3. Januar 2012

Einladung

zum dreiundzwanzigsten Treffen des Arbeitskreises 'Projekt Ferch'

am Samstag, 28. Januar 2012, 15.00

im Gemeindezentrum der evangelischen Kirchengemeinde Neuseddin, Waldstraße 33, 14554 Seddiner See (ggf. Tel.: 033205/50400).


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitwirkende im Arbeitskreis!

Versehentlich hatte ich in meiner letzten Einladung zum 25. November 2011 eine völlig falsche Stunde für das Treffen in Neuseddin angegeben bzw. aus einer vorherigen Einladung 'übernommen'. Diejenigen, die darauf eingegangen sind, bitte ich nachträglich um Verzeihung. Nachmittags um 15.00 am selben Tage traf ich dann selbst ein und fand Herrn Neuendorf wie gewohnt, im Kirchenraum, wo wir uns eine dreiviertel Stunde lang besannen, um schließlich zu schlußfolgern, daß irgendetwas geschehen sein müsse, das der Aufklärung bedürfe. Tja. Das nächste Treffen am 28. Jan. 2012 sollte jedenfalls erfolgreicher ablaufen

Zu unseren Treffen und zu dem 'Arbeitskreis Projekt Ferch' generell meine ich selbst, daß sie weiterhin und sogar auf längere Zeit sinnvolle Aufgaben haben werden. Nicht einmal der Begriff eines 'Projekts' bedarf m. E. einer Änderung; denn er macht deutlich, daß gerade heimatgeschichtlich-zeitgeschichtliche Perspektiven und Aktivitäten einen etwas ungemütlichen 'ernsten' Kern haben können. 'Projekt' bedeutet dabei, daß man selbstbestimmt etwas will und tut und daher nicht auf 'äußere Fürsorge' setzt und setzen will. Die Geschichte der letzten Kriegswochen und die Nachkriegsgeschichte in der Mark Brandenburg - auch an ihren einzelnen Geschehensorten - lassen sich erst seit dem Ende der DDR unbehindert und unbeschönigt aufklären. Dies kann oder sollte sich auch mit längerfristigen praktischen Zielen - wie etwa der Unterstützung eines VbDK-Dokumentationszentrums - verbinden. Freundlichere Neigungen und Bedürfnisse schließt das nicht aus. Das eine zulasten des anderen hielte ich für falsch.

Beim nächsten Treffen sollten wir uns über Praktisches und über die Programmplanung in den nächsten Monaten verständigen. Nach wie vor gibt es eine Anzahl interessanter Exkursions- und Besichtigungsziele.

Dabei kann ich, wie nun schon mehrfach beabsichtigt, vorbereitend für einen späteren gemeinsamen Besuch des 'Zeugghaus'-Museums in Berlin dessen drei zeitgeschichtliche Abteilungen - 1933 - 1945 - NS-Regime und Zweiter Weltkrieg, 1945 - 1949 - Deutschland unter alliierter Besatzung und 1949 - 1994 - Geteiltes Deutschland und Wiedervereinigung - vorstellen.

Ferner können wir, wenn wir dann noch Zeit haben sollten, die Beschäftigung mit aktueller Literatur, welche die Kriegsendzeitgeschichte in Berlin und Brandenburg betrifft, fortsetzen. Sehen Sie dazu ggf.: http://agiw.fak1.tu-berlin.de/Pro_Ferch/Konzept.html ; dort P. 8 - Liste zur Einführungsliteratur.

Wie stets bitte ich darum, daß sich alle Interessenten, wenn sie nur irgendeine Möglichkeit haben, immer wieder einmal an die Adresse http://agiw.fak1.tu-berlin.de/Pro_Ferch/Konzept.html (Christian Gizewski, Ein Projekt zur Erinnerung an die Kriegereignisse im April/Mai 1945 in der 'Region Ferch' - 'Projekt Ferch') erinnern mögen. Bitte denken Sie, wenn das Monatende und unser routinemäßiger Termin naht, immer auch an das Internet als Informationsquelle oder, wenn nicht, rufen Sie mich ggf. an. Denken Sie aber auch daran, daß die WWW-Seite sehr viele interessante Informationsquellen erschließt, die durch bloße briefliche Mitteilung nicht übermittelt werden können. Ohne das Internet wäre der Arbeitskreis ja überhaupt nicht entstanden. Sinnvolle Vorkehrungen gegen unerwünschte Ausforschungsversuche von außen, die der eine oder andere der Älteren unter uns vielleicht befürchtet, sind für jedermann auch in unserer Zeit des ständigen Internet-Mißbrauchs durchaus möglich.

Im Internet sind auch gelegentlich solche Filme wie der folgende zu finden, auf den mich der VbDK kürzlich hingewiesen hat: http://www.rbb-online.de/himmelunderde/reportagen/der_knochenfinder.html. Es geht dort um die Ausgrabung und Bestattung der nach wie vor zahlreichen - in Brandenburg auf noch mehrere 10000 geschätzten - irregulär begrabenen Kriegstoten aller Parteien, ihre Identifikation, die Benachrichtigung von Angehörigen und die Registrierung in der WASt in Berlin-Reinickendorf.

Wie immer danke ich für die mir erneut zugänglich gemachten schriftlichen Erinnerungen, die Bücher, Schriften und Bilder, die unser Thema betreffen, und bitte weiterhin darum, mir alles zukommen zu lassen, was Ihrer Meinung nach zu unserem Thema paßt. Bitte vermerken Sie stets Ihren Namen und Ihre Adresse, ferner, ob Dokumente als persönlich von ihren Verfassern verantwortete im Internet veröffentlicht werden können oder nicht. Späterhin sollen, wie früher bereits besprochen, solche Texte und Bilder in einer Erinnerungsstätte, wohl in Halbe, archiviert werden. Bitte erinnern Sie mich notfalls an die Rückgabe Ihrer Unterlagen.

Vergessen Sie nicht, mir eine eventuelle Adressenänderung am besten schriftlich mitzuteilen - Wenn Sie Fragen haben oder Vorschläge machen wollen, lassen Sie sie mich jederzeit gern wissen. - Teilen Sie mir andererseits ggf. ruhig mit, wenn Sie nicht mehr informiert werden möchten. Ansonsten gehe ich von Ihrem fortbestehenden Interesse aus. - Amtliche Stellen, denen die Informationen zugeschickt werden, sollten außerdem, auch wenn sie an ihnen keinen politischen Gefallen finden sollten, im Rahmen ihrer dienstlichen Pflichten stets für ihren sorgfältigen Empfang Sorge tragen. Sie sind ja gesetzlich verpfichtet, sie sachgerecht im Rahmen ihrer Kompetenz zu prüfen, weiterzuleiten, ggf. schriftlich zu ihnen Stellung nehmen und sie ordentlich zu archivieren. Sie dürfen sie - bei Gefahr einer Dienstaufsichtsbeschwerde - nicht einfach pflichtwidrig als angeblich unzustellbar zurückgehen lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Gizewski, Tietzenweg 98, 12203 Berlin, TEL und AB: 030/8337810 oder (wenn eingeschaltet) 0151 26759056, FAX: 030/84309266, EP: christian.gizewski@tu-berlin.de, WWW-Seite: http://www.AGiW/fak 1.tu-berlin.de.index.html .