14. Okt. 2010

Einladung

zum elften Treffen des Arbeitskreises 'Projekt Ferch'

am Samstag, 30. Oktober 2010, 15.00

im Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde Neuseddin, Waldstraße 33, 14554 Seddiner See (ggf. Tel.: 033205/50400).

Werte Mitarbeiter, Unterstützer und ggf. auch Kritiker des Projekts Ferch!

1. Bei unserem letzten Treffen am 25. Sept. 2010 wurde die eine Vereinsgründung betreffende Umfrage (früher bereits mitgeteilte Anlagen 1 und 2) ausgewertet.

Am 22. Nov. des vergangenen Jahres waren bereits Frau Simon, Herr Neuendorf und Herr Kalle einem - allerdings damals noch ohne genaue Satzungsregeln - gegründeten Verein 'Pro_Ferch' beigetreten. Jetzt sind hinzugekommen Herr Hild und Herr Jackewitz. Ich selbst gehöre auch dazu. Es gibt weitere Kandidaten. Alle sechs bereits Beigetretenen haben der jetzt vorgenommenen Präzisierung der Satzung gestern oder schon früher zugestimmt. Damit besteht seit der Arbeitskreissitzung am 25. Sept. 2010 ein nicht-rechtsfähiger, aber endlich rechtlich handlungsfähiger Verein 'Projekt Ferch' mit den Regeln der nunmehr in Kraft getretenen Satzung.

Ich habe in der letzten Sitzung darum gebeten, von den anwesenden Vereinsmitgliedern zunächst mit der vorläufigen Geschäftsführung für den Verein 'Projekt Ferch' nach P. 5 der Satzung betraut zu werden. Dem wurde von den anwesenden Vereinsmitgliedern entsprochen. Ich bewerbe mich hiermit ausdrücklich auch bei allen anderen Vereinsmitgliedern um eine Beauftragung mit den Geschäftsführungsaufgaben auf längere Frist (ebenfalls P. 5. der Satzung), damit ich als 'ordentlicher Vereinsgeschäftsführer' agieren kann und nicht nur immer als 'ortsfremdes wissenschaftliches Individuum' Christian Gizewski auftreten muß.

Ein Verein würde sich, wie schon früher betont und in der Satzung unterstrichen, in den grundsätzlichen Zielen nicht von denen des bestehenden und fortbestehenden informellen Gesprächskreises unterscheiden, sondern seine Aufgabe vor allem in der Organisation der Öffentlichkeitsarbeit sehen.

Wer nur informiert sein, sich austauschen und nur gelegentlich aktiv werden möchte, kann sich auch künftig auf die Teilnahme an den regelmäßigen Treffen des fortbestehenden informellen, eher dem engeren regionalen Umkreis zugewandten Gesprächskreises beschränken. Wer etwas mehr Zeit hat oder sich nehmen will, kann Mitglied eines rechtlich verfaßten Vereins werden.

Eine unmittelbar anstehende Aufgabe des Vereins wird die Kooperation bei der Konzeption der vom VDK geplanten zentralen Gedenkstätte in Halbe sein, eine andere die Kontaktaufnahme mit Museen, Archiven und anderen Einrichtungen zwischen Oder und Elbe mit ähnlichen Zielen. Wie Ihnen bekannt, hat der VDK Berlin-Brandenburg von sich aus (früher bereits mitgeteilte und diskutierte Anlage 3 ) eine Kooperation mit dem Arbeitskreis 'Projekt Ferch' vorgeschlagen.

2. Beim Treffen am 25. Sept. wurde der zweite Teil des i. J. 2008 von Johannes Gilde erstellten Films 'Artur Falkenthal erzählt' vorgeführt und besprochen. Herr Falkenthal und Frau waren selbst anwesend. Herr Falkenthal kommentierte den Film.

3. Meine Bemühungen, einen Kontakt zu Museen und Gedenkstätten zwischen Oder und Elbe aufzunehmen, die sich ebenfalls mit der Kriegsendzeit 1945 befassen, haben bisher nur zu einem Kontakt mit dem Stadtmuseum Potsdam und dem Heimatverein Tangermünde geführt, dessen Vorsitzende allerdings in den nächsten Wochen im Urlaub ist. Zu mehr hatte ich keine Zeit. Sobald auch noch ein Kontakt mit dem Heimatverein oder Stadtmuseeum Jerichow hergestellt ist, werde ich eine Exkursion für alle Interessenten nach Jerichow und/oder Tangermünde vorbereiten. Bis zum Treffen am 30. Oktober ist das aber nicht mehr möglich.

4. In der nächsten Sitzung soll der letzte Teil des Films über Artur Falkenthal vorgeführt und diskutiert werden. Außerdem stehen alle von den Teilnehmern in die Diskussion eingebrachten Punkte zur Erörterung an. Ein Radio-Reporter, Herr Gerhard Richter, der sich beim letzten Treffen vorstellte, hat gebeten, davon Ton-Aufnahmen machen zu dürfen. Generell billigten die Teilnehmer an der vergangenen Sitzung dieses Vorhaben, allerdings unter der Voraussetzung, daß die fertiggestellte Produktion vor ihrer erstmaligen Sendung den darin vorkommenden Diskussionsteilnehmern zur Kontrolle oder Stellungnahme angeboten werden müssen. Ich habe mit Herrn Richter die Einzelheiten besprochen und vertraglich geregelt. Darüber werde ich am Beginn der nächsten Sitzung berichten, sodaß noch einmal abgestimmt werden kann.

5. Die Bemühungen, bei dem Gemeinderat in Elsholz die Zustimmung zur Aufstellung der von Frau Simon konzipierten Statue zu erreichen, werden fortgesetzt. - Über den Bürgermeister der Gesamtgemeinde Beelitz, Herrn Knuth, hat uns zwar die Kopie einer EP-Mitteilung der Vorsteherin des Ortsbeirates Elsholz vom 7. Sept. 2010 erreicht, die folgenden Inhalt hat: "Sehr geehrter Herr Knuth, der Ortsbeirat Elsholz hat in seiner Sitzung am 30. 8. 10 einstimmig den Bau eines Denkmals für die Ereignisse der letzten Kriegstage im Raum Beelitz vor der Kirche abgelehnt. Mit freundlichen Grüßen Kathrin Wiencek." - Dazu ist zu sagen: Es soll nichts gebaut werden, insbesondere kein Denkmal im üblichen Sinne des Wortes, sondern eine - im Konzept bereits bekanntgemachte, in jeder Hinsicht nicht-heroisierendes Statue zum menschlich-einfühlenden und politisch-historischen Nachdenken soll nach ihrer Fertigstellung lediglich aufgestellt werden, versehen mit einer kleinen erklärenden Tafel, deren Inhalt auch der Ortsbeirat mitbestimmen könnte. - Warum der Ortsbeirat Elsholz unseren unmißverständlich formulierten Vorschlag so rundweg zurückgewiesen sehen will, blieb in der gestrigen Sitzung allen Anwesenden unklar. - Ich hatte zwar alle Mitglieder des Gemeinderats Elsholz mit Einschreiben angesprochen und schon zu unserem Treffen am 31. Juli eingeladen. Bisher ist leider niemand von den Eingeladenen zu einer unseren Sitzungen gekommen, auch am 25. Sept. nicht, um sich im direkten Gespräch zu informieren und eventuelle Gegenvorstellungen zu äußern, wie es ursprünglich zugesagt war. Wir werden daher notfalls auf einer rechtlich angemessenen Klärung unseres Antrags bestehen müssen. Ich bin bisher nicht dazu gekommen eine Gegenvorstellung an den Bürgermeister in Beelitz zu formulieren, will aber, gemeinsam mit Herrn Käbelmann, wie in der letzten Sitzung besprochen, eine solche notfalls auf den Weg bringen. Zunächst habe ich nochmals - und nunmehr einfachheitshalber auch den Bürgermeister Beelitz - zu der nächsten Sitzung eingeladen.

4. Ich danke wiederum für die mir zugänglich gemachten schriftlichen Erinnerungen oder Bilder, die unser Thema betreffen, - darunter mittlerweile sogar auch buchförmige, sehr anerkennenswert zusammengefaßte Lebenserinnerungen - und bitte weiterhin darum, mir alles zukommen zu lassen, was Ihrer Meinung nach zu unserem Thema paßt. Bitte vermerken Sie Ihren Namen und Ihre Adresse, ferner, ob und wann die Sachen ggf. zurückgegeben werden sollen und ob Dokumente als persönlich von ihren Verfassern verantwortete im Internet veröffentlicht werden können oder nicht. Späterhin sollen, wie früher bereits besprochen, solche Dokumente ggf. in einer Erinnerungsstätte archiviert werden.

5. Bitte beachten Sie wie stets die Neuerungen im WWW-Text

http://agiw.fak1.tu-berlin.de/Pro_Ferch/Konzept.html

(Christian Gizewski, Ein Projekt zur Erinnerung an die Kriegereignisse im April/Mai 1945 in der 'Region Ferch' - 'Projekt Ferch'), wo sie auch alle Materialien abrufen können, auf die diese Einladung Bezug nimmt.

Wenn Sie Fragen haben oder Vorschläge machen wollen, lassen Sie sie mich jederzeit gern wissen.

Mit freundlichem Gruß

Ihr

Christian Gizewski, Tietzenweg 98, 12203 Berlin, TEL und AB: 030/8337810 oder (wenn eingeschaltet) 0151 26759056, FAX: 030/84309266, EP: christian.gizewski@tu-berlin.de, WWW-Seite: http://www.AGiW/fak 1.tu-berlin.de.index.html