Kap.4: Zuwanderung und allgemeiner, sozialer Arbeits-Dienst als Wahlkampfthemen.

(IM AUFBAU)

Inhalt:

I. Unterbringung und Versorgung von Zuwanderern in Deutschland als nicht gelöstes, aber sozial lösbares und zu lösendes Problem.

These zur Diskussion.

Der Vergleich der Lebensverhältnisse in Deutschland und in den Herkuftsländern der Zuwanderung macht über die Asylgewährung hinaus eine international solidarische Unterstützung der Herkunftsregionen und eine solidarische Integration der Zuwanderer im Rahmen beruflicher Ausbildungen nötig, die sowohl in Deutschland als auch für ihre Heinatländer verwendbar sind.

II. Zur sozialstaatlichen Finanzierung der Zuwanderung über öffentlich-rechtlich organisierte, allgemeinwohlorientierte und auch für bedürftige Inländer einsetzbare Arbeitsprogramme außerhalb des privatrechtlich organisierten Arbeitsmarktes.

These zur Diskussion: Der deutsche Staat muß die organisatorische und finanzielle Verantwortung für wirtschaftlich-wertschaffende Arbeits-Programme übernehmen, in denen sämtliche Zuwanderer, die auf dem privatwirtschaftlichen Arbeitmarkt kein Auskommen finden, eingesetzt werden können.

III. Zur sozialstaatlich konsequenten rechtlichen, sprachlichen und bildungsmäßigen Einfügung von Zuwanderern in die inländische Bevölkerung.

16. Dezember 2016. Quelle: ZEIT ONLINE, Reuters, KNA, dpa, AFP: Mehrheit der Migranten will sich integrieren. Zuwanderer und Deutsche mit ausländischen Wurzeln identifizieren sich laut einer Studie in hohem Maße mit Deutschland. Eine große Mehrheit ist bereit, sich anzupassen.

Zuwanderer haben eine große Bereitschaft, die deutschen Traditionen anzunehmen. 83 Prozent der Deutschen mit Migrationshintergrund und 76 Prozent der dauerhaft in Deutschland lebenden Ausländer gaben in einer Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) an, Zuwanderer sollten ihr Verhalten der deutschen Kultur anpassen. Den Erwerb der deutschen Sprache befürworten nahezu 100 Prozent. Drei Viertel der Migranten sprechen der Studie zufolge auch zu Hause überwiegend Deutsch.

Die Untersuchung der CDU-nahen Stiftung basiert auf einer repräsentativen Befragung, die bereits im Frühjahr 2015 durchgeführt wurde. Die Einstellungen von Flüchtlingen, die danach nach Deutschland kamen, sind nicht enthalten. Insgesamt wurden 1.004 Deutsche mit Migrationshintergrund und 1.009 dauerhaft in Deutschland lebende Ausländer befragt.

Deutsche mit Einwanderungsgeschichte und Ausländer ohne deutsche Staatsangehörigkeit fühlen sich den Ergebnissen zufolge in Deutschland grundsätzlich ebenso wohl wie Deutsche ohne Migrationshintergrund. Während Deutsche mit Migrationshintergrund zu 96 Prozent "alles in allem" gern in Deutschland leben, trifft das auf Deutsche ohne Migrationshintergrund laut KAS zu 97 Prozent und auf in der Bundesrepublik lebende Ausländer zu 95 Prozent zu.
"Integration dauert eine Weile"

Kaum Unterschiede existieren auch bei der Bewertung der Demokratie in Deutschland. In allen drei Gruppen sind um die 90 Prozent nach eigenen Angaben mit dieser zufrieden. Der Anteil der Deutschen mit Zuwanderungsgeschichte sowie der Ausländer, die mit der Demokratie "sehr zufrieden" sind, ist sogar signifikant höher als die der Deutschen ohne Migrationshintergrund. Während es bei diesen nur 22 Prozent sind, sind es bei den Deutschen mit Migrationsgeschichte 28 Prozent und bei den Ausländern sogar 38 Prozent.

Auffällig ist auch, dass der Staatsdienst bei türkischstämmigen Zuwanderern besonders beliebt ist. Ein Drittel von ihnen (32 Prozent) zieht eine Arbeit für die Bundesrepublik aktuell in Erwägung. Unter sämtlichen Deutschen mit Migrationshintergrund trifft das auf 18 Prozent zu, unter den Deutschen ohne Migrationshintergrund sind es sogar nur zehn Prozent.

Autorin Sabine Pokorny wertete die Ergebnisse der Untersuchung als Hinweise auf eine "recht gut ausgeprägte identifikative Integration" mit Deutschland. "Integration findet statt, sie dauert nur eben eine Weile", lautete eine ihrer Schlussfolgerungen. Allgemein sei zu beobachten, dass sich Zuwanderer umso besser integrierten, je länger sie hier lebten, sagte die Sozialexpertin. Die "emotionale Verbundenheit" mit dem Heimatland sinke, während die Identifikation mit Deutschland steige. Es solle von Migranten aber nicht verlangt werden, ihre "Herkunftsidentität" völlig aufzugeben.
"Selten mit Respekt behandelt"

Aus der KAS-Untersuchung ergeben sich auch Hinweise darauf, dass sich ein Teil der in Deutschland lebenden Muslime vor allem auch über Religionszugehörigkeit definiert. Demnach fühlten sich im Gesamtschnitt 56 Prozent von ihnen durch die Mohammed-Karikaturen in ihrem Glauben beleidigt. Der Effekt ist dabei umso stärker, je religiöser ein Mensch ist. Unter weniger religiösen Menschen waren es nur 25 Prozent, unter stark religiösen Menschen betrug der Anteil dagegen 68 Prozent.

Muslimische und türkischstämmige Zuwanderer fühlen sich außerdem deutlich häufiger respektlos behandelt als etwa polnisch- oder russischstämmige Zuwanderer oder Deutsche ohne Migrationshintergrund. 17 Prozent der Muslime und 18 Prozent der türkischstämmigen Menschen gaben bei der Befragung an, dass sie selten mit Respekt behandelt würden. Unter russischstämmigen Zuwanderern und Deutschen ohne Migrationshintergrund sind es nur fünf Prozent.

Amtlichen Statistiken zufolge hat etwa jeder fünfte Mensch in Deutschland (21 Prozent) eine Zuwanderungsgeschichte, das sind 17,1 Millionen Bürger. Davon stellen Menschen mit einer Herkunft aus der Türkei (16,7 Prozent), aus Polen (9,9 Prozent) und Russland (sieben Prozent) die größten Gruppen dar.

Quelle: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-12/zuwanderung-deutschland-integration-studie-konrad-adenauer-stiftung

IV. Zur deutschen Beteigung an einer außenpolitisch-militärischen 'Steuerung' der Zuwanderung aus Nordafrika und dem östlichen Mittelmeerraum.

EUNAVFOR MED = 'European Naval Forces Mediterranian.' (aufgrund der UNO-Sicherheitsrats Resolution 2240 / 2015 seit 2016 bis zur Gegenwart, unter wechselnder und unterschiedlicher Waffeneinsatz-Beteiligung prinzipiell aller europäischer Staaten)

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/European_Union_Naval_Force_%E2%80%93_Mediterranean#Resolution_2240_.282015.29_des_Sicherheitsrates_der_Vereinten_Nationen

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KFOR = 'Kosovo Forces' (seit 1999, in reduzierter Bereitschaftspräsenz bis zur Gegenwart)

Quelle: http://www.einsatz.bundeswehr.de/portal/a/einsatzbw/start/aktuelle_einsaetze/eunavformed/dereinsatzimmittelmeer/!ut/p/z1/hU5PC4IwHP0sHbzuN9RMuy3wEgsEhXSXmLmmsZzMpX38Fp6CpHd7f3nAoATW86mT3Ha658rxikWXQ0wL6ie-XxRRiknqJ1lCTwEOQzj_CzBn4xUQDHkjoHIbu_WNAHJgwO584i80aGOVsIhfPw-hannfKJHpK1mEIzCpdL1cJ30dxBKYETdhhEFP4-TW2mHce9jD8zwjqbVUAjXCw78arR4tlF9BGB7ljIOtmijZvAHsjjV8/dz/d5/L2dBISEvZ0FBIS9nQSEh/#Z7_B8LTL2922TT6E0AE29P9LM3043

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SEA GUARDIAN = aufgrund eines Beschlusses der Warschauer Gipelkonferenz des Jahres 2016 eingerichtete dauerhafte Seeüberwachungs-Operation im Mittelmeerraum unter englischen Kommando.

Quelle: http://www.nato.int/cps/bu/natohq/topics_136233.htm

V. Zur Notwendigkeit polizeilich-präventiver Überwachung und militärischer Abwehr erweislicher Terrorgefahren.


Literatur, Medien und Quellen zur LV Gizewski im WS 2016/2017 und SS 2017.


Bearbeitungsstand: 14. April. 2017. Autor des WWW-Skripts: Prof. Dr. Christian Gizewski, TU Berlin, Fakultät I, Alte Geschichte, FG Geschichte, Privatadresse: Tietzenweg 98, 12203 Berlin, Tel.:030-8337810, EP: christian.gizewski@.tu-berlin.de - An allen, auch an den in der Abteilung AUDITORIUM der WWW-Seite 'AGiW' präsentierten Skripten und sonstigen wissenschaftlichen Werken behalten sich deren Autoren oder Herausgeber grundsätzlich die ihnen gesetzlich zustehenden Urheberrechte vor. Dazu bitte ich, die Erläuterungen "ZUM ZWECK DES PROJEKTS" zu beachten. C.G.