2. EINLADUNG

Christian Gizewski,
Tietzenweg 98, 12203 Berlin, TEL und AB: 030/8337810 oder (wenn eingeschaltet) 0151 26759056, FAX: 030/84309266, EP: christian.gizewski@tu-berlin.de, WWW-Seite: http://agiw.fak 1.tu-berlin.de.

29. Nov. 2009

Sehr geehrte Damen und Herrren!


Zu einem zweiten Treffen des Arbeitskreises 'Projekt Ferch' ('Pro_Ferch') lade ich Sie

zum Samstag, 12. Dez. 2009, 15.00
in das Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde Neuseddin,
Waldstraße 33, 14554 Seddiner See (ggf. Tel.: 033205/50400)

ein.

Im ersten Treffen am 22. Nov. ging es vor allem um die Gründe für die Einrichtung einer Erinnerungsstätte in der Region Beelitz / Ferch, wo Ende April / Anfang Mai1945 eine äußerst verlustreiche und tragisch-unnütze Schlacht stattfand, die heute aber nur noch wenig in Erinnerung ist. Besprochen wurden ferner die ersten Schritte in Richtung auf die baldige Einrichtung einer solchen Erinnerungsstätte sowie die Bildung eines vereinsförmigen ständigen Arbeitskreises an dem Projekt interessierter Bewohner der Region, der sie betreuen soll. Die Anwesenden verteilten bis auf weiteres die zunächst anfallenden Aufgaben unter sich.

Der kommende Termin soll folgenden Themen gewidmet sein:

1. Besprechung des beigefügten Protokolls und eines von mir erstellten Satzungsentwurfs.

2. Nochmalige Erläuterungen zum Projekt-Konzept für Neuhinzukommende.

3. Vereinfachung der gegenseitigen Information (Nutzung des Internets).

4. Sonstiges

Zur Vorbereitung auf das Treffen können Sie weiterhin das von mir ständig fortentwickelte 'Konzept für die Einrichtung einer Erinnerungsstätte in der Region Ferch' lesen. Sie finden es im Internet unter der Adresse

http://agiw.fak1.tu-berlin.de/Pro_Ferch/Konzept.htmll

Wenn Sie vorab Vorschläge zum beigefügten Satzungsentwurf oder zu etwas anderem machen wollen oder Fragen haben, lassen Sie sie mich gern wissen.

Ich bitte Sie erneut, diesen Termin nach Möglichkeit wahrzunhmen und auch alle Interessenten mitzubringen, die ich nicht angeschrieben habe. Die Vorbereitung von Sitzungen verursacht nicht ganz kleinen Aufwand. Erlauben Sie mir schließlich in eigener Sache folgenden Vorschlag. Im Interesse eines allseits unbefangenen Umgangs bitte ich Sie herzlich, mich nicht mit meinem Professorentitel, sondern nur als Herrn Gizewski anzusprechen; denn so fühle ich mich vor allem, auch in dieser Sache.

Mit freundlichem Gruß

Christian Gizewski
ANLAGEN

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Protokoll zur ersten Sitzung des 'Arbeitskreises Projekt Ferch' am 22. Nov. 2009 im Gemeindezentrum der Evangelischen Kirchengemeinde Neuseddin.

1) Anwesend waren: Frau Maren Simon (Kloster Lehnin) und die Herren Hubertus Neuendorf (Neuseddin), Werner Kalle (Kähnsdorf) und Christian Gizewski (Berlin).

2) Die Anwesenden stellten sich vor und schilderten ihr persönliches Interesse an der Einrrichtung einer Erinnerungsstätte, die den Kriegsgeschehnissen am Ende des Zweiten Weltkriegs in der Region Beelitz, Ferch und benachbarte Orte gewidmet sein soll.

3) Es wurde die Frage besprochen, wie man zu diesem Zweck - ggf. auch in einer kleinen Arbeitsgruppe - künftig stabil und unkompliziert zusammenwirken könne.

a) Auf Anraten von Herrn Gizewski wurde von den Anwesenden beschlossen, mit Wirkung vom 22. Nov. 2009 an einen nicht rechtsfähigen Verein nach § 54 BGB zu gründen und ihm beizutreten. Alle Anwesenden traten dem Verein bei. Der Verein ist damit gegründet. Er soll als Verein den Namen "Arbeitskreis Projekt Ferch" (abgekürzt: "AK Pro_Ferch") tragen.

b) Der Verein soll den nicht-wirtschaftlichen, gemeinwohlorientierten, rein ideellen Zweck verfolgen, das Andenken der in der Schlacht bei Beelitz und Ferch Ende April/Anfang Mai 1945 gefallenen Soldaten beider Seiten und der Verwundeten, Gefangenen, Flüchtlinge und sonst Kriegsgeschädigten, kurz aller den damaligen Vorgängen unterworfenen Militärkräfte und Zivilpersonen, zu erneuern und zu sichern. Dieser Zweck steht im Zusammenhang mit dem an der Eisenbahnstrecke Potsdam - Beelitz südlich der Autobahn errichteten metallenen Gedenkkreuz, das an "80000 Gefallene der letzten Schlacht“des Krieges 1939 - 1945" erinnert.

4) Die Anwesenden sprachen ab, die im Verein anfallenden Arbeiten bis auf weiteres wie folgt zu verteilen:

a) Frau Simon übernimmt es, für den Verein die Kontakte zur Presse zu koordinieren und wahrzunehmen. Sie plant außerdem, einen Entwurf für eine Skulptur zu entwickeln und später auszuführen, welcher die zentrale Idee einer Erinnerungsstätte verbildlichen soll.

b) Herr Neuendorf und Herr Kalle übernehmen es gemeinsam, für den Verein Kontakt zu den noch lebenden, erreichbaren Zeitzeugen der damaligen Ereignisse in der Region aufzunehmen und sie um irgendeine geeignete Mitwirkung an dem Projekt zu bitten. Herr Neuendorf wird darüber hinaus im Gemeindezentrum der Kirchengemeinde Neuseddin eine Sammelstelle für einigehende Erinnerungen aller Art schaffen und ein Wandbrett im Gemeindesaal aufstellen, an dem Erinnerungen und Nachrichten, die mit dem Projekt Ferch zu tun haben, ausgehängt werden sollen.

c) Herr Gizewski wird bis auf weiteres darum bemüht sein, mit den für das Projekt wichtigen Institutionen Kontakt aufzunehmen, weitere Interessenten zu werben und deren Liste zu führen. Er wird außerdem auf seiner dem Wissenschaftsbetrieb der Technischen Universität Berlin zugeordneten WWW-Seite (URL: http://www.agiw.fak1.tu-berlin.de) ein unter der Adresse http://agiw.fak1.tu-berlin.de/Pro_Ferch/Konzept.html zugängliches Konzept für eine Erinnerungsstätte in der Region Ferch - Beelitz fortentwickeln. Er handelt dabei als WWW-Autor ausschließlich im Rahmen einer universitär-geschichtswissenschaftlichen Teilaufgabe ('konzeptionelle Gedenkstättenarbeit'). Er wird zum nächsten Treffen der Arbeitsgruppe im Zentrum der Evangelischen Gemeinde Neuseddin (Waldstraße 33) am 12. Dez. 2009, 15.00 einladen.

6. Dez. 2009 Gizewski

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Entwurf einer Vereinssatzung.

1. [Zweck des Vereins] Der Verein 'Arbeitskreis Projekt Ferch' (Abkürzung: 'AK Pro_Ferch') verfolgt den nicht-wirtschaftlichen, gemeinwohlorientierten, ideellen Zweck, das Andenken der in der Schlacht bei Beelitz und Ferch Ende April/Anfang Mai 1945 gefallenen Soldaten beider Seiten und der damals Verwundeten, Gefangenen, Flüchtlinge und sonst Kriegsgeschädigten, kurz aller den damaligen Vorgängen unterworfenen Militärangehörigen und Zivilpersonen, zu erneuern und langfristig zu sichern. Dieser Zweck steht im Zusammenhang mit dem an der Eisenbahnstrecke Potsdam - Beelitz südlich der Autobahn errichteten metallenen Gedenkkreuz, das an "80000 Gefallene der letzten Schlacht des Krieges 1939 - 1945" erinnert.

2. [Rechtscharakter des Vereins] Der Arbeitskreis 'Pro_Ferch' ist ein nicht rechtsfähiger Verein nach den § 54, 705 ff. BGB. Das Verhältnis der Vereinsmitglieder zueinander bestimmt sich nach dieser Satzung. Der Verein ist nicht eingetragen und hat keine Rechtspersönlichkeit, kann aber ggf. wie eine Gesellschaft des bürgerlichen Rechts Rechte haben und bei Rechtsstreitigkeiten parteifähig sein. Er hat keinen Vorstand. Die Vereinsaufgaben werden durch die Versammlung der Vereinsmitglieder nach Bedarf auf Beauftragte des Vereins verteilt. Für Rechtsgeschäfte, die die Beauftragten für den Verein Dritten gegenüber vornehmen, haften sie persönlich. Vereinsbeiträge werden nicht erhoben. Alle Vereinsmitglieder erfüllen die von ihnen übernommenen Aufgaben auf eigene Kosten und in eigener Verantwortung bis zu ihrer Ablösung oder ihrem Rücktritt. Auslagenersatz findet nur statt, wenn er im einzelnen vor der beabsichtigten Auslage von den Anwesenden einer Vereinsversammlung persönlich beschlossen und gemeinsam finanziell verantwortet wird.

3. [Vereinsmitgliedschaft] Vereinsmitglied ist, wer sich in einer Vereinsversammlung persönlich vorstellt, seinen Aufnahmeantrag dort mündlich begründet, legitime Fragen von Anwesenden dazu ohne Ausweichen beantwortet, sodann von einer Vierfünftel-Mehrheit der anwesenden Vereinsmitglieder aufgenommen und in der förmlich von dem damit Beauftragten des Vereins zu führenden Mitgliederliste registriert worden ist. Für den Ausschluß eines Vereinsmitglieds ist ebenfalls eine Mehrheit von vier Fünfteln der beschlußfassenden Vereinsersammlung erforderlich.

4. [Vereinssitzungen] Zu den Vereinssitzungen werden alle Vereinsmitglieder unter prägnanter Angabe aller wesentlichen Tagesordnungspunkte und Beifügung des Protokolls der letzten Vereinsversammlung schriftlich eingeladen. Die Einladung zu einer Sitzung ebenso wie ihre Protokollierung nimmt ein dafür bestimmter Beauftragter des Vereins vor; dieser führt auch die förmliche Liste der Vereinsmitglieder. Stimmrechte können von den Vereinsmitgliedern nur persönlich und in einer Mitgliederversammlung ausgeübt werden.

5. [Dauernde und vorübergehende Beauftragung] Die nicht nur vorübergehende Beauftragung von Vereinsmitgliedern mit Vereinsaufgaben setzt voraus, daß eine Mitgliederversammlung einen entsprechenden Beschluß mindestens mit einer Vierfünftel-Mehrheit faßt. Auf dieselbe Weise kann eine solche Beauftragung rückgängig gemacht werden. Vorübergehend Beauftragte werden mit einfacher Mehrheit der anwesenden Vereinsmitglieder in einer Vereinssitzung bestimmt.

6. [Vereinsordnung] Die Vereinsordnung kann nur mit einer Vierfünftel-Mehrheit der anwesenden Vereinsmitglieder beschlossen und geändert werden, wenn der entsprechende Beschlußantrag der Einladung zur Sitzung mit schriftlicher Begründung beigefügt ist.

Datum:

Unterschriften der Gründungsmitglieder:

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Begründung:

Die Regelungen beschränken sich auf das Nötigste, um dem Verein, der vermutlich auch künftig nur einen kleinen Mitgliederbestand haben wird, eine gewisse stabile Struktur zu geben. Diese muß deshalb in besonderem Maße arbeitssparend, kostensparend und flexibel genug für die eigentlich zu leistende Arbeit sein. Insoweit wird vor allem auf einen 'Vorstand', eine Vereinskasse und einen 'Kassenwart', generell auf die Rechtsform eines eingetragenen Vereins (§§ 21 ff. BGB) verzichtet. Das hat allerdings eine prinzipielle Eigenhaftung der Vereinsmitglieder bei jedem Handeln für den Verein zur Folge.

P.1 der Satzung, welche juristisch ein Gesellschaftsvertrag ist, betont den ideellen Zweck der Vereinstätigkeit im Rahmen einer regional-heimatgeschichtlichen Erinnerungspflege und Gedenkstättenarbeit.

P. 2 versucht, die Vereinsaktivität im wesentlichen über dauernde und vorübergehende 'Auftragsverhältnisse' zu konstruieren. Daraus, daß diese an die Stelle von Vorstandskompetenzen treten sollen, erklären sich die vorgeschlagenen hohen Abstimmungsquoren

P. 3 soll mit seiner detaillierten Aufnahmeregelung vor allem einer 'Übernahme' oder Instrumentalsierung des Vereins für vereinsfremde Zwecke, selbst wenn diese unwahrscheinlich ist, sicherheitshalber entgegenwirken.

P. 4 regelt auch das Einladungs- und Protokollwesen und die Führung der Mitgliederliste als Auftragsverhältnis.

P. 5 dient demselben Zweck wie P. 3.

P. 6 soll ein unnötiges Hin und Her in Fragen der Vereinssatzung verhindern, eine Änderung aber nicht generell ausschließen.

6. Dez. 2009 Christian Gizewski

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