INDEX CRICETUS

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Arbeitskeis habilitierter oder ähnlich qualifizierter Wissenschaftler in Berlin (AHW Berlin).

A. Zu Aufgaben und Struktur des Berliner Arbeitskreises.

18. Jan. 2006. Der Arbeitskreis habilitierter oder habilitationsähnlich qualifizierter Berliner Wissenschaftler ist dazu da, Wissenschaftler, die auf irgendeine Weise die Qualifikation für das Professorenamt erworben haben oder zu erwerben im Begriffe sind, auf einer gesellligen und rechtlich möglichst informellen Aktionsebene zur Wahrnehmung ihrer Interessen zusammenzuführen. Zu diesem Kreis können sich, wenn gewünscht, vor allem zusammenfinden: die Inhaber zeitlich befristeter oder sog.'nebenberuflicher' Hochschullehrerämter, d. h. Zeitprofessoren,, Hochschuldozenten, apl. Professoren, Privatdozenten, Oberassistenten und Oberingenieure, andere Wissenschaftsbeamte oder -angestellte mit habilitationsgleicher Qualifikation, und auch die nach der 5. Hochschulrahmenrechtsnovelle des Bundes eingestellten 'Juniorprofessoren' neuen Typs, soweit sie von beruflichen oder sozialen Problemen beschwert werden, die sich typischerweise mit ihrer einerseits akademisch höchstqualifizierten, andererseits höchst spezialisierten Wissenschaftler-Karriere verbinden.

Der Arbeitskreis ist ursprünglich aus gemeinsamen Aktionen verschiedenartiger Initiativen betroffener Wissenschaftler in Berlin - seit den 80er Jahren des westlichen, seit 1989 auch des östlichen Teils - entstanden und schon seit Anfang der neunziger Jahre in Form eines nichtrechtsfähigen Vereins organisiert. Er versteht sich nicht als Interessenverband i. e. S., sondern lediglich als ein offenes und geselliges Diskussionsforum und eine mögliche Aktionsplattform für Initiativen und Aufklärungsaktionen, die auf die vielfach außerordentlich unbefriedigenden Arbeitsverhältnisse und Berufsperspektiven der oben aufgezählten, auch was ihre Quantität betrifft, in der Öffentlichkeit zumeist nachhaltig übersehenen Wissenschaftlerkategorien hinweisen. Der Arbeitskreis hat als Verein wegen seiner bewußt lockeren Struktur keinen Vorstand und keine für den Verein als ganzen vertretungsberechtigten Wortführer; Mehrheitsbeschlüsse gibt es nicht. Dies ist für seinen Bestand rechtlich und tatsächlich wesentlich. Seine Aktivitäten nach außen sind deshalb identisch mit den eigenverantwortlich vorbereiteten Beiträgen und Aktionen seiner einzelnen oder nach Bedarf jeweils kooperierenden Angehörigen. Im Innenbereich geht es um nicht mehr, aber auch nicht weniger als die persönliche Aussprache, sachliche Diskussion und praktische Koordination unter ähnlich Betroffenen und Gesinnten.

Im Mittelpunkt steht einerseits die Sorge für persönliche berufliche und soziale Belange der im Verein Zusammenkommenden, soweit Hilfe im Einzelfall wirklich möglich ist, andererseits aber - und vor allem - die kontinuierliche und sachlich-umfassende Information der Öffentlichkeit über statistisch hinreichend faßbare und zur Abänderung auffordernde Mißstände beim gesellschaftlichen Einsatz hochqualifizierter wissenschaftlicher Arbeitskräfte. Auch eine insoweit sinnvolle Kooperation mit anderen Organisationen und Initiativen, welche auf ihre Weise Interessen habilitierter Wissenschaftler wahrnehmen, ist nicht ausgeschlossen.

Von solchen Mißständen betroffen sind auf irgendeine Weise prinzipiell alle oben genannten Kategorien wissenschaftlich höchstqualifizierter und beruflich zumeist voll einsatzfähiger Hochschullehrer auf vielfältige Weise, prinzipiell in allen Fachgebieten, spätestens seit dem Ende der 70er Jahre im gesamten alten Bundesgebiet und seit 1989 in allen neu hinzugekommenen östlichen Bundesländern, in Berlin ebenso wie in allen anderen Ländern der Bundesrepublik Deutschland.

Es handelt sich
im volkswirtschaftlichen Ergebnis um die Nichtnutzung der Allgemeinheit an sich zur Verfügung stehender, mit hohem Aufwand hergestellter wissenschaftlicher Kapazitäten, und,
zumindest in nicht wenigen Fällen, auch um öffentlich kaum wahrgenommene, beachtliche strukturelle Berufs und Sozialprobleme der betroffenen Wissenschaftler.

Zu den generellen Anliegen und bundesweiten Aktionen dieser Wissenschaftlergruppen siehe auch die allgemeinen Beiträge zu dieser Aktionsseite (Strukturelle Berufs- und Sozialprobleme für das Professorenamt qualifizierter Wissenschaftler und denkbare Auswege).

Interessenten sind eingeladen, sich zu melden und vor allem mit eigenen Initiativen mitzuwirken.

Wer darüber hinaus dem Verein formell beitreten und intensiver mitwirken will, kann dies auf einer vorformulierten Beitrittserklärung tun.

Kontakt:

Prof. Dr. Christian Gizewski, Tietzenweg 98, 12203 Berlin, Tel.: 030-8337810, EP: Christian.Gizewski@tu-berlin.de.

Prof. Dr.-Ing. M. Mislin, Charlottenbrunner Str. 2, 14193 Berlin, Tel.: 030-8254738, EP: mimisjdf@mailszrz.zrz.tu-berlin.de

B. Aktionen und Diskussionen
für die öffentliche Wahrnehmung und politische Berücksichtigung beruflicher und sozialer Probleme für das Professorenamt qualifizierter Wissenschaftler.

C. Diskussionsplattform 'Diogenes-Dialog'.

Bildmotiv oben: Statuette des kynischen Philosophen Diogenes von Sinope (ca. 400 - ca. 325 v. Chr.), Standort: Villa Albani, Rom. Entstehungszeit: schätzungsweise 3./2. Jht. v. Chr. Photo entnommen aus: German Hafner, Bildlexikon antiker Personen, 2. erw. Auflage, Zürich 1993, S. 103.

Verantwortlich für die redaktionelle Bearbeitung der hier veröffentlichten Beiträge: Christian Gizewski, EP: xhristian.gizewski@tu-berlin.de .

Redaktionelle Verantwortung: Prof. Dr. Christian Gizewski, TU Berlin, FG Geschichte, Tietzenweg 98, 12203 Berlin, Tel.:030-8337810, EP: christian.gizewski@tu-berlin .