Kap. 1: Zu einigen wirtschaftsbezogenen Grundbegriffen des Themas.

I. Zu den Begriffen 'Wert', 'Gut', 'Wertbildung', 'Umsatz', 'Wertverteilung', 'Wertakkumulation', 'Vermögen', Volksvermögen', 'Sozialprodukt', 'Sozialschichtung', 'Ausbeutungsverhältnisse', Wirtschafts- und Sozialordnung'.

ÜBUNG 1.

Aus welchen Sprachen kommen Ihres Erachtens die nachfolgenden Wörter und welche Bedeutung haben sie ursprünglich?

Wert / Gut
Produkt
Ware
Handel / Markt
Umsatz
Einkommen
Vermögen
Sozial-Produkt
Sozial-Schichtung.
Ausbeutungsverhältnisse.

Auflösung > Kap. 2

Zitat aus den 'Politika' des Aristoteles (1. Buch, 11. Kap.).

"[Ein Teil der Erwerbskunst (griech. 'chrematistike') besteht aus der originären Warenerzeigung ('paragoge', lat. 'productio'), ein anderer ist auf den Umsatz bezogen.] Unter den Umsatz-Formen ('kyklos ergasion') ist der Handel ('emporion') die wichtigste, und dieser hat wiederum dreierlei Arten, den 'Seehandel', den 'Binnenhandel' und den 'Kramhandel', die sich dadurch voneinander unterscheiden. daß die einen größere Sicherheit, die anderen größere Einträglichkeit gewährleisten. Ein zweiter Teil ist dann das Geldgeschäft und der dritte die Lohnarbeit, die sich wiederum in die des 'Handwerkers' ('banausos') und die des 'ungelernten, nur mit seiner Körperkraft nutzbaren Arbeiters' ('ergastes', auch 'doulos') aufgliedern läßt.

II. Zur Veranschaulichung des Themenbereichs Anfangsüberlegungen zur 'Erzeugung und Verteilung wirtschaftlicher Werte', 'Wertakkumulation'.

ÜBUNG 2.:

Wie läßt sich Ihres Erachtens die hier dargestellte Verteilung des Privatvermögens erklären?

Wie kommt man - Privatleute und Staat - zu größerem Eimkommen und Vermögen? Ein uneigennütziger Hinweis des Philospophen Thales von Milet nach Aristoteles. 'Politika' (1. Buch, 11. Kap.).

III. Zur rechtlichen Ordnung der Geld- und Preis-, Einkommens- und Vermögensverhältnisse.

ÜBUNG 3.

Versuchen Sie, mit Ihren jetzt vorhandenen Sprachkenntnissen nur die folgenden Sätze zu übersetzen. Was bedeutet speziell das Wort 'Institutiones'?

Worum handelt es sich Ihres Erachtens bei den langen lateinischen Texten, auch wenn Sie sie nicht übersetzen können?

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Instititiones 1.2.3 f.: 'iuris praecepta sunt haec: honeste vivere, alterum non laedere, suum cuiaue tribuere. Iuris prudentia est divinarum atque humanarum rerum notitia, iusti atque iniusti scientia'

Digesten 1, 1, 10, 1 (Ulpianus): 'Iustitia est constans et perpetua voluntas ius cuique tribuendi'

IV. Zur sozialwissenschaftlichen und sozialgeschichtlichen Aspekten von 'Ausbeutungs-Verhältnissen'.

ÜBUNG 4.

Der Soziologe Max Weber vertrat in seinem Werk 'Wirtschaft und Gesellschaft, [Postume 1. Edition 1921] , 5. rev. Aufl., besorgt von Johannes Winckelmann, Tübingen 1972, folgende Auffassungen: .Kapitel II, § 1 (S. 31) - Zitat 1 - und § 15 (S. 62) - Zitat 2.

Welche Fragestellung behandeln sie, und wie sind die Defintionen formuliert?

V. Zu ideologie- und systemkritischen Erkenntnis- und Handlungsprinzipien einer einschränkungslos wissenschaftlich konzipierten Gesellschafts- und Geschichtswissenschaft.

1. Das sokratische Prinzip der philosophischen Eigenverantwortlichkeit einer Sitten- und Erkenntniskritik gegenüber der Faktizität ungerechter Gewohnheiten und unsinniger Ordnungen. Nach: Platon, Die Apologie des Sokrates 29 a - 30 a der griechisch-deutschen Ausgabe von Manfred Fuhrmann 1972.

2. Die öffentlich wehrhafte Verteidigung der wissenschaftlichen Freiheit im Wege des naturrechtlichen Widerstands. Das Wort 'Widerstand'.


Literatur, Medien und Quellen zur LV Gizewski Traditionen und Typen wirtschaftlicher Wertbildung und -aneignung seit der Antike.' im WS 2014 (2015.


Bearbeitungsstand: 24. Okt. 2014.

Autor des WWW-Skripts: Prof. Dr. Christian Gizewski, TU Berlin, Fakultät I, Alte Geschichte, FG Geschichte, Privatadresse: Tietzenweg 98, 12203 Berlin, Tel.:030-8337810, EP: christian.gizewski@.tu-berlin.de