Übungsaufgaben

für die freiwillige Anfertigung einer schriftlichen Textquelleninterpretationsarbeit

im Rahmen der Vl/Ue 'Rhetorik und Musik als Mittel öffentlichen Handelns in antiken Gemeinwesen', Gizewski (SS 1999).

Wer im Rahmen den Lehrveranstaltung eine schriftliche Übungsarbeit übernehmen will, weil er einen Übungsschein für eine Quelleninterpretationsübung benötigt und einen solchen - etwa als Student der Anfangssemester - nicht besser in einer speziellen Einführungsübung erwerben sollte, kann das im Rahmen derVl/Ue Gizewski unter den folgenden Bedingungen tun.

A. Zur Bearbeitung kann einer der folgenden Texte ausgewählt werden:

Text A: Plutarch, Demostehenes (aus der Parallelbiographie 'Demosthenes und Cicero'),

Text B: Plutarch, Cicero (aus der Parallelbiographie 'Demosthenes und Cicero'). 

B. Nötige Arbeitsschritte:

1. Auseinandersetzung mit dem altsprachlichen Text.

1.1 Finden Sie eine wissenschaftliche altsprachliche Edition des von Ihnen ausgewählten Textes.
1.2 Geben Sie in Ihrer Arbeit exakt den Titel der Edition sowie den Fundort des Textes dort an.
1.3 Kopieren Sie die erste und die letzte Seite der von Ihnen zu untersuchenden altsprachlichen Textpassage in der wissenschaftlichen altsprachlichen Textedition und fügen Sie die Kopien später Ihrer Arbeit als Anlage bei.
1.4 Erklären Sie die auf den beiden kopierten Seiten ggf. zu findenden Siglen, Noten und Verweise anhand der Ihnen in der Edition jeweils zugänglichen Informationen.

2. Auseinandersetzung mit dem Textinhalt.

2.1 Finden Sie eine wissenschaftliche Übersetzung des Textes ins Deutsche, d. h. eine solche, die die Weise der Übersetzung des altsprachlichen Textes erklärt und Anmerkungen, Einführungen und/oder einen zusammenhängenden Sachkommentar enthält. Ggf. wählen sie eine wissenschaftliche Übersetzung dieser Art ins Englische.
2.2 Fassen Sie in Ihren eigenen Worten den Inhalt und den Aufbau des Textes zusammen.
2.3 Beachten Sie in ihrer Kurzdarstellung auch den Zusammenhang der zu untersuchenden Textpassage größeren Text- einheiten und dem Gesamtwerk des antiken Autors.

3. Auseinandersetzung mit der wissenschaftlichen Literatur zum altsprachlichen Text, zu seinem Autor und zu der unter 4. gestellten Aufgabe.

3.1 Ermitteln Sie einige geeignete wissenschaftliche Literatur , die Ihnen Aufschluß über den antiken Autor, sein Leben, seine Werke, die inhaltliche Deutung und die historische Erklärung der zu bearbeitenden Textpassage gibt.
3.2 Sehen Sie sämtliche von Ihnen zitierte Literatur selbst ein. D. h.: Zitieren Sie prinzipiell nichts, was Sie nicht selbst eingesehen haben. Geben Sie für den Ausnahmefall indirekten Zitierens eine Begründung an.
3.3 Fassen Sie dem Aussagewert der von Ihnen ausgewählten Literatur für das von Ihnen zu erörternde Thema ( 5.) in wenigen stichwortartigen Bemerkungen zusammen.

4. Quellensuche.

Ermitteln Sie weitere antike Quellen zu der von Ihnen zu erörternden Frage und führen Sie sie kurz, aber exakt auf.

5. Wissenschaftliche Erörterung einer bestimmten Frage.

5.1 Nehmen Sie jeweils genau zu folgender Frage Stellung:
 
Text A: In welcher Weise beschreibt Plutarch die rhetorische Qualifikation und Tätigkeit des Demosthenes im Hinblick auf seine öffentlichen Funktionenim attischen Gemeinwesen?
 
Text B: In welcher Weise beschreibt Plutarch die rhetorische Qualifikation und Tätigkeit Ciceros und im Hinblick auf seine seine öffentliche Funktionen in der römischen Republik?
 
5.2 Beziehen Sie sich bei diesen Ausführungen in exakter, aber einer Übungsarbeit angemessener, d. h. knapper Weise auf die wissenschaftliche Literatur und etwa ermittelte weitere antike Quellen.
 

6. Achten auf Länge, Aufbau, Ordentlichkeit und Vollständigkeit der Übungsarbeit.

6.1 Die Arbeit soll nicht mehr und darf keinesfalls weniger als 15 Schreibmaschinenseiten - ohne Titel- und Deckblätter und ohne Anlagen - lang sein. Eine Seite soll nicht weniger als 40 beschriebene Zeilen aufweisen.

Bitte verwenden Sie

etwa 2 Seiten (ohne Kopien) für die Aufgabe zu 1),
etwa 3 Seiten für die Aufgabe zu 2),
etwa 2 Seiten für das substanzielle Literaturverzeichnis und seine Kurzanmerkungen zu den einzelnen ausgewählten Titeln nach Aufgabe 3),
etwa 1 Seite für eine Auflistung nach Aufgabe 4),
etwa 7 Seiten für die Aufgabe zu 5).

6.2 Bitte wählen Sie eine gut lesbare, möglichst klar gegliederte, orthographisch sinnvolle und eindeutige Darstellungsform. Die Benutzung 'neuer Rechtschreibungsregeln' ist möglich, aber nicht nötig.

6.3 Bite bearbeiten Sie sämtliche Aufgabenkomponenten. Eine Arbeit, die einen wesentlichen Teil des Aufgabenpakets nicht erledigt, kann prinzipiell nicht bewertet werden

 

C. Abgabetermin, Hilfe.

1) Abgabetermin.

Spätester Abgabetermin ist Freitag, der 9. 7. 1999. Bitte halten Sie diesen Termin unbedingt ein, weil ich die Korrekturarbeiten auf jeden Fall vor Ende der Vorlesungszeit abschließen möchte. Diesist auch aus Gleichheitsgründen und im Interesse einer zügigen Bearbeitung geboten ist.sechs Wochen Bearbeitungsfrist reichen für das jeweils gewählte Übunsthema für alle Bearbeiter gewiß aus, wenn die Arbeit sofort beginnt und sich auf die zu lösenden Aufgaben konzentriert.

2) Hilfe und Zuspruch.

Bei größeren Schwierigkeiten kann der Dozent gern direkt, telephonisch, per FAX oder elektronische Post konsultiert werden.

 

PD Dr. Christian Gizewski, Tel.:030/8337810 (auch AB und FAX); EP: gizeoebg@linux.zrz.tu-berlin.de.


Anbei ein Exemplar des Bewertungsbogens, der der Bewertung eingehender Arbeiten durch den Dozenten zugrundegelegt werden wird. Die Bearbeiter eines Themas können aus ihm erkennen, worauf es bei einer Arbeit der übernommenen Art wissenschaftlich vor allem ankommt und nach welchen einheitlichen Kriterien die einzelnen Leistungen aller Arbeiten deshalb gewichtet werden müssen.

 

 BEWERTUNGSBOGEN

zur Bewertung einer Übungsarbeit in der Vl/Ue Gizewski im SS 1999.

Sehr geehrte Frau Kommilitonin! Sehr geehrter Herr Kommilitone!

Um die Bewertung Ihrer Übungsarbeit für Sie durchschaubar und für mich rationell zu gestalten, wird ein Punktbewertungssystem verwendet,das sich an Inhalt und Bedeutung der Ihnen gestellten Aufgaben orientiert.

Voraussetzung für eine Bewertung ist, daß alle Aufgaben in Angriff genommen wurden.

Die nach diesem System erreichbare höchste Punkzahl (HPZ) für alle Teilleistungen ist 96. Unter 32 Punkten wäre eine Arbeit nach der Gesamtleistung nicht ausreichend, d. h. ein Schein könnte nicht erteilt werden.

Anbei erhalten Sie Ihre Übungs-Arbeit kommentiert und bewertet zurück. Bitte bewahren Sie die Arbeit und diesen Bewertungsbogen, die zusammen eine Urkunde darstellen, bis zum Abschluß Ihres ersten Staatsexamens unverändert auf und legen Sie sie ggf. auf Verlangen einer zuständigen Stelle der Universität wieder vor.

HERR/FRAU

BEARBEITETES THEMA:

 

 AUFGABENKOMPLEXE IHRER ARBEIT UND MAXIMAL ERREICHBARE PUNKTZAHL BEI IHRER BEWERTUNG:
  BEWERTUNG DER ARBEITSLEISTUNGEN FÜR DIE AUFGABENKOMPLEXE
 1. Auseinandersetzung mit dem altsprachlichen Text. HPZ 12  
 2. Auseinandersetzung mit dem Textinhalt. HPZ 12  
 3. Auseinandersetzung mit der wissenschaftlichen Literatur zum altsprachlichen Text, zu seinem Autor und zu der unter 5. erörterten Aufgabe. HPZ 24  
 4. Quellensuche. HPZ 12  
 5. Wissenschaftliche Erörterung einer bestimmten Frage. HPZ 24  
 6. Achten auf Länge, Aufbau, Ordentlichkeit und Vollständigkeit der Übungsarbeit. HPZ 12  

ZUSAMMENFASSENDE BEURTEILUNG (bitte ggf. Rückseite berücksichtigen):

 

Berlin, den


 

LV Gizewski SS 1999