Einladung

LEBENSRISIKO HABILITATION?
Was wird aus unseren "Höchstqualifizierten"?
20. Berliner Hochschuldebatte.
Montag, 6. Februar 2006, 19.00 - 21.00 Uhr
Galerie der Heinrich-Böll-Stiftung, Hackesche Höfe,
Rosenthaler Str. 40/41, 10178 Berlin-Mitte

Der Eintritt ist frei. Anmeldung nicht erforderlich.

Eine Kooperation mit der Initiative Berliner Privatdozenten und dem Berliner Arbeitskreis habilitierter Wissenschaftler.

Mit
Peter Hommelhoff, Rektor Universität Heidelberg
Ulrike Preißler, Deutscher Hochschulverband
Gerd Köhler, GEW
Dorothea Beutling, Deutscher Hochschullehrerinnenbund
Christian Gizewski, TU Berlin
Moderation: Martin Spiewak, Die Zeit

Kaum ein Karriereweg ist länger als der zur Professur. Und nur wenige sind so unsicher. Während ein Studienabschluss heute die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit ist, bedeutetdie wissenschaftliche Weiterqualifikation für die Professur ein hohes persönliches Risiko. Nur für rund ein Fünftel aller professorablen Wissenschaftler gibt es offene Professorenstellen. Gelangen Habilitierte nicht auf einen dieser Posten, so stehen sie sehr oft vor einem doppelten Problem: Das Wissenschaftssystem bietet ihnen erstens neben regulären Professuren nur sehr wenige dauerhafte Beschäftigungsmöglichkeiten. Außerhalb des akademischen Betriebs gelten sie zweitens aufgrund ihrer Spezialisierung - und häufig wegen ihres Alters - als schwer vermittelbar. So kommt es, dass sich viele Habilitierte heute in prekären Arbeitsverhältnissen befinden.

Die Schätzungen, wie viele genau von diesem Schicksal betroffen sind, belaufen sich auf 5.000 bis 20.000. Es fehlen Verbleibstudien und statistische Erhebungen für Promovierte und Habilitierte. Offenbar will die Politik nicht so genau wissen, was aus den Höchstqualifizierten im akademischen System wird und ob sie sinnvoll für das Allgemeinwohl eingesetzt sind.Die 20. Berliner Hochschuldebatte will deshalb zunächst versuchen, einen statistischen Blick auf den Arbeitsmarkt für Habilitierte und Promovierte zu werfen. Im Anschluss daran fragen wir, wo Ansatzpunkte für die Verbesserung ihrer Situation liegen. Ist die Juniorprofessur eine Alternative? Kann die Habilitation stärker praxisorientiert - auch im Hinblick auf den Arbeitsmarkt außerhalb der Hochschulen - angelegt werden? Wie kann der individuelle Ausstieg aus dem Wissenschaftssystem erleichtert werden? Helfen neue Personalstellen wie der' senior lecturer' oder 'researcher' - etwa im Rahmen des Hochschulpakts - weiter?

Informationen:
Dr. Andreas Poltermann F 030-285 34-410
Stephan Ertner F 030-28534-236
wissen@boell.de
www.hochschuldebatten.de

Verantwortlich für die redaktionelle Bearbeitung aller Informationen und Beiträge auf der WWW-Seite http://www.tu-berlin.de/fb1/AGiW : Christian Gizewski (EP: Christian.Gizewski@tu-berlin.de).