Kapitel 9: Kriegsbedingte Verluste, Vertreibungen und Ausbeutungsverhältnisse in zwischen und nach den beiden Weltkiegen.

I. Zur ethnischen Lage, den national-ideologischen Einheitsvorstellungen, ihren Vertreibungs- und ihren Ausbeutungsziele im Europa des 19. und 20. Jhts.

A. Zum Potential nationalistischer Grenzkonflikte in Mittel- und Osteuropa.

B. Zum Potential nationalistischer Grenzkonflikte in ganz Europa und auf dem Balkan.

II. Zu den Ursachen des Ersten und Zweiten Weltkriegs: Militarisierung, Bündnisblockbildung, nationalistisch-ideologischer Überbau.

A. Zur Wirtschaftsexpansion europäischer Staaten ins Ausland.

B. Zur Blockbildung zur Wahrung nationaler Interessen.

C. Zur Militarisierung zum Zwecke der Wahrung 'nationaler Interessen' und den dabei wirksamen nationalismustischen Ideologien.

Eine nationalen 'Burgfriedens'-Ideologie als Beispiel für einen hictorisch neuen national-politischen und -ökonomischen 'Irratioalismus' in der internationalen Politik.

Vor Beginn des ersten Weltkrieges gab es in der deutschen Sozialdemokratie eine strikt antimilitaristische, politische Grundhaltung. Sie entsprach den Beschlüssen auf internationalen Konferenzen der 'Zweiten Internationale' d. J. 1907 und 1912 festgeschrieben wurde. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges änderte sich dies jedoch. Am 4. August 1914 rief der damalige deutsche Kaiser Wilhelm II. in Berlin die Vertreter aller im Reichstag vertretenen Parteien zusammen und erklärte ihnen: "Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Deutsche." Er gehe davon aus. daß die 'Parteivorsitzenden' 'fest entschlossen' seien, "ohne Parteiunterschied, ohne Stammesunterschied und ohne Konfessionsunterschied durchzuhalten" und mit ihm "durch dick und dünn, durch Not und Tod zu gehen". Gegen dieses Ansinnen erhob sich in der gegebenen, von nationaler Leidenschaftlichkeiten verunklärten Lage - der Gefahr jahrelang 'durch Not und Tod' verursachter immenser Menschenverluste und Wertzerstörungen aller Kriegsparteien leider kein vernünftiger Widerspruch. - Dies ist ein exemplarisch deutlicher Hinweis auf die gelegentlich politisch und wirtschaftlich zer Bindekraft eines - nicht nur deutschen - Nationalbewußtseins.

III. Zum Ausmaß der Zerstörung menschlichen Lebens und wirtschaftlicher Werte in den beiden Weltkriegen des 20. Jhts.

A. Zur Zerstörung menschlicher 'Arbeitskraft' und wirtschaftlicher Werte im Ersten Weltkrieg.

B. Zur Zerstörung menschlicher 'Arbeitskraft' und wirtschaftlicher Werte im Zweiten Weltkrieg.

IV. 'Proletarischer Internationalismus' und 'kommunistische' Wirtschafts- und Staatsbildung als historische Reaktion auf einen imperialistischen Nationalismus mit kapitalistischer Binnenstruktur.

A. Zur politischen Konzeption, das 'Proletariat' als maßgebliche oder beherrschende politische Klasse eines Landes übernational zu organisieren, am Beisiel der Sowjetunion.

B. Zu W. I. Lenin, Was tun? (1917)
Folgende Zitate sindentnommen aus:W I.Lenin, Thesen 'Über die Aufgaben des Proletariats un der gegenwärtigen Revolution', 1917, Band 24 der ME-Gesamtausgabe Dietz-Verlag Berlin 1959, S 24 ff. und 41 ff. > http://www.red-channel.de/LeninWerke/LW24.pdf

Zitat 1 [Zum Konzept einer 'Sowjetrepublik']: "Die Partei des Proletariats kann sich nicht auf die bürgerlich-parlamentarische demokratische Republik beschränken, die überall in der Welt die monarchistischen Werkzeuge zur Unterdrückung der Massen - die Polizei, das stehende Heer, das privilegierte Beamtentum - aufrecht- erhält und zu verewigen sucht.

Die Partei kämpft für eine Republik, die demokratischer ist, für eine proletarisch-bäuerliche Republik, in der die Polizei und das stehende Heer vollkommen beseitigt sind und ersetzt werden durch die allge- meine Volksbewaffnung, durch die allgemeine Miliz; alle beamteten Per- sonen sind nicht nur wählbar, sondern auch jederzeit auf Verlangen der Mehrheit ihrer Wähler absetzbar,- die Besoldung aller beamteten Personen ohne Ausnahme wird in einer Höhe festgesetzt, die den Durch- schnittslohn eines guten Arbeiters nicht übersteigt; die parlamentarischen Vertretungskörperschaften werden nach und nach durch Sowjets der Ver- treter des Volkes (der verschiedenen Klassen und Berufe oder der ver- schiedenen Orte) ersetzt, die gleichzeitig gesetzgebend sind und ihre Gesetze vollziehen."


Zitat 2 [Zum imperialistischen Kaoital]: "Den Interessen des russischen Kapitals und seines mächtigen Gönners und Gebieters, des englisch-französischen imperialistischen Kapitals, des reichsten in der ganzen Welt, untergeordnet, hat die neue Regierung ent- gegen den vom Sowjet der Soldaten- und Arbeiterdeputierten im Namen der unzweifelhaften Mehrheit der Völker Rußlands in der entschieden- sten Weise ausgesprochenen Wünschen keine realen Schritte unternommen, um dem Völkergemetzel, das um der Interessen der Kapitalisten willen veranstaltet wurde, ein Ende zu bereiten. Sie hat nicht einmal jene geheimen, ausgesprochen auf Raub abzielenden Verträge (über die Aufteilung Persiens, über die Ausplünderung Chinas, über die Ausplünderung der Türkei, über die Aufteilung Österreichs, über die Annexion Ostpreußens, über die Annexion der deutschen Kolonien usw.) veröffentlicht, die, wie jeder weiß, Rußland an das englisch-französische imperialistische Raubkapital ketten. Sie hat diese Verträge bestätigt! die vom Zarismus geschlossen wurden — vom Zarismus, der im Laufe der Jahrhunderte mehr Völker ausgeraubt und unterdrückt hat als die anderen Tyrannen und Despoten, der das großrussische Volk nicht nur unterdrückte, sondern auch mit Schmach bedeckte und korrumpierte, indem er es zum Henker anderer Völker machte.

Die neue Regierung, die diese schändlichen Raubverträge bestätigte, hat es unterlassen, allen kriegführenden Völkern den sofortigen Waffenstillstand anzubieten, entgegen den durch die Sowjets der Arbeiter- und Soldatendeputierten klar zum Ausdruck gebrachten Forderungen der Mehrheit der Völker Rußlands. Sie beschränkte sich auf feierliche, wohltönende, hochtrabende, aber gänzlich nichtssagende Deklarationen und Phrasen, die im Munde bürgerlicher Diplomaten stets dazu dienten und dienen, die vertrauensseligen und naiven Massen des geknechteten Volkes zu betrügen."

Zitate entnommen aus:W I.Lenin, Thesen 'Über die Aufgaben des Proletariats un der gegenwärtigen Revolution', 1917, Band 24 der ME-Gesamtausgabe Dietz-Verlag Berlin 1959, S 24 ff. und 41 ff. > http://www.red-channel.de/LeninWerke/LW24.pdf

IV. Die Ausbeutung im Rahmen der Verfolgung und Unterdrückung von Minderheiten am Beispiel der NS-deutschen Politik und Kriegführung.

A. Vertreibungs- und kriegsbedingte Ausbeutung polnisch- und russischsprachiger Bevölkerung 1939-1942: Zu den NS-Kriegszielen.

B. NS-deutsche Ausbeutung unterdrückter, vertriebener.und vernichteter jüdischer Bevölkerung: Zum NS-Unterdrückungs-Sytem.

V: Zur 'kriegsbedingten' Ausbeutung und Enteignung der Vertriebenen am Beipiel Deutschlands nach 1945.

Ankunft eines Vertriebenen-Transports im Nachkriegs-Deutschland (1946) Quelle:.Bundesarchiv, Bild 175-13223 / CC-BY-SA.

Zur Vertreibung deutsch- und anderssprachiger europäischer Bevölkerung 1939 - 1950 (Kartenübersicht).

Zur Vertreibung deutschsprachiger Bevölkerung 1945 - 1950 (Statistik).

Sonderbefehl der polnischen Regierung an die deutsche Bevölkerung von Salzbrunn 1945

Ankunft eines Kindertransports im Nachkriegs-Deutschland 1946.

Weghinweise in Elmshorn auf Städte in den östlichen Vertreibungsgebieten.

VI. Grenzen, Besatzungsregime und neue Staatsordnungsarten der deitschsprachigen Länder nach 1945.

Zu den Gebietesverlusten, Zonengrenzen und Ost-West-Spannungen im Nachkriegsdeutschland.

Literatur, Medien und Quellen zur LV Gizewski Traditionen und Typen wirtschaftlicher Wertbildung und -aneignung seit der Antike.' im WS 2014/2015.


Bearbeitungsstand: 13. Febr. 2015.

Autor des WWW-Skripts: Prof. Dr. Christian Gizewski, TU Berlin, Fakultät I, Alte Geschichte, FG Geschichte, Privatadresse: Tietzenweg 98, 12203 Berlin, Tel.:030-8337810, EP: christian.gizewski@.tu-berlin.de