Kapitel 5: Zur ländlichen und städtischen Fortentwicklung der Wirtschafts- und Sozialverhältnisse bis zum Ende des Mittelalters.

I. Übersicht über die antiken und nicht-antiken Traditionen mittelalterlicher Wirtschafts- und Sozialordnung.

I. Die romisch-imperialen Traditionen.

II. Das Städtewesen der Antike.

III. Das wissenschaftliche und technische Wissen der Antike..

IV. Römische Rechtstraditionen.

V. Christlich-kirchliche Traditionen der Spätantike..

II. Politisch-wirtschaftliche Abhängigkeitsverhältnisse in der germanischen und keltischen Vorgeschichte mittelalterlicher Ausbeutungsverhältnisse.

Nach Caesars Bellum Gallicum:

- Ausschnitt 1: De bello Gallico 6, 13, 3 - 5

Nach Tacitus' Germania:

- Ausschnitt Tacitus, Germania, aus Kap. 10 und 11

- Ausschnitt 2 Tacitus, Germania, aus Kap. 14 und 15

- Ausschnitt 3 Tacitus, Germania, aus Kap. 24 und 25

III. Die mittelalterlichen Adelsherrschaften, ihre politischen und wirtschaftlichen Rechte.

Karten-Übersicht über die mittelalterlichen Adelsherrtschaften in Mitteleuropa im 14. Jht.

Königsherrschaft, Herzogs- und Grafenherrschaften, Rektorate, Advokaturen, das teils freie, teils abhängige Volk. Bürger und Bauern.

Rechtstypen der Abhängigkeit: Belehnung, Unterstellung unter Grundherrschaft einschließlich kirchlicher Verwaltung, Abgabe- (Steuer-) Pflichtigkeit

Rechtstypen der Selbstbestimmung: Landesherrschaft, Lehensbesitz, Erb und Eigen, Kirchenbesitz unter bischöflicher oder klösterlicher Verwaltung

IV. Die Reichs-Herrschaften, ihre Besitztümer und Einkünfte. - Die etymologische Tradition der Herrschaftstitel.

- Kaiserherrschaft - imperium

- Königsherrschaft - regnum

- Herzogtum - comitatus, ducatus

- Bistum, Erzbistum - episcopatus

- Grafschaft - comitatus, ministerium

- Rektorat - rectoratus

- Vogtei - advocatura

V. Das städtische Selbstverwaltungs-Regiment.

Stadtrechtliche Freiheit von landesherrlichen Steuern.

Stadtrechtliche Wehrhaftigkeit und stadtbürgerliche Selbstorganisation.

VI. Städtische Handelsbündnisse.

Die Handelsbeziehungen der 'Hanse'

Die seefahrtbezogenen Hansefarben rot und weiß: Bremen 1, Bremen 2, Danzig, Hamburg 1, Hamburg 2, Königsberg, Lübeck, Rostock, Stettin, Stralsund, Wismar..

VII. Wirtschaftliche Unterdrückung und soziale Unruhen in Stadt und Land bis zum späten Mittelalter.

Hörigkeit als sklavereiähnliche Ausbeutungsform.

Unabhängigkeitsbewegungen gegen regionale Herrschaftsinstanzen des Reiches in der Schweiz und in den Niederlanden. .

Bauernkriege gegen Grundherrschaften (Bauernaufstände der Reformationszeit)

VIII. Perspektive auf die spätere Geschichte der mittelalterlichen Herrschafts-Vorrechte des Adels.

ÜBUNG

Wie lassen sich die nachfolgenden Adelstitel geschichtlich und spraclich erklären?


Endstatus um 1919 der Entwicklung der Adels-Rangordnung im deutschsprachigen Raum.
Kaiser (_in) - Anrede: (Kaiserliche) Majestät
Prinz/Kronprinz - Anrede: (Kaiserliche) Hoheit
Prinz (__in) des kaiserlichen Hauses - Anrede Kaiserliche Hoheit.
König (_in) - Anrede: (Königliche) Majestät
Prinz/Kron) prinz (__in) - Anrede Königliche Hoheit.

Erzherzog (_in) - Anrede: Kaiserliche und Königliche Hoheit oder früher Durchlauchtigste(r), besonderer Titel der Angehörigen des Hauses Habsburg.

Großherzog (_in) - Anrede: Königliche Hoheit oder Allerdurchlauchtigster)
Prinz (__in) / Erbgroßherzog (_in) - Anrede: Für die Prinzen und Prinzessinnen der großherzoglichen Häuser von Luxemburg, Hessen und Baden die Anrede Königliche Hoheit.

Kurfürst (_in) - Anrede Königliche Hoheit (ehemals: Durchlauchtigste(r)

Kurfürsten im 'Heiligen Römischen Reich' trugen unterschiedliche Adelstitel. Es gab darunter Könige, Herzöge, Erzbischöfe, Land-, Mark- und Pfalzgrafen. Anrede zumeist 'Hoheit'.

Ferner gab es folgende Adelsränge, jeweils mit der Anrede 'Hochwohlgeboren' (Hinweis auf 'Hochadels'-Zughörigkeit) oder 'Wohlgeboren' (Hinweis auf nicht-hohen 'Adel')

Graf (Gräfin)

Erbgraf (Erbgräfin)

Ritter, Edler, Herr von, Junker von.(Edle, Frau von, Junkfrau von ..)


Literatur, Medien und Quellen zur LV Gizewski Traditionen und Typen wirtschaftlicher Wertbildung und -aneignung seit der Antike.' im WS 2014/2015.


Bearbeitungsstand: 14. Jan. 2015.

Autor des WWW-Skripts: Prof. Dr. Christian Gizewski, TU Berlin, Fakultät I, Alte Geschichte, FG Geschichte, Privatadresse: Tietzenweg 98, 12203 Berlin, Tel.:030-8337810, EP: christian.gizewski@.tu-berlin.de