Kap. 4: 'Der Weltherrschaftsauftrag des Römischen Volkes'.

I. Zur ideen- und sprachgeschichtlichen Herkunft der römischen Weltherrschafts-Idee.

A. 'Imperium Romanum' und 'regimen populorum'

Die römische Anknüpfung an die hellenistisch-'ökumenischen' Vorbilder kriegerischer Welteroberung.

B. 'Virtus romana' als 'politisch verpflichtender elitär-selbstbewußter römischer Herrschafts-Anspruch.

" tu regere imperio populos, Romane, memento. Hae tibi erunt artes pacique imponere morem" ( Vergil)

C. 'Romanitas [lingua romana]'

Die römische (lateinische) Adaptation griechisch-enzyklopädischer Bildung seit dem 2. Jht. v. Chr.

Die Prägung des Begriffs einer griechisch vorgebildeten 'Romanitas' geht auf den christlichen 'Kirchenvater' Tertullian.(150 - 220 n. Chr.) zurück, der in seinem Werk 'De Pallio' (pallium > Amtstracht hoher römischer Beamter, später auch christlicher Geistlicher hohen Ranges) zuerst den Begriff in diesem Sinne gebraucht

.

II. Zur Ausbreitung römischer Herrschaft und Kultur.

A. Zur Grenzsicherung der Herrschaftsinteressen des Römischen Reiches gegenüber einem 'Barbaricum' im Laufe seiner Entwicklung und zur Notwendigkeit ihrer ideologischen Rechtfertigung.

B. Zur Herrschaftssicherung des Römschen Reiches gegen inneren Widerstand im Laufe seiner Entwicklung und dessen ideologische Absicherung.

III. Zu Medien und Sprache der römischen Reichspropaganda.

A. Sieges-Propaganda am Beispiel der im Jahre 113 n. Chr. errichteten Trajans-Säule zur Erinnerung an die Unterwefung der Daker 'durch den Kaiser' Trajan (98–117 n. Chr..

Im folgenden sind einiger Felder der Trajanssäule abgezeichnet, in denen das Kriegeschehen am Ende eines jahrzehntelangen Krieges zwischen den Römern und einem barbarischen Volk gezeigt wird. Der dakische König Dekebalus bringt sich vor seiner Gefangennahme um, die Reste seines Anhangs werden in die Sklaverei abgeführt, die Beute unter die Sieger verteilt. -. Ergebnis der Dakerkriege war die Entstehung der Provinz Dacia, die in der Folge der Dakerkriege von lateinischsürachigen Siedlern on Besitz genommen und damit wurde Grundlage für das heutige 'Rumänien' ('Römerland') wurde.

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B. Propagandistische Erniedrigung von 'Barbaren' ala Ware auf einem Sklavenmarkt.

C. Literarische-politische Reichspropaganda (Vergil. Aeneis VI, 788 - 807, 'Römerschau') zu einer der Sage nach vom Schicksal vorherbestimmten Ausdehnung des Römischen Reiches bis zum Indus, zum Atlas, zum Balkan, zum Kasüischen Meer, zu den Nil- und den Tigrisquellen.

Der Dichter meint , die Ausdehnung des Römischen Reiches beruhe entweder auf einer besondereren Tugend des Römischen Volkes oder auf der Furcht der besiegten Völker.

"saecula qui rursus Latio regnata per arva
Saturno quondam, super et Garamantas et Indos
proferet imperium; iacet extra sidera tellus,
extra anni solisque vias, ubi caelifer Atlas
axem umero torquet stellis ardentibus aptum.
huius in adventum iam nunc et Caspia regna
responsis horrent divum et Maeotia tellus,
et septemgemini turbant trepida ostia Nili.
nec vero Alcides tantum telluris obivit,
fixerit aeripedem cervam licet, aut Erymanthi
pacarit nemora et Lernam tremefecerit arcu;
nec qui pampineis victor iuga flectit habenis
Liber, agens celso Nysae de vertice tigris.
et dubitamus adhuc virtutem extendere factis,
aut metus Ausonia prohibet consistere terra?"

D. Die christliche-theologische Untermauerung der Reichs-Herrschaft 'über die Welt' und die Untermauerung der christlichen Reöigiom durch die Herrschaft des spätantiken Römischen Reiches.

Die Christianisierung in den Grenzen und unter den Lebensbedingungen des Römischen Reiches.

Karte der Christianisierung des Römischen Reiches mit der Herausbildung einer 'römisch-katholischen' und -'orthodoxen' Reichsreligion.

Das Beispiel des kaiserlich geschützten christlichen (nikänischen) Glaubensbekenntnis

Die römisch-kaiserliche Verbindlicherklärung des christlich-örthodoxen Glaubensbekenntnisses durch ein Gesetz.

Der griechisch-lateinische Text des 'ökumenischen' Glaubensbekenntnisses von Nikaia d. J. 328 n. Chr.


Literatur, Medien und Quellen zur LV Gizewski Traditionen und Typen wirtschaftlicher Wertbildung und -aneignung seit der Antike.' im WS 2014 (2015.


Bearbeitungsstand: 28. Mai 2015.

Autor des WWW-Skripts: Prof. Dr. Christian Gizewski, TU Berlin, Fakultät I, Alte Geschichte, FG Geschichte, Privatadresse: Tietzenweg 98, 12203 Berlin, Tel.:030-8337810, EP: christian.gizewski@.tu-berlin.de