Kap. 3

Zur Praxis 'tyrannischer', 'oligarchischer' und 'demokratischer' Willkürherrschaft in der Geschichte.


I. Historische Formen der 'Illegitimität' bei der Ausübung der Regierung über ein staatlich organisiertes Volk.

A. Die Willkür 'mafiöser' (gesetzlich nichtgeordneter oder widergesetzlicher) Clanherrschaft.

B. Die Willkür politisch exklusiver gesellschaftlicher Schichten oder Gruppen gegenüber der übrigen Bevölkerung.

C. Die Willkür widergesetzlicher und ungerechter Beschlüsse und Maßnahmen durch Volksführer und ihre Anhängerschaft.

II.''Tyrannis', 'Oligarchie' und 'Ochlokratie' als Formen staatlicher Willkürherrschaft.

Aristoteles' Unterscheidung zwischen angemessenen und unangemessenen Herrschaftsformen.in seinem Werk 'Über die Politik, Buch 3, Abschnitt 6 f.

III. Die Entstehung einer Willkürherrschaft durch Okkupation der Staatsgewalt an einem historischen Beispiel aus der Antike.

Die Entstehung einer Willkürherrschaft durch Okkupation der Staatsgewalt durch einen militärischen Gewalthaber am Beispiel Caesars nach seinem eigenen Bericht in Caesar, bellum civile, I, 1 - 13.

1. Welche Motive hat Caesar, 'den Rubikon zu überschreiten'?

2. Was ist an seinem 'Selbtsbewußtsein' 'unrepublikanisch'?

3. In welche Herrschaftsposition wird er durch den 'Marsch auf Rom' dauerhaft gebracht?

4. Wie kann man im Interesse einer republikanisch-gewaltenteiligen Staatsordnung in solchen Lagen solch einen Gewaltherrscher wieder beseitigen?


Literatur, Medien und Quellen-Verzeichnis zur LV Gizewski 'Traditionen staatlicher Willkürherrschaft seit der Antike' im SS 2014.


Bearbeitungsstand: 17. Mai 2014.

Autor des WWW-Skripts: Prof. Dr. Christian Gizewski, TU Berlin, Fakultät I, Alte Geschichte, FG Geschichte, Privatadresse: Tietzenweg 98, 12203 Berlin, Tel.:030-8337810, EP: christian.gizewski@.tu-berlin.de