ZUR ENTSTEHUNG DER USA-FLAGGE UND -HYMNE

Die Streifen symbolisieren die Zahl (13) der Gründungs-Teilstaaten, die Sterne die spätere Zahl der USA-Teil-Staaten, die im Laufe der Zeit auf heute 50 zunahm. Die Farben Rot, Weiß und Blau knüpfen an die Farben der Flagge des Vereinigten Königreichs an, die zunächst - bis 1776 - auch im linken oberen Eck des 'Union Jack' eingesetzt war. Mach 1776 wurde er durch die Sterne ersetzt. Deren Zahl nahm im Laufe der Zeit zu und wurde in wechselnden Mustern, so u. a. auch im Kreis - wie heutige EU-Flagge im Kreis - angeordnet.

Während des Britisch-Amerikanischen Krieges 1813/1814 wurde am 13. September 1813 von der britschen Flotte die Stadt Boston beschossen. In dieser Schlacht wehrte die US-amerikanische Seite eine britische Landung erfolgreich ab .Auf einem der britischen Kriegsschiffe befand sich als gefangengenommener US-Amerikaner Francis Scott Key, ein junger Anwalt, dem bei dieser Gelegenheit der Text der USA-Nationalhymne einfiel. Er schrieb sie während der Beschießung, die 25 Stunden dauerte, am Ende der Schlacht. Key wurde den Sieg seiner Seite inspiriert, die amerikanischen Flagge vor allem als Symbol stolzer Selstbehaptung zu preisen.

Später fand Key auch eine Melodie zu seinem Gedicht; diese hatte ursprünglich zu einer Vereinshymne für gesellige Trinker ('To Anacreon in Heaven') gehört. Beides zusammen wurde dann unter dem Namen 'The Star-Spangled Banner' in der Bostoner Presse veröffentlicht. Es wurde schnell weiter verbreitet und bald überall in den USA zu offiziellen Anlässen gesungen. Als Nationalhymne wurde es aber formell erst 1931 festgelegt...

TEXT.

1. O! say can you see
by the dawn’s early light,
What so proudly we hailed
at the twilight’s last gleaming,
Whose broad stripes and bright stars
through the perilous fight,
O’er the ramparts we watched,
were so gallantly streaming?
And the rockets’ red glare,
the bombs bursting in air,
Gave proof through the night
that our flag was still there;
O! say does that star-spangled
banner yet wave,
O’er the land of the free
and the home of the brave?
2. On the shore dimly seen
through the mists of the deep,
Where the foe’s haughty host
in dread silence reposes,
What is that which the breeze,
o’er the towering steep,
As it fitfully blows,
half conceals, half discloses?
Now it catches the gleam
of the morning’s first beam,
In full glory reflected
now shines in the stream:
’Tis the star-spangled banner,
O! long may it wave
O’er the land of the free
and the home of the brave.

3. And where is that band
who so vauntingly swore
That the havoc of war
and the battle’s confusion,
A home and a country,
should leave us no more?
Their blood has washed out
their foul footsteps’ pollution.
No refuge could save
the hireling and slave
From the terror of flight,
or the gloom of the grave:
And the star-spangled banner
in triumph doth wave,
O’er the land of the free
and the home of the brave.
4. O! thus be it ever,
when freemen shall stand
Between their loved home
and the war’s desolation.
Blest with vict’ry and peace,
may the Heav’n rescued land
Praise the Power that hath made
and preserved us a nation!
Then conquer we must,
when our cause it is just,
And this be our motto:
„In God We Trust|In God is our trust;“
And the star-spangled banner
in triumph shall wave
O’er the land of the free
and the home of the brave![1]
1. O sagt, könnt ihr sehen

im frühen Licht der Morgendämmerung,
was wir so stolz grüßten
im letzten Schimmer der Abenddämmerung?
Dessen breite Streifen und helle Sterne
die gefahrvollen Kämpfe hindurch
über den Wällen, die wir bewachten,
so stattlich wehten?
Und der Raketen grelles, rotes Licht,
die in der Luft explodierenden Bomben,
bewiesen die Nacht hindurch,
dass unsere Flagge noch da war.
Oh sagt, weht dieses
sternenbesetzte Banner noch immer
über dem Land der Freien
und der Heimat der Tapferen?
2. Am Ufer noch eben zu sehen
durch die Nebel der Tiefe
Wo des Feindes hochmütiger Sitz
in fürchtender Stille ruht
Was ist es, was die Brise
über dem sich auftürmenden Steilhang,
Wenn sie zuckend weht
halb verbirgt, halb enthüllt?
Nun erfasst es den Schimmer
des ersten Morgenstrahls
In voller Pracht reflektiert
scheint es nun im (Licht-)Strom.
’s ist das Sternenbanner!
O möge es lange wehen
Über dem Land der Freien
und der Heimat der Tapferen!
3. Und wo ist die Rotte
die sich rühmend geschworen
dass die Verwüstung des Kriegs
und die Wirren der Schlacht
ein Heim und ein Land
nimmermehr uns lassen sollten?
Ihr Blut hat schon ausgewaschen
die Verunreinigung ihrer stinkenden Fußstapfen
Keine Zuflucht konnte retten
die Söldlinge und Sklaven
vor dem Schrecken der Flucht
oder dem Dunkel des Grabes.
Und das sternenbesetzte Banner
wird im Triumph wehen
Über dem Land der Freien
und der Heimat der Tapferen!
4. O, so sei es auf immer
wo freie Männer stehen
Zwischen ihren geliebten Heimen
und der Verwüstung des Kriegs!
Gesegnet mit Sieg und Frieden
möge das vom Himmel gerettete Land
die Macht preisen
die uns eine Nation hat gemacht und bewahrt.
Dann müssen wir siegen
wenn unsere Sache gerecht ist.
Und dies sei unser Motto:
„Wir vertrauen auf Gott.“
Und das sternenbesetzte Banner
möge im Triumph wehen
über dem Land der Freien
und der Heimat der Tapferen!

Zusammenstellung Gizewski 12/2013