Predigt, die zugleich eine Art Panegyricus ist, wird die Heranziehung auch einer lateinischsprachigen Textedition empfohlen).

Sancti Ambrosi Opera, pars decima (epistularum liber X, epistulae extra collectionem, gesta concilii Aquilensis), rec. Michaela Zelzer, CSEL Bd. 72, Wien 1983, ep. 11, S. 212 - 218.

Des heiligen Kirchenvaters Aurelius Augustinus ausgewählte Briefe. Aus dem Lateinischen unter Benutzung der Übersetzung Kranzfekders übersetzt von Alfred Hoffmann, Bd. I (Bibliothek der Kirchenväter. Des heiligen Kirchenvaters Aurelius Augustinus ausgewählte Schriften, aus dem Lateinischen übersetzt, Bd. IX), Kempten und München 1917, S. 405 - 421 (Zur Beurteilung der rhetorischen bzw. hermeneutischen Qualität des Briefes wird die Heranziehung auch einer lateinischsprachigen Textedition empfohlen).

Aurelius Augustinus, De musica, 1. Buch und 6. Buch betreffend die (Definition der Musik, die Arten musikalischer 'Normen'['numeri'], ihre Rangfolge und ihr Verhältnis zur göttlichen Wahrheit), lat. Text aus: J. P. Migne, Patrologia Latina, Bd. 32, Turnhout (Belgien), zwischen 1844 und 1855, Sp. 1083 - 1086., 1163 - 1168, 1171 f., 1181 - 1184.

M. Aurelius Cassiodors, De artibus ac disciplinis liberalium literarum, 5. Kap. (De musica), lat. Text aus: J. P. Migne, Patrologia latina, Bd. 70, Turnhout (Belgien), zwischen 1844 und 1855 , Sp. 1208 - 1212.

Konstantinos VII. Porphyrogennetos (913 - 915), De caerimoniis aulae, B.1, Kap. 38 (Observanda in coronatione imperatoris), und Buch 2, Kap. 20 (Observanda, quando triumphus de hostibus devictis agitur in circo). Griech. Urtext und lat. Übersetzung unter Weglassung des Apparats entnommen aus: J. P. Migne (Hg.), Patrologia, Series Graeca, Bd. 112, bearb. und komm. von J. J. Reiski, Paris 1897, Sp. 435 - 446 und 1143 - 1147.