1.. Mai 2011

Einladung

zum siebzehnten Treffen des Arbeitskreises 'Projekt Ferch'

am Samstag, 28. Mai 2011, 15.00

bei Frau Maren Simon in deren Atelier in Werder, 14542 Werder (Havel), Havelinsel, Torstraße 2 (ggf. Tel.: 015156152823)


Sehr geehrte Damen und Herren!

Das letzte Mal traf sich der Arbeitskreis am 27. April im Heimatmuseum Luckenwalde. Wir besichtigten die vielen Schaustücke, die von der Frühgeschichte über die Zeit der mittelalterlichen deutschen Erstbesiedlung, die Entwicklung der Bürgerstadt und der Bürgerschaft, das landesherrliche Regiment, die Entwicklung von Landwirtschaft und Gewerbe der Region, die Kriegs- und Notzeiten der früheren Neuzeit, die beiden Weltkriege, die stark sozialdemokratisch geprägte Zwischenkriegszeit, die NS-Epoche und die DDR-Epoche, ihre jeweiligen Ideologien- und Parteienmonopole und ihre ausführlich dargestellte Alltagskultur bis zur Entwicklung nach der deutschen Wiedervereinigung 1989/1990 reichen. D. h. wir besichtigten im Kurzdurchgang die örtlichen Hinterlassenschaften letztlich mehrerer Jahrtausende Geschichte, davon vor allem 800 Jahre deutscher Geschichte, 12 Jahre NS-Geschichte, 40 Jahre DDR-Geschichte und 20 Jahre der deutschen Wiedervereinigungs- und Nachwiedervereinigungsgeschichte. Leider war die Sonderausstellung des Museums zu dem in Luckenwalde gelegenen Kriegsgefangenlager der Zeit des 2. Weltkrieges ('Stalag III') nicht geöffnet, sodaß wir uns entschlossen, noch zu dem auf dessen früheren sehr großen Areal gelegenen kleinen Friedhof (am Zapfholzweg) zu fahren. Unter anderem Wichtigen stellte sich hier erneut die Frage nach der Zahl und dem Verbleib der in der Zeit zwischen 1941 und 1945 auf deutschem Boden, speziell in der 'Region Ferch', gefallenen und in Lagern wie dem in Luckenwalde gestorbenen sowjetrussischen Kriegstoten.

Dieser Besuch verdeutlichte erneut eine Grundidee des Arbeitskreises: Das Interesse seiner großenteils - wenn auch nicht nur - alten Angehörigen und damit auch Zeitzeugen richtet sich deutlich auf die in ihrer Jugend erlebten Kriegs- und Nachkriegszeiten und auf das, was sie sonst in ihrem späteren eigenen Leben betraf. Bei jeder Besichtigung findet aber erkennbar auch die weiterreichende örtliche und regionale Geschichte Interesse. Darum ist es sinnvoll, das Konzept eines überregionalen Dokumentationsprojekts, etwa des VbDK in Halbe, wie ich es bekanntlich im Internet beharrlich unterstütze, mit begleitenden Museums- und Ortsbesichtigungen in der Region zu unterbauen und zu begleiten.

Das nächste Treffen, so beschlossen wir bei der letzten Zusammenkunft, soll am 28. Mai 2011, 15.00 im Atelier von Frau Maren Simon in deren Atelier in Werder, 14542 Werder (Havel), Havelinsel, direkt an der Inselbrücke stattfinden. Dort soll es um die Besichtigung ihrer künstlerischen Arbeit, aber auch um das praktisch zu bewältigende Problem der Restfinanzierung ihres Statuen-Projekts gehen, dessen Standort mittlerweile gesichert ist.

Wiederum danke ich für die mir zugänglich gemachten schriftlichen Erinnerungen, die Bücher, Schriften und Bilder, die unser Thema betreffen, und bitte weiterhin darum, mir alles zukommen zu lassen, was Ihrer Meinung nach zu unserem Thema paßt. Bitte vermerken Sie stets Ihren Namen und Ihre Adresse, ferner, ob Dokumente als persönlich von ihren Verfassern verantwortete im Internet veröffentlicht werden können oder nicht. Späterhin sollen, wie früher bereits besprochen, solche Texte und Bilder in einer Erinnerungsstätte, wohl in Halbe, archiviert werden. Bitte erinnern Sie mich notfalls an die Rückgabe Ihrer Unterlagen, für deren Durchsicht ich, wenn sie länger sind, etwas länger brauche, deren Rüchgabe ich aber auch aus widernatürlichem Besitztrieb ungerechtfertigt zu verdrängen neige.

7. Es ist eine große Mühe, die Einladungen postalisch zuzustellen, weswegen alle Interessenten, wenn sie nur irgendeine Möglichkeit haben, sich bitte immer wieder einmal an die u. a. Adresse mit ihren 'neuesten Nachrichten' erinnern mögen. Bitte beachten Sie also möglichst regelmäßig die Neuerungen im WWW-Text http://agiw.fak1.tu-berlin.de/Pro_Ferch/Konzept.html (Christian Gizewski, Ein Projekt zur Erinnerung an die Kriegereignisse im April/Mai 1945 in der 'Region Ferch' - 'Projekt Ferch'), wo Sie auch alle Materialien abrufen können, die mir im Zusammenhang mit unserem Projekt zugegangen sind und von mir laufend redaktionell weiterbearbeitet werden.

Wenn Sie Fragen haben oder Vorschläge machen wollen, lassen Sie sie mich jederzeit gern wissen.

Mit freundlichen, von politischen Bekenntniszwängen glücklicherweise freien, aber dennoch maienfrohen Grüßen, auch ggf. nachträglich zum 1. Mai.

Ihr Christian Gizewski, Tietzenweg 98, 12203 Berlin, TEL und AB: 030/8337810 oder (wenn eingeschaltet) 0151 26759056, FAX: 030/84309266, EP: christian.gizewski@tu-berlin.de, WWW-Seite: http://www.AGiW/fak 1.tu-berlin.de.index.html